Rezept: Laugenbrötchen backen - selbstgemacht
Es gibt zwar auch Laugengebäck tiefgekühlt oder beim Bäcker zu kaufen, doch mein Tipp ist für alle, die gerne backen und auch Laugenbrötchen mal selbst machen wollen.
Aus dem Teig kann man Brötchen, Brezeln oder Laugenstangen formen. Auf dem Foto sind nur noch 2 1/2 übriggebliebene Brötchen zu sehen, so schnell waren sie weg.
Zutaten für den Teig:
400-420 ml Milch handwarm
1 Würfel frische Hefe
oder entsprechender Menge Trockenhefe (mit etwas warmer Milch und Zucker verrühren und stehen lassen, bis sie aktiviert ist)
1/2 TL Zucker
600 g Mehl
(man kann nach Geschmack 200 g durch 550 Mehl, Weizenvollkornmehl, oder 1050 Mehl ersetzen)
2 TL Salz
Alle Zutaten mit dem Handrührgerät oder Küchenmaschine zusammenrühren, bis sich der Teig vom Schüsselrand löst und schön elastisch ist. Den Teig abdecken und an einem warmen Ort 30 Min gehen lassen.
Aus dem Teig kann man Brötchen, Brezeln oder Laugenstangen formen. Da Brezeln größer sind, eine größeren Topf nehmen und es müsste die doppelte Menge der Lauge angesetzt werden.
Zutaten für die Lauge:
300 ml Wasser
2 EL Natron
In einem Topf aufkochen lassen. Die geformten Teiglinge einzeln 30-60 Sekunden mit einer Schaumkelle in die Lauge eintauchen. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Wenn man mag, noch mit etwas grobem Salz bestreuen, oder Kümmel, ist auch lecker.
Ofen vorheizen auf 200 Grad und auf der mittleren Einschubleiste 15 Minuten goldgelb backen.
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Kommentare unserer Leser (71):
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Das Laugengebäck, zubereitet nach diesem Rezept, kann sich geschmacklich, wie ich finde, durchaus mit den professionellen Produkten messen.
09.07.2012, 19:42 +6
09.07.2012, 20:08 +1
Genau dieses ist gemeint, das ist Natriumhydrogencarbonat. Und in dieser Schachtel ist ein Beipackzettel auf dem beschreiben steht, wie man den Teig mit diesem ungefährlichen Natron behandeln muss um daraus schmackhaftes Laugengebäck zu bekommen. Nur Mut, der Geruch ist etwas eigenartig, aber das Ergebnis kann sich sehen lassen.
09.07.2012, 21:35 +1
09.07.2012, 22:36 +6
Du bist Chemicker?
10.07.2012, 05:39 +20
Es reicht zur Herstellung der Lauge, das Wasser aufzukochen, den Topf vom Herd zu ziehen und dann erst den Natron(ich verwende Haus-Natron aus dem Backregal) einzurühren. Achtung, es schäumt etwas.
Für ein Tütchen Haus-Natron kann man getrost 1-1,5 l Wasser nehmen.
10.07.2012, 06:25 +8
Natronhydroxid ist ÄTZNATRON (!!!)
Natriumhdrogencarbonat ist Natron - das, was hier bei dem Laugengebäck verwendet werden darf/kan.
10.07.2012, 07:45 +3
10.07.2012, 07:58 +10
10.07.2012, 08:00 +1
Der Apotheker wird unterm Strich nichts Anderes machen als Wasser aufkochen und die entsprechende Menge Natron beigeben. Vermutlich wir er dies nur in anderen Dimensionen machen als im Hausgebrauch.
10.07.2012, 08:03 +1
DOCH! ;o)
Natronhydroxid und Natriumhydoxid ist das Gleiche (NaOH).
Natriumhydrogencarbonat ist unser gebräuchliches Natron (NaHCO3).
:o))
10.07.2012, 08:22 +1
10.07.2012, 08:29 +3
Das kann und will ich gar nicht, denn es steht nirgends drauf. Es ist ein veralteter, längst nicht mehr gebräuchlicher bzw. nur selten verwendeter Begriff.
Deshalb verwundert mich ja auch, dass Shanon Chemi(c)ker ist...
10.07.2012, 08:41 +2
10.07.2012, 08:47 +6
Ich hab bisher auch immer die Brezeln aus der Tiefkühltruhe gekauft, weil ich ein einziges Mal deine Variante ausprobiert hab und nur "Müll" ;o) produziert hab (war aber eher so, dass die Brezeln nicht auf die Schaumkelle gapasst haben und runtergerutscht sind, ich fischen musste in der Natronlauge, alles zusammenmatschte usw... *lach*).
Aber du hast mir Lust gemacht, es mit Brötchen noch mal zu versuchen - klingt so schön einfach bei dir :o) !
10.07.2012, 08:47 +1
10.07.2012, 08:50 +3
Ich bin weder Chemicker noch Biologgin, ich bin Leihe.
Kannst du es besser erklären und endgültig? Ich meine das ernsthaft, kein Gezicke.
10.07.2012, 08:56 +3
Nur weil Namen sich ähnlich anhören, ist das in der Chemie nunmal (leider) nicht so. Beide Substanzen haben ähnliche atomare Strukturen.
Natriumhydroxid (wird auch Natronlauge genannt) besteht aus einem Natrium-Atom, einem Sauerstoff und einem Wasserstoff --> Na-O-H
Natriumhydrogencarbonat, oder Natron, wie bereits unsere Großmütter es nannten, hat ebenfalls ein Natrium-Atom udn ein Wasserstoff-Atom. Aber zudem noch drei (!) Sauerstoff-Atome und ein Kohlenstoff-Atom --> Na-H-C-O3
Man kann sich das als Leihe vielleicht so vorstellen, dass Natriumhydrogencarbonat bereits mit anderen "Atomen" (jetzt bitte korrigiert mich nicht, liebe Chemicker, ich versuche nur es zu vereinfachen) reagiert hat, um so kompliziert zu werden. Dabei hat es sozusagen schon ein bisschen Energie verloren und ist nicht mehr so aggressiv.
Grundsätzlich sind sich die beiden also sehr ähnlich, reagieren aber unterschiedlich heftig.
Giftig sind beide nicht. Nur ist Natriumhydroxid, also die umgangssprachliche Natronlauge, aggressiver. Sie ist ätzend. So wie ihr euch eine Säure vorstellt.
Der Bäcker nutzt nun diese ätzende Flüssigkeit. Wie bereits oben geschrieben ist das aber nicht ungefährlich. Daher denke ich, hat man geschmacklich für den Hausgebrauch beschlossen, das ungefährlichere Natron (Natriumhydrogencarbonat) zu nutzen.
...
So, und da hört meine Weisheit aus. Denn ob es gleich schmeckt oder nicht, kann ich Euch nicht sagen :o)
Werde es aber mal testen ;o)
10.07.2012, 09:10 +7
Die Brezel wird vor dem Backen für wenige Sekunden in 3–5 %ige Natronlauge (E 524), (pH-Wert 13–14) getaucht. Beim Backen reagiert das Natriumhydroxid durch die Wärmeeinwirkung mit dem Teig an der Oberfläche des Gebäcks. Die Hydrolyse, d. h. Zersetzung von Proteinen im Teig beschleunigt und fördert die Maillard-Reaktion (Bräunungsreaktion). Die Brezel erhält dadurch die für Laugengebäck typische braune Färbung und dessen speziellen Geschmack.
In Privathaushalten wird die Natronlauge oft durch eine ungefährlichere und leichter zu erhaltende Soda- bzw. Natriumcarbonatlösung (E 500) ersetzt. Diese kann durch Kochen einer Lösung von Natron (NaHCO3 in Wasser) hergestellt werden, wobei CO2 entweicht
10.07.2012, 09:13 +4
Ich denke mal,wenn ich im Supermarkt,Drogerie usw. das Natron kaufe wird es schon das für den Hausgebrauch sein.Selbst in einer Apotheke wird mal wohl aufgeklärt,ob es sich um ätzendes oder anderes Natron handelt.Ich gehe mal davon aus,dass man kein Chemicker sein muss um sich dieses Laugengebäck nach zu backen :-).
10.07.2012, 09:59 +3
Natron kannst du in jeden Supermarkt kaufen, ein kleiner Tipp von mir, manche Kuchen u Plätzchen - Rezepte möchten etwas Natron
10.07.2012, 10:13 +2
ich freue mich über dieses Rezept und werde heute gleich mal Kaiser-Natron holen. Meine Familie liebt Laugengebäck.
Ätznatron kenne ich auch, damit habe ich früher Möbel abgebeizt (beruflich), das Zeug ist nicht ungefährlich. Aber wer versucht denn auch, sich sowas umständlich zu besorgen wenn er Haushaltsnatron einfach im Lebensmittelgeschäft oder in der Drogerie kaufen kann?
10.07.2012, 12:04 +4
Aber: "In Privathaushalten wird die Natronlauge oft durch eine ungefährlichere und leichter zu erhaltende Soda- bzw. Natriumcarbonatlösung (E 500) ersetzt" (siehe Wiki).
Es schmeckt etwas anders, aber macht das etwas, wenn es schmeckt? ;-)
Ich hätte auch keine Lust, mit Handschuhen und Schutzbrille Brezel zu backen, auch wenn man das Zeug in der Apotheke bekommen würde.
Frohes Backen also, Gruß, Kyra
10.07.2012, 18:04 +3
10.07.2012, 20:20 +11
10.07.2012, 20:31 +5
10.07.2012, 21:43 +4
Hallo,
ich habe dein Rezept gestern ausprobiert. Ich habe mir Kaiser-Natron geholt (etwas anderes kenne ich garnicht) und losgebacken. Hat prima geklappt und die Brötchen sind weggegangen wie "warme Semmeln". Ich möchte mich nochmal herzlich für das Rezept bedanken :o)
11.07.2012, 09:48 +7
11.07.2012, 18:41 +1
Laugenbrezeln: Einen Weißbrotteig zu Brezeln formen. In der Lauge aus 1 Liter Wasser und 3 Eßlöffeln Kaiser Natron die Brezeln 30 Sek. abkochen, abtropfen lassen und mit grobem Salz bestreuen.
Kaiser Natron ist Natriumhydrogencarbonat
11.07.2012, 22:09 +1
Das Rezept habe ich aus dem Südwestfunk-Fernsehen, da war die grauhaarige Oma mit ihrem dickbauchigen Mann, die hat es vorgeführt:
Ich nehme, außer den anderen Zutaten, Trockenhefe, vermische alles zu einem Teig, und forme SOFORT meine Brezeln. Bis ich dann die Lauge angesetzt habe, und sie zum Kochen gelangt ist, gehen die Brezeln schön auf, und nach richtigem KOCHEN, und das 20 - 30 Sek. lang, sind sie wunderbar locker und schön groß. Dann kommt sofort grobes Salz drauf. Bis dann mein Backofen aufgeheizt ist, kühlen die Brezeln weit genug ab, um dann gebacken zu werden.
Meine Enkelkinder sagen: Oma macht die besten Brezeln!
11.07.2012, 22:12 +4
Aber für den Hausgebrauch ist das schon eine rechte Aktion!
Und nicht ganz ungefährlich, was das ätzen anlangt....!
Die Natron Version ist absolut haushaltsgerecht, praktisch und preisgünstig.
Ich mach Stangerl - das geht schneller als Brezeln
oder Fladen und geb dann noch Käse drauf.
Alles im Natronbad und das klappt sehr gut!
Ich verwende Kaisernatron aber auch Natron aus dem Gewürzgrosshandel.
12.07.2012, 06:06 +2
17.07.2012, 10:05 +1
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Juhu, und ich habe sogar Natron im Hause.
Vielen Dank nochmals
und liebe Grüße
von Kassandra-49