Die perfekte Nähmaschinennaht

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Mit diesem Tipp kann man eine perfekte Nähmaschinennaht hinbekommen: denn Nähen kommt es nicht nur auf das Garn, die Nadel, die Fadenspannung oder den Nähfußdruck u.v.a.m. an, sondern auch darauf, die Nähte nach dem Nähen perfekt zu "bearbeiten". Ich höre schon manche sagen: Das ist mir aber zu viel Arbeit, doch einige andere interessiert mein Tipp vielleicht dennoch, weil "hässliche" Nähte ein schlimmer Blickfang sein können, besonders an dicken Stoffen/ Kanten, z.B. bei den Rändern aufgesetzter Taschen.

Wenn eure vorliegende Näh-Arbeit keine Patchworkarbeit ist, dann

Von der linken ("falschen") Stoffseite her die Nahtzugaben zusammengefasst (d.h. so, wie sie nach dem Steppen sowieso liegen) pressen, d.h. das Bügeleisen nicht wie gewohnt hin- und her gleiten lassen, sondern auf einer Stelle ein paar Sekunden drücken - hochheben - an der nächsten Stelle drücken... Dann die Näharbeit so drehen, dass die Nahtzugaben von der entgegengesetzten Seite her (aber immer noch auf der linken Stoffseite) ebenfalls gepresst werden.

Immer noch von der linken Stoffseite aus: Die Nahtzugaben jetzt erst auseinanderfalten, mit der Hand ein wenig flach drücken und die eigentliche Naht noch einmal pressen.

Zuletzt von der rechten (hübschen - richtigen) Stoffseite her entlang der Nahtlinie ein letztes Mal pressen, dazu bei empfindlichen Stoffen ein feuchtes Tuch zwischen Stoff und Bügeleisen legen.

Zum Schluss ganz wichtig: Die Naht liegend insgesamt gut auskühlen und trocknen lassen!

Für diejenigen unter euch, die auch Patchworkarbeiten anfertigen, umfasst das Gestalten einer Naht nur Punkt 1(!): So sind Patchworknähte viel strapazierfähiger als auseinandergebügelte Nähte. Außerdem sind die Nahtzugaben bei dünnen und durchsichtigen Stoffen nur zur Hälfte zu sehen und beeinträchtigen das Gesamtbild nicht so sehr.

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Themen: Nähmaschine

5 Kommentare


#1 Aggie
24.10.12, 13:32
Hört sich zwar nach viel Vorarbeit an ... aber ich kann mir auch vorstellen, dass man damit eine gute Naht hinbekommt (will für eine blinde Freundin gerade eine Naht versetzten - und daher passt das Thema).
#2 trom4schu
24.10.12, 15:34
@Aggie: Will dich trösten: Das ist nicht viel Arbeit - nur das Erklären für dich/ euch:-) Dieser Umgang mit allen Nähten geht dir nachher superschnell und wie selbstverständlich von der Hand. Viel Erfolg beim Ausprobieren! Kannst gern nachfragen....
#3
5.11.12, 11:46
Ich kenne das als Dämpfen. Und zwar grundsätzlich mit einem gut nassen Tuch (Tuch nassmach und auswring) und relativ heißem Bügeleisen, je nach Stoff natürlich. So lange pressen, bis das nasse Tuch trocken ist. Danach liegend nachtrocknen, wie beschrieben. Allerdings mache ich diese Aktion nur einmal mit der schon auseinander gestrichenen Naht und von links.
#4 trom4schu
5.11.12, 13:17
@Mamaranne: Der erste Bügelgang auf den noch auf einander liegenden Nahtzugaben bewirkt, dass das Garn in den Stoff "versenkt" wird, die Naht also flacher wird und einfach besser aussieht - habe ich so von einer ausgebildeten Schneiderin gelernt übernommen...
#5
5.11.12, 22:10
merci, schon wieder was glernt
werd ich künftig auch so machen, hat meine Mutter (gelernte Damenschneiderin -angeb-;-)) von ihrer Chefin wohl nicht gelernt.

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