Dornfelder Zwetschgenkuchen

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Man kann auch einen anderen Rotwein nehmen, aber trocken und kräftig in der Farbe sollte er sein. Mit Traubensaft schmeckt der Kuchen völlig anders, um die Antwort auf eventuelle Fragen schon vorweg zu nehmen. Wer keinen Alkohol möchte oder wo Kinder mitessen - backt lieber was anderes.

Zunächst macht man einen Mürbeteig aus

  • 150 g Butter
  • 100 g Zucker
  • 250 g Mehl
  • 1 Eigelb

Zubereitung

  1. Alle Zutaten gut verkneten, eventuell etwas Mehl zugeben, falls der Teig klebt. Kühlen, bis die restlichen Arbeiten erledigt sind.
  2. 1 kg Zwetschen entsteinen  - da die Zeit jetzt schon vorbei ist, wo es frische Zwetschen gibt, kann man auch auf tiefgefrorene ausweichen oder auch die aus dem Glas nehmen, dann zwei Gläser gut abtropfen lassen.
  3. 1 Flasche (0,75 L) Dornfelder öffnen, davon etwa 200 ml abnehmen und den Rest zum Kochen bringen.
  4. Die 200 ml kalten Wein mit 100 g Speisestärke, 100 g Zucker, oder andere Süßmittel nach Belieben, 1TL Zimt und 1TL Nelken verrühren, zum kochenden Wein geben und unter Rühren kurz aufkochen lassen. So wie man einen Pudding kocht.
  5. Nun nimmt man den Teig aus dem Kühlschrank, kleidet damit eine 26-28 cm Springform aus (mit Rand!) und belegt ihn mit den Zwetschgen. Der heiße Weinpudding wird darüber gegossen.
  6. Der Kuchen kommt in den Ofen bei 180 ° Umluft, Backzeit ist etwa 50-55 Minuten.
  7. Nach dem Auskülen streicht man eine dünne Schicht steif geschlagene Sahne über die Oberfläche des Kuchens, mir reicht ein Becher Sahne dafür, ist aber natürlich Geschmackssache. Wer mag, kann auch noch ganz wenig Zimt darüberstreuen. Das ist ein köstlicher Winterkuchen, den ich mir letztes Jahr zu Weihnachten ausgedacht habe.

Ich gehe davon aus, dass der Alkohol zu einem beträchtlichen Teil beim Kochen und Backen verdampft, man muss jedenfalls keine Angst haben, einen Schwips zu bekommen, aber der Geschmack ist unvergleichlich!

 

 

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20 Kommentare


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#1
16.10.13, 03:20
Gespeichert :)
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#2 Internette
16.10.13, 07:43
So, jetzt muss ich mal ordentlich meckern.... hättest du das Rezept nicht eher einstellen können? ;-))))))))
Das liest sich super!!!
Freue mich jetzt schon auf's backen und genießen.

Danke*****
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#3
16.10.13, 08:07
ein ganz besonderes Kuchen-Rezept, ist für einen besonderen Anlass gespeichert ... danke für deine ****** Idee!
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#4 mayan
16.10.13, 08:20
@Internette: Hast ja recht - zur Zwetschgenzeit hatte ich irgendwie keinen Bock, Tipps einzustellen... ich friere immer viele ein und den Kuchen mach ich erst später im Jahr, weil die family findet, das ist ein Winterkuchen...
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#5 Internette
16.10.13, 09:23
@mayan - Ja, stimme dir zu.
Ich freue mich auch immer auf den leckeren Weihnachtslikör mit Pflaume und Zimt. Den gibt es auch erst ab Ende Oktober und davon ein Gläschen nach dem Genuß von Kaffee und Kuchen ist auch nicht schlecht. ;-)
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#6
16.10.13, 11:20
...na dann kann´s ja jetzt Winter werden. Danke für das originelle Rezept, ist schon gespeichert.
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#7 peggy
16.10.13, 11:32
@thokamafe:Es soll bitte noch nicht Winter werden, aber das Rezept habe ich mir auch gespeichert.
Dank an mayan!
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#8
16.10.13, 16:12
Auch gespeichert :-) danke
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#9 peggy
16.10.13, 16:29
Habe soeben eine Flasche roten Dornfelder gekauft. Leider muß den Kuchen mit geweckten Pflaumen machen, bin schon sehr gespannt.
Das Wochenende kann kommen!
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#10
16.10.13, 16:46
So ein Zufall, dass ich gestern auf unserem Wochenmarkt frische Zwetschen (späte Sorte, aus der Umgebung) gekauft habe... wollte eigentlich ein Kompott daraus kochen, aber jetzt hab ich doch mehr Lust auf Zwetschgenkuchen... :)
Danke für das Rezept!
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#11
16.10.13, 21:08
Dornfelder ist tatsächlich der beste Koch- und Backrotwein ... zum Trinken wiederum überhaupt nicht geeignet (also mir schmeckt der nicht)

die Pflaumenrotweinpuddingfüllung würde mir sicher auch ganz ohne den Kuchen drunter schmecken :o)
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#12 mayan
17.10.13, 09:15
@Agnetha: Klar schmeckt das auch ohne Kuchen ;o)
Jeder Dornfelder schmeckt anders - wenn du mal in die liebliche Pfalz kommst, mach eine Weinprobe, du findest garantiert auch einen, der dir schmeckt! Zum Trinken kaufe ich gern einen Barrique (im Holzfass ausgebaut), der schmeckt wunderbar.
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#13
17.10.13, 20:44
Danke für den Hinweis, liebe mayan ... ich wohne am Rande des Rheingaus und hier ist an guten Dornfelder nur schwer ranzukommen ... hier wird hauptsächlich Riesling angebaut und kleine Mengen Spätburgunder, beides Rebsorten, die überhaupt nicht meinen Weingeschmack treffen

ich sollte dringend mal die liebliche Pfalz besuchen ;o)
#14 xldeluxe
18.10.13, 22:04
8 Bleche habe ich in den letzten Wochen gebacken und jetzt kommt was mit Alkohol. Das ist doch genau mein Thema (wie nicht zu verheimlichen ist ;-)))

WO BEKOMME ICH DIE ZWETSCHGEN JETZT NOCH HER!!!?!?!?!?!?!?!? Mayan, du Luder ;-))))))))))))))
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#15 mayan
19.10.13, 16:23
@xldeluxe: Glas oder TK.... wenn du ganz dekadent sein willst, ich hab Weinpudding auch schon ganz ohne Obst gemacht, 2 Päckchen Puddingpulver Vanille oder Sahne auf 1 Liter Rotwein, Zucker nach Angabe auf dem Puddingpäckchen und ebenfalls mit Zimt und Nelken oder Lebkuchengewürz gewürzt. Auf Kuchen hab ich es noch nicht probiert - aber warum eigentlich nicht....
Das Ganze mit Süßstoff statt Zucker ist auch noch ein bisschen kalorienärmer, Genuss mit wenig Reue sozusagen! ;o)
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#16 peggy
2.11.13, 17:42
Hallo an alle,
nun stand mein Wein 14 Tage dumm rum und heute endlich habe ich mich zum Dornfelder-Kuchen aufgerafft.
Ich muß sagen er war nicht so einfach.
1. grübelte ich bei dem Mürbbodenrezept, ob da nicht villeicht Backpulver fehlt.
2. ein Eigelb, das war die ganze Flüssigkeit für das viele Mehl?aber ich habe Mayan vertraut und alles nach Plan vorbereitet.
Dann der Rotweinpudding...
Zimt und Nelken in die mit dem Stärkemehl und Zucker gefüllte Rotweinschüssel mischen..oh oh, ich hatte doch nur ganze Nelken, wie bekomme ich die dann aus dem Rotweinpudding wieder rausgefischt?Also habe ich sie dann in ein kl. Säckchen getan und mit dem purem Rotwein aufgekocht.
Nun den Teig plattdrücken, das war ne Kunst für sich.Da habe ich wohl 15 Min. gebraucht, denn mit der Rolle wollte es gar nicht gehen.
Pfläumchen auf dem Teig gelegt und den Pudding drübergegossen...oh weh, wo ist jetzt mein Nelkensäckchen? Ganz schnell mit dem Finger durch den pudding getastet und fündig geworden. Das wäre ja blamagel wenn es auf einem Tortenstück landet.
Nun 55 Min,in den Ofen.
Meine Küche roch wie eine Glühweinschenke,hoffentlich kommen nicht die Nachbarn zum aufwärmen.
Nun gut, zu 16 Uhr war alles ausgekühlt, 2 Becher geschlagene Sahne standen bereit und los ging es.
Geschmacklich echt gut, aber der Teig blieb ein warmer krümliger Teig.
Schau bitte noch mal zu dem Rezept,liebe mayan, fehlt da vielleicht doch etwas?
Und könnte man den Boden nicht separat in wenigen Minuten abbacken und dann die Obst-Puddingsschicht drauffüllen?
Ich möchte ihn ja gerne wieder machen, aber etwas besser.

LG peggy
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#17 mayan
2.11.13, 17:53
@peggy: Liebe Peggy, das tut mir leid, wenn es nicht optimal gelaufen ist! Aber ich mache den Teig genau so, nur mit Eigelb und ohne Backpulver. Ich hab nochmal in meiner Rezeptsammlung nachgeschaut, kein Fehler.... wenn du ein anderes Mürbteigrezept hast, mit dem du zurechtkommst, dann kannst du auch das nehmen, denn es ist ja wirklich nur der Boden, die Füllung macht ja den Geschmack! Oder du nimmst ein ganzes Ei statt des Eigelbs, vielleicht hält der Teig dann besser.
Den Boden vorbacken könnte man sicher auch - aber da ich das nicht mache, hab ich es nicht geschrieben.
Ah, und ich nehme gemahlene Nelken, um sie nicht rausfischen zu müssen ;o)
Nochmal, es tut mir leid, dass du so viel Arbeit hattest.
#18 peggy
2.11.13, 18:07
Es muß dir nicht leid tun, er hat uns doch gut geschmeckt , er war nur noch nicht reif für Gäste.
Mein Mann sagte, der Kuchen ist topp, nur ich war noch nicht zufrieden.
In der Adventszeit backe ich ihn ganz bestimmt wieder.

Ps. ich habe doch noch nie einen Mürbteigboden gebacken, da wird es Zeit, dass ich das lerne.
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#19 mayan
3.11.13, 13:27
@peggy: Du hast doch aber bestimmt schon Buttergebäck gemacht für Weihnachten? Auch den Teig kannst du nehmen- mengenmäßig angepasst natürlich ;o) oder du backst, in der Adventszeit, noch ein paar Plätzchen davon und verzierst den Kuchen damit.
Nur Backpulver (wovon eh höchstens eine Messerspitze voll an Mürbteig kommt) würde ich komplett weglassen. Der Teig soll eine dünne Schicht bilden und nicht aufgehen.
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#20 peggy
3.11.13, 14:12
@mayan: ja, danke , ich werde den nächsten Boden besser machen. Nun weiß ich auch mein Fehler, es waren die warmen Hände, die den Teig in Form gebracht haben.Da ich ungeübt war, dauerte es sehr lange.


pssst....für Plätzchen habe ich immer fertige Teigrollen gekauft, schäm.

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