Zahnpasta gegen blutende Schnittwunden

Mein Mann muß ASS Blutverdünner nehmen. Wenn er sich schneidet oder die Haut einritzt, blutet er oft, als habe man die Schlagader getroffen.

Natürlich bemerkt er es selten und kleckert fröhlich seine Sachen voll. Das ist nicht so schlimm, wir haben eine Waschmaschine, aber es sieht für Unbeteiligte immer schlimm aus.

Nun haben wir den Tipp erhalten, Zahnpasta auf die Stelle zu schmieren. Und tatsächlich, die Blutung läßt meist sofort nach.

Daher hat mein Mann im Auto-Handschuhfach jetzt immer eine kleine Tube Zahnpasta dabei. Damit kann er die Stellen versorgen und zu Hause vorsichtig abwaschen und verpflastern.

Die kleinen Tuben gibt es günstig oder sogar kostenlos als Probe.

Von velten

 



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Kommentare unserer Leser (27):

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*# 1  Binefant wenn es hilft, prima. Aber ganz ehrlich, ich würde eher Blutstillwatte oder diesen Alaunstift nehmen(gibt es meist bei den Rasieren im Drogeriemarkt), um kleinere Blutungen zu stillen, als mir Zahnpasta in eine offene Wunde zu streichen. Ich hätte doch Angst, daß es sich mal entzündet, da sie nach dem ersten öffnen ja nicht mehr steril verpackt ist und eigentlich nicht dafür gedacht ist. Ist aber nur meine Meinung :-) ....

22.09.2011, 08:52          +6
# 2  verena90 Kann Binefant nur Recht geben. Wenn es sich mal entzünden sollte ist damit nicht zu spaßen.

22.09.2011, 10:09          +1
# 3  Traumtaenzerin Mich verwundert das ein wenig. Wenn ich Zahnfleischbluten hab (ist ja meistens nach dem Zähneputzen), braucht das ewig bis es nicht mehr blutet. Zahnpasta hin oder her?
Aber schön, dass ihr gute Erfahrungen damit gemacht habt!

22.09.2011, 10:17          +1
*# 4  Shanon @ Traumtaenzerin: Das Zahnfleischbluten kann ja mehrere Gründe haben, ausserdem streicht man ja nicht direkt die Zahnpasta aufs Zahnfleisch ^^so wie es hier gedacht ist.
@ velten: Ich weis nicht ob es so klug ist, auf eine offene Wunde ein Fluorid zu geben, was meistens sogar eine Entzündung hervorrufen kann.
Zudem ist Fluorid eigentlich nur für die Zähne geeignet.

22.09.2011, 10:24          +5
*# 5  Tara Ich hätte da auch ein wenig Panik, Zahnpasta auf eine Wunde zu tun. Also ich bin bei diesem Tipp skeptisch.

22.09.2011, 12:20          +1
*# 6  Schnuff Wenn die Zahnpasta wirklich hilft , warum nicht ?
Alle , die sich hier "negativ" auf den Tipp gemeldet haben , haben bestimmt nicht das Problem , mit Blutverdünner leben zu müssen .
Es ist wirklich nervig , solange das Tempo o.ä. auf die Wunde zu drücken , bis die Blutung steht ...
Außerdem soll diese Methode ja auch nur für den Notfall greifen .

22.09.2011, 12:45          +2
*# 7  Binefant @Schnuff: deswegen hatte ich ja auch geschrieben, daß ICH das nicht tun würde, aber wenn es hilft, eben prima... und ein Stücken von diesem "Rasieralaunstift" (weiß grade nicht, wieder wirklich heißt) kann man auch immer mit sich tragen bzw. ind Handschuhfach legen, wenn man Probleme mit stark blutenden kleinen Wunden hat. Und der stillt Blutungen in "null komma nix", ebenso die Stillwatte. Aber jeder so, wie er/sie/es gerne mag, ist halt bloß meine Meinung...schlecht gemacht habe ich den Tipp damit nicht...(und JA, ich weiß auch, wie es ist, damit zeitweise leben zu müssen)

22.09.2011, 13:33          +2
*# 8  Oma_Duck Auch ich nehme vorbeugend täglich ASS, besser bekannt als Aspirin . Es sind nur 100 mg, und so stark gerinnungshemmend wie etwa Marcumar wirkt das nicht. Eine so starke Blutung wie von velten beschrieben habe ich jedenfalls noch nicht beobachtet. Der Vergleich mit der Schlagader ist offensichtlich übertrieben. Ich werde aber bei nächster Gelegenheit den Arzt fragen, was bei Verletzungen am besten zu tun ist. Googeln könnte man auch, aber das ist mir zu unzuverlässig.

Im übrigen rege ich an, dass "Vancouver" keine Tipps zu medizinischen Fragen zulassen sollte. Oder, wenn doch, vor Veröffentlichung mal einen Arzt drüberschauen zu lassen. So mancher Tipp würde den Test nicht überstehen, glaube ich.

22.09.2011, 13:35          +5
*# 9  Schnuff @Binefant: Ich habe ja auch nicht DICH gemeint , nur allgemein und habe negativ in Gänsefüßchen gesetzt .

22.09.2011, 14:30          +1
# 10  saschoe Also ich habe Marcumar nach einer Thrombose für 6 Monate nehmen müssen. Es war sehr kibbelig, sich zu verletzen. Sogar nach schnöder Blutabnahme beim Arzt ist mir schon ein Sturzbach vom Arm gelaufen. Schnittwunde .. Katastrophe!! Jetzt brauche ich den Notfall-Tip nicht mehr, aber werde ihn mir merken. Danke!

22.09.2011, 17:44          +2
*# 11  DD9KWA Auf welche Idee'n man so kommt ... Abenteuerlich. Wir tapezieren ab und an ... werde mal Kleister draufmachen :))

25.09.2011, 08:18          -3
*# 12  wattebällchen Ich würde keinem meiner Patienten dazu raten, sich Zahnpasta auf eine Wunde zu schmieren ....

Zwar ist es Usus, Zahnpasta auf beginnendes Lippenherpes zu schmieren und das soll sogar helfen, trotzdem gehört die Zahnpasta als Zahnpflegemittel in den Mund und nicht auf die Haut.

Zahnpasta enthält neben Schlämmkreiden (die rubbeln den Belag weg) noch verschiedene, teilweise sogar sehr umstrittene Zusätze wie den Bakterientöter Triclosan, der die Antibiotikaresistenz fördert.

Zudem sind allergieauslösende und schleimhautreizende Halogenverbindungen drin und das aggressive Tensid Natriumlaurylsulfat.

Ihr könnt gerne mal die Begriffe googeln.

Der Tipp bekommt von mir keinen Punkt.

25.09.2011, 08:44          +1
# 13  saschoe Ich verstehe es als eine Notfall-Hilfe. Bevor man eine Blutung gar nicht gestoppt bekommt, sicher eine Krücke auf dem Weg zum Doc. Zum Nachvollziehen sollte man einen Monat mit Marcumar "spielen".
Die besten Kapitäne stehen bekanntlich am Ufer.

25.09.2011, 09:42          
# 14  Kian Der Tipp hört sich zwar gut an, aber das Risiko einer Entzündung wäre mir zu groß. Mein Mann muß Marcumar nehmen und hat deswegen immer blutstillende Watte dabei. (Das Päckchen paßt in jede Hosentasche).

25.09.2011, 10:13          +2
*# 15  wattebällchen @Kian:

Ein auf Marcumar (oder anderes blutgerinnungshemmendes Medikament) eingestellter Patient sollte immer eine Ampulle Konakion (Vitamin K) plus Spritze plus Kanüle beim Marcumarpass mit sich führen. Konakion ist das Gegenmittel gegen Marcumar, wenn es bei einem Unfall zu einer starken Blutung kommt.
(Schnitte beim Rasieren sind keine stark blutenden Wunden.Da genügt ein Druckverband. Falls es zu lange blutet, sollte man mal den Quick-Wert kontrollieren, ob der zu niedrig ist. Therapeutisches Niveau ist um 25 %).

Aspirin gehört nicht zu diesen Medis. Aspirin ist ein Thrombozytenaggregationshemmer. D. h. es verhindert nur, dass sich die Blutplättchen aneinander heften. Es gehört nicht zu den Blutgerinnungshemmern.

25.09.2011, 15:45          +2
# 16  emma-frieda Velten schreibt ja nichts von großen Verletzungen, da reicht schon ein aufgekratzter Mückenstich und da kann doch ein wenig Zahnpasta nicht schaden. Ich finde den Tipp gut und werde ihn an meinen Sohn weitergeben. Der blutet oft nach dem Rasieren, wenn er sich ein Pickelchen aufschneidet und da helfen diese Stifte nicht wirklich schnell.

25.09.2011, 16:53          +3
*# 17  Schnuff @wattebällchen: Das ist mir neu , dass man dieses Medikament mitführen muss . Habe noch nie davon gehört , nehme auch schon seit fast 3 Jahren Macumar . Werde bei Gelegenheit meinen Doc darauf ansprechen . Danke für den Tipp.
L.G. Schnuff

25.09.2011, 21:40          +1
*# 18  wattebällchen @Schnuff:

Ich schrieb "sollte", nicht "muss"....

Es ist ja eigentlich für jeden nachvollziehbar, dass man das Gegenmittel für solch ein in die Blutgerinnung eingreifendes Medikament dabei haben sollte.
Diese Info ist nicht neu.
Dies haben wir schon in den 70er-Jahren propagiert.
Dass der Marcumar-Pass immer im Ausweis dabei ist, ist hoffentlich selbstverständlich.

Ein Marcumar-Patient sollte auch informiert sein, welche Speisen, vor allem Gemüse, viel Vitamin K enthalten und diese nur in begrenzter Menge essen.
Es gibt Listen, wo diese Gemüse/Speisen aufgelistet sind. Einfach mal googeln.

26.09.2011, 06:16          +1
*# 19  susant Aus beruflichen (bin Krankenschwester) Gründen und aus eigener Erfahrung kann ich vor der Verwendung von Zahnpasta für diesen Zweck nur warnen.
Ich selbst hatte den "Tipp" bei einer Bergwanderung von Bekannten bekommen und prompt ausprobiert.
Auf dem Weg zur Hütte hatte es sicherlich aufgehört zu bluten aber auch nicht unbedingt sehr viel schneller als normal.
Der absolute Super-GAU: Zu Hause, zwei Tage später, bekam ich plötzlich Fieber, erhebliche Schmerzen an der verletzten Stelle und es ging mir allgemein sehr schlecht. Mein Hausarzt (es war sogar ein Hasubesuch nötig!) ließ mich umgehend in das nächste Krankenhaus bringen. Dort wurde ich als erstes wegen einer Blutvergiftung behandelt und es hatte sich eine Phlegmone gebildet. D.h. das Gewebe rund um die (ursprünglich kleine) Verletzung ist nach und nach abgestorben und musste in mehreren Operationen entfernt werden. Zum Schluß war sogar noch eine Hauttransplantation notwendig.
Vermutlich hatte die Zahnpasta die Wunde regelrecht "verriegelt" und die Keime wurden sogar in der Wunde noch festgehalten oder die Zahnpasta, die ja auch nicht steril war, hatte die Keime in die Wunde mitgebracht. Also, nach diesen Erfahrungen kann ich vor der Verwendung solcher "Hausmitteln" nur warnen.
Wie schon geschrieben wurde, gibt es für solche Fälle diese Blutstillwatte (in jeder Apotheke erhältlich) und bei der allerkleinsten Verschlechterung ist ein Arztbesuch unabdingbar.

26.09.2011, 10:10          +4
*# 20  Oma_Duck Gelöscht von Oma Duck selbst - war auf dem falschen Dampfer!

26.09.2011, 15:42          +1
*# 21  wattebällchen @susant:

Endlich schreibt mal noch jemand vom Fach, was ich schon in # 12 sagte....
Ich bin hier schon als alte Schwarzmalerin "verschrien".

Es gibt leider immer wieder Leute, die nicht hören können oder wollen und dann eben auch die Konsequenzen ihres Handeln tragen müssen.

Es ist schlimm, wenn man erst durch Schaden klug werden muss.
Es ist unglaublich, was hier im Forum teilweise für medizinische Ratschläge gegeben werden.

26.09.2011, 15:57          +1
*# 22  wattebällchen @Oma_Duck:

Bitte genau lesen, was ich schrieb: Ich schrieb, was "viel" Vitamin K enthält, sollte man nur in "begrenzter" Menge essen.
Diese Empfehlung ist nicht veraltet.

Das mit der Vitamin K- Ampulle gilt ebenso auch heute noch, denn dies gehört zur ersten Hilfe bei einem Marcumar-Patienten, wenn er einen Unfall mit stark blutenden Wunden hat.
Ich habe in meinem Notfallkoffer immer welche dabei. Nichts ist schlimmer, als zu einem Unfall zu kommen und zu wissen, was man tun könnte, wenn man es hätte und es nicht dabei zu haben ....

26.09.2011, 16:14          +1
*# 23  Oma_Duck @wattebällchen: Und du hast "zu schnell" gelesen - hatte meinen Fehler schon selbst bemerkt und den Kommentar gelöscht!
Mein Bruder ist übrigens übervorsichtig und isst nicht einmal "begrenzte Mengen" von diesen Gemüsen und Fleischsorten, sondern gar nichts. Sein Speiseplan ist entsprechend karg.

26.09.2011, 17:38          +1
*# 24  wattebällchen @Oma_Duck:

Es hängt auch davon ab, wie sein Quick-Wert auf die Speisen reagiert.

Wenn der Wert ansteigt, hat er zuviel Vitamin K-haltiges gegessen.
Das Einpendeln eines therapeutischen Wertes benötigt viel Fingerspitzengefühl seitens des Patienten, der seinen Speiseplan darauf einstellen muss.

Er muss diese Balance finden, damit er nicht irgendwann Mangelerscheinungen bekommt.
Stattdessen Vitaminpillen zu nehmen, ist nicht gut. Lieber auf natürliche Vorkommen zurückgreifen.

Und irgendwann (den Zeitpunkt bestimmt der Arzt) kann man das Marcumar ausschleichen und evtl. auf ASS umsteigen.

26.09.2011, 19:10          +1
# 25  Kian Von einer speziellen Ernährung wurde meinem Mann nicht gesagt. Heute hieß es nur, der Quick-Wert muß auf 20 % sinken. Derzeit ist er auf 60 %.

Auch weiß ich nicht welche Nahrungsmittel Vitamin K-haltig sind. Könnt Ihr mir da einen Tipp geben?

26.09.2011, 19:24          +1
*# 26  wattebällchen @Kian:

60 % ist für einen therapeutischen Quickwert zu hoch. Solche Werte hat man , wenn man mit Marcumar anfängt.
Der Normalwert beim gesunden Menschen ist 100 %.

Man gibt fein abgestimmt immer unter Kontrolle des Quickwertes, das Marcumar.
Dazu hat dein Mann den roten Marcumarausweis, den er überall hin mitnehmen muss. Das ist seine Lebensversicherung .....

In den Marcumarpass schreibt der Arzt den Quickwert und dahinter , an welchem Tag er wieviel Marcumar nehmen soll. Dies muss genau eingehalten werden.

Da Marcumar 3-4 Tage braucht, bis ein Blutspiegel erreicht ist, beginnt man meist mit einer Stoßtherapie mit 3 Tabletten mehrere Tage, dann wird engmaschig der Quick bestimmt und darauf folgt die Dosierung.

Bitte keine eigenmächtigen Dosisänderungen etc. Das ist Sache des Arztes.

Manche Menschen reagieren sehr sensibel auf das Medikament, bei andern benötigt es eine höhere Dosis.

Wie lange nimmt dein Mann denn schon das Marcumar ?
Spätestens nach 4 Wochen sollte der Quick eingestellt sein. D. h. auf 20 - 25 % sein.
Nimmt dein Mann sonst noch andere Medis, die evtl. ein Absinken des Quickwertes verhindern ?
Lies mal den Beipackzettel vom Marcumar. Da steht so etwas drin.

Ich würde dir empfehlen, dir ein kleines Büchlein "Ratgeber Ernährung für Marcumarpatienten" o. ä. zu kaufen. Es gibt sie haufenweise. Ich empfehle meinen Patienten meist die Ratgeber vom Verlag Gräfe und Unzer. Die sind übersichtlich und laienverständlich.

Stark Vitamin-K-haltige Lebensmittel sind z. B. alle grünen Gemüse und Kräuter, Kohl, Salat, Zwiebeln, Knoblauch etc.
Im Internet gibt es Listen dieser Lebensmittel.

26.09.2011, 20:17          +1
*# 27  wattebällchen Nachtrag:

Johanniskrauthaltige Medikamente (wird oft gegen leichte Depressionen zur Stimmungsaufhellung verschrieben) heben die Wirkung von Marcumar auf.

26.09.2011, 20:49          +1

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Tipp vom 22.09.2011, 04:03
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