Die Natur liefert Blüten, Wurzeln, Rinden, Früchte, Pflanzen und Kräuter, die wirkungsvoller als manche Tabletten sind.

Das Heiltee-ABC: Teesorten von Anis bis Zitronengras

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Das Heil-Tee ABC – von Anis bis Zitronengras – gibt einen kleinen Überblick, welcher Tee für welche Beschwerden und Zipperlein optimal ist.

Wenn der Bauch schmerzt, es im Hals kribbelt, Blähungen oder Durchfall plagen, Übelkeit sich breit macht oder Heiserkeit auftritt, wird oft vorschnell zu Medikamenten gegriffen. Dabei ist gegen so ziemlich alles ein Kraut gewachsen. Die Natur liefert Blüten, Wurzeln, Rinden, Früchte, Pflanzen und Kräuter, die wirkungsvoller als manche Tabletten sind. Für fast jedes Zipperlein gibt es den entsprechenden Heil-Tee. In meinem kleinen Heil-Tee ABC – von Anis bis Zitronengras – werden einige der beliebten und bewährten Sorten aufgeführt.

A wie Anis

Anis-Tee hilft hervorragend, wenn Blähungen und Krämpfe auftreten. Die ätherischen Öle sorgen dafür, dass sich der Magen schnell beruhigt. Nicht nur bei Verdauungsstörungen kann der Heil-Tee aus Anis getrunken werden, er wirkt sich auf viele Körperfunktionen positiv aus. So regeneriert Anis-Tee den Blutkreislauf, unterstütz die Herztätigkeit und stärkt die körpereigenen Abwehrkräfte. Anis-Tee wirkt gesundheitsfördernd bei Erkrankungen der Atemwege.

B wie Bärentraubenblätter

Bärentrauben werden im Volksmund Steinbeeren, Moosbeeren, wilder Buchs oder Harnkraut genannt. Die Blätter der Bärentraube, die zur Familie der Heidekrautgewächse zählt, können zu einem Heil-Tee verarbeitet werden. Tee aus Bärentraubenblättern hilft bei hartnäckigen Harnweginfektionen, als auch bei chronischer Reizblase. Die Gerbstoffe und Arbutin besitzen eine desinfizierende und antibakterielle Wirkung.

C wie Catechine

In grünem und weißem Tee ist Catechine in großen Mengen enthalten. Diesen Stoffen wird nachgesagt, dass sie der Entstehung von Krebs positiv entgegen wirken und das Risiko senken, an Herz-Kreislauf-Störungen zu erkranken und Schlaganfälle verhindern. Außerdem soll Catechine-reicher Tee bei Männern den Abbau von Körperfett und MDA-LDL fördern.

D wie Damiana

Damiana Tee beruhigt, lindert Stresssymptome und stärkt zugleich die Nerven. Die Blüten des Heiltees stammen von der mexikanischen Passionsblume. In Mexiko ist das Heilkraut unter dem Misibcoc bzw. Chac-Mixib bekannt. Ein Heil-Tee wird aus Damiana-Blättern zubereitet. Er soll überdies wirksam bei Infektionskrankheiten und Erkältungskrankheiten sein und überdies Erkrankungen der Blutgefäße heilen können.

E wie Eisenkraut

Ein Heil-Tee aus Eisenkraut sorgt bei Völlegefühl für rasche Linderung und regt die Galle an. Deshalb sollt er unmittelbar nach einer reichhaltigen Mahlzeit getrunken werden.

F wie Fenchel

Schon seit langem ist bekannt, das Fencheltee eine beruhigende Wirkung hat und deshalb ideal bei verdorbenen Magen, Magenbeschwerden und Durchfall ist. Selbst Babys vertragen den heilenden Fencheltee.

G wie Goldrute

Wer des Öfteren an Harnwegsinfektionen leidet oder eine Reizblase hat, kann mit einem Heil-Tee aus Goldrute Besserung erzielen. Dafür sorgen die Flavonoide (Farbstoffe) als auch Bitterstoffe der Goldrute. Korbblütler-Allergiker sollten jedoch auf diesen Heiltee verzichten.

H wie Holunder

Holunderblütentee ist ein wirksames Mittel bei Halsentzündungen und Erkältungskrankheiten. Der Heil-Tee aus Holunder bringt die Durchblutung in Wallung. Er heizt von innen kräftig ein und kann sogar zum Gurgeln verwendet werden.

I wie Ingwer

Ingwer ist keinesfalls nur in der Küche beliebt. Als Tee ist die asiatische Wurzelknolle ebenfalls genießbar und sorgt zudem davor, dass Übelkeit (sogar Reiseübelkeit) schnell wieder verschwindet. Schwangere Frauen und stillende Mütter sollten allerdings auf Ingwer-Tee verzichten. Ebenso Menschen, die Blutgerinnungsmittel einnehmen müssen.

J wie Jasmin

Zart duftet der Jasmin, aus dessen Blüten sich ein wohl schmeckender Heiltee herstellen lässt. Wer unter Nervosität leidet, nervlichen Anspannungen, sollte Jasmin-Heil-Tee trinken. Er wirkt wunderbar entspannend.

K wie Kamille

Kamillentee ist ein Klassiker. Heil-Tee aus den Blüten der Kamille kann bei den unterschiedlichsten Beschwerden getrunken werden. Er lindert Magen- und Darmbeschwerden, hilft bei Koliken und Durchfall. Darüber hinaus kann Kamillentee bei Zahnfleischentzündungen zum Gurgeln verwendet werden

L wie Lindenblüten

Schon unsere Vorfahren wussten Lindenblüten-Tee sehr zu schätzen. Vor allem bei fieberhaften Erkrankungen vollbringt der Heil-Tee aus den Blüten der Linde wahre Wunder. Die fiebersenkende Wirkung des Lindenblütentees ist unschlagbar.

M wie Mate

Ein natürlicher Appetitzügler ist Mate. Wer abnehmen möchte, kann getrost zu Mate-Tee greifen, der in Südamerika sehr beliebt ist. weil er den Appetit bremst und Hungergefühle im Keim erstickt.

N wie Nelken

Als verdauungsanregendes Gewürz ist die Nelke bekannt. Nelken können allerdings auch für einen Heil-Tee verwendet werden. Nelken-Tee soll Kopfschmerzen vorbeugen.

O wie Odermenning 

Der Heiltee aus Odermenningkraut ist ein wirkungsvolles Mittel gegen Durchfall. Wer unter Hauterkrankungen leidet, kann aus dem Odermenning-Heil-Tee Umschläge machen. Ebenso kann er bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum angewendet werden.

P wie Pfefferminze

Pfefferminze-Tee ist zwar nicht jedermanns Geschmack, dennoch ist er sehr hilfreich. Das enthaltene Menthol beruhigt bei Übelkeit und Magenkrämpfen. Bei Blähungen und Bauchschmerzen hat sich der Heil-Tee aus Pfefferminze gleichwohl oft bewährt. Nicht nur innerlich wirkt Pfefferminze. Bei Atemwegsbeschwerden kann ein Dampfbad über einem Topf gemacht machten. Einfach ein Handtuch über den Kopf stülpen und die Dämpfe des heißen Pfefferminztees inhalieren.

Q wie Quecke

Die zur Pflanzengattung der Süßgräser-Familie gehörende Quecke besitzt Wurzeln, die eine positive Wirkung auf die Atemwege haben und diese stärken. Ein Heil-Tee aus der Haargerste ist reizlindernd und kann auch getrunken werden, um die Unterstützung der Nierenausscheidungsfunktion zu gewährleisten. Bei akuten Nierenerkrankungen oder Herzerkrankungen sollte der entwässernde und entschlackende Quecken-Tee nicht getrunken werden.

R wie Rosmarin

Allgemein findet Rosmarin in der Küche bei vielen Gerichten Anwendung. Die geschnitten Rosmarinblätter können allerdings auch als Tee aufbereitet werden. Der Rosmarin-Heil-Tee stärkt und kräftigt die Herz-Kreislauffunktion, wirkt unterstützend bei der Fettverbrennung und fördert die Verdauung.

S wie Salbei

Die antibakterielle, zusammenziehende, schweißhemmende und pilzfeindliche Wirkung macht Salbei zu einem hervorragenden Heilkraut. Salbei-Tee kann bei Entzündungen des Rachen- und Mundraumes getrunken werden, da er schnelle Linderung herbeiführt. Frauen in den Wechseljahren, die unter Hitzewellen und Schweißausbrüchen leiden, können ebenfalls zu Salbei-Heil-Tee greifen, der in dem Fall die übermäßige Schweißproduktion hemmt.

T wie Thymian

Thymian ist nicht nur eine Gewürzpflanze, sondern gleichwohl eine Heilpflanze, die bedenkenlos als Tee verwendet werden kann. Thymian-Heil-Tee ist eine unschlagbare Waffe gegen Husten. Der Heilpflanze wird eine antibakterielle, beruhigende aber zugleich anregende, desinfizierende, blutstillende und entzündungshemmende Wirkung nachgesagt. Thymian-Heiltee wirkt ebenso krampflösend und schleimlösend. Er lindert Schmerzen und ist schweißtreibend. Bei Halsentzündungen, Keuchhusten, Bronchitis, Erkältungskrankheiten und Heiserkeit hilft Thymian-Tee.

U wie Ulme

Die Ulme ist ein Baum, der leider immer weniger vorkommt und daher vom Aussterben bedroht ist. Ulmenrinde ist ein traditionelles Heilmittel. Sie wirkt bei Entzündungen im Mund- und Rachenbereich, als auch bei Problemen der Verdauungsorgane. Ein Heil-Tee aus der Rinde der Ulme kann bei Magenschleimhautentzündungen und Durchfall getrunken werden. In verdünnter Form (als Spülung oder Gurgellösung) hilft Ulmenrindentee Entzündungen im Mundraum zu verbessern.

V wie Veilchen

Veilchen sind kleine Blumen mit violetten Blüten, die in der Antike als heilig galten. In der Naturheilkunde haben Veilchen einen hohen Stellenwert. Dass die zarten Blüten als Heilkräuter gute Dienste leisten, mag kaum jemand glauben. Für die Zubereitung eines Veilchen-Heiltees können sowohl die Wurzeln als auch das blühende Kraut zum Einsatz kommen. Veilchen-Tee verschafft bei chronischer Bronchitis Linderung und hilft bei leichten, rheumatischen Beschwerden. Ein Tee aus den Blättern des Veilchens schafft bei Verstopfung Erleichterung.

W wie Weidenrinde

Weidenrinde ist das „Aspirin aus der Natur“. In der Rinde der Weide ist Salicin enthalten, was Kopfschmerzen schnell verschwinden lässt. Weidenrinden-Tee senkt zudem Fieber und sorgt bei Rheuma-Beschwerden für Linderung. während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte auf Weidenrinden-Heil-Tee verzichtet werden.

X wie Xanthoxylum

Xanthoxylum ist ein Gelbholzbaum der vorwiegend in Asien und Nordamerika wächst.  Als Heil-Tee aber auch als Tinktur entfalten die heilenden Kräfte des Xanthoxylum ihre Wirkung. Ebenso hilfreich sind Umschläge und Bäder, wenn es darum geht Hexenschuss zu lindern, Rheumabeschwerden oder Hautkrankheiten. Bei Blähungen und Verdauungsschwäche kann ein Xanthoxylum-Tee schnell für Besserung sorgen. Er wirkt antiseptisch, krampflösend und anregend.

Y wie Yogitee

Gleich mehrere Gewürze sind es,  aus denen einen Heil-Tee der besonderen Art entsteht. Der sogenannte Yogitee. Hierfür kommt eine indische Gewürzmischung zum Einsatz, die aus Ingwer, Pfeffer, Kardamom, Nelken und Zimt besteht. Yogi-Tee wärmt den Körper von innen und wirkt zugleich belebend, weshalb er im Winter ebenso getrunken werden kann wie im Frühling, wenn die Frühjahrsmüdigkeit sich breit macht.

Z wie Zitronengras

Aus der asiatischen Küche ist Zitronengras nicht wegzudenken. Allein der Duft ist himmlisch. Deswegen ist ein Tee aus Zitronengras auch sehr heilsam. Er wirkt sich entspannend auf Körper und Seele auf. Zudem ist Zitronengras-Tee krampflösend und entfaltet deshalb bei Unterleibsbeschwerden / Menstruationsbeschwerden seine Wirkung voll und ganz.

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3 Kommentare


#1
2.3.17, 23:02
Sehr interessante Aufstellung. Vieles sagt mir nichts und ich werde es niemals brauchen bzw. zubereiten, aber mit Sicherheit hilft es den ein oder anderen.
#2
7.3.17, 09:11
Hey 😉

3 Der oben genannten klingen sehr interessant, und ich werde diese auf jeden Fall ausprobieren. 😉
1
#3
1.5.17, 16:49
@BettenAnne: Wie sagt man? Für jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen. Einfach ausprobieren. Kann ja nicht schaden, nur helfen.

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