Rezept: Bami Goreng ("Nr. 47 - Gebratene Nudeln - "Hatte gesmeckte?")

Dieses indonesische Nudelgericht ist im Ursprungsland ein relativ preiswertes Resteessen. Es schadet nichts oder wenig, wenn man die eine oder andere Zutat weglässt, wenn sie gerade nicht verfügbar ist.

Man kocht 500g Nudeln (entweder Mie-Nudeln aus der Asia-Abteilung oder Spaghetti, viermal gebrochen, al dente).

In einer tiefen Pfanne oder im Wok dünstet man in Öl Zwiebelwürfel, kleingeschnittenen Lauch (Porree), eine zerdrückte Knoblauchzehe und Soja (Mungo)-Sprossen aus dem Glas kurz an. Dazu kommt kleingeschnittes, separat gebratenes Schweine- oder Geflügelfleisch (gern auch Reste vom Brathähnchen/Broiler), Kochschinkenstreifen und Streifen aus ganz dünnen Omeletts.

Gewürzt wird mit Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer (Obacht!), süßer Sojasoße (Ketjap Benteng manis), Currypulver und, falls vorhanden, Ingwerpulver. Zum Schluss werden die Nudeln zugegeben, das Ganze gut vermischt und nach Geschmack nachgewürzt.

Mengenangaben wurden bewusst weggelassen, Gefühl und Geschmack sind entscheidend.

Geht auch mit trockenem Reis und heißt dann Nasi Goreng.

Von Ulli
 
Eingestellt am 26.3.2009, 17:03 Uhr
4 von 5 Sternen auf der Grundlage von 41 Stimmen

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Kommentare (13):
#1 Chrissi
28.3.09, 10:48 Uhr

lecker, aber ich empfehle jedem mungobohnensprossen entweder frisch zu kaufen oder selber zu ziehen (geht in einem alten konservenglas ganz einfach) weil die aus dem glas immer total muffig schmecken und auch total labberig sind und keinen biss mehr haben.


#2 Nr.12 Wan Tan Soup
28.3.09, 16:04 Uhr

Toll! Ich mag Rezepte "frei Schnauze".
Wird nachgekocht!


#3
29.3.09, 00:56 Uhr

Mjam *Bauchreib*,das probiere ich aus.


#4 H. Gilgen
29.3.09, 17:49 Uhr

Das ist etwas, das mir seit Jahren in vielen Variationen schmeckt! Vielen Dank. H. Gilgen


#5 Alex
30.3.09, 15:33 Uhr

Ohne Mengenangaben finde ich das für eine "Jungesellenseite" nicht so toll. Wenn man gerade bei Mutti ausgezogen ist, hat man meistens noch gar keine Ahnung vom Kochen und ist damit überfordert. Ich spreche aus Erfahrung =)

-1
#6 Ulli
31.3.09, 11:08 Uhr

@Alex: Ich kann mit Mengenangaben nicht dienen, weil ich die Zutaten selbst nie abgemessen oder gewogen habe. Aber das Prinzip ist ganz einfach: Wenig "Leckeres" in den Nudeln ist "Standard", und je mehr man nimmt, umso mehr wird das Gericht "de Luxe". Beim Würzen gilt auch: Mit wenig anfangen, probieren, bei Bedarf nachwürzen, bis der gewünschte Grad erreicht ist. Die Geschmäcker sind zu verschieden, es gibt keine Patentrezepte.
Und noch was: Wer "gar keine Ahnung vom Kochen" hat, ist selbst schuld. Warum hast Du Mutti nicht öfter über die Schulter geschaut? Wissen entsteht durch Neugier und Interesse!

+1
#7 Thilo
5.4.09, 16:40 Uhr

Mein Tipp dazu: Unbedingt mit etwas Zucker würzen (beim Anbraten der Gemüse zugeben) und 1-2 Eier in separater Pfanne zu Rührei verarbeiten und kleingerupft in die Nudeln bzw. Reis geben.


#8 Ulli
6.4.09, 12:24 Uhr

@Thilo: Zucker braucht nicht bei süßer Sojasoße! Und das mit dem Rührei steht schon im Rezept: Streifen aus dünnen Omelettes ist ja wohl dasselbe. Aber dennoch guten Appetit!


#9 Marliese
14.11.09, 17:46 Uhr

Oh ja das hört sich sehr lecker an.
Thaiessen ist bei uns sowieso immer angesagt.
Ich habe dann aber Gewürzmischungen vom Thai, die kann ich doch auch dazu nehmen und ablöschen mit Kokosmilch...... lecker, lecker schon bei dem Gedanken läuft mir das Wasser im Mund zusammen


#10 Ulli
15.11.09, 14:40 Uhr

@Marliese: Ist auch lecker, aber: Hat mit Thailand nix zu tun, kommt aus Indonesien bzw. den Niederlanden (weil ehemalige Kolonialherrschaft). Das Gericht heißt gebratene Nudeln und sollte daher ziemlich "trocken" sein. Kokosmilch wirkt dem entgegen. Aber selbstverständlich gibt es bei allen Asia-Gerichten unzählige Variationen und es gibt keine "Vorschriften".


Abraxas3344
#11 Abraxas3344
15.11.09, 18:57 Uhr

Lecker, lecker, Herr Becker....... äääääh Ulli. Klasse Rezept. Und keine Geschmacksverstärker drin (na ja, vielleicht mit Ausnahme des Ketjap Manis). Von mir gibts für das "Resteessen" volle Sterne!


Katjes79
#12 Katjes79
11.4.10, 19:20 Uhr

Bami und Nasi Goreng (Nasi ist mit Reis) ist in Asien ein beliebtes Resteessen. Da kommt dann rein, was die Tage nicht auf gegessen wurde an Gemüse und Fleisch und Nudeln oder Reis. Deshalb braucht es bei diesem Tipp eigentlich auch keine Mengenangaben *g


Horst-Johann Lecker
#13 Horst-Johann Lecker
7.6.11, 16:55 Uhr

Mal wieder dieses Rezept ins Gespräch bringen. Da heißt es, junge "Studenten" oder frisch "Ausgezogene" haben noch nicht die Erfahrung mit den Zutaten. Es wurde ja schon erwähnt, dass die Zutatenmengen variieren können. Gut so. Und das Würzen? Das ist doch auch nicht schwer. Mit kleinen Mengen anfangen und "schmecken" lernen. Sprich Abschmecken. Probieren, was könnte noch mehr rein, wovon sollte man lieber nicht soviel nehmen. Ganz ehrlich: meine Mutter hat mir die Grundbegriffe des Kochens beigebracht, aber den Rest bis zum Hobbykoch hab ich mir selbst erarbeitet. Da geht natürlich auch mal was daneben. Ist das schlimm? Ich denke nicht. Nur Versuch macht klug und Erfahrung ist der beste Koch. Und: mit solchen Gerichten klappts doch am Besten.



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