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Aus alt mach neu - Kartoffeln auf dem Balkon ziehen
Wer hat nicht schon alte, verhutzelte, austreibende Kartoffeln in den Müll geworfen? Ich habe mal einen Trick ausprobiert (wurde mit sehr großem Interesse von meinen 4 Kindern verfolgt), der gut auch auf dem Balkon verwirklicht werden kann:Man braucht eine Plastiktonne (so ähnlich wie die Regenwassertonnen nur nicht so groß). Ich habe mal zwei bei jemand abgestaubt, der sie nicht mehr wollte. Manchmal wird Maische für Obstbrand oder Apfelmost drin angesetzt.
Unten an der Seite in ca. 10 cm Höhe mit dem großen 8er-Bohrer ein Loch reinmachen als Wasserablauf.
Dann kommt eine Lage Kiesel oder Tonscherben oder andere geeignete Drainage unten in den Kübel, Grünabfall aus der Küche = Kompost; wer hat, kann Baumschnitt (klein geschnitten, damit Luft zirkulieren kann) dazu geben alles zusammen ca. 15 cm hoch.
Dann kommt 10 cm Blumenerde (ganz billige aus dem Baumarkt, man braucht so viel, dass der Kübel nachher ganz voll ist) locker drauf.
Auf dieses "Bett" setzt man die ausgetriebenen hutzligen alten Kartoffeln. (Nehmt am Besten die 5 größten. Das reicht für die ganze Tonne).
Nun wird alles mit einer Schicht Erde ca. 10 cm hoch locker bedeckt. Etwas angießen (nicht ersäufen) ... und dann warten.
Nach wenigen Tagen haben die Kartoffeln, die ihr schön sanft täglich begießt (nicht zuviel), ausgetrieben und schauen oben aus der Erde raus.
Wenn sie ca. 10 cm hoch sind, kommt wieder eine Schicht Erde locker drauf (die Pflanzen ganz bedecken), sanft gießen.
Und so geht es immer Schicht für Schicht weiter, bis der Kübel voll ist.
So hat man später mehrere Etagen, wo Kartoffeln wachsen können. Der ganze Kübel ist dann praktisch voll von den 5, nun natürlich ca. 80 cm hohen Kartoffelpflanzen.
Wenn der Kübel ganz voll ist, dürfen die Kartoffelpflanzen durchtreiben, d. h. eine Pflanze mit Blättern und Blüten entwickeln. Sieht richtig schön aus.
Da die ganze Geschichte auf dem Balkon oder Terrasse stattfindet, gibt es auch keine Kartoffelkäfer oder andere Schädlinge. Düngen ist nicht nötig.
Wenn die Pflanzen im Herbst welken, ist Zeit der Ernte.
Nun kommt der Clou:
Die ganze Tonne ist voll mit neuen Kartoffeln. Natürlich hat es viele kleine (für Pellkartoffeln. Kinder sind ganz scharf auf die Minis), aber doch viele mittlerer Größe und ein paar dicke Brummer.
Man kann die Erde dann schichtweise abtragen und hat immer neue Kartöffeli. Nomnomnom ...
Die Erde kann man noch weiterverwenden für andere Pflanzen.
Ich weiß, man kann Kartoffeln einfacher im Supermarkt kaufen, aber uns hat es Spaß gemacht. Und es ist mit Sicherheit BIO-Ware ...
Probiert es einfach mal aus.
Kommentare unserer Leser (38):
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Wer es nicht glaubt, soll es mal ausprobieren:
Die Keime auf Küchenkrepp legen, gut feucht halten, eine durchsichtige Schale vom Obst oder Gemüsekauf drüber als Minigewächshaus.
Und dann warten.
Nach ein paar Tagen kommen aus diesen Keimlingen winzige Kartoffelpflänzchen raus. Natürlich wird mangels Masse nix weiter draus, aber es ist interessant, was für einen Überlebenswillen solch eine Pflanze hat.
Es ist dasselbe Prinzip wie mein obiger Tipp, aber die alten Kartoffeln sind ja noch die Nahrungsspeicher für die Entwicklung der Pflanze.
Ich hab noch einen Tipp eingestellt für Interessenten:
Eine Nicht-Pfand-Plastikflasche in der Mitte durchschneiden und kopfüber als Mini-Gewächshaus über Anleger drüber.
24.06.2011, 11:02 +1
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