Rezept: Pizza mit Backpulverteig - wenn es schnell gehen soll
Wenn die Familie - oder einfach man selbst - Lust auf Pizza hat, dann ist oft keine Zeit für einen Hefeteig.
Es geht auch mit Backpulver!
Für ein großes Blech braucht man 500 g Mehl Type 405, 550 oder eine Mischung mit Vollkornmehl
1 Päckchen Backpulver
500 ml Buttermilch
ein Esslöffel Salz
zwei Esslöffel Öl
Alles zusammenrühren und, möglichst dünn mit nassen Händen auf ein gefettetes Blech streichen.
Belegen wie man will.
Ich habe heute Mozzarella gemixt mit etwas Lake, Milch, Salz, Pfeffer, Chili, Oregano und einem ordentlichen Schuss Tomatenmark.
Das kam auf den Teig.
Da drauf Tomaten in Scheiben und Zucchini in dünnen Scheiben. Oregano drüber und etwas Knoblauch. Zuletzt ein paar Tropfen Olivenöl.
Das Backblech auf 220°C vorheizen und in etwa 20 Minuten ist die Pizza knusprig und fertig. Noch heiß hab ich Parmesan drübergerieben, der auf der heißen Pizza schnell geschmolzen ist.
Und geschmeckt hat sie auch! Sehr gut sogar!
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Kommentare unserer Leser (28):
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Wird der Teig mit Backpulver den luftig locker oder eher Rührteigmässig ?
Lg
19.07.2012, 12:19 +3
...die Konsistenz ist dem Hefeteig sehr ähnlich.
Es ist ein eher strenger Teig - überhaupt nicht vergleichbar mit Kuchenteig, denn er besteht ja nur aus Mehl, etwas öl und Buttermilch. Salz und Backpulver natürlich.
Er ist auch nicht mit dem klassischen Quarkölteig vergleichbar, der geknetet wird und ausgerollt werden kann.
Ich hatte gestern halb 550er und halb Vollkornmehl. Das hat den Teig herzhaft gemacht.
Nachdem ich nur die Hälfte gebraucht hab, hab ich aus dem Rest mit der Teigkarte "Nocken" abgestochen, auf Backpapier gebracht, etwas nachgeformt, mit Kümmel und Salz bestreut und bei 200° gebacken.
Auch das sind akzeptable Semmeln.
dana fragt nach luftig/locker - ja, so ähnlich eben wie Hefeteig.
Normalerweise mach ich einen Pizzateig mit sehr wenig Hefe, lass ihn ewig gehen und bring ihn ganz dünn aufs Blech. Aber wenns schnell gehen soll, ist der Backpulverteig eine echte Alternative.
19.07.2012, 13:09 +2
19.07.2012, 14:15 +1
die Buttermilch gibt dem Teig etwas Säure.
Dann würde ich lieber Wasser nehmen und einen Esslöffel Essig.
Oder einen Joghurt mit soviel Wasser verrühren, dass es wieder ein halber Liter ist.
Auch Minealwasser mit Kohlensäure könnte man versuchen.
wisst Ihr was - ich versuchs jetzt gleich!
19.07.2012, 18:56 +1
Das Mehl, das ich heute verwendet hab, ist ein "Brotmehl", also ein dunkles Weizenmehl, das hat sich nicht so gut gemacht. 550er ist sicher besser, schmeckt nicht so "brotig".
250g Mehl,
1 ordentliche Prise Salz
200ml Mineralwasser mit Kohlensäure
1 Esslöffel Olivenöl
1 Teelöffel Balsamico
einfach zusammengerührt, kurz durchgeknetet
der Teig fühlt sich an wie weicher Hefeteig
Mit nassen Händen Fladen aufs Backblech gedrückt - so knapp 1cm dick
Mixaus Mozzarella, Zuccini, Knoblauch, Chili, Ingwer u.s.w. drauf
ein paar Scheiben Tomate und Basilikum
Bei 230° vorgeheizt etwa 20 Minuten
Es muss also keine Buttermilch sein.
20.07.2012, 08:14 +3
Ich möchte jetzt doch mal ne Lanze für den Hefeteig brechen. Ich benötige für die Zubereitung eines Backblechs inklusive einer selbst gemachten Tomatensoße 30 Minuten ohne Stress, dann 15 Minuten backen und ich kann also 45 Minuten nach dem loslegen mit dem Essen Anfangen. Wie gesagt ohne Stress und Hektik und einer vor dem Essen wieder sauberen Küche.
00:01
Backofen auf allerkleinster Stufe einschalten d.gh. das rote Licht geht gerade so an.
00:15
Einen Würfel Hefel mit einen gestrichenen Teeelöffel Zucker und etwas lauwarmeme Wasser in einer Tasse verrühren und stehen lassen.
00:45
Kleinen Topf auf den Herd, Olivenöl rein und eine mittlere Zwiebel glasig werden lassen.
01:00
Das rote Licht am Backofen ist ausgegangen. Mal kurz die Hand rein halten, er darf nicht zu warm geworden sein, sonst Tür etwas schräg öffen.
01:15
Eine 400 ml Dose Tomaten "Pomodori Pelati" öffnen.
01:30
Knoblauchzehchen entkleiden und fein schnippeln
02:00
300 gramm Mehl nach gusto abwiegen: Ich bevorzuge 150 Dinkel Vollkorn und 150 Dinkel 1050, aber man kann auch 300 gramm 450 Weizen nehmen. Das reicht für ein großes Backblech.
02:30
Das Mehl in der Rührschüssel meiner Küchenmaschine bekommt in der Mitte eine Kuhle mit dem Löffel eingedrückt, in die wir die Hefepampe aus der Tasse leeren und mit etwas Mehl bedecken. Küchentuch über die Schüssel und ab in den lauwarmen Backofen.
03:00
Man kann jetzt bis Minute 10 in aller Ruhe die Zutaten schnippeln die man fürs belegen braucht: Frische Pilze, Schinken, Zwiebelringe usw.
05:00
Nach 5 Minuten sollten die Zwiebeln jetzt glasig sein und ganz leicht gebräunt nach Gusto, ergo hauen wir jetzt die Dose Tomaten auf die Zwiebeln in den Topf, geben Knoblauch, Oregano, Pfeffer zu. Salz braucht es nicht, die Dosentomaten enthalten es bereits. Bei offenem Topf jetzt gut aufkochen lassen, die Soße soll ja etwas dicker werden.Rühren nicht vergessen.
10:00
Wir holen die Rührschüssel aus dem Backofen, die Hefe sollte jetzt deutliche Blasen gebildet haben und erst jetzt geben wir einen Teelöfffel Salz hinzu. Wir packen die Rührschüssel auf die Küchenmaschine und kneten unter vorsichtiger Zugabe von vielleicht 100 ml lauwarmen Wasser einen Teig, der sich, noch leicht klebrig, von der Schüssel lösen soll. Geht auch genauso von Hand, wen man keine Küchenmaschine hat.
12:00
Der Teig ist fertig und wird rundum mit Hilfe eines Teigschabers von der Wand der Rührschüssel gelöst, während ich den Teig mit Mehl bestreue, bis ich eine mehlige Teigkugel habe, die sich in der Schüssel "rumkullern" lässt. Die Schüssel wird wieder mit dem Küchentuch abgedeckt und kommt in den lauwarmen Backofen zum aufgehen.
15:00
Wir reiben jetzt mal den Käse - Emmentaler oder Gouda mit etwas Parmesan. Man kann auch schon mal die Teller bereitstellen und den Tisch decken, dazu hats aber auch Zeit, wen die Pizza später gebacken wird.
17:00
Zwischendurch vergessen wir die Tomatensoße nicht und rühren sie mit ner Gabel um, mit der wir auch die Tomaten zerdrücken, daß die Soße schön sämig wird.
20:00
Man fettet dass Backblech mit etwas Butter ein - ich nehme den Gummi/Silikon Teigschaber dazu und stäuben es abschliessend mit einem Hauch Mehl ein.
25:00
Wir haben jetzt nach 25 Minuten einen Hefeteig, der im lauwarmen Backofen gut aufgegangen ist und eine Tomatensoße, die etwas reduziert nochmal durchgerührt wird und vom Herd genommen wird, damit sie etwas abkühlen kann. Ich stelle den Topf ins Spülbecken mit 2 Fingerhoch kaltem Wasser zum abkühlen, damit wir keine brühheisse Soße auf den Pizzateig leeren.
28:00
Wir nehmen den Teig aus dem Ofen der gut aufgegangen sein soll aus dem Backofen, den wir sofort auf maximale Stufe - bei mir 250 Grad- aufheizen lassen.
30:00
Wir haben bis zur vollen halben Stunde unseren Teig auf dem Backblech ausgerollt, die Soße darauf verteilt, den gewünschten Belag verteilt und den Käse darüber verstreut d.h. die Pizza kann in den Backofen, sobald der auf 250 Backtemparatur aufgeheizt worden ist.
31:00
Während die Pizza gebacken wird räumen wir die Küche auf und decken den Tisch, besorgen lecker Getränke und freuen uns aufs Essen.
40:00
Nach 10 bis 15 Minuten sollte die Pizza fertig sein: Der Rand ist schön durchgebacken und löst sich leicht vom Blech, der Käse ist verlaufen und darf je nach Sorte leicht gebräunt sein. Aufpassen muß man bei sehr viel frischem Gemüse: Dann kann schon mal der "Saft" auf der Pizza stehen und man muß etwas länger zum abtrocknen backen, am besten mit Umluft.
45:00
Spätestens jetzt sollte die Pizza mit selbst gemachter Sugo fertig sein und kann aufgetragen werden.
22.07.2012, 10:15 +4
aaaalso, Dein Hefeteig in allen Ehren, aber erstens geht ein Backpulverteig wirklich schneller, der braucht nämlich grad einmal 5 Minuten zum zusammenrühren und nochmal 5 Minuten bis er belegt ist - so war der Tipp gedacht.
Dass Dein Hefeteig so schnell aufgeht, hat ganz klar mit der enormen Menge Hefe zu tun, die Du verwendest.
Einen Würfel auf 300g Mehl - da bekommst Du keinen knusprigen, flachen Pizzaboden, sondern einen weichen, lockeren.
Aber vielleicht möchtest Du das ja so, dann ist das absolut in Ordnung.
Amerikaner bevorzugen durchschnittlich auch weichere, dickere Böden.
Wenn ich nun an meinen Pizza - Hefe - Teig denke, so nehme ich auf 500g Mehl nur etwa 5g Hefe!
Das bedeutet eine lange, sehr lange Zeit zum gehen.
Idealerweise mach ich den Teig in der Früh, wenn es am Abend Pizza gibt.
Der Teig ist dann aber auch dünn und knusprig - so möchte halt ich das.
Meiner Meinung nach ist der Backpulverteig eine echte Alternative zum Hefeteig.
Ebenso wie der bekannte Quarkölteig.
Aber unterm Strich macht das jeder so wie er gern möchte und das ist auch richtig so!
22.07.2012, 11:09 +3
Kann man das Foto durch ein scharfes ersetzen?
22.07.2012, 11:32 +3
Wenn Du den Hefeteig machst wie Gianni, dann hast Du einen weichen Pizzaboden (denke ich).
Wenn Du einen Hefeteig mit sehr wenig Hefe machst, dann hast Du einen knusprigen Pizzaboden, aber das hat dann nichts mehr mit dem Tipp zu tun...
Leider, Teddy, macht mein Fotoapparat keine schönen Nahaufnahmen.
Ich kann Dir versichern, die Pizza war frisch und was du als "gammlig" empfindest, das kann eigentlich nur der drüber geriebene Parmesan sein.
Den hab ich nicht mitgebacken, sondern auf der heissen Pizza schmelzen lassen.
Back doch einfach eine und stell Dein Foto ein. Das würde sicher mehr Leser freuen...
22.07.2012, 11:41 +2
22.07.2012, 13:00 +1
Stimmt genau. Mit 20 gramm Hefe habe ich nach 20 Minuten einen lockeren gut aufgetriebenen Hefeteig, den ich sehr dünn ausrollen kann, das wird alles andere als weich und locker. Mein Boden ist, was auch an der Vollkornmehlmischung liegen mag, immer so, daß ich meine Pizza in Stücken aus der Hand essen kann und am Rand eher fest, knusprig sowieso.
@maxl
"Wenn ich nun an meinen Pizza - Hefe - Teig denke, so nehme ich auf 500g Mehl nur etwa 5g Hefe! Das bedeutet eine lange, sehr lange Zeit zum gehen."
Genau. Eine lange lange Zeit. Und was macht die Hefe in der Zeit vor Langeweile? Sie teilt sich tapfer alle 2 Stunden d.h. aus Deinen 5 gramm Hefe sind nach 2 Stunden schon 10 gramm geworden, nach 4 Stunden 20 gramm, nach 6 Stunden 40 gramm usw.
Das ist natürlich nur die theoretische Hochrechnung und es geht nicht beliebig nach oben, aber das Fazit ist:
Dein Teig enthält nach einem halben Tag wahrscheinlich deutlich Hefe mehr als meiner, da die Hefe in dem Zeitraum eben nicht nur gärt, was den Teig auftreibt, sondern sich auch zweistündlich teilt spricht verdoppelt.. Meine 20 gramm Hefe starten natürlich sehr schnell die Gärung d.h. die große Menge Hefezellen beginnt umgehend aus Zucker und Wasser CO2 und Alkohol zu produzieren,was den Teig auftreibt, kommt aber in den 20 Minuten noch nicht dazu, sich zu vermehren: Es bleibt bei 20 gramm Hefe wenn meine Pizza in den Ofen geschoben wird.
Davon mal abgesehen wollte ich hier keine Allergiker beleidigen, die Hefe nicht vertragen. Aber Mehl enthält z.B. auch Gluten, was bei Zöliakie nicht gut ankommt und auch das Backpulver ist auch nicht ohne. Es enthält Phosphate (E 338) Dinatriumdiphosphat die gefährlich für Allergiker können sein und Neurodermitis, allergisches Asthma oder Nahrungsmittelallergien auslösen können.
Ich denke also jeder macht sich seinen Teig so wie es ihm schmeckt und alle sind zufrieden.
Mir gings einfach nur darum zu zeigen, daß man vor Hefeteig nicht zurückschrecken muß und zum Kochen nehm ich mir gerne die Zeit, weils auch Spaß macht.
22.07.2012, 15:00 +6
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