Atmung durch die Nase verbessern & beide Gehirnhälften anregen

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Wie lässt sich die Atmung durch die Nase verbessern und gleichzeitig beide Gehirnhälften anregen?

Besorgen Sie Tampons und stöpseln Sie für eine bestimmte Zeitdauer jeweils ein Nasenloch damit zu. Der Mund bleibt während dieser Zeit geschlossen. Das kann ganz nebenbei im Alltag laufen und durch unterschiedliche Größen von Tampons in der Wirkung noch gesteigert werden.

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24 Kommentare


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#1 fReady
22.8.12, 20:54
Billiger geht es mit Ohrstopfen. Wenn man die vorher mit Labello einreibt, kann man die nach Gebrauch einfach abwischen.

Für den Hausbebrauch reicht es aber völlig aus, die Daumeninnenfläche unters Nasenloch zu halten.

Z.B. wenn man längere Texte im Netz liest.

Gehört mit zu meinen Atemübungen als Sänger, und verbessert die Nasenatmung bei regelmäßiger Anwendung tatsächlich nicht unerheblich.
#2 jojoxy
23.8.12, 08:40
dass das die nasenatmung verbessert, leuchtet mir ein (guter tipp!), aber wieso werden dabei beide gehirnhälften angeregt?
#3
23.8.12, 10:03
Ich halte grad ein Nasenloch zu...
Für mich ein (hoffentlich!) hilfreicher Tipp, denn ich bin imernoch nicht ganz von meiner Nasenspraysucht befreit.
Aber auch ich möchte unbedingt wissen, wie das meine beiden Gehirnhälften anregt!
#4
23.8.12, 11:17
weiss jemand, ob bei gezielten Atmungsübungen durch die Nase auch das schnarchen vermindert wird?
1
#5
23.8.12, 12:25
@fReady: Schönen Nachmittag: So nun kurz ein paar Worten.

Ohrstopfen sind von der Form vor allem für die Ohren gedacht, und verschliessen daher die Nasenlöcher nicht optimal. Auch der hygienische Faktor ist eine Überlegung wert. - Normallerweise löst sich nach einigen Anwendungen einiges in der Nase und im Rachenraum-, das dann gerne den Körper velassen möchte. Ich habe im Laufe der Jahre viele Varianten (Spöpsel, Nasenöffner, diverse Utensilien aus der Apotheke,...) um doch die Atmung zu verbessern getestet und bei mir und Anderen angewendet.

Die Variante mit den Tampons ist unübertroffen.

Für den Hausgebrauch,...

Dieser Tipp kann für die richtige Person gold wert sein. Das Zuhalten mit dem Daumen hat nicht annähernd die gleiche Wirkung, wie das Verschliessen mit einem passenden Fremdkörper, den man nicht halten muss, wo man aufrecht sitzen und stehen kann, und wo man einfach konzentriert sein kann.

Ich persönlich liebe die Tips, Anleitungen und Anwendungen die funktionieren. Natürlich können Sie den Tipp auch gerne als Basis nehmen und abändern.

Noch am Rande: Jeder Atemzug besteht aus drei Teilen: Der Nasenatmung-der Zwerchfellatmung - und der Bauchatmung.

Atmung wird immer nachreguliert.

Jeder Mensch hat seine eigene besondere Atmung, so wie seinen Fingerabdruck.

Alles Liebe
#6
23.8.12, 12:33
@jojoxy: Schönen Nachmittag: Der Körper ist in zwei Hälften geteilt, jede Hälfte wird von einem anderen Zentrum aus versorgt und angesteuert. Atmung ist ein in sich geschlossener Kreislauf. Beginnend mit der Einatmung und endend mit der Ausatmung, dazwischen liegt ein unterschiedlicher Weg mit vielen Stationen. Jeder Atemzug besteht immer aus drei Teilen: Nasenatmung-Zwerchfellatmung-und Bauchatmung.

Je nachdem mit welchem Nasenloch ein und ausgeatmet wird, hat das unterschiedliche Auswirkungen auf die einzelnen Gehirnhälften.

Das ist sehr vereinfacht ausgedrückt, aber ich glaube damit die Frage verständlich beantwortet zu haben.

Alles Liebe
#7
23.8.12, 12:37
@Frau-Lich: Hallo, Sonnigen Nachmittag: Ich finde es sehr gut, das Sie bereits mit dem Anwenden beginnen, und wünsche Ihnen viel Ausdauer. Die Frage mit den Gehirnhälften habe ich gerade vorher oberhalb beantwortet.

Tipp an Rande: Setzen Sie Ihn so um, wie er beschrieben ist, dann können Sie den größten Nutzen daraus ziehen, und ganz ruhig bleiben, wenn während des Übens Gefühle aufsteigen, diese wollen nur an die oberfläche und dann "schnauft" es sich bedeutend leichter.

Alles Liebe
#8
23.8.12, 12:48
@ollski: Einen wunderschönen Nachmittag:
Vielen Dank für die Frage, die sich wahrheitsgemäß SO nicht beantworten lässt. Ich habe dem Thema Nase, Gesundheit und Atmung viele Jahre gewidmet, teils aus eigener Erfahrung, teils aus beruflichen Gründen. Die Schulmedizin hat keine Antworten auf diesem Gebiet.

Um Ihre Frage qualitativ zu beantworten:
*Wodurch wurde das Schnarchen verursacht?
*Gab es Einschränkungen an diesem Sinnesorgan, Narben, Operationen, Belastungen
*Wann ist "das Schnarchen" das erste Mal aufgetreten? Gab es davor traumatische Erlebnisse, wodurch die Atmung nachreguliert wurde?
*Wovor hat der Mensch die meiste Angst?

wenn man auf diesem Weg beginnt, dann liegt die Ursache meistens baldigst auf der Hand. Danach stellt sich die Frage, wie man diese wieder löst. Das ist aber ein anderes Thema.

Regelmässige gezielte Atemübungen verbessern den Gesamtzustand des Menschen auf allen Ebenen.

Alles Liebe
#9
23.8.12, 12:51
@KAKOKU:
:-))
Danke für die nette Antwort!
#10 fReady
23.8.12, 13:03
@KAKOKU:

Dankeschön für die Zusatzinfos. Ich persönlich werde wohl zwar bei meiner üblichen Teilübung mit dem Daumen bleiben, aber für Neueinsteiger ins Thema ist das Verwenden des Tampons dann wohl doch eher hilfreich.

Danke nochmal.
2
#11
23.8.12, 13:55
Hab grad 'nen Tampon in der Nase... lol
Lieber Himmel, wenn mich damit jemand sieht... Nachher erklärt "mann" mir gar, wie der eigentlich angewendet wird...
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#12 Oma_Duck
23.8.12, 14:43
Sollte ich fast siebzig Jahre falsch nasengeatmet haben und mindestens eine Gehirnhälfte damit unterversorgt haben?
Das würde so manches erklären . . .

Suche nun nach einem Kurs "Atmen für Anfänger"
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#13 fReady
23.8.12, 15:58
@Oma_Duck:

Keine ganzen 70 Jahre...

Tatsächlich atmen Kleinkinder von Natur aus richtig, nämlich aus dem
Unterbauch heraus, quasi Zwerchfellatmung...

Sie atmen mit dem gesamtem Oberkörper aktiv...

Daher können diese Handvoll Menschen auch gefühlt stundenlang schreien, ohne dabei scheinbar Luft holen zu müssen...

Im Laufe der Heranentwicklung passen sich Körper und Atmung in der Regel den sich entwickelnden Bewegungsarten an und enden aus Bequemlichkeit in der sogenannten "Schulterhochatmung".

Heißt: Der Oberkörper streckt sich aus falscher Gewohnheit, schafft der Lunge aber an sich keine zusätzliche Ausdehnungsfläche mehr.

Im Laufe der Zeit nimmt daher das natürliche Lungenvolumen schlicht und einfach ab.

Das mag im gewohnten Tagesablauf weniger auffallen, oder sich ggf. auf das Alter abschieben...

Tatsache aber ist, dass sich die Lunge letztendlich wie ein Muskel schlichtweg durchaus trainieren lässt, oder aber bei Nichtbeachtung zum Verkümmern neigt...

Und gerade ab 45 fördert jeder Sauerstoffimport mehr über die Lunge ins Blut die Lebensqualität erheblich.

Ich habe mich als ehemaliger Kettenraucher auch erst sehr viel zu spät damit beschäftigt, und hätte mich als Sänger damit beinahe selbst gelyncht.

Aber ich sehe durch diverses, flexibles, und vor allem unvoreingenommenes Atemprogramm Woche für Woche ein durchaus "fitteres" Leben...
#14
23.8.12, 16:10
könnte eine Erklärung sein .... für die linke Gehirnhälfte:-)))

Aber wer weiß schon ob er richtig atmet, wenn man es nicht anders kennt?

Das kann man auch noch im "hohen Alter" lernen, aber Niemand muss müssen!:-)))
#15 jojoxy
24.8.12, 11:01
danke für die erklärung, aber in meinen anatomievorlesungen habe ich gehört, dass das atemzentrum im sog. nachhirn im verlängerten rückenmark liegt, welches teil des die primitiven lebensfunktionen regelnden stammhirn ist und nicht in den großhirnhälften. letztere werden z.B. durch den gebrauch beider hände angeregt, aber das gilt nicht für alle paarig angelegten körperteile und funktionen.
#16
24.8.12, 18:03
Ich hab das während des Lesens gerade gemacht. Und fühle mich entspannter. Irgendwie kommt die Luft bei mir durch die Nasenlöcher nicht so "gerade" raus. Aber das gezielte abwechselnde Atmen "öffnet"?? oder stärkt ... die Nasenflügel wohl. Auf jeden Fall werde ich das mal längere Zeit machen....
#17
27.8.12, 10:00
@Frau-Lich: bitte gerne.
#18
27.8.12, 10:03
@Frau-Lich: Ja, es wirkt schon ein wenig "eigenartig", ich weiss, es brauchte oft einige Überzeugungskraft bei Anderen, aber die Wirkung ist genial. Alles Liebe
#19
27.8.12, 10:07
@Oma_Duck: Schönen Vormittag: Nur kurz, es gibt kein "richtiges" und kein "falsches" Atmen. Je nach Leben und Situationen wird die Atmung immer wieder in jedem Augenblick IM NACHHINEIN nachjustiert. Es war einfach so, und jetzt ist es eben anders. Ich wünsche Ihnen viel Spass beim Üben und das Sie einen guten Kurs finden, oftmals gibt es auch sehr gute Angebote bei Atem-Stimm und Sprechtrainigen. Alles Liebe
#20
27.8.12, 10:09
@Lichtfeder: Das liegt bei Ihnen. Wenn Sie zufrieden, gesund und glücklich sind, dann passt alles, und Sie sich in Ihrem Körper und mit sich selbst wohlfühlen. Das wichtigste ist für mich, zu wissen wie es mir geht. Alles Liebe
#21
27.8.12, 10:42
@KAKOKU,

habe ich etwas gegen Ihren Tipp gesagt? Im Gegenteil!

Sie haben den Tipp und die gestellten Fragen sehr gut erklärt, was hier im Forum schon ein Kunststück ist.

Ich praktiziere täglich Atmen-Übungen und weiß um die Wirkung.

Wollte mit meinem Kommentar nur darauf hinweisen, wie sinnvoll Atem-Übungen, welche auch immer, auch noch im Alter sind, wenn Frau/man sie auch regelmäßig macht/tut...

Ihr Tipp ist sehr gut ... wirkt 100%tig positiv .... halt nur bei denjenigen, welche die Atem-Übung machen.... insofern war mein Kommentar Zustimmung pur.... LG
#22
27.8.12, 14:24
Danke den K.K.`s für die roten Daumen.
1
#23 Oma_Duck
28.8.12, 18:00
Dass das linke Nasenloch für die linke Gehirnhälfte, das rechte für die rechte "zuständig" sei, ist ein abwegiger Gedanke. Und zwar darum:

Die durch die Nase angesaugte Luft gelangt zunächst in die Luftröhre und wird dann, nach deren Gabelung, gleichmäßig auf beide Lungenflügel verteilt. Die Versorgung des Hirns mit Sauerstoff wird über den Blutkreislauf besorgt, von welchem Nasenloch der Luftsauerstoff aufgenommen wurde lässt sich dann nicht mehr feststellen und ist auch schei*egal.

Die Nasenlöcher sind paarig angelegt, aus gutem Grund - sonst würden wir beim leichtesten Schnupfen Atemprobleme kriegen, bzw. wären nur auf die Mundatmung angewiesen, die nicht optimal ist, weil in der Nasenhöhle die Außenluft "aufbereitet" wird (anwärmen, anfeuchten, Staubpartikel ausfiltern). Fast immer ist ein Nasenloch durchgängiger als das andere, wie jeder leicht testen kann. Läuft eines mit halber Kraft, wird das durch das andere ausgeglichen. Alles unmerklich und unbewusst, und das ist gut so - lebenswichtige Körperfunktionen sollen so ablaufen, das ist von der Natur so vorgesehen. Sich auf sie zu konzentrieren ist nicht nötig und kann sogar schaden.
Abwechselnd nur durch ein Nasenloch atmen ergibt somit keinen Sinn.
1
#24
28.8.12, 18:33
Man muss so einen Tipp wirklich würdigen. Bei Wiki "Nase" eingeben und schon hat man einen prachtvollen Zinken vor Augen, mit heraussguckenden Haaren.
Da wird auch was von "Nasenzyklus" angegeben.
Den Tipp an sich finde ich zwar bescheuert (Tampons in die Nase zu stecken) aber die ausführlichen Erklärungen und Kommentare sind toll. :)

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