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Mein Kind will ein Haustier... aber welches?
Bei fast jedem Kind kommt irgendwann der Wunsch nach einem Haustier. Nicht jede Familie kann oder will einen Hund oder eine Katze halten. Welche kleinere Tierart ist geeignet?Meine Tipps hierzu:
1. Bitte KEINEN Hamster. Die Tierchen sind nachtaktiv. Werden sie zu oft tagsüber "aus dem Schlaf gerissen", werden sie zum einen oft bissig, zum anderen ist es schlichtweg Tierquälerei. So eine Rücksichtslosigkeit sollte man keinem Kind vorleben.
2. Mäuse und Rennmäuse sind eher scheu und sehr flink. Einmal aus Kinderhänden geflüchtet, sind sie verschwunden und schwer wiederzubekommen. Sie können großen Schaden anrichten und manchmal nur noch tot geborgen werden. Für ein Kind nicht so schön.
3. Kaninchen sind m.E. auch nicht so die Kindertiere. Wenn überhaupt, bitte nur mindestens zu zweit halten. Sie zwicken gern mal, und das oft beschriebene "Wohlfühlen", die Bewegungslosigkeit beim Kuscheln mit Menschen, ist meist nichts anderes als eine Schreckstarre ("Ich bin schon tot").
4. Meerschweinchen kommen schon näher dran, die aber auch bitte nur mindestens zu zweit halten. Und nicht die oft empfohlene Combo Meerschweinchen/Kaninchen.
5. Ich empfehle aus eigener Erfahrung - Ratten. Jung angeschafft (ein Anruf in den umliegenden Tierheimen lohnt - oft werden tragende Tiere abgegeben. Lieber nicht im Zoohandel, das fördert die sinnfreie Massenproduktion - es gibt wirklich genug Ratten. Auch ein Blick auf vdrd.de lohnt), werden sie in den meisten Fällen handzahm und anhänglich wie Hunde. Man kann ihnen Kunststückchen beibringen, das schult Geduld und führt zu Erfolgserlebnissen bei Kindern. Die Tierchen sind intelligenter und viel sozialer als andere Kleinnager. Manko: Sie werden leider nicht alt.
Was den viel beschrieenen "nackten Schwanz" angeht - vielleicht einfach mal von nahem ansehen. Erstmal ist er fein behaart, außerdem nicht so "labberig", wie ihn sich viele vorstellen. Ich finde ihn nicht ansatzweise ekelig.
Hoffe, ich konnte den einen oder anderen anregen, sich mit diesen interessanten Tieren zu beschäftigen. Es lohnt sich!
Viel Spaß!
Kommentare unserer Leser (21):
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# 3 Bernhard @hatschepuffel: Danke fuer diesen ausfuehrlichen Tipp. Hab zwar noch keine Kinder, aber wenn es soweit ist, werd ich mich an diesen Tipp zurueckerinnern!14.08.2010, 20:55 +1
# 4 tessaiga Und nicht vergessen ratten sind rudeltiere und allein gaanz arm und einsam
14.08.2010, 21:02 +3
14.08.2010, 21:02 +3
# 6 knuffelzacht Auch Ratten sind nicht unbedingt für Kinder geeignet. Sie sind zwar als hartnäckig und "nicht kleinzukriegen" verschrieen, sind aber sehr empfindlich.
Als Tag- und nachtaktive Tiere können sie es gar nicht leiden, wenn sie während ihrer Ruhephasen, egal ob bei Tag oder Nacht, gestört werden. So manche Ratte hat sich dadurch schon zum Beisser entwickelt. Erstaunliche Parallelen zum Hamster...
Nachts können sie einen Heidenlärm machen. Meine habe ich oft durch 2 geschlossene Türen gehört, wenn sie mal wieder ihre Häuser durch die Gegend geschleppt, nebenbei die Trinkflasche abmontiert, den Futternapf durch alle Etagen geworfen und die Etagen dabei im Vorbeilaufen mal eben angenagt haben. Also nicht geeignet fürs Kinderzimmer.
Die Tierarztkosten können riesig hoch werden, da sie sehr anfällig für Erkältungen und Atemwegsprobleme sind. Dazu kommt, daß fast alle Ratten Tumore bekommen. Viele erst im Alter, also ab etwa einem Jahr, andere aber auch schon als Jungratten. Ich hab 10 Jahre Ratten gehalten und in diesen 10 Jahren hatte ich nur 2 Ratten dabei, die an Altersschwäche gestorben sind. Alle anderen hatten Tumore und mußten irgendwann eingeschläfert werden. Sollen es denn wirklich Ratten sein, genau überlegen, ob man bereit ist, mal eben, ja nach Rattenzahl, mal wieder nen Hunni springen zu lassen, weil die "Biester" ;o) mal wieder alle zusammen Schnupfen haben und vor sich hinfiebern.
Nicht zu vergessen auch der Käfig... ich habe in einem Käfig von 140x80x60cm (eine Vogelvoliere) nie mehr als vier Ratten gleichzeitig gehalten. Und den Platz brauchen sie auch, da sie sehr bewegungsfreudig sind, wenn sie wach sind. Da reicht der normale Freilauf, den sie natürlich täglich bekommen sollten, einfach nicht aus, wenn der Käfig zu klein ist. Nimmt natürlich eine Menge Platz weg im Kinderzimmer.
Und an dieser Stelle noch ein kleiner Tipp: Streu, wie auf dem Foto abgebildet, staubt immer, was Atemwegsprobleme fördert. Einfaches Zeitungspapier, aber nur das einfarbig, also schwarz, bedruckte eignet sich besser. Die Farbe ist nciht giftig und sie haben jede Menge Beschäftigung, da sie es kleinrupfen, sich Nester damit bauen und/oder es einfach durch die Gegend tragen können. Und meine, bis auf eine, haben Vogelsand im Klo geliebt! Die eine, die es nicht mochte, hat sich ihr eigenes Klo aus Zeitungspapier gebaut.
14.08.2010, 21:08 +1
Als Tag- und nachtaktive Tiere können sie es gar nicht leiden, wenn sie während ihrer Ruhephasen, egal ob bei Tag oder Nacht, gestört werden. So manche Ratte hat sich dadurch schon zum Beisser entwickelt. Erstaunliche Parallelen zum Hamster...
Nachts können sie einen Heidenlärm machen. Meine habe ich oft durch 2 geschlossene Türen gehört, wenn sie mal wieder ihre Häuser durch die Gegend geschleppt, nebenbei die Trinkflasche abmontiert, den Futternapf durch alle Etagen geworfen und die Etagen dabei im Vorbeilaufen mal eben angenagt haben. Also nicht geeignet fürs Kinderzimmer.
Die Tierarztkosten können riesig hoch werden, da sie sehr anfällig für Erkältungen und Atemwegsprobleme sind. Dazu kommt, daß fast alle Ratten Tumore bekommen. Viele erst im Alter, also ab etwa einem Jahr, andere aber auch schon als Jungratten. Ich hab 10 Jahre Ratten gehalten und in diesen 10 Jahren hatte ich nur 2 Ratten dabei, die an Altersschwäche gestorben sind. Alle anderen hatten Tumore und mußten irgendwann eingeschläfert werden. Sollen es denn wirklich Ratten sein, genau überlegen, ob man bereit ist, mal eben, ja nach Rattenzahl, mal wieder nen Hunni springen zu lassen, weil die "Biester" ;o) mal wieder alle zusammen Schnupfen haben und vor sich hinfiebern.
Nicht zu vergessen auch der Käfig... ich habe in einem Käfig von 140x80x60cm (eine Vogelvoliere) nie mehr als vier Ratten gleichzeitig gehalten. Und den Platz brauchen sie auch, da sie sehr bewegungsfreudig sind, wenn sie wach sind. Da reicht der normale Freilauf, den sie natürlich täglich bekommen sollten, einfach nicht aus, wenn der Käfig zu klein ist. Nimmt natürlich eine Menge Platz weg im Kinderzimmer.
Und an dieser Stelle noch ein kleiner Tipp: Streu, wie auf dem Foto abgebildet, staubt immer, was Atemwegsprobleme fördert. Einfaches Zeitungspapier, aber nur das einfarbig, also schwarz, bedruckte eignet sich besser. Die Farbe ist nciht giftig und sie haben jede Menge Beschäftigung, da sie es kleinrupfen, sich Nester damit bauen und/oder es einfach durch die Gegend tragen können. Und meine, bis auf eine, haben Vogelsand im Klo geliebt! Die eine, die es nicht mochte, hat sich ihr eigenes Klo aus Zeitungspapier gebaut.
14.08.2010, 21:08 +1
# 7 hatschepuffel @knuffelzacht: Ich kann wenig hinzufügen, außer daß Ratten "toleranter" sind nach meinen Erfahrungen, als Hamster. Ich habe das Kinderthema eher als Aufhänger genommen, um ein wenig Werbung für Ratten als Haustiere zu machen.
Streu nutze ich nach wie vor - sie wühlen und scharren gerne, trotz Staub mag ich ihnen das nicht nehmen!
Meine beiden sitzen in 80x75 Grundfläche, das ganze 160 cm hoch, mit zwei gestapelten Käfigen mit Bodenwanne (Furret Tower, für Frettchen gedacht). Für den Anfang habe ich die obere Hälfte abgeteilt, um sie ein wenig zahm zu bekommen. Es sind erwachsene Zooladentiere (jaaaahaaa, ich weiß, man macht es nicht... aber sie haben so gekuckt... und dieser Typ mit dem genuschelten "Futtertiere" düste an mir vorbei, als ich grad da stand...), und sehr misstrauisch. Aber freundlich. Für ältere Kinder ein Lehrstück... an Geduld und Toleranz, und daß nicht immer alles so geht wie man will. Für mich auch *grummel*...
14.08.2010, 21:20 +1
Streu nutze ich nach wie vor - sie wühlen und scharren gerne, trotz Staub mag ich ihnen das nicht nehmen!
Meine beiden sitzen in 80x75 Grundfläche, das ganze 160 cm hoch, mit zwei gestapelten Käfigen mit Bodenwanne (Furret Tower, für Frettchen gedacht). Für den Anfang habe ich die obere Hälfte abgeteilt, um sie ein wenig zahm zu bekommen. Es sind erwachsene Zooladentiere (jaaaahaaa, ich weiß, man macht es nicht... aber sie haben so gekuckt... und dieser Typ mit dem genuschelten "Futtertiere" düste an mir vorbei, als ich grad da stand...), und sehr misstrauisch. Aber freundlich. Für ältere Kinder ein Lehrstück... an Geduld und Toleranz, und daß nicht immer alles so geht wie man will. Für mich auch *grummel*...
14.08.2010, 21:20 +1
# 8 kickbann510 Danke für diesen Artikel! Viele Eltern informieren sich einfach zu ungenügend und die Leidtragenden sind am Ende immer die Tiere.
14.08.2010, 21:49 +1
14.08.2010, 21:49 +1
16.08.2010, 10:44 +2
16.08.2010, 13:47 +2
16.08.2010, 14:23 +2
# 14 fnü Ähm, ich will ja nicht klugscheißen, aber Mäuse gehören in überhaupt keine Hände, weder bei Kindern noch bei Erwachsenen, wenn es nicht der Tierarzt ist. Gerade Farbmäuse sind total revierbezogen und brauchen ihre Ruhe in ihrem (großen und hohen) Käfig. Man kann mal die Hand reinlegen und gucken, ob eine Maus da dran hochklettern möchte, aber man darf Mäuse nicht einfach mal so aus ihrem Gehege nehmen, das ist purer Stress für die Tiere.16.08.2010, 19:19 +2
(die im Tipp ja erwähnten - die nicht jeder halten kann/will)
Hunde und Katzen - da sie sich im Normalfall an die Menschen "freiwillig" anschließen - also eine Beziehung mit ihnen eingehen ( ob das nun eien reine Futtergeber/Tier - Beziehung ist sei dahingestellt..) und die zeigen können, wenn sie mit ihrer "Behandlung" nicht einverstanden sind - Ich könnte mir vorstellen - nach dem , was ich so gehört habe, dass Ratten da ähnlich sind ( da gibt's doch die Punkladies mit ihren zahmen Ratten im Ärmel, die erzählen dass die Viecher ihnen immer nachlaufen....).
Ich hatte als Kind ein Meerschweinchen ( ab dem Alter von ca 9 Jahren),
das mir auch nachlief und kam, wenn ich es "rief"
- aber ich war ein sehr einsichtiges Kind ... heute würde ich es nicht empfehlen - v.a. die Einzelhaltung war schon mal doof!
leider hörte ich schon öfter von Tierquälereien - Täter: kleinere Kinder - aber diese waren sehr alleingelassen von ihren ziemlich erziehungsunfähigen Eltern
- kann natürlich auch in den "besten" Familien vorkommen - will nix gesagt haben...
16.08.2010, 22:34 +1
man ich weiß wirklich nicht, die einen werden bekämpft und die anderen( nur weil sie ne andere Farbe als normal haben) werden plötzlich wieder gern gesehen.
ich weiß das Ratten sehr Intelligent sind, aber deshalb haben sie ja auch mal die Pest ausgelöst!!!
wenn Kinder ein Tier brauchen, kann es doch einfach der normale Fänger der Ratten und Mäuse sein.
eine Katze sucht sich sogar den freund selber aus.
04.09.2010, 12:33 +1
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Wenn ein Tier ins Haus kommt dann sollte die ganze Familie damit einverstanden sein und sich dafür gleichermaßen verantwortlich fühlen.