Rezept: Nervenkekse nach Hildegard von Bingen

Zeitaufwand: ca. 25 Min.

Zutaten:

  • 1,5 kg Dinkelfeinmehl
  • 350 g Butter
  • 4 Eier
  • 300 g Rohrzucker oder Honig
  • 1 Prise Salz
  • 45 g Muskatnusspulver
  • 45 g Zimt
  • 10 g Nelkenpulver
  • 200 g gemahlene Mandeln
  • Einige TL Wasser

Zubereitung:

Alle Zutaten rasch zu einem Mürbeteig verarbeiten, Plätzchen ausstechen und im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad 5-10 Minuten backen.

In einer kühl aufbewahrten Blechdose sind diese Plätzchen einige Wochen haltbar.

Wichtig: Diese Kekse sind ein Heilmittel und kein Naschwerk! Kinder sollten nicht mehr als drei Kekse pro Tag essen, Erwachsene maximal sechs.

Rezept nach Hildegard von Bingen.


Von o-live

 
Eingestellt am 14.08.2005, 4,1 von 5 Sternen auf der Grundlage von 27 Stimmen.

Ihre Werbung hier?


Kommentar schreiben

Kommentare unserer Leser (43):

Zeige nur hilfreiche Kommentare an

# 1  Beta

Helfen die denn wirklich???

15.08.2005, 08:52          
# 2  Tanja

In der Zutatenliste taucht nichts auf, was nicht auch in anderen Süßigkeiten und besonders Lebkuchen enthalten ist. Was ist daran Heilmittel?

15.08.2005, 10:06           -1
# 3  

Öhm - der Name? Oder das Alter des Rezepts? Die gute Hilde ruht ja schon ein paar Jahrhunderte selig in der Erde - erstickt an ein paar Kekskrümeln *nichhauen*

15.08.2005, 12:37          
# 4  

Ich denke, man muss auch fest daran glauben, dann helfen sie wirklich... ;o)
gruß
o-live

15.08.2005, 14:15          
# 5  

Ich denke, dass die Muskatnuss in diesem Fall eine besondere Wirkung hat.
Muskatnuss ist giftig, aber wie bei vielem kommt es auf die Dosis an. Schon ca. 10g können tödlich sein.
Die Menge bei diesem Rezept ist 45g, würde man alle Kekse auf einmal essen wäre man wohl nicht mehr. Für Kinder reicht dementsprechend die geringere Menge.
Muskat hat angeblich eine halluzinogene Wirkung, also Einfluß auf die Nerven.

Also, nur weil ein Rezept alt ist, und auf den ersten Blick nicht ungewöhnliches drin zu sein scheint muss es nicht schlecht sein.

15.08.2005, 14:53           +1
# 6  

Muskat - Halluzinogene Wirkung? Nicht eher aphrodisierende Wirkung?

15.08.2005, 16:12           +1
# 7  Bernhard

wikipedia sagt dazu:

Muskatnuss wird hauptsächlich als Gewürz, aber auch als Rauschmittel verwendet. In der Volksmedizin gilt sie als Aphrodisiakum und als Hypnotikum.

Verwendung in der traditionellen Heilkunde

In der traditionellen Medizin werden Muskatnuss und Muskatnussöl für Krankheiten des Verdauungssystems verwendet.

In Indien wird eine Salbe aus Muskatnusspulver und Wasser hergestellt, die Hautleiden wie Ekzeme oder Flechten lindern soll.

Sonstige Anwendungen

In der Homöopathie verwendet man Muskatnuss (D3, D4) bei bei akuter Gastritis, Magenverstimmung, nervösen Beschwerden und Wahrnehmungsstörungen

Ätherisches Muskatöl wird als Aromastoff in Zahnpasten und als Geschmackskorrigens in Medikamenten genutzt. In der Parfümerie wird es oft herb-würzigen Männerparfüms zugesetzt.

Muskatnussbutter kann nach Abtrennen des ätherischen Öls als Ersatz für Kakaobutter dienen oder gemeinsam mit anderen Fetten wie beispielsweise Baumwollsamenöl oder Kokosnussöl verwendet werden. Muskatnussbutter wird in Indien aus minderwertigen Samen gewonnen; man stellt daraus Kerzen, Zahnpasten, Seife und Parfum her.

Vergiftungserscheinungen

Vergiftungserscheinungen können bei einem erwachsenen Menschen bereits dann auftreten, wenn er 4 Gramm Muskatnuss zu sich genommen hat. Typische Vergiftungserscheinungen sind Kopfschmerzen, Übelkeit, Gleichgewichtsstörungen, Rauschzustände mit Halluzinationen. Als Rauschmittel hat Muskatnuss kein besonders hohes Suchtpotential, da eine der vielfältigen Nachwirkungen eine häufig vorkommende Aversion gegen den Geschmack von Muskatnuss ist. Safrol wirkt mutagen und im Tierversuch karzinogen. Bei Kleinkindern kann bereits der Verzehr einer einzigen Muskatnuss zu lebensgefährlichen Vergiftungserscheinungen führen.

mehr unter http://de.wikipedia.org/wiki/Muskat

15.08.2005, 17:31          
# 8  mimi

vielleicht fehlt da einfach nur ne kommastelle.... 4,5 find ich ganz ok....

15.08.2005, 18:24          
# 9  Chemo

Ach, wenn das so ist, dann ist ja alles in Butter.

Hej, mit Chemikalien ist nicht zu spaßen. Muskat gehört auch dazu.

Ich kenne da eine, die mit Muskatnüssen ohne weitere Zutaten, purum also, herumexperimentierte. Wirkte bei der eher in der Art eines Tranquilizers. Halluzinogen: vielleicht. Aphrodisiakum: nein.

15.08.2005, 22:21          
# 10  Die Klofrau

Vielleicht meinte o-live ja das käulich erhältliche Pulver aus dem Würzspender, und nicht eine "echte"?
In diesen Würzspendern ist noch ein Haufen anderes Zeug mit drin - die eigentliche Muskatnuss ist da meist nur als Spurenelement vorhanden...
Ansonsten: wer futtert schon ca. 2kg Kekse in einem Zug in sich rein ;-)

16.08.2005, 10:49          
# 11  Tanja

Mal abgesehen davon: 45 g sind ein ganzes Gewürzglas voll, ca. sechs Esslöffel, und niemand kann mir sagen, dass man so viel Muskatnuss einer Masse beifügt, wie sie im Rezept angegeben wurde. Das muss scheußlich schmecken, wenn man bedenkt, dass schon auf 2 kg Kartoffeln 2 TL Muskatnuss viel zu viel sind und nicht schmecken würde, jedenfalls nicht so, dass man in Versuchung kommen würde, es zu naschen!
Ergo: Dem Rezept fehlt entweder in der Muskatnuss-Mengenangabe ein Komma oder die anderen Zutaten wurden auf ein Zehntel reduziert.

16.08.2005, 14:04          
# 12  Ursi

Die Benediktinerin HILDEGARD VON BINGEN (Hildegard bedeutet "Heldin", genauer "rettende, beschirmende Heldenjungfrau") geboren 1098 in Bermersheim bei Alzey als Kind eines Grafen, hatte von Kindheit an eine visionäre Begabung. Sie war aber nicht nur Visionärin, sondern Prophetin, Predigerin, Frau, Heilige und Künstlerin zugleich.

16.08.2005, 14:08          
# 13  

Eine 36jährige, bisher nie ernsthaft kranke und
nicht an Rauschmittel gewöhnte Theologiestudentin
bereitete an einem Adventsnachmittag
«Nervenkekse» nach einem Rezept, das Hildegard
von Bingen1 zugeschrieben wird, zu
(1 kg Dinkelmehl, 45 g Muskatnuss, 45 g Zimt
und 15 g Nelken). Sie naschte dabei ausgiebig
vom frischen Teig. Beim Abendessen entwickelte
sie einen vorerst als angenehm empfundenen
Zustand von Entrückung ohne Halluzinationen
mit Schweregefühl in den Gliedern.
Als sich die Entrückung akzentuierte und ein
Schwächegefühl mit Schweissausbruch auftrat,
geriet die Patientin in Todesangst, worauf ihr
Partner die Sanitätspolizei avisierte. Beim Eintreffen
auf dem Notfall hatten sich die Beschwerden
weitgehend zurückgebildet, übrig
blieben eine lästige Mundtrockenheit und ein
überwältigendes Müdigkeitsgefühl. Der klinische
Status war unauffällig bis auf eine mässige
Mydriase und eine aufgeräumt-verlegene Stimmungslage.


Mehr unter http://www.medicalforum.ch/pdf/pdf_d/2001/2001-51/2001-51-457.PDF

16.08.2005, 21:04          
# 14  Tanja

Ich sag's ja immer wieder, gesunde Ernährung macht krank. ;)

16.08.2005, 21:36          
# 15  

Guckst du hier: http://vorarlberg.orf.at/magazin/klickpunkt/hildegard/stories/2371/

16.08.2005, 21:40          
# 16  Myrsepp

Also meine Mutter hat diese Kekse auch mal gemacht. Und ich würde die doppelte Menge Zucker oder Honig empfhelen, da sie erst dann wirklich schmecken.
Sie sind zuweilen steinhart (vll. mochte man das damals so). Jedenfalls hat meine Mom dann massig von gegessen und war den ganzen Tag in Rauschzuständen (was als Psychologin nicht so toll ist ;) Ich sags ja immer wieder man solls nicht übertreiben...

18.08.2005, 20:33          
# 17  Tara

Welche Typenbezeichnung hat Dinkelfeinmehl?

24.08.2005, 20:20          
# 18  Tara

Ich habe gerade festgestellt, dass das Rezept nicht stimmt,
die Gewürzmischung besteht aus
45 g Zimtpulver
45 g Muskatnusspulver
10 g Nelkenpulver

In den Teig kommen aber von der Mischung nur 3 Eßl., das sind knapp 10 Gramm.
Ansonsten nimmt man
1 kg Dinkelfeinmehl
400 g Butter
250 g Rohrohrzucker
200 g gemahlene Mandeln
1 Prise Salz
4 Eier
100 ml Milch

24.08.2005, 20:33          
# 19  

hi! hast du die kekse schon selber ausprobiert? 45 g muskatnbuss- bzw. zimt klingt sehr viel. stimmt die mengenangabe? Gruß EW

08.09.2005, 23:07          
# 20  

Danke, Ulrike aus dem Hildegard von Bingen Weg !!!!!!!!!!

12.12.2005, 11:37          
# 21  Johann von Bingen

die orginal rezeptmenge stimmt schon. wenn man mal das ganze testen möchte dann von allem ein zehntel. also vier zehntel eier macht so grob ein ei. mehl typ405 is schon ganz gut, der hilde ihr sein mehl bekommen wir heute eh nicht mehr.
ich habe noch einen TL backpulver dazu und nach sieben min backen kamen wunderbar luftige dinge aus dem ofen.
und wenns dann nicht dreht, essen auf jeden 8-10, dann bekommt man einen massiven fressanfall.

12.12.2005, 19:42          
# 22  Trude

fein!

30.08.2006, 21:46          
# 23  

cool !!!! Rauschzustände ?!?! *Mal eilt und alles für die Kekse zusammen such *

30.08.2006, 22:03          
# 24  Navitronic

ääähhhmm..... woran is unsere Hildegard denn gestorben, vielleicht an ihrem durchaus gewöhnungsbedürftigem Gebäck?

Achja die gute Hildegard, mein Gott ist sie schon lange tot, die steht ja schon bald wieder auf!

06.07.2007, 19:42          
# 25  kynthya

Noch eine Variante, aus dem Buch, nicht hier und dort im Netz gefunden:

400 G Dinkelmehl
250 g Butter
150 g Rohrzucker
200 g süsse, gemahlene Mandeln
20 g Zimt
20 g Muskat
10 g Nelken
2 Eier
etwas Salz
Wasser nach Bedarf
Mehl auf die Platte geben, weiche Butter in Stücken drauf geben, nach und nach alels darauf verteilen.
Miteinem grossen Messer alles durchhacken, rasch zsuammenkneten, 30 Min. kühlstellen.
2-3 mm dick auswallen, 20 - 25 min bei 180 - 200 ° backen.

07.07.2007, 10:29          
# 26  Jens

Habe gerade gelesen, dass aus all den Gewürzen eine Mischung hergestellt wird und
dann aus dieser Mischung 3 Esslöffel in das Rezept gehören!!!!!!

JJ

19.11.2007, 11:48          
# 27  Krümelmonster

tolles Rezept - aber die Menge der Zutaten ist nicht ganz korrekt!
500 g Vollkorn-Dinkelmehl
375 g Butter
200 g gemahlene Mandeln
200 g Vollrohrzucker
1 Päckchen Backpulver
1 Ei
3 Eigelb
20 g Muskat, gemahlen
20 g Zimt, gemahlen
5 g Nelken, gemahlen

20.02.2008, 11:58          
# 28  Susanne

Ich habe das mal ausprobiert und es schmeckt grauenhaft - allerdings habe ich aus Versehen Dinkelvollkornmehl genommen.

20.10.2008, 14:29          
# 29  keks monster

viele sagen eine andere meinung das ist ja auch gut aber ich habe jetzt das rezept von kynthja genommen das finde ich am besten thx

15.02.2009, 13:22          
# 30  Besserwisser

Seltsam. Hildegard von Bingen lebte 500 Jahre, bevor Zimt und Muskatnuss nach Mitteleuropa kam. Da hat sie wohl mit Nostradamus zusammengearbeitet, um diese Rezepte zu kreieren.

03.03.2009, 21:23          
# 31  monika

Habe die Kekse auch nach dem Rezapt mit den 35gMuskat usw. ausprobiert; schmeckten scheußlichst, landeten leider im Mülleimer. Außerdem waren sie steinhart!

29.05.2009, 22:29          
# 32  

Wirklich eine Katastrophe diese Nervenkekse, kein Pferd übersteht diese Dosis an Gewürzeen. Dieses Rezept sofort in den Eimer.

24.11.2009, 17:54          
# 33  

Was seit ihr doch für Memmen! Gerne Beduselt sein, aber nur keine überriechenden Kekse essen *LOL*

09.12.2009, 13:36          
# 34  Silvia

Meine güte die sind ja alle soooo gscheid was diese Kekse kritisieren. Es wird ja keiner dazu gezwungen sie zu machen oder gar zu essen! Kritisieren diese Leute auch die Lebensmittel die sie täglich essen, wol kaum.
Mir helfen sie und das ist für mich wichtig.

13.04.2010, 11:24          
# 35  wuschel29

@Silvia: darf ich fragen, nach welchem rezept du sie jetzt gebacken hast??? ich habe gerade den teig gemacht und überhaupt nicht davon überzeugt, dass daraus in irgend einer form kekse werden soll - der teig ist so bröckelig und stinken tut er auch

20.04.2010, 21:08          
# 36  Hania

400g Dinkelfeinmehl
250 g Butter
2 Eier
150 g Rohrzucker
1 Prise Salz
45 g Muskatnusspulver
1/2 Gewürzpulver 45 g Zimt
10 g Nelkenpulver
200 g gemahlene Mandeln
einige TL Wasser

26.06.2010, 00:39          
# 37  haxnmax

Genau lesen müßt ihr: Ein paar der Kommentare enthielten schon den entscheidenden Hinweis. Von dieser Gewürzmischung ist nur ein Teil zu nehmen. Der Rest ist für die nächsten Kekse gedacht. ALSO NICHT die GESAMTEN 45 gr MUSKATNUSS auf einmal reinhauen.

21.01.2011, 17:42          
# 38  Chiara62

Kann mir auch nicht vorstellen, dass die Kekse nach dem Rezept von o-live wirklich schmecken. Es wurde verschiedentlich auch schon darauf hingewiesen, dass nur ein Teil der Gewürze verwendet wird, jedoch stets ohne genaue Angabe der Menge.

Mit dem Rezept das ich verwende gibt es echt leckere Kekse vielleicht will es der ein oder andere der vorher geschmacklichen Schiffbruch erlitten hat mal probieren.

Nervenkeksgewürzmischung
Vorratsmenge

45g Muskatnuß
45g Zimtpulver
10g Nelkenpulver
= 100g Nervenkeksmischung


Rezept
Nervenkekse

300g Dinkelmehl
200g gemahlene Mandeln
200g brauner Zucker
1 Pck Vanillezucker
1 Ei
200g Butter
10-15g Nervenkeksmischung

Mürbteig herstellen, zu einer Rolle formen und kaltstellen
5 mm dicke Scheiben abtrennen, auf Backpapier legen und im Ofen bei
190 Grad ca 15 Min. hellbraun backen.

20.07.2011, 09:03           +1
# 39  haxnmax

@Chiara62: Genau, so ist es richtig und so schmecken sie auch und sie sind in der tat gut für die nerven. und muskat und zimt gab es zu hildegards zeiten sehr wohl. sie kamen mit kaufleuten aus dem orient und waren sauteuer. aber der einfache bauer hatte es auch noch nicht mit den nerven, aber die herren und damen im kloster waren wohl etwas im stress, denn die enthaltsamkeit zehrt ja auch an den nerven ...

20.07.2011, 12:45          
# 40  keksi4

Hildegard von Bingen lebte laut Wikipedia 1098-1179 (wurde also 81 Jahre alt)

Zimt und Muskat laut Internetrecherche:

In Nordeuropa wird Zimt (vermute mal China-Zimt/ Kassia) erstmals 716 in einer Urkunde des fränkischen Königs Childerich II.am Kloster Corbie in der Normandie erwähnt.

Ceylon-Zimt wurde um 1498 vom portugiesischen Seefahrer Vasco da Gama auf der Insel Ceylon, dem heutigen Sri Lanka entdeckt und so nach Europa gebracht. Also gute 300 Jahre nach Hildegard von Bingens Ableben.

Muskat:
Chinesische Belege erweisen, daß M. schon 2 000 v. Chr. bekannt war.
In Südeuropa und Nordafrika schon lange vor Christus bekannt.
Auch die Römer kannten Muskat.
Im Mittelalter von arabischen Händlern eingeführt und über Venedig nach Zentraleuropa exportiert.

In den üblicherweise als Gewürz genutzten Mengen ruft die Nuss keine erkennbaren Rauschwirkungen hervor; hierfür sind wesentlich höhere Dosen erforderlich. Die Einnahme der Muskatnuss erfolgt in der Regel oral, sehr selten wird sie verbrannt und inhaliert. Aufgrund des in solchen Mengen brechreizerregenden Geschmacks und der unvorhersehbaren Wirkungen hat sich die Muskatnuss als Droge nicht etablieren können.

Die berauschende Wirkung der Muskatnuss rührt von dem im ätherischen Öl enthaltenen Myristicin her. Es führt bei betreffenden Personen zu Halluzinationen und einem euphorischen Zustand, der über mehrere Tage lang anhalten kann.

Vergiftungserscheinungen können bei einem erwachsenen Menschen bereits dann auftreten, wenn er 4 Gramm Muskatnuss zu sich genommen hat. Dies können Schweißausbrüche, Kopfschmerzen, Übelkeit und Gleichgewichtsstörungen sein, manche bekommen dadurch auch Rauschzustände. Bei Kleinkindern kann es bei dieser Menge sogar zu lebensgefährlichen Vergiftungserscheinungen kommen. Größere Mengen Muskatnuss (20 Gramm und mehr) können zu schweren Delirien führen (Halluzinationen, Orientierungslosigkeit, Gedächtnisstörungen), die über mehrere Tage anhalten.

Quellen:
http://www.gewuerzlexikon.de/muskatnuss.html
http://www.gewuerzlexikon.de/zimt.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Zimt#Geschichte
http://de.wikipedia.org/wiki/Hildegard_von_Bingen
http://de.wikipedia.org/wiki/Muskatnussbaum

summa summarum: Muskat und Zimt gab es in Europa schon zu Hildegards Zeiten

15.11.2012, 14:31          
# 41  keksi4

statt 10g von einer Gewürzmischung aus 45g Muskat, 45g Zimt und 10g Nelkenpulver kann ich auch gleich:

4,5g Muskat, 4,5g Zimt, 1g Nelkenpulver nehmen

vereinfacht ist das bei mir dann 2 gestrichene TL Muskat, 2,5 gestrichene TL Zimt und 1 Prise bzw. 1/2 TL Nelkenpulver

1 TL Zimt = 2 Gramm
1 TL geribene Muskatnuss = 2,3 Gramm
(3 TL = 1 EL)

15.11.2012, 15:11          
# 42  haxnmax

In dem sehr guten Büchlein "Hildegard von Bingen - Leben im Einklang mit der Natur" außer einem sehr wohlschmeckenden Rezept für die Nervenkekse auch noch gute Rezepte für Gedächtniskekse mit Quendel drin. Quendel kriegt man im Reformhaus oder internet. Außerdem ist noch ein sehr gutes Rezept für Ingwer-Ausleitungskekse drin, die man im Rahmen einer Dinkelkur nehmen kann und sehr leckere Maronenkekse. Die Rezepte halten sich sehr nah an den Originalen der Hildegard. Manche der heute fast unbekannten Gewürze gibt es in vielen Internet-Gewürzläden oder z.B. in der Stuttgarter Markthalle, die auch online zu erreichen ist.

15.11.2012, 17:42          
# 43  Lichtfeder

als mein Sohn sein Abi machte, habe ich oft Kekse nach einem Rezept von Hildegard von Bingen gebacken.

Keine Ahnung ob mein Filius deshalb das Abi bestanden hat, jedenfalls hat er in dieser Zeit zugenommen, die Kekse haben ihm zu gut geschmeckt.

15.11.2012, 18:04          
Kommentar schreiben


Bitte einloggen oder kostenlos registrieren,
um einen Kommentar zu schreiben!

Frag-Mutti.de übernimmt weder Haftung noch Garantie für die Richtigkeit dieses Tipps.

Ihre Werbung hier?
Statistik
Tipp vom 14.08.2005, 15:38
86.933 mal gelesen

2     11     27     27     43



Ihre Werbung hier?

Ihre Werbung hier?