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Rezept: Hefekranz mit Mohn- oder Haselnussfüllung
Zutaten für den Hefeteig:500 g Mehl
1 Päckchen Frischhefe
250 ml Milch
3 Eier
75 g Fett (Butter oder Margarine)
80 g Zucker
Zutaten für die Füllung:
1 Pfund Mohn (gemahlen) oder 1 Pfund Haselnüsse (gemahlen)
2 Eier
Rumrosinen (soviel man mag) (wer keine Rosinen mag, gießt einfach ein Schnapsgläschen Rum in die Masse, wenn Kinder mitessen natürlich nicht)
2 EL Zucker
125 g gehackte Mandeln
100 - 200 ml Milch (je nach Konsistenz der Masse)
Zubereitung:
1. Etappe
Für den Hefeteig (mit Rührgerät oder Küchenmaschine mit Knethaken) Mehl in eine Schüssel sieben, in der Mitte eine Vertiefung eindrücken. Hefe mit 2-3 EL von der Milch und 1 EL Zucker verrühren und in die Vertiefung geben. Mit wenig Mehl zum Vorteig verrühren. Das Ganze ca. 30 Minuten zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen.
2. Etappe
Vorteig mit den übrigen Zutaten (einschl. der restl. lauwarmen Milch und des restlichen Zuckers) vermengen, bis ein glatter Teig entsteht (Eier einzeln einrühren). Der Teig ist dann „gut“, wenn er sich von der Schüsselwand problemlos löst. Erneut zudecken und 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.
3. Etappe
Während der 2. Gehzeit, Mohn oder Haselnüsse (beides fein gemahlen) in eine Schüssel geben. Eier mit Kochlöffel nacheinander zusammen mit der lauwarmen Milch (kurz in Mikrowelle erwärmen) und dem Zucker einrühren. Wer es süßer mag, kann natürlich die Zuckermenge erhöhen. Gehackte Mandeln unterrühren.
Rumrosinen - soviel man mag (ich gebe ca. 300 g hinein, die tagelang vorher in einem großen Marmeladenglas in Rum getränkt waren).
Statt Rosinen können auch Orangeat und/oder Zitronat oder Cranberries verwendet werden. Wer das alles nicht mag, kann auch Äpfel ganz klein schneiden (allerdings hält sich dann der Kranz nicht ganz so lang wegen des Obstes).
4. Etappe
Hefeteig auf einer sauberen bemehlten Fläche ausrollen (ca. 60-70 cm lang und ca. 40 cm breit). Auch an den Rändern dünn halten, es sollten keine Wülste entstehen. Mohn- bzw. Haselnussmasse (bis zu den Rändern) aufstreichen (hierfür einen Spatel nehmen, der immer wieder angefeuchtet wird, dann geht das leichter). Teig von unten nach oben vorsichtig und über die gesamte Länge aufrollen, bis eine dicke „Wurst“ entsteht. In eine mit etwas Öl eingefettete Ringform legen.
5. Etappe
In vorgeheizten Backofen bei ca. 170-175°C (je nach Ofen) bei Umluft ca. 35-40 Min. backen. Nach ca. 15 Minuten mit verquirltem Eigelb bestreichen und dies mehrmals bis zum Ende der Backzeit wiederholen, dann wird der Kranz schön goldgelb. Sollte das Ganze zu dunkel werden, natürlich vorher auf 150 oder noch weniger herunterschalten.
Erkalten lassen und genießen (schmeckt lauwarm auch noch gut!).
Kommentare unserer Leser (44):
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Ja, stimmt. Die gehackten Mandeln habe ich nicht mehr erwähnt. Die gehören in die Mohnmasse. Ich versuche, den Beitrag zu korrigieren. Danke für den Hinweis.
13.02.2012, 12:39 +1
# 5 WeihnachtsEngel Lecker!!!Ich liebe Mohn und Hefeteig,nur habe ich so ein Zopf bisher noch nicht gebacken.Ich finde es gut,dass nicht so viel Zucker gebraucht wird.Rezept ist gespeichert!!
13.02.2012, 20:32 +1
13.02.2012, 20:32 +1
@Alice: Ja, klar, der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt. Ich hab den Kranz auch mal nur mit Preiselbeeren gefüllt, weil eine Bekannte von uns auch allergisch gegen alles Mögliche ist. Ich war selbst überrascht, wie gut das geschmeckt hat. Dann hab ich mal für ein Silvester-Büffet bei Freunden eine Füllung mit Walnüssen, Cornflakes und Eierlikör gemacht - war auch nicht schlecht...
14.02.2012, 18:22 +1
# 22 neperle So mache ich meinen Hefekranz auch, flechte ihn aber auch trotz Füllung (ist jedoch manchmal eine schöne Schmiererei). Wenn die Füllung dann rausquillt, ist das kein Problem, sieht gut aus und lecker ist es auch.Aber die Idee mit dem geflochtenen Teig obendrauf ist SUPER....könnte ich auch selber drauf gekommen sein! ;~D
16.02.2012, 12:10 +1
- die tolle & ausführliche Beschreibung
- deine Mühe, das Rezept zu veröffentlichen
- dein Feedback & deine Mühe.
Mir läuft das Wasser schon im Munde zusammen und ich denke, dass wird mein nächster Versuch.
Grüße aus Peking
16.02.2012, 15:29 +1
16.02.2012, 16:11 +3
Cally hat Recht. Das, was im Handel ist, sind Süßmandeln, aus denen auch Marzipan gemacht wird.
Bittermandel gibts aus den erwähnten Gründen nur noch als synthetisch hergestelltes Aroma, das nicht mehr giftig ist.
Bittermandeln enthalten Cyanid = Blausäure, die schnell zum Tod führt, weil sie die Sauerstoffaufnahme in die roten Blutkörperchen blockiert.
Auch die Kerne, die in Aprikosen- oder Pfirsichsteinen sind, sind cyanidhaltig und sollten nicht gegessen werden.
Selbst Apfelkerne enthalten in geringen Mengen Cyanid. Wenn du mal einen zerbeißt, weißt du, wie es schmeckt. Doch du darfst unbesorgt den Apfel mitsamt dem Butzen essen ....
17.02.2012, 10:05 +2
# 31 Cally Da mein Kontroll-Zwang :o), was Kcal anbelangt, ja kein Geheimnis mehr sein dürfte, ist mein Ergebnis sicher nicht repräsentativ: ich habe Dinkel-Vollkornmehl (weil ich es mag) verwendet, hier ein Ei, dort etwas Fett weggelassen, den Zucker durch Agavendicksaft und Stevia ersetzt und Cranberries zugegeben statt Rosinen.Und das dann, zur vollkommenen Controlletti-Befriedigung, ausgewogen und als Muffins (für die Dauerausscheider getrockneter, kernloser Weinbeeren: Kleinkuchen) gebacken, von denen ich so die genaue Kalorienzahl weiß *lach*.
17.02.2012, 10:46 +1
Eigentlich kann man niemand mit Bittermandel vergiften, denn es hat ja seinen charakteristischen Geruch, den ja jeder kennt.
Nur möglicherweise könnten Kinder, da genügt ja schon eine geringste Dosis, sich damit vergiften.
Und die Bittermandel schmeckt auch gar nicht gut , denn sie ist wirklich bitter, sodass man wirklich selbstmörderische Absicht haben muss, um so viele zu essen, dass es für den Tod reicht ....
Schon seit der Steinzeit sind wir auf "süß" geeicht (Muttermilch), auch weil süß = Kalorien = Vorrat heißt.
Bitter bedeutet giftig, ungenießbar und das spuckte man gleich wieder aus.
Und sauer bedeutet unreif.
Deshalb lieben wir rote, süße Früchte.
Und salzig isst man auch nicht sooo viel.
Als 5. Geschackswahrnehmung gilt "umami" = würzig wie z. B. Sellerie.
Alles andere wird über die Nase wahrgenommen und ist Aroma.
17.02.2012, 11:40 +3
Meine Rezepte sind alle schon "abgespeckt" ;-) und es muss doch noch schmecken.
Agavensaft? Agaven stehen bei mir im Wintergarten und kommen wieder raus, wenn's warm genug ist. ;-)
Na ja, dein weiterer Kommentar sagt ja alles. Schade um die Mühe und Zeit, aber ich hoffe, das Ergebnis nach meinem Originalrezept schmeckt dir. Wenn du Kalorien zählst, dann iss einfach ein kleineres Stück, aber mach nur den halben Kranz... und genieße es einfach...
@wattebällchen: vielen Dank für die ausführlichen Erläuterungen. Bei mir gibt es nur 2 Geschmacksrichtungen: 1. schmeckt mir; 2. schmeckt mir nicht. In der 2. Kategorie stehen viel viel mehr als in der 1. Kategorie. :-)
17.02.2012, 16:45 +1
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Wie dem auch so, so ein Nuss- oder Mohnzopf ist superlecker. Und die Füllung kann man ja nach Geschmack süßen.