Rezept: Schupfnudeln, auch "Hundstrümmerl" genannt - selbst gemacht

Jetzt ist Fastenzeit. Wir machen einmal ein typisches bayerisches Fastengericht.

2 kg Kartoffeln werden gekocht. Wenn sie sehr dünnschalig sind, sparen wir uns sogar das anschießende schälen. Wenn nicht, lassen wir die Kartoffeln abkühlen und schälen sie dann. Anschließend drücken wir sie durch die Püreepresse in eine Schüssel.

Wenn wir uns dann von dieser "Anstrengung" erholt haben, schlagen wir drei Eier dazu, Salz und Pfeffer und etwas Muskat, einen guten Schuss Sahne und über das Ganze stauben wir ein bissel Mehl. Das alles wird dann kurz durchgeknetet, sodass ein leichter aber fester Teig ensteht. Wenn es zu flüssig sein sollte, einfach noch ein bissel Mehl dazu. Wir formen ca. 1,5 cm. dicke Rollen. Davon schneiden wir dann ca. 1 cm dicke Scheiben ab. Diese Scheibchen "wuzeln" wir auf einer bemehlten Fläche zu Schupfnudeln.

Die Schupfnudeln- oder auch Hundstrümmerl genannt, (weil sie fast so aussehen wie selbige) werden in siedendem Salzwasser gegart bis sie an der Oberfläche schwimmen. Herausnehmen, abtropfen lassen. Was man sofort braucht, kommt in eine Pfanne mit etwas Butter und Olivenöl und wird abgebraten. Es entsteht eine schöne zarte Kruste. Der Rest kommt nebeneinander auf ein Blech zum auskühlen und wird dann auf Vorrat eingefroren!

Man die Schupfnudeln mit Sauerkraut oder Blaukraut essen, als Beilage verwenden, Suppeneinlage, mit Käse überbacken oder auch als süße Variante mit Zimt und Zucker und einem Kompott.

 
Eingestellt am 1.3.2012, 11:43 Uhr
3,7 von 5 Sternen auf der Grundlage von 9 Stimmen

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Kommentare (8):
#1 hermine1
1.3.12, 23:18 Uhr

hundtrümmerl klingt nicht recht apetitlich!

-6
henrike
#2 henrike
1.3.12, 23:42 Uhr

hmmm, klingt lecker und gar nicht so schwer. Dachte bisher immer dass das viel aufwendiger ist...muss ich mal ausprobieren. Danke!

Hundstrümmerl kenn ich gar nicht, was ist das denn?

+1
#3 erselbst
2.3.12, 00:33 Uhr

@hermine1: ja nun, der volksmund hat halt so seine bezeichnungen ( "tote Oma, "Blunzn", "Katzendreck" "kalter hund"usw.)klingt alles vllt. nicht so gut--schmeckt aber!!


mops
#4 mops
2.3.12, 08:04 Uhr

Mjamm! Lecker auch mit Apfelmus oder mit Schinken und Käse! Ich muss gestehen, ich habe noch nie Schupfnudeln selbst gemacht, habe immer nur die Kühlregal-Ware verwendet. Aber jetzt habe ich festgestellt, dass die gar nicht so schwer zu machen sind. Daher werde ich sie demnächst austesten!

Ein super Tipp, wird daher von mir mit zwei fetten Daumen und 5 Sternen bewertet. :o))


#5 kreativesMaidle
2.3.12, 17:05 Uhr

@hermine1:
in Schwaben heissen die Dinger Buabesspitzle...
Verstohsch???

Liebe Grüße ;o))


#6 ane
6.3.12, 02:15 Uhr

auch von mir ein dickes "Fünferla" DAS IS LEGGA!

ps - die Buebespitzle heißen hier bei uns "Spitzer" - die echten mein ich jetz...kicher...


Ribbit
#7 Ribbit
17.11.12, 15:35 Uhr

Hat einer von den 5-Sterne-Vergebern hier das Rezept schon mal ausprobiert?

Mit der Anweisung "etwas Mehl darüberstäuben" bekommt man nämlich einen Teig, der so weich ist, dass einem die Bubenspitzle beim Rausnehmen aus dem Wasser zu Brei zerfallen. Schade.

Mit eiiiinigen Esslöffeln Mehl wurde dann ein Teig draus, der Bubenspitzle ergibt.

Und für Kochanfänger, die sich (auch) hier auf FM rumtreiben, könnte man noch einige Tipps dazuschreiben.

+1
#8 erselbst
23.11.12, 11:46 Uhr

@Ribbit: ich sagte schon immer--wer lesen kann ist vorne mit dabei!! "Das alles wird dann kurz durchgeknetet, sodass ein leichter aber fester Teig ensteht. Wenn es zu flüssig sein sollte, einfach noch ein bissel Mehl dazu" . Wir
wir machen solche schupfnudeln seit vielen vielen jahren --und noch nie (!!!) sind sie zerfallen!!



Frag-Mutti.de übernimmt weder Haftung noch Garantie für die Richtigkeit dieses Tipps.