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Abnehmen und den Hunger im Griff haben
Wer vor der Ernährungsumstellung an ständiges Essen gewohnt war, wird danach erst mal Probleme mit ständigem Hunger haben. Und versteht mich da bitte nicht falsch: Esst, wenn ihr Hunger habt - aber begreift, dass ihr nicht den ganzen Tag hungrig sein könnt. Ein paar kleine Tricks können Abhilfe schaffen:Generell bei der Ernährung drauf achten:
1) Wenn auch kalorienarm: Lieber nicht zu Obst greifen, da der Fruchtzucker den Insulinspiegel in die Höhe treibt
2) Auf Süßstoff verzichten, denn der tut genau dasselbe
3) Ballaststoffreich zu essen: Vollkornprodukte, Gemüse, Hülsenfrückte, Weizenkleie
4) Proteinreich essen - Eiweiße werden langsamer verdaut und machen länger satt: Magerquark, Buttermilch, Putenfleisch...
5) Lebensmittel mit niedrigem glykämischen Index wählen, dann steigt der Blutzuckerspiegel nicht so schnell an (Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Gemüse, Obst)
6) Viel trinken, langsam kauen und essen.
Tees und heiße Getränke gegen Hunger: Mate-Tee und grüner Tee haben sich bei mir besonders bewährt.
Hab ich nie ausprobiert, aber mal gehört dass die Pfadfinder das früher gemacht haben: Kieselsteine lutschen :P
Sport machen direkt nach den Mahlzeiten, und siehe da: Bei der nächsten Mahlzeit hat man weniger Hunger!
Natürliche Quellmittel (Achtung - viel trinken!):
1) Flohsamen 1-2 x täglich 1 TL Samen (aus Drogerie, Apotheke oder Reformhaus) mit 200 ml Fruchtsaft quellen lassen
2) Pektin (z.B. auch in Gelatine enthalten) eine halbe Stunde vor der nächsten Mahlzeit einnehmen
3) Guarkernmehl (aus Reformhaus, Drogerie, Apotheke) einfach über Gerichte streuen (Dosierungsanleitung auf der Packung beachten, sonst werden die Speisen ungenießbar).
Hat angeblich der alte Kneipp mal empfohlen: Jede Stunde ein Glas Wasser mit einigen Spritzern Zitrone zu trinken (hier soll sich das Hungergefühl durch die kontinuierliche Füllung das Magens reduzieren)
Was außerdem noch hilft: Frische Kresse (Tipp von Oma!)
Kommentare unserer Leser (18):
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"Zitat":
....In der Tiermast sind Süßstoffe als Appetitanreger schon lange gang und gäbe- und auch als solche zugelassen.( Nachzulesen in der Futtermittelverordnung, Anlage 3,Punkt 3.)
Ein Hersteller von Zusatzstoffen zu Tierfutter wirbt bspweise mit: Süßstoffe erhöhen Gewicht und Gewinn. Sie verbessern die tägliche Futteraufnahme bei Ferkeln und Jungschweinen und auch bei Sauen mit gezügeltem Appetit wird die Futteraufnahme stimuliert. ...
weiteres Zitat:
.....Die Rechnung scheint so einfach: Ein Stück Würfelzucker =10 Kcal. eine Süßstofftablette , die den gleichen Süßeindruck hervorruft, keine einzige. Also spare ich einige kilokalorien, wenn ich meinen Kaffe oder Tee mit Süßstoff statt mit Zucker süße.
Das ist zwar logisch, aber nicht biologisch...Denn der süße Geschmack löst bereits auf der Zunge einen Reflex aus, eine rasche nicht willentlich beeinflußbare Körperreaktion. (Pawlowscher Reflex).... In unserem Fall heißt das Signal: " Zunge an Bauchspeicheldrüse: Hier schmeckt es süß. Insulin ausschütten, gleich kommt Zucker."Süßstoff spielte in der Evolution bislang keine Rolle, deshalb wird der süße Geschmack von unserem Körper- weil es eben immer so war- mit Zucker gleichgesetzt. Ein fataler Irrtum. Das eilig ausgeschüttete Insulin kann nämlich nicht anders, es muß den Zucker abbauen , der aus dem Verdauungstrakt in die Blutbahn übergegangen ist. Und wenn der angekündigte Nachschub nicht rollt- Süßstoff liefert keinen Blutzucker-, greift es halt auf den vorhandenen zurück. Prompt sinkt der momentane Blutzuckerspiegel.
Ein sinkender Blutzuckerspiegel ist jedoch ein Alarmsignal für den Körper. Er antwortet mit Heißhungergefühlen, um den Verlust möglichst schnell wieder auzugleichen.
Das heißt in letzter , harter Konsequenz: Süßstoff macht hungrig.
Pektin ist ein pflanzlicher, wasserlöslicher Gelierstoff, der in Gegenwart von Fruchtsäuren und zucker Gallerten bildet. Pektin kommt in Fleischigen, besonders unreifen Früchten vor, z.B. in Äpfeln, Quitten, Himbeeren, Johannisbeeren und Zitronen, aber auch in Zuckerrüben.
Für die Gewinnung werden Apfeltrester, Zitrusschalen und Rübenchnitzel verwendet. Im Handel befinden sich vorzugsweise Apfel und Zitruspektin in flüssiger oder Pulverform.
Gelatine ist ein tierischer Leim in reiner Form weitgehend farblos und geschmacksneutral. Wird durch Auskochen entfetteter Tierknochen und Häute gewonnen. Gelatine besteht aus dem durch die Vorbehandlung teilweise abgebauten und löslich gemachtenGerüsteiweiß der verwendeten tierischen Rohstoffe.
Quelle: Warenkundelexikon Dr. Oetker.
19.09.2011, 14:48 +4
# 5 donnawetta Gute Tipps, allerdings hilft es mMn auf Dauer nur, Hunger- und Appetitanfälle einfach mal ein, zwei Stunden zu durchleiden. Eine vernünftige Ernährung wird man nur schwer hinkriegen, wenn man sich von stetiger Nahrungszufuhr abhängig macht - sei sie auch noch so kalorienarm und gesund. Viel trinken ist sicherlich okay, solange man es nicht übertreibt, aber im Alltag ist es nicht eben praktikabel, immer ein Sträußchen Kresse, ein Säckchen Flohsamen mit Quellgefäß, eine Kohlrabi oder ein paar gekochte Linsen etc. zur Hand zu haben. Außerdem - und das ist meine persönliche Erfahrung - ist die ständige Auseinandersetzung mit dem Essen (also das dauernde Nachschieben und darüber Nachdenken, ob man Hunger oder doch nur Appetit hat oder Hunger kriegen könnte etc.) der Normalisierung des Essverhaltens eher abträglich. Duschen ohne Nasswerden klappt ja auch nicht :-)
Ich habe mal gelesen (und halte es für sehr wahrscheinlich), dass der Mensch früher am Tag gehend acht bis 10 Kilometer zurücklegte und sich das Grünzeug am Wegesrand dabei einverleibte - also so, wie es viele Menschenaffen heute noch tun (wenn sie dürfen und können). Ich glaube auch, dass es gut ist, den Insulinspiegel durch regelmäßige kleine Mahlzeiten konstant zu halten, aber ich fürchte auch, dass Leute, die (wie ich) zur Fresssucht neigen, es weder bei dem Grünzeug belassen noch jemals 10 Kiloemter am Tag gehen oder aufhören können, wenn sie ein ständiges Angebot haben. Von daher denke ich, dass man Hunger einfach mal durchleiden muss. Ich rede dabei ausdrücklich NICHT von dem Hunger, der sich nach Tagen ohne Nahrungsaufnahme, nach Extremsport oder bei Leute einstellt, die ohnehin schon von der Substanz zehren, sondern von dem "Hunger", den ein Schreibtischtäter mit Übergewicht zwischen Mittagstisch und Abendbrot empfindet, wenn der Kollege mit einem Snickers in der Hand um die Ecke biegt.
19.09.2011, 14:56 +9
Ich habe mal gelesen (und halte es für sehr wahrscheinlich), dass der Mensch früher am Tag gehend acht bis 10 Kilometer zurücklegte und sich das Grünzeug am Wegesrand dabei einverleibte - also so, wie es viele Menschenaffen heute noch tun (wenn sie dürfen und können). Ich glaube auch, dass es gut ist, den Insulinspiegel durch regelmäßige kleine Mahlzeiten konstant zu halten, aber ich fürchte auch, dass Leute, die (wie ich) zur Fresssucht neigen, es weder bei dem Grünzeug belassen noch jemals 10 Kiloemter am Tag gehen oder aufhören können, wenn sie ein ständiges Angebot haben. Von daher denke ich, dass man Hunger einfach mal durchleiden muss. Ich rede dabei ausdrücklich NICHT von dem Hunger, der sich nach Tagen ohne Nahrungsaufnahme, nach Extremsport oder bei Leute einstellt, die ohnehin schon von der Substanz zehren, sondern von dem "Hunger", den ein Schreibtischtäter mit Übergewicht zwischen Mittagstisch und Abendbrot empfindet, wenn der Kollege mit einem Snickers in der Hand um die Ecke biegt.
19.09.2011, 14:56 +9
# 7 wermaus @donnawetta: Ja, da hast du recht.... man darf nicht jedes Gelüst gleich als Hunger interpretieren. Aber Bewegung kann man doch auch in sein Leben bringen. Ich bin da ganz eisern und bewege mich intensiv mindestens eine Stunde am Tag (intensiv heißt, joggen, radfahren, schwimmen und zwar so, dass der Schweiß reichlich fließt). Das hilft nicht nur beim Schlankwerden und -bleiben, es dämpft auch noch den Hunger.
Bei schlechtem Wetter gibt es den Crosstrainer (nicht ganz billig, aber lohnt sich).
Keine Zeit gibt's bei mir nicht, im Zweifelsfall stehe ich früher auf oder verzichte auf was Anderes. Freizeitvergnügen wie Musik/Hörbücher hören oder Fernsehen gehen beim Crosstraining ganz prima, und beim Joggen wird auch gleich der Hund ausgeführt, der freut sich wie ein Schneekönig, wenn er mitrennen darf. Die Radtour lässt sich gut mit dem Stadtbummel, Einkauf, Arbeitsweg oder Behördengängen verbinden.
19.09.2011, 17:09 +2
Bei schlechtem Wetter gibt es den Crosstrainer (nicht ganz billig, aber lohnt sich).
Keine Zeit gibt's bei mir nicht, im Zweifelsfall stehe ich früher auf oder verzichte auf was Anderes. Freizeitvergnügen wie Musik/Hörbücher hören oder Fernsehen gehen beim Crosstraining ganz prima, und beim Joggen wird auch gleich der Hund ausgeführt, der freut sich wie ein Schneekönig, wenn er mitrennen darf. Die Radtour lässt sich gut mit dem Stadtbummel, Einkauf, Arbeitsweg oder Behördengängen verbinden.
19.09.2011, 17:09 +2
# 8 Jajasis Guter Beitrag und tolle Kommis dazu, ich möchte lediglich zu Punkt 3 anmerken, dass pflanzliche Ballastsstoffe zu bevorzugen sind, denn auch an Vollkornbrot kann man sich nicht nur satt, sondern auch richtig dick essen...Brot ist kalorientechnisch nämlich ziemlich gehaltvoll....! Also lieber massig Gemüse , dass richtig schön voluminös im Magen sättigt und Vitamine bringt, anstatt zünftiger (Vollkorn-)Brotzeiten, die auf Dauer nicht nur Blähungen verursachen19.09.2011, 20:54 +3
Beides durch entweder akuter Krankheit oder seelischen Problemen hervor gerufen. Als ich übergewichtig war wurde genörgelt ich solle abnehmen, und als ich nur noch durch die Gegen klapperte war es auch nicht ok. Bin heute Gottseidank gesund und wenn mir nach einem Burger ist dann genieße ich ihn, und wenn ich keinen Hunger habe lasse ich das futtern sein. Seit dem nie wieder fett oder zu dünn gewesen. Ob es gesund ist weiß ich nicht, aber ich weiß das es mir dabei saugut geht.
21.03.2012, 01:22 +2
Schon mal darüber nachgedacht? Und wenn du eine halbe Stunde deine Hausarbeit einfach Hausarbeit sein läßt und diese halbe Stunde ganz für dich nutzt und "stramm" spazieren gehst - man sagt auch "walken" dazu, wenn du auch ohne Stöcke deine Arme im Schritttakt aktiv mitbewegst erhöhst du deinen Trainingseffekt um weitere 30%, dann hast du auch keine Probleme mehr mit dem Tiefdurchatmen und bald auch nicht mehr mit deinem wahrscheinlich etwas zu vielem Gewicht. Das Allerbeste wäre, dabei die gesamte Familie mit Kind, Hund und Kegel(egal was in welcher Zahl...gemeint sind einfach "alle aus deiner Familie") in den Schlepptau zu nehmen, die das flotte Tempo mithalten können . . . Und falls du dabei ins Schwitzen kommst - prima - einfach die Klamotten wechseln und die nassen Sachen runter vom Körper. Das ist auch schon alles, was wichtig ist, um sich richtig wohl zu fühlen. Das Wohlfühl-Gewicht pendelt sich ganz von selbst ein. 5 von 7 Tagen pro Woche genügen dafür. Wir wollen ja nix übertreiben.
06.04.2012, 01:54 +1
Heute weiß ich, wenn ich mich an die gemahlenen, indischen Flohsamenschalen und die "braunen" Kohlehydrate aus dem "Zuckerknacker"-Buch halte, plus abends eben etwas mehr auf Eiweißreich achte in Kombination mit neutralen Nahrungsmitteln, wie das ja auch bei der Trennkost angezeigt wird, dann habe ich keine Probleme mit Zuviel-Gewicht. - Wer's nicht glauben will, sollte einfach mal genau so einen Selbstversuch unternehmen: Süßstoff reichlich, trinken auch - nur quasi nix essen. Und das Wiegen zur Kontrolle nicht vergessen dabei. Viel Spaß!
06.04.2012, 01:57 +1
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# 3 
(Bin MTA und habe auch einige Zeit in einer Diätassistenz gearbeitet)