Gemüsecurry als Resteverwertung

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Wer kennt das nicht - besonders als Single: Es sind übrig im Kühlschrank: 1 Kartoffel, 1 Karotte, 3/4 Peperoni (Paprika), 1 kleine Zuchhtti oder Aubergine oder sonst irgendwelche Gemüsereste.

In einem solchen Falle - egal welche Gemüsereste, außer Tomate (müsste man vielleicht probieren, denke aber, das passt wenig) - mache ich mir einfach und schnell ein "Gemüsecurry":

1) Restgemüse in kleine Stücke schneiden und in der Mikrowelle knapp (!) garen - lieber eine Spur zu hart als zu weich, da weiter gekocht wird (Kartoffel und Karotte etwas länger, Zucchetti etc. etwas später dazu, damit alles gleich gar). Wer dazu Reis mag, kann den gleich auch aufsetzen (Kochdauer beachten; wenn sie ca. 20 Min. beträgt, kann man ihn gleich aufsetzen)

(2) Wenn jemand Fleisch will kann man das auch in Würfel schneiden (Lamm, Poulet, Rind, Schwein) und gleich in der grossen Bratpfanne anbraten). es ist dann einfach kein reines Gemüsecurry mehr.

3) In einer grossen Bratpfanne 2 EL Currypaste (gibt es im Handel) anbraten, mit Wasser ablöschen. Wassermenge etwas mehr als eine Tasse. Besser mal zuwenig, man kann immer nachgiessen.Wer will, kann auch noch wenig (!) Orangensaft (auch Reste) oder Weisswein (reste) mitgeben.

4) 3-4 EL Kokospulver (gibt es im Handel) einrühren, ebenso ein wenig Bouillon in Körnern .

5) bisschen kochen 8sagen wir mal so 3 Minuten auf kleiner Flamme)

6) Gemüse aus der Mikro dazu

7) bisschen einkochen lassen (Saucenmenge beobachten, evtl. mehr Wasser?)

8) Mal versuchen. Abschmecken (mehr Bouillon, mehr Kokospulver mehr was auch immer ...). Dann kann man noch ein wenig asiatisch aufmotzen (nur wenn man hat: Raspel von Zitronengras, Kefirlimonenblätter, Ingwer). Kefirlimonenblätter, Zitronengras und Ingwer kann man im Tiefkühlfach einfrieren und bei Bedarf mit der Raffel darüberraspeln, geht prima, da gefroren).

FERTIG!

Ich mach mir das öfter zu Wochenbeginn, wenn ich Gemüse übrig habe. Ganz asiatisch ist es natürlich nicht - aber schmeckt prima und geht etwa 20 Minuten. Im Vorrat habe ich immer Currypaste (die Grüne im Glas) und Kokosmilchpulver. Diese Dinge lassen sich sehr lange lagern. Die Paste auch geöffnet im Kühschrank.

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3 Kommentare


#1 Fraefrae
14.9.06, 09:49
Ich hab hier nun 28 Stimmen - offenbar mehrheitlich positiv, aber keinen Kommentar ... Übrigens: Es ist KokosMILCHpulver, nicht "Kokospulver". Bei den Zutaten ist das aber richtig aufgeführt.
#2 Kusy
15.9.06, 16:58
Hallo Fraefrae:
Ich finde deinen Tipp interessant, hätte da aber mal eine Frage: Currypaste anbraten? Wie machst du das? Und warum? Schmeckt die dann intensiver?
Die Idee mit dem Kokosmilchpulver finde ich toll - muss mal schauen, ob ich das wo bekomme!

Oh, noch ein kleiner Tipp: Kartoffeln sollest du nicht im Kühlschrank lagern, das tut ihnen gar nicht gut! Am besten an einer möglichst dunklen, kühlen Stelle in einem Korb. Da halten sie länger als im Kühlschrank - echt!
#3 Fräfrä
19.9.06, 12:04
Danke Kusy!
1) Ich habe die Kartoffeln auch nie im Kühlschrank, aus den genannten Gründen. War einfach so eine Einletungsformel: "Man hat noch übrig ..." - aber ist gut, dass Du das sagst, sonst macht's noch wer
2) Anbraten Currypaste - wird schärfer und besser (Denke ich), wenn KURZ angebraten. Kannst aber auch gleich unterrühren, macht kein Problem.

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