Beim Fertigstellen des Textils findet man diese Reihfäden dann rasch im Fadengewirr und kann sie aufgrund der großen Stichlänge ziemlich unproblematisch herausziehen und muss nicht mal einen Fadentrenner verwenden.

Heften mit andersfarbigem Garn

Jetzt bewerten:
5 von 5 Sternen auf der Grundlage von

Wenn man ein zu verarbeitendes Teil (in diesem Fall ein Reißverschluss) geheftet hat, ist es später nach dem eigentlichen Steppen oft schwierig, den Heftfaden wieder herauszupfriemeln, wenn man die gleiche Garnfarbe wie zum nachfolgenden Nähen verwendet hat.

Deshalb bin ich dazu über gegangen, für den Unter- und Oberfaden beim Heften, kontrastierende Farben zu wählen, sowie eine große Stichlänge (ggf. hat eure Maschine auch einen sogenannten Langstich / Heftstich oder ihr könnt die Stichlänge verdoppeln?!).

Beim Fertigstellen des Textils findet man diese Reihfäden dann rasch im Fadengewirr und kann sie aufgrund der großen Stichlänge ziemlich unproblematisch herausziehen und muss nicht mal einen Fadentrenner verwenden.

Von
Eingestellt am

13 Kommentare


5
#1
20.4.16, 07:46
Als ich vor vielen, vielen Jahren angefangen habe, Hosen etc. zu nähen, hat mir meine Mutti erklärt, dass das Heften sehr wichtig ist und dass man es mit einem Faden tun sollte, der eine andere Farbe hat, als der Stoff. Wir hatten damals eine alte Singer, jetzt habe ich eine neuere kleine ohne Heftprogramm. Ich tue das mit der Hand und mit dem Rat meiner Mutter immer im Hinterkopf.
Weitersagen ... damit der Tipp nicht untergeht :-)
6
#2
20.4.16, 08:12
Für Kleidungsstücke hefte ich auch alles, aber mit der Hand. Ich nehmen eine lange Nadel und Heftfaden und mache sehr große Stiche (2-3cm) mit großen Abständen.
Das geht schnell und der Heftfaden lässt sich gut rausziehen.
Ich wüsste nicht, wann es sich lohnt, die Maschine neu zu befädeln für den Zweck.

P.S. Heftfaden (Reihgarn) wird nur für diesen Zweck hergestellt.
Soeben habe ich gesehen, dass es auch wallerlösliches Garn gibt. Das kann ich mir für waschbare Stoffe sehr gut vorstellen.
amazon.heftfaden&keywords=heftfaden
1
#3
20.4.16, 09:22
@AMANTE: Doch, Amante, lohnt sich das Befädeln... Wenn die Maschine ohnehin über verschieden lange (!) Heftstiche verfügt und man mehrere Teile nach einander heftet, ist das sehr bequem. Bei langen, großen Teilen können sich die Lagen beim Heften von Hand gegen einander verschieben - das kann beim nachfolgenden Steppen sehr unschön werden:-( Zudem verwende ich auch einen andersfarbigen Unterfaden als den Oberfaden, damit man auch diese beim späteren Herausziehen gut unterscheiden kann und man beim Trennen der Heftnaht nicht aus Versehen die Originalfaden  erwischt. Aber jeder hat da so seine Vorlieben - und das ist auch gut so, denn Handwerken/ Handarbeit hängt ja von den vorhandenen Werkzeugen und dem persönlichen Geschick ab und soll in erster Linie immer Freude bereiten! In diesem Sinne weiterhin frohes Schaffen!
4
#4
21.4.16, 08:26
Wenn Du die Heftnähte sowieso mit der Maschine machst, kannst Du doch auch gleich richtig nähen und dann lieber mal punktuell trennen.  Du könntest auch mit geringerer Oberfadenspannung heften, dann kannst Du Faden später leichter ziehen. 
Ich hefte vonhand nur bei richtig komplizierten Näharbeiten. Ansonsten stecke ich alles quer zur Naht mit Stecknadeln und nähe drüber. In den überwiegenden Fällen passt es, sonst wird aufgetrennt. 
4
#5
11.6.16, 09:58
@Julice: genauso mache ich es auch, sei vielen Jahren. Mit Stecknadeln quer zur Naht geht wunderbar. Ich nähe dann relativ langsam über die Nadeln oder ziehe sie raus wenn ich ca. 1 cm davor bin mit der Maschinennadel (sobald sie unter das Füßchen kommen würden) 
3
#6
11.6.16, 09:59
Ich habe das so gelernt und praktiziere es auch: ich verwende immer einen eigens dafür vorgesehenen Heftfaden, der in der Regel beigefarben ist und mache den typischen Heftstich, d.h. schräge große Stiche, dann hat man auch keine Probleme diesen wieder heraus zu ziehen.
Ich nähe auch ziemlich viel und ich finde, das heften lohnt sich immer.
 
1
#7
11.6.16, 12:11
Ich benutze in der Regel Heftgarn oder auch mal einen bunten Faden und nähe je nach Bedarf mit größeren oder kleineren Heftstichen per Hand. Mit der Maschine könnte es meiner Meinung nach zu Ungenauigkeiten kommen. (Ärmel, Reißverschlüsse usw.) Sicher ist heften teilweise eine langwierige und langweilige Angelegenheit aber, wenn man es ordentlich machen will doch recht notwendig.
1
#8
11.6.16, 12:43
trom4schu :
wir ältere Semester mussten das heften noch in den Handarbeitsstunden u.a. lernen. Ob`s heute auch noch gelehrt wird? Finde das aber absolut richtig, auch mit dem anders farbenen Faden.
Teilweise mache ich es aber heute doch so, dass ich Stecknadeln zum heften benutze, oder ich kniffe z.B. den Saum einfach mit den Fingernägeln, knicke das Stück anschließend Zieharmonika ähnlich und nähe dann.
1
#9
11.6.16, 18:04
Also ich habe auch noch gelernt mit der Hand zu heften. Dazu wurde immer spezieller Heftfaden benutzt. Der ist cremefarben, reißt leicht und ist in der Relation zum hochwertigen Nähgarn sehr viel billiger. Mit diesen Eigenschaften ist das Heften auf jeden Fall rentabel. Mir wäre das normale Nähgarn zum Heften auch zu schade (teuer). Für den Erfolg einer Arbeit ist das Heften auf jeden Fall sinnvoll.
Viel Spaß!
LG
#10
11.6.16, 23:14
Welcher moderne Mensch heftet denn heute noch... Meine Ausbildungsschneidermeisterinnen haben mich alle (nach modernen Erkenntnissen) davon überzeugt, daß jede Stecknadel wesentlich besser den Zusammenhalt versärkt als ein Faden.
Lieber noch ein paar Nadeln mehr stecken, es wird immer besser sein als mit einem Heftfaden.
Das zu fertigende Teil wird auch wesentlich schneller fertig und das macht dann auch Spass.
#11
11.6.16, 23:33
@PeGo: Ich habe es in der Schule noch gelernt zu heften bevor man die Teile endgültig zusammensteppt. Inzwischen nähe ich aber nur ab und zu als Hobby und da muss ich ehrlich sagen dass ich nur noch sehr selten hefte. Das Meiste fixiere ich auch mit Stecknadeln nur z.B. bei einem Reißverschluss (in einer Jeans erneuern) hefte ich dann doch lieber. Es gibt mir mehr Sicherheit, dass hinterher auch alles passt. Aber ich muss natürlich auch dazu sagen, dass mir einfach die Praxis fehlt. Eine Schneiderin würde es sicherlich anders machen.
LG
1
#12
12.6.16, 08:16
@wiesele27: Du kannst ruhig normal über die Nadeln rüber nähen und musst sie nicht vorher rausnehmen. Man trifft nur ganz selten eine Stecknadel. 
#13
12.6.16, 08:36
@Julice: werd ich versuchen. Danke für deinen Rat. Nähen ist doch was Schönes, find ich

Verfasse einen Kommentar

Emojis einfügen