Insektenfalle - eine Flasche mit fermentierter Bananenschale
Noch ein paar kurze Monate und dann schwirrt es wieder. Um Insekten von der Kaffeetafel im Garten oder dem Grill fernzuhalten, habe ich ein Rezept für eine selbstgebaute Falle, auf die die Fliegen fliegen. Und die Wespen auch.
Man braucht :
Eine leere 2-Liter-Plastikflasche
feste Schnur
4 EL Zucker
150 ml Wasser
1 Bananenschale, kleingeschnitten
Zucker,Wasser und Bananenschale wird in die Flasche gefüllt . Eine Schnur wird um den Flaschenhals gewickelt und die Flasche wird in der Nähe des Gartentisches oder Grills an einen Baum, Mauer oder einen Zaun gehängt.
Innerhalb weniger Tage fängt die Banane an zu gären und die Insekten kommen hineingekrabbelt, um Party zu feiern. Da das Wasser verdunstet, sollte man es ab und zu nachfüllen.
Nach einiger Zeit ist die Flasche mit Insekten voll und man kann eine neue Flasche aufhängen.
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Kommentare unserer Leser (39):
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27.01.2012, 08:59 +1
27.01.2012, 12:03 +3
Ich habe festgestellt, dass die Fallen nicht in die Nähe vom Tisch oder Grill stehen sollten, sondern ziemlich weit weg. Die Fallen ziehen nämlich auch Insekten an die ohne die leckeren Düfte in der Luft nicht auf die Idee gekommen wären, in die Nähe Eurer Tische und Grills zu kommen.
Ich nehme keine Falle und freue mich, wenn der Nachbar eine richtig gute aufgestellt hat. Die besuchen dann doch lieber den Nachbarn. Insekten können teilweise über mehrere 100 Meter riechen.
27.01.2012, 18:54 +3
Wer den ganz kleinen Garten hat, kann nur die hinterste Ecke dafür benutzen, wenn überhaupt.
Mein Garten ist groß genug, ich habe meist drei solche Fallen in ausreichender Entfernung von der Terrasse stehen/hängen.
LEIDER steht mein Nachbar auf wilden Wein, der wuchert an der Grenze=meine Terrassenwand vor sich hin. Die Wespen stehen total auf die Blüten, deshalb hab ich da mittendrin auch so eine Falle hängen.
Ich kann ja leider nicht alles vom Wein abschneiden (ist ja nicht meiner), der wuchert wirklich wie blöd.
28.01.2012, 10:31 +1
Bist du mein Nachbar mit dem wilden Wein?
29.01.2012, 00:14 +9
29.01.2012, 08:33 +3
@Frau-LIch
Im Übrigen, Wespen stehen nicht auf Blüten, und schau mal hin, was für Tierchen dort fressen/ jagen. Wespen würden die dich belästigenden Tiere jagen, Bienen sind genauso nützlich. Oder magst keinen Honig?
29.01.2012, 14:02 +2
Wer einmal eine wirklich extreme Fruchtfliegenplage in der Küche hatte, so schlimm, daß er sich kaum traute, den Mund zu öffnen oder zu atmen, der wird, wenn er die Biester erstmal losgeworden ist, auf jeden Fall versuchen, es nie wieder auch nur annähernd soweit kommen zu lassen. Das finde ich auch ok.
Wer mit einem lebensbedrohenden anaphylaktischen Schock rechnen muß wegen einer Allergie gegen Bienen- oder Wespenstiche, der wird diese Tiere auch möglichst nicht in seinem Garten haben wollen. Auch das ist ok.
Und wer es liebt, häufig in seinem Garten oder auf seinem Balkon zu essen, zu trinken, und beides wirklich so intensiv wie ein zusätzliches Zimmer nutzt, mit einer großen Familie oder vielen Freunden, der wird den Tieren vermutlich auch eher den Kampf ansagen. Selbst dafür habe ich Verständnis, vor allem, wenn kleine Kinder zur Runde gehören.
Ich selber lebe alleine, und bis vor kurzem in einer Mietwohnung mit einer fast 30 qm großen Dachterrasse, wo ich fast 60 Pflanzkübel und -schalen stehen hatte, dazu noch Balkonkästen an der dreiseitigen Brüstung. Dort habe ich jede freie Minute meines Tages verbracht, und das, obwohl in dem Holzdach der verglasten Veranda, die sich zwischen der Dachterrasse und meiner Wohnung befand, alljährlich Wespen ein Nest bauten. Als ich dort einzog und das entdeckte, habe ich sozusagen einen Pakt mit den Wespen geschlossen. Ich habe mich jedes Jahr hingestellt und ihnen klipp und klar gesagt: Ich tue euch nichts, wenn ihr mir nichts tut. Dann unterstütze ich euch sogar mit Trinkmöglichkeiten.
Ob Ihr es glaubt oder nicht: es hat funktioniert. Obwohl ich zunächst selbst nicht wirklich daran geglaubt habe, habe ich 7 Sommer auf der Terrasse verbracht, dabei gegessen (aber nicht gegrillt, und leere Teller sofort in die Küche getragen), getrunken (aus abgedeckten Gläsern mit einem Löchli für einen Strohhalm im Deckel, oder einem Deckel, den ich zum Trinken einfach kurz abnahm), gelesen, gezeichnet, gestrickt, und nicht eine Wespe hat mir irgendwas getan. Meist flogen sie in kleinem Bogen um mich herum. Es waren auch wirklich viele, aber sie taten, als wären ich und mein Krempel völlig uninteressant für sie.
Dafür habe ich flache, unglasierte Tonschalen mit Wasser für sie aufgestellt, und in den Schalen habe ich dicht an dicht flache Kieselsteine von bis zu 7cm Durchmesser ausgelegt. Die dienten den Wespen (und auch unzähligen Bienen, Hummeln, Florfliegen, Schwebfliegen und sogar einigen Libellen) als Landeplatz, von dem aus sie sicher das Wasser erreichen konnten, ohne zu ertrinken. Und nebenbei sahen die teilweise angefeuchteten, bunten Steine auch noch sehr dekorativ aus. Das Wasser habe ich mindestens zweimal täglich gegen frisches ersetzt, wie in den Vogeltränken auch.
Wie Ihr seht, geht es auch friedlich, wenn man nicht zappelt und schreit und mit den Armen um sich schlägt. Und nicht allzuviele verlockende Speisen und Getränke offen um sich schart.
Aber ich muß auch zugeben, als meine Tochter noch klein war, wäre ich auch nicht sooo entspannt gewesen...
29.01.2012, 17:48 +6
Mein letzter Wespenstich liegt zwar schon Jahre zurück, da musste man mich schnellstens in's Krankenhaus bringen, war kurz vor'm Zusammenbruch. Von der Schwellung (Stich auf dem rechten Handrücken, dicke Schwellung über's Handgelenk hinaus) mal ganz abgesehen.
Diese Wesppe stach zu, als ich meine langen Haare mit der Hand aus dem Nacken/Kragen hob. Sie muss auf dem Haar gesessen haben. Und ich hab hinten keine Augen ;(
Hätte ich diese Allergie nicht, würde ich sie auch in Ruhe lassen, obwohl ich ihren Nutzen in der Natur nicht kenne. Ich trage übrigens auch Spinnen nach draußen.
29.01.2012, 18:35 +1
bitte gebt bei allen Rezepten einen Schuß Essig dazu. Das hält Bienen fern. Ihr wollt doch wohl keine Bienen fangen, oder!!
Wenn ich schon schreibe: Vermeidet panisches Wedeln mit den Armen, wenn eine Biene um Euch fliegt. Das ist nahezu die Garantie, daß sie attakiert. Wespen stört das nicht.
Bin Imker und habe es regelmäßig mit ca 70000 Bienen zu tun.
29.01.2012, 18:41 +2
Seitdem ich weiß, dass ich auf Wespenstiche allergisch bin (vor zwei Jahren Anfang August mit Notarzt ins Krankenhaus, anaphylaktischer Schock), verleiden mir diese Tierchen den Sommer. Ständig habe ich Angst, gestochen zu werden, weil es bei mir ziemlich viele Wespen gibt. Ich bin für jede neue Anregung offen und dankbar.
@ Erdhexe: ich werde es mal wie du versuchen, vielleicht kann ich mit den Wespen ein Abkommen schließen. Ich hoffe, sie lassen sich darauf ein, denn "es gibt mehr Dinge im Himmel und auf Erden...", In unserem alten Gemäuer nahe am Waldrand fühlen sie sich offensichtlich wohl.
29.01.2012, 19:56 +2
@mops und Frau-Lich: Ich weiß aus eigener Erfahrung (wenn auch durch ein anderes Allergen), wie übel ein anaphylaktischer Schock sich anfühlt, und auch, daß er, wenn er nicht umgehend behandelt wird, lebensgefährlich ist. Da würde ich an Eurer Stelle auch keinerlei Risiko eingehen! Der Versuch eines "Paktes" wäre vielleicht dennoch eine kleine Hilfe (@mops).
Der Nutzen (@Frau-Lich) der Wespen besteht wohl darin, daß Wespen, wie auch die Spinnen, unzählige andere Insekten vertilgen, die schnell überhand nehmen würden, wenn es keine Wespen und Spinnen gäbe. Es gibt sogar kleine, für Menschen völlig harmlose Wespen wie z.B. bestimmte Schlupfwespenarten, die sich für uns nützlich machen. Ihre Larven werden sehr erfolgreich gegen Nahrungsmittel- und Kleidermotten eingesetzt.
@Klaas: Das finde ich einen tollen Rat, das habe ich auch noch nicht gewußt, daß Bienen keinen Essiggeruch mögen. Ich mag Bienen sehr, und sie sind sowieso schon so gefährdet. Dabei wissen wir ganz genau, daß wir ein erhebliches Nahrungsproblem (fehlende Nutzpflanzenbestäubung, keine Ahnung, wie viele Obst und Gemüsesorten betroffen wären, nur bei Getreide erledigt es wohl der Wind) bekommen, wenn wir nicht alles versuchen, sie zu retten! Auch wenn ich jetzt nur noch einen kleinen Balkon habe, gehöre ich zu den Menschen, die sich immer bemühen, möglichst viele Pflanzen um sich zu scharen, die den Bienen als Nahrungsquelle dienen, und stattdessen auf noch so toll aussehende Exoten, die in dieser Hinsicht nutzlos sind, lieber verzichten.
30.01.2012, 13:20 +1
LG Ellaberta
31.01.2012, 18:40 +1
Auf jeden Fall darf das Spüli nicht fehlen. Das nimmt die Spannung vom Wasser und sie können nicht wieder wegfliegen nachdem sie sich vollgetrunken haben. Oder sie sterben am Spüli - ich wills garnicht so genau wissen ;-)
Hauptsache ausgerottet :-))
01.02.2012, 09:18 +1
Einige Tropfen Abwaschkonzentrat. So ertrinkt jedes Insekt in Sekundenschnelle und muss nicht lange leiden. Ausserdem entkommt so keines. Jedenfalls hatte ich mit diesem System so grossen Erfolg, dass ich die Flüssigkeiit jeden Tag in ein Gefäss absieben und wieder in die Flasche geben musste. In der Zeit der Traubenernte kamen so 3 kg Insekten zusammen. Davon war keine einzige Biene und auch keine Hornisse.
Walter
02.02.2012, 19:22 +2
Schaut erst mal nach, ob die Nester noch besiedelt sind, denn alte Nester werden nicht noch mal bewohnt. Sie bauen jedes Jahr neu. Deshalb kann es durchaus sein, dass auf dem Dachboden mehrere Nester sind aber nur eins bewohnt ist oder auch gar keins. Wespenzeit ist glaube ich im September. Jetzt wäre also die beste Zeit, die Wespennester selbst zu entfernen, denn jetzt sind keine drin.
04.02.2012, 21:38 +2
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