Rezept: Hasenpfeffer

Wir brauchen einen aufgebrochenen Wildhasen oder einen zerlegten Zucht-/Masthasen. Falls jemand das selbst erledigen möchte, so schaue er/sie hier: http://www.hegering-leichlingen.de/wildbretgewinnung.html
Ich rate davon ab und empfehle Hasenzüchtervereine oder Jäger, die das Gericht womöglich kennen. (Bilder des Aufbrechens verkneife ich mir hier^^)

Man braucht das Blut des Hasen (mindestens 200ml) dazu, zu dessen Gewinnung man den Schlachtenden bitte auffordern sollte. Dieses Blut mische man mit ebenso viel Essig (200ml sind brauchbar).

Man brate 2 zerhackte Zwiebeln hart an (fast schwarz). Separat brate man die Innereien (Herz und Leber) sowie die Vorderteile (Läufe, Rippenkram, Gescheide/Magen) ebenso hart an. Zwiebeln dazu und nun langsam die Blut-Essig-Emulsion dazugeben. Ein Schuss Wasser kann nicht schaden (100ml). Salz und viel Pfeffer dazu, fertig.

Falls es zu wässrig scheint, kann mit Mehl angedickt werden.Verfeinern kann man es noch mit Porree oder Pilzen, was so passt.

An sich ist das eine Solosuppe, aber mit mehligen Kartoffeln oder Reis sollte es auch schmecken.

 
Eingestellt am 3.1.2010, 18:01 Uhr
1,6 von 5 Sternen auf der Grundlage von 7 Stimmen

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Kommentare (24):
#1 la-dolcezza
4.1.10, 04:28 Uhr

ich will ja nix sagen aber das klingt nicht lecker :(


#2 Oetzi_01
4.1.10, 08:32 Uhr

Ich habe jetzt ganz komische Bilder im Kopf. Klingt auch nicht lecker.


#3
4.1.10, 09:26 Uhr

...mir wird bei dem Gedanken an 200ml Blut in meiner Küche als Kochzutat schlecht...

-1
#4 Valentine
4.1.10, 09:57 Uhr

Blut ist eine relativ normale Zutat, z. B. bei Blutwurst gehört es auch einfach dazu. Wer's nicht mag, muss es ja nicht nachkochen ;-) aber es gibt auch Menschen, die "Schwarzsauer" und ähnliches mögen, und denen kommt dieses Rezept sicher grad recht.


#5
4.1.10, 12:33 Uhr

Nee! Geht gar nicht! Das Lesen ist schon ekelig!


#6 Gabrielamaus
4.1.10, 13:32 Uhr

Ist ein gutes Rezept und man kann es Würzen wie man möchte (Wildgewürz oder Wacholder)mit Spätzle,Nudeln,Kartoffeln,Knödel oder Reis.Und für die zarten Seelen:Ein Tier muß nun mal für uns Sterben, damit wir es Essen können.Da ist es doch nur normal wenn wir das Blut auch mit verwerten können.Danke für das Rezept.

+1
#7 Sivana
4.1.10, 18:52 Uhr

Ich komme aus einem Kleintierzuchtverein, und auch wenn unsere Tiere sicher sauber sind und gesund ernährt, würde ich die Variante ohne Blut empfehlen. Das wird heute auch bei Schweinepfeffer meist so gehandhabt.


#8 Marzipan-Hase
4.1.10, 19:30 Uhr

und ich würde empfehen das ganze "Gericht" stehen zu lassen ;) VALENTINE du kannst mir doch ned im Ernst erzählen das dieses Gericht hier nicht ekelhaft bzw. nicht appettitlich klingt, schon die Vorstellung an eine Suppe in der als Einlage Herz und Vorderläufe schwimmen in einer Brühe aus schwarzen Zwiebeln und einem Blut-Essig gemisch... o.O Blutwurst ist da gar kein Vergleich, auch nicht jedermanns Geschmack aber das Endprodukt kann sich zumindest sehen lassen....

-1
#9 Valentine
4.1.10, 19:41 Uhr

Marzipan-Hase, es gibt keinen vernünftigen Grund, mich hier durchgehend groß zu schreiben, das empfinde ich als Anschreien. Und nur weil du etwas nicht magst, heißt das noch lange nicht dass es ekelhaft ist. Geschmäcker sind verschieden, andere stehen auf Meerschweinchen, fette Maden, gegrillte Heuschrecken, Stierhoden oder ähnliches. Ich würde das zwar nicht essen, aber ich würde auch nicht lautstark herumbrüllen wie eklig ich das finde. Andere mögen vielleicht das, was ich gerne esse, nicht und ich fände es auch unmöglich, wenn man mir durch solche Einwürfe versuchen würde, den Appetit zu verderben (den man übrigens nicht mit Doppel-T schreibt).

+2
#10 Marzipan-Hase
4.1.10, 20:00 Uhr

:) schlecht geschlafen? Nicht persönlich nehmen das groß schreiben, damit verkürze ich mir dieses @ Zeichen....eigentlich weit verbreitet im i-net um so deutlich zu machen an wen man sich richtet. Also nich gleich sooo übel nehmen... wie schon gesagt als ekelhaft würde ICH (nein ich schreie nicht...) es bezeichnen, andere würden es eben eher als "nicht apetittlich" einstufen, hatte ich extra hinterhergesetzt! Und naja deine Beispiele sind wieder klasse, wie das Beispiel Blutwurst :D ... Stierhoden? Sollen Delikatessen in den vorallem südamerikanischen Ländern sein, hier aber sicher nicht Gang und gebe...aber nun gut will mich und wollte mich nicht streiten, hatte lediglich auf Antwort gehofft... und übrigens hat sich bis jetzt nur 1! Person positiv zu dem Gericht geäußert... und was ich jetzt noch hinzufügen möchte das Gericht klingt wirklich ABSOLUT ekelhaft! Es ist nicht ganz so beschrieben wie die meist anderen Rezepte zu Hasenpfeffer im Internet, anscheinend wird das Fleisch vorher mariniert, es wird mit Rotwein & Brühe und nicht mit Wasser aufgegossen und traditionell laut wikipedia gibt es Klöße und Rotkohl ( keine Suppe in diesem Sinne..) dazu, tja und nun klingt es selbst für mich appetitlicher, tja so verklemmt bin ich wohl doch nicht ;) lg

-1
#11 Marzipan-Hase
4.1.10, 20:49 Uhr

P.S. Ich habe niemals versucht hier jemand den Appetit zu verderben!! Das wiederum finde ich unmöglich, so etwas zu unterstellen. Jedem das seine wie du schon sagst! Am Tisch würde ich ganz genauso meine Meinung sagen, würde nur nicht ganz so auf Wörtern wie "ekelhaft" und "abartig" rumhacken, aber würde sagen das ich sowas wirklich nicht essen würde. Diese Beispiele...naja...wir sind hier in einem Forum bei dem man Tipps und Kommentare/Meinungen abgeben kann und das hab ich getan. Und entschuldige das Doppel-T in Appetit, wie konnte ich nur? :D


Bernhard
#12 Bernhard
4.1.10, 20:54 Uhr

na, jetzt ist aber mal gut hier! Ihr habt doch sicher schonmal Blutwurst gegessen? oder was meint ihr, wie es im Schlachthof oder beim Metzger zugeht. Das fertige Produkt wird gegessen, aber wenn mal beschrieben wird, wie sowas ablaeuft, dann heisst es gleich "ekelhaft".

Beruhigt euch mal wieder!

+1
#13 Marzipan-Hase
4.1.10, 21:09 Uhr

darf ich noch anmerken das ich nicht den Ablauf eklig finde sondern das zubereitete Gericht am Ende? :) Und bitte mehr von deinen Videos Bernhard, ich werd auch meine -Guschn- halten ;D Liebe Grüße


#14 Kartoffelfritz
4.1.10, 21:27 Uhr

Hallo Marzipan-Hase, Du willst nicht wirklich, dass Bernhard dies Rezept per Video hier reinstellt oder ? Achtung Scherz !

Ich liebe auch Blutwurst mit Sauerkraut und irgendwie muss die Masse in den Darm und beim Fleischer des Vertrauens ist doch alles ok. War doch mal interessant wie dieses Rezept zubereitet wird.


#15 Kessy
4.1.10, 21:38 Uhr

Bei uns gibts Hasen- oder Entenpfeffer auch eher als Suppe und dazu tunken wir Brötchen ein. Ich hab es selber noch nie gemacht und meine Mutter macht es leider höchstens ein bis zwei mal im Jahr. Ich werds ihr aber gleich morgen vorschlagen und mich bei ihr zum essen einladen. Danke für die erinnerung...


#16 Marzipan-Hase
4.1.10, 22:01 Uhr

ich trau mich hier schon gar nix mehr zu sagen.... Ne FRITZ ich meinte eher im allgemeinen Videos nicht das hier speziell :)


#17 UlliMaus
4.1.10, 22:30 Uhr

.
Oh du meine Güte sind manche Menschen empfindlich, wenn es um die Zubereitung Ihres Essens geht.
Sie wollen Fleisch essen, nur bluten soll dafür kein Tier.

Es ist faszinierend wie verweichlicht man wird, wenn man sein Essen nur noch fertig zubereitet aus Tüten, Schälchen und Dosen bekommt.
Schön bunt mit nett grinsenden Kühen, fröhlichen Hühnern und rosa Schweinchen. Alles fertig ausgenommen, sauber geputzt und nichtmehr als Tier zu erkennen.
Ich weiß auch nicht, irgendwie läuft da doch was falsch, oder?
Das ist auch selbst-Kritik, ich mag auch keinem Huhn den Hals umdrehen, trotzdem liebe ich unsere Hühnerherzchensuppe.
Dazu gehört nunmal, daß ich die teils noch blutigen Hühnerherzen ordentlich wasche und alle samt mit leckeren Zutaten koche (wie eklig gruselig und bösartig)
Aber ich bin nunmal Fleischfresser.

+1
#18 wurst
4.1.10, 22:51 Uhr

20 ml Essig reicht am Blut,und wird schon beim Schlachten zugegeben um ein gerinnen des Blutes zu verhindern.
Auserdem sollte man das ganze ehr kochen als Braten,und nach dem Garen von den Knochen abfiseln und unter verwendung der Brühe fertig machen.


Ribbit
#19 Ribbit
4.1.10, 23:44 Uhr

Wurst, na das war doch mal ein konstruktiver Kommentar :)
Ich würd die Suppe auch nicht zubereiten wollen (falle generell bei Blut gern in Ohnmacht) , aber essen würd ich sie sicher.
Klingt auch nicht ekliger als angebratene Blutwurst, und die ist lecker :-9


#20 markaha
5.1.10, 09:38 Uhr

Nee, so stell ich mir keine schmackhafte Suppe vor, nicht wegen des Blutes, sondern wegen der Vorgehensweise.

Die Zutaten sind einfach zu schade, um sie so zu verhunzten, selbst wenn es "nur" Hasenklein ist. Anbraten schon, aber nicht bis es fast schwarz ist. Ich würd sie Hasenteile anbraten - dann in einem großen Topf die Zwiebeln andünsten evtl. Lauch oder auch Karotte dazu, die angebratenen Teile dazugeben und dann die Flüssigkeit angießen (Blut, Essig, evtl. Wildfond), Gewürze rein. Garen lassen - Die Fleischstücke rausnehmen, von Knochen entfernen, klein schneiden und wieder rein damit. Noch mal kurz aufkochen und du hast eine schmackhafte klare Suppe. So mach ich das mit dem Hasenklein.

Auf das spätere Andicken mit Mehl würd ich auf jeden Fall verzichten

Der Begriff "Hasenpfeffer" scheint mir auch etwas fehl am Platz, aber das ist sicherlich von Region zu Region verschieden.

Aber wem das so zubereitet schmeckt, das entscheidet jeder selber - mir bestimmt nicht und ich würde es auch keinen Gast zumuten wollen.


#21 Clemens Ratte-Polle
5.1.10, 11:39 Uhr

ich vergaß: diese suppe/soße ist "vons land", d.h. ein bauerngericht aus norddeutschland zur winterzeit: letzte jagd, energiereich, kräftig, platt: 'haosenpäper' (südoldenburger plattdeutsch/plattdütsch)(http://nds.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hööftsiet)
also entschuldigt die nicht ganz pikfeine art, denn es kommt aus niedersachsen (frz: basse saxe) und ist diesmal nicht haute cuisine, sondern "basse cuisine" ;-D


#22 wurst
5.1.10, 14:17 Uhr

Ach ja,noch was das.

Das Blut kommt als allerletztes dazu:-)))


#23 Kartoffelfritz
6.1.10, 14:06 Uhr

@Marzipan-Hase: trau Dich wieder, war doch nur nen Scherz ;-)


#24 Clemens Ratte-Polle
15.1.12, 00:26 Uhr

Hier mal die Zubereitung aus dem Jahr 1879 :)
.
Davidis, Henriette. Praktisches Kochbuch für die Deutschen in Amerika :zuverlässige und selbstgeprüfte Anweisungen zur Bereitung der verschiedenartigsten Speisen und Getränke, zum Backen, Einmachen u.s.w. Milwaukee, Wis. : G. Brumder's Verlag, c1879.
.
http://pds.lib.harvard.edu/pds/view/5070929?n=117&printThumbnails=no



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