Besser keine Online-Bewerbungen

Jetzt bewerten:
1,9 von 5 Sternen auf der Grundlage von

In Zeiten der allgemeinen Ver-E-Mailung schicken immer mehr Leute ihre Bewerbung auf elektronischem Weg. Das ist schön einfach und billig. Hat aber leider einige handfeste Nachteile:

1. Oft landet die Bewerbung im Spam-Filter der Unternehmen. Dann war alles für die Katz. Denn nicht jeder Personaler kämmt täglich seine 200 Spam-Mails durch.
2. Zur besseren Handhabung druckt der Personaler die Bewerbung doch aus. Dann landet dein tolles Anschreiben vielleicht auf popeligem Papier aus der hausinternen Zweitverwertung und wird mit einer rostigen Büroklammer notdürftig zusammengeschustert. Das sieht definitiv scheiße aus.
3. Die Versuchung, schnell mal per Mail einige Bewerbungen "rauszuhauen", ist auf diesem Weg auch viel größer. Und dann schickt man solche Standard-Mappen durch die Welt, die sofort auf dem Abgelehnt-Stapel landen, weil sie zu lieblos sind.

Also mein Tipp: In jedem Fall mindestens auch per Post verschicken (vorher natürlich schön ausdrucken, ordentlich korrekturlesen und angemessen verbriefmarken!).

Von
Eingestellt am

25 Kommentare


#1 Jan Kleemann
11.7.06, 14:05
Falscher Titel.
E-Mail != online

Per E-Mail _ungefragt_ Bewerbungen zu schicken ist in der Tat nicht so schlau, kann aber trotzdem klappen.

"Online Bewerben" heisst in Deutschland meistens sich per Web-Formular des Unternehmens zu bewerben. Aber auch dann kann es per Mail geschehen, falls die Firma das so wünscht.

Dass man seinen Lebenslauf in die großen Online-Portale (Monster, Jobware, Arbeitsagentur, etc.) eingestellt, ist sowieso Pflicht. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die Firmen bzw. die Headhunter dort sehr aktiv nach Bewerbern suchen.

Zum Thema Offline vs. Online Bewerbung generell:
Es hängt stark von der Branche ab, aber zumindest im Ingenieur-Bereich wird zu 90% eine Online-Bewerbung bevorzugt.
Spart nämlich Zeit und Geld auf beiden Seiten.
#2 HoneyBee
17.7.06, 09:41
Hallo Shorty,

hmm ich bin "nur" ein Mädchen, aber meine Erfahrung ist eine ganz andere. Ok ich bewerbe mich täglich wenn es geht, sonst krieg ich auch Ärger mit der Agentur für Unfähigkeit.

Und meine E-Mail-Bewerbungen sind erwünscht, da ich meistens
a) mir den entsprechenden Ansprechpartner nennen lasse, so er nicht bereits in der Ausschreibung genannt ist,
b) schau mal bitte genau in die Ausschreibungen, da steht heute fast immer "Ihre Bewerbung senden Sie bitte per E-Mail an ...
c) jeder Personaler der KEIN Papier kriegt, freut sich, so kann er selbst entscheiden, ob die Bewerbung für ihn interessant ist und wenn sie es ist, dann kann er sie noch immer ausdrucken.

Ach ja und ich hab auf meine E-Mail-Bewerbungen ein besseres Feedback, als auf die wenigen Papierbewerbungen, da die Unterlagen direkt da sind und ich deswegen auch häufig zu VGs eingeladen werde. Überlege mal den Zeitaufwand einer Papierbewerbung, du liest die Zeitung, dann setzt du dich an den PC und schreibst, änderst, stellst Satz um, das ist alles noch ok. Aber dann druckst du aus, lässt es evtl. gegenlesen, packst das alles in eine Mappe und dann in den Briefumschlag, bringst den zur geschlossenen Post, die hat ja meistens zu, wenn man eine Briefmarke braucht *lach*, und dann ist deine Bewerbung 1-2 Tage unterwegs. Dort läuft sie dann nochmal einen halben Tag durch die Firma, bis sie beim Personaler ist (ich hab als Assistentin in dem Bereich bereits gearbeitet) und dann landet sie wie zig andere auf, erst mal auf einem Stapel, der u. U. durch eine studentische Hilfskraft vorsortiert wird nach den Angaben des Personalers. Eine studentische Kraft weiß nicht immer, was so zwischen den Zeilen steht.

Aber gut, darf jeder halten wie er möchte, ich präferiere weiterhin online- bzw. E-Mail-Bewerbungen.

Have a nice day
#3 Shorty
17.7.06, 14:21
Hallo HoneyBee,

keine Frage, es kann manchmal besser sein, eine Online-Bewerbung zu schicken, gerade bei Jobs, die mit IT zu tun haben. In jedem Fall würde ich mich dann aber erkundigen, ob sie auch angekommen ist. Da traue ich der Schneckenpost doch noch eher über den Weg.
Und natürlich ist es auch billiger und schneller. Aber wenn man im Zeitraum von ein bis zwei Wochen bleibt, ist es doch relativ egal, wann das dort ankommt.
Insgesamt gibt es meines Erachtens keinen RICHTIGEN Weg. Deshalb habe ich ja auch beides empfohlen ...
#4
31.8.06, 01:38
Es gibt Unternehmen, die *verlangen* ausdrücklich elektronische Bewerbungen. Und davon gibt es heutzutage nicht wenige. Und einmal eine ordentliches Bewerbungs-PDF erstellt, ist auch kein "liebloses Massengemaile" vorhanden. Meine Erfahrung...
#5 knudhanssen
14.9.06, 00:42
Mein Tipp für Bewerbungen an kleine und mittelständische Unternehmen, die noch kein Web-Formular besitzen:

Bewirb Dich mit Anschreiben als E-Mail-Text, Lebenslauf als ngehängtes pdf-Dokument mit Links zu den Zeugnissen, die ihr auf Eurem privaten Webspace abgelegt habt. (natürlich ohne Links zu anderen Webdokumenten, dann kommen keine Crawler).

So erhält der Personaler lediglich ein Dokument zum öffnen und sein Posteingang ist nicht so voll ;-) Und Du hast schon mal gezeigt, dass DU ordentlich mit Ressourcen umgehen kannst...
#6 Dennis
3.10.06, 22:54
E-Mail-Bewerbungen haben aus Sicht der Unternehmen auch den Vorteil, dass Kosten gespart werden können, indem die Rücksendung nicht relevanter Bewerbungen entfällt....
#7
4.10.06, 00:43
dennis:
"indem die Rücksendung nicht relevanter Bewerbungen entfällt...."
süß *g*
die entfällt auch im papierverkehr, mein lieber...
#8 Schnabbel
27.11.06, 12:53
Die meisten Unternehmen fordern heute eine Online-Bewerbung (per Online-Formular). Die Einträge werden in einer Datenbank gespeichert und sind einfacher zu handhaben. Darauf solltet Ihr schon noch eingehen. Denn darauf mit ner schriftlichen Bewerbung zu kommen ist fahrlässig.
#9 Joachim S
8.1.07, 22:10
Ich denke, es kommt auf's Unternehmen sowie die Position an, auf die man sich bewirbt. Ist eine Stelle ausgeschrieben inkl. eMail Adresse ist das ein Hinweis darauf, sich online zu bewerben. Aber nicht zig Anhänge, sondern am besten als 2-3 pdf.
#10
27.3.07, 02:20
Nun ja - da kann man geteilter Meinung sein, solange das Unternehmen noch die Bewerbung per Post annimmt ja, aber mehr und mehr Firmen gehen auf die elektronische Art der Bewerbung über und nehmen gar keine schriftlichen Bewerbungen mehr an.
Generell gilt dass keine Bewerbung mal eben so rausgehauen werden sollte, auch eine E-mail will überlegt formuliert werden...
#11 Katinka
23.4.07, 14:45
Der Trend geht meiner Ansicht nach total zu online Bewerbungen. Bei einigen Firmen kann man sich sogar nur noch online bewerben. Daher finde ich diesen Tipp nicht so hilfreich.
#12 Thommy
31.8.07, 14:44
Also meiner Meinung nach ist dieser Tipp von Shorty aus längst vergangenen Zeiten. Wenn eine Mail-Adresse angegeben ist, ist es den meisten Unternehmen und deren Personalern wesentlich lieber, die Bewerbung per Mail zu bekommen.

Warum ist auch ganz einfach:

1. Keine Verpflichtung zur teuren Rückversendung bei Ablehnung des Kandidaten.

2. Einfache Weitergabe im Unternehmen.

3. Kein unnötiger Papierkram bei unbrauchbaren Bewerbungen.

Auch meine Erfahrungen gehen in diese Richtung. Fast allen Personalern war eine Bewerbung per Mail lieber.
#13
1.9.07, 21:00
Ich arbeite bei monster.de und weiß das über 70%der Bewerbungen online reinkommen,also ist dieser Tip für die Katz
#14
8.9.07, 23:08
Hej

Ich war jetzt gerade ein halbes Jahr Supporterin bei einer Personalabteilung. Wir haben in einem halben Jahr 250 Mitarbeitende eingestellt und ich etwa 4'000 Bewerbungen durchgesehen.

In Zukunft wird man nur noch online rekrutieren. Also: besser jetzt lernen, wie man auch online tolle Bewerbungen schreibt.

Das Handling für die Personaler - ob Ausdruck oder nicht - ist sehr viel einfacher bei elektronischen Bewerbungen.

Die Kommunikation wird schneller, der Prozess wird günstiger und effizienter.

Bitte bringt nicht solche falschen Tipps hier rein! Papierbewerbungen sind Auslaufmodelle.

Gruss,
eure Tabea.
#15 Quax
9.9.07, 16:12
Es gibt Unternehmen die keine Postbewerbungen mehr haben wollen. Darüber schon einmal nachgedacht? Ich arbeite selber in einem solchen Unternehmen und habe meine Stelle auch durch eine Onlinebewerbung bekommen. Vielleicht ist es auf dem "Land" so, dass man alles per Post haben will! Bei uns in München nicht.
#16 nocarrier.de
23.10.07, 20:09
Ich habe schon eine Email bekommen "Bewerbungen in schriftlicher Form könnenleider nicht berücksichtigt werden. Bitte schicken Sie Ihre Unterlagen per Email" Es geht also auch anders herum. Wenn die Firma bewußt Bewerbungen per Email anbietet sollte man es auch nutzen.
#17
3.12.07, 17:30
Die meisten Unternhemen wollen nur noch Online-Bewerbungen!
Man sollte auf gar keinen Fall -wie es in diesem Tip steht- eine Bewerbung auf dem Postwege schicken, wenn online erwünscht ist. die mesiten Unternehmen nehmen gar keine Bewerbungen per post mehr an und noch dazu total genervt, wenn man sich schon beim allerersten Kontakt nicht an die rahmenbedingungen halten kann!
#18 Schmidda
28.5.08, 11:16
Zu pauschal..
Sicherlich sollte man die Anschreiben entsprechend verfassen, da gebe ich Shorty recht. Aber eine Email an Bewerbung@meineNeueFirma.de ist durchaus zulässig und auch erwünscht. Also ruhig mal trauen
#19
2.6.08, 21:06
1. Ich habe bis vor kurzem lange nach einer neuen Stelle gesucht und sehr viele Mappen NIE wieder gesehen. Teuer und ärgerlich. Das Feedback war auf online Bewerbungen mindestens genauso groß wie auf die herkömmlichen.

2. In meiner neuen Stelle hatte ich nun auch mit der Bearbeitung von Bewerbungen zu tun, nicht in einer großen Personalabteilung, sondern einfach als normale Büroangestellte. Diese Mappen sind soo mühsam. Es ist viel angenehmer, die interessanten Dokumente anzuklicken, auszudrucken und ggf, zu kopieren als diese Mappen auseinander und wieder zusammenzubauen.

Tipp: Zeugnisse als ein PDF verschicken (geht mit free pdf kinderleicht - freeware) und Anschreiben und Lebenslauf auch als PDF verschicken.
#20 jph
25.6.08, 17:59
Na ja ganz ehrlich, aber ich halte diese Empfehlung für ziemlichen Quatsch. Wenn du dich bei großen Unternehmen bewirbst, ist nämlich genau das Gegenteil der Fall. Entweder du gibst die Daten in eine Online-Maske ein, dann landen die sicher nicht im Spamfilter und wenn du dich direkt per Mail bewirbst und der Betreff nicht gerade die Begriffe von potenzstärkenden Mittelchen enthält, sollte jeder im professionellen Kontext verwendete Spamfilter merken, dass diese Mail kein Spam ist.

Aber dann geht es ja erst richtig los. Was passiert mit einer Papierbewerbung? Die wird eingescannt. Kurz Schief auf den Scanner geschmiessen und ab ins PDF. Sieht natürlich dann grandios aus. Also ich bevorzuge doch eindeutig ein professionell gestaltetes PDF und überzeuge damit beim ersten Eindruck, bei jedem der es im Unternehmen sieht. Wer es dann ausdruckt um es mit ins bewerbundgespräch zu nehmen, der hat auf jeden fall mein PDF im Hinterkopf und ggf. kann man demjenigen auch noch eine edel ausgedruckte fassung mitbringen...
#21 Jule
27.6.08, 19:53
Der Tip ist Murks. So bewerben wie es das Unternehmen in der Anzeige wünscht. Also ich arbeite in einer Position in der ich Bewerber auswähle und freue mich über jede e-mail Bewerbung. Post heißt, dass sich Briefumschläge und Mappen in meinem Büro stapeln. Überleg mal wieviel Plastik sich da ansammelt ,wenn man im Quartal so 45 Leute rekrutiert und das sind ja nur die , die genommen werden. Ausserdem kann man bei Leuten die einen interessieren gleich schön auf die Antworttaste gehen. Und Bewerbungen von Interesse werden hausintern weitergemailt. Ausgedruckt wird sowieso nur wer in frage kommt und das auf ordentlichen Papier.
#22 Personalkaufmann
8.10.08, 12:35
Ganz ehrlich, wenn der Personalbearbeiter so einen beschissenen Spamfilter hat, macht er von vorner herein was flasch und die Bewerbung hat sich eh nicht gelohnt ;)
#23 Schwaller
24.7.09, 09:43
Wichtig bei Online-Bewerbungen ist noch eine "seriöse" E-Addy zu haben... wenn der Personaler eine E-Mail von z.B. "Kleines-Miststück@xyz.de" erhält ist es weniger förderlich als wenn die Mail von "Melanie_Mustermann@xyz.de" kommt...

Was mich interessieren würd... muss/soll man die dann auch "unterschreiben" also mit eingescannter Unterschrift? Bei PDF kann der Personaler die Mail ja (normal) nicht einfach "zerpflücken" und die Unterschrift mißbrauchen... oder?
#24 Oli
22.2.10, 11:07
@Schwaller:

Theoretisch ist das möglich und bisher habe ich meine Unterschrift aus diesem Grund auch noch nicht gescannt.
Allerdings könnte jemand, der Deine Unterschrift missbrauchen will, das auch mit einer Unterschrift auf Papier tun, indem er sie einfach selbst einscannt.
Da das jedoch einen Arbeitsschritt mehr, sprich also auch eine Hemmschwelle mehr enthält, erscheint mir eine Online-Bewerbung ohne digitale Unterschrift eine Winzigkeit sicherer.

Eine weitere Frage ist: Wird eine digitale Unterschrift in Online-/Email-Bewerbungen überwiegend erwartet oder nicht?
Dieses Thema habe ich mal geoogelt und in den meisten Berwerbungsratgebern stand, dass das Vorhandensein einer digitalen Unterschrift nicht von Bedeutung sei.
Aber auch hier gilt: Ist man sich unsicher, ruft man am besten im Unternehmen an und erkundigt sich, ob es ausdrücklich erwünscht ist. Möchte man nicht anrufen aus Angst, mit dieser Frage unangenehm aufzufallen, kann man sich auch Stellenanzeigen von anderen Unternehmen der Branche raussuchen, auf die man sich aber nicht bewerben möchte und dort anrufen. Oft sind die Ansprüche ja branchenintern ähnlich.
#25 Oli
22.2.10, 11:09
@Schwaller:

Auch ein PDF kann man "zerpflücken" über die Schnappschussfunktion (sofern das PDF nicht entsprechend gesichert ist, das geht glaub ich auch, aber ich glaube nicht mit der freien Version).

Verfasse einen Kommentar

Emojis einfügen