» Startseite » Kochen & Backen » Fisch & Meeresfrüchte » Tipp
Rezept: Grüne Heringe nach Art von Oma Duck
Grüne Heringe sind (bekanntlich?) frische, ungesalzene Heringe. An den Meeresküsten werden sie wohl noch immer nach Herzenslust gebraten und gegessen, im Inland dagegen scheut man oft davor zurück. Zum einen sind viele "fies" davor, noch einen ganzen, unfiletierten Fisch überhaupt nur anzufassen. Zum anderen fürchten sie den "Duft", der sich zugegeben nicht vermeiden lässt. Dagegen hilft, ihn wirklich als Beigabe eines köstlichen Gerichts anzusehen, und nicht, wie meist, als lästigen Gestank.Dies vorausgeschickt: Ans Werk!
Grüne Heringe werden heute meist als AOK-Ware (ausgenommen, ohne Kopf) angeboten. Ich bevorzuge allerdings "den vollen Fisch", weil ich auch den evtl. vorhandenen Rogen verwerte - gebraten eine Delikatesse!
Die Fische werden, soweit nötig, geschuppt und ausgenommen. Sodann führt man den "Bauchschnitt" noch bis zur Schwanzwurzel weiter und entfernt dann vorsichtig die Mittelgräte, indem man vom Kopf her (der aber gar nicht mehr da ist, hihi) mit dem Daumen zwischen Rückgrat und Rücken eindringt und sich vorsichtig weiter bis zum Schwanz vorarbeitet.
Dabei mit den Fingern gegenpressen, damit möglichst wenig Fleisch an der Gräte bleibt. Danach lässt sich der Fisch aufklappen und man erhält den sog. Lappen, der sich jetzt wie gewohnt braten lässt: Salzen, in Mehl wenden und dann in reichlich heißem Öl von beiden Seiten braun braten.
Dazu schmecken Bratkartoffeln und Salat. Kalt aus der Hand ist auch nicht schlecht.
Natürlich kann man die Heringe auch mit Gräte braten. Aber schön langsam, damit sie auch von innen durchgaren, sie sind dann ja erheblich dicker!
Die übrig gebliebenen Heringe kann man sauer einlegen. Ich mache es aber nicht mehr, weil mittlerweile auch die Fertigkonserven so gut sind, dass man ruhig auf sie zurückgreifen kann.
Die üblichen "Igitt"-Kommentare bitte ich möglichst bei sich zu behalten. Auch Hinweise auf Überfischung usw. sind im Voraus bekannt und langweilen.
Kommentare unserer Leser (13):
Zeige nur hilfreiche Kommentare an
Und dann die Grätenentfernung. Puhlst du wirklich mit den Fingern im armen Kerlchen herum und holst so die Gräte raus?
01.05.2011, 14:44 +2
Da wir Fisch nicht kaufen müssen, kann ich mir auch nicht vorstellen, dass ich einen enthaupteten Fisch bekomme, es sei denn, das ist ein Riesenteil und ich möchte nur ein Filet. Wenn du die andere Seite haben willst, ist der Fisch enthauptet.
Einzig, wo ich wirklich ein Sensibelchen bin, wenn meine Männer mir den Mageninhalt beim Ausnehmen des Fisches präsentieren. Das finde ich nicht so prickelnd.
Der Rogen wird bei uns als Köder verwendet.
Da ich gerne dem Tier noch in die Augen schaue, und an diesen auch die frische des Fisches erkenne, bin ich mehr dafür, den ganzen Fisch zu nehmen. Wenn wir Fisch im Ganzen zubereiten, bekommt der Fisch ein Zweiglein Petersilie oder Rosmarin in den Mund. Das ist zwar mehr für die Jagdgöttin Diana, aber ich finde die Geste nett und auch ein Fisch soll nicht um sonst gestorben sein.
Einzig, was wir wirklich noch nie gemacht haben, ist, den Fisch mit den Fingern zu entgräten. Entweder Filets oder ganzer Fisch. Diese Art der Entgrätung kannte ich noch nicht und ist für mich neu. Daher die Frage.
01.05.2011, 15:53 +1
Kommentar schreiben
Frag-Mutti.de übernimmt weder Haftung noch Garantie für die Richtigkeit dieses Tipps.
# 3 
Vielleicht liegt es an Deiner Bitte, von "Igitt"- und "Überfischungs"-Kommentaren abzusehen.
Deinen Tipp finde ich sehr gut - also Daumen hoch!