Verschiedene Dosen zum Sparen von Geld - verschiedene Sparzwecke
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Kindern das Sparen und langfristiges Planen beibringen

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Statt nur einer einzigen Spardose hat mein fünfjähriger Sohn gleich mehrere. Jede Dose hat einen Sparzweck: Kirche (hier in den USA gibt es keine Kirchensteuer, sprich, die Gemeinden finanzieren sich über Spenden), Uni (in den USA auch wahnsinnig teuer), Haus, Auto (Lightning McQueen Spardose) und Geld zum Ausgeben.

Im Moment wandert sein Geld noch relativ willkürlich in die verschiedenen Spardosen, doch er hat schon gelernt, was Steuern und Prozente sind (er weiss, dass er $1 und 6 Cents braucht, um im Dollarstore etwas zu kaufen, da hier 6% Verkaufssteuern anfallen).

Er hat auch schon gelernt, was Kredit ist, und dass man ihn zurückzahlen muss.  Viele Kinder wachsen auf und wissen nicht, wie man klug mit Geld umgeht.  Mit diesem System kann man Kindern spielerisch langfristiges Sparen, Planung und Budgetierung beibringen.

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50 Kommentare


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#1
27.1.16, 08:41
ich hab auch einen 5 Jährigen und da will ich ganz ehrlich sein... er weiß nicht was ein Kredit ist und muss es meiner Meinung nach auch nicht wissen.
Anders verhält es sich mit Geldverhältnissen allgemein, ich finde es schon vernünftig einem Kind beizubringen dass Leben teuer ist, aber bitte in altersbedingten und damit auch alltäglichen Situationen. Manchmal bekommt er von Verwandten ein, zwei Euro zugesteckt und darf sich etwas aussuchen, da merkt er ja auch nach und nach was die Sachen kosten. Sinnvoll ist es sicherlich ein gesundes Verhältnis zu Geld vorallem vorzuleben, aber dennoch muss mein Knirps noch nicht selbst Geld für ein Auto sparen von dem bisschen das er kriegt. Das machen wir auf der Bank für ihn.. auch Taschengeld gibt's erst ab Einschulung, dann wird er auch nach und nach verstehen was welchen Wert hat...
Also zusammenfassend sage ich mal, Kinder an Umgang mit Geld zu gewöhnen ist gut, aber jeder macht es so wie er mag, ich persönlich finde das etwas übertrieben.
entschuldigt den langen Text ... :)
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#2
27.1.16, 08:58
Der Tipp ist sehr vernünftig und klug (der US-Kultur entsprechend).. Ich persönlich finde es gar nicht gut, wenn Eltern und Großeltern schon anfangen für die Kids zu sparen. Kinder und Jugendliche sollen es selbst tun. Ansonsten gewöhnen sie sich an die finanzielle Rundum-Versorgung. Als Erwachsene sind sie völlig fertig, wenn das dann nicht so leicht geht. Und es kommt ja immer anders als man denkt, als Kind reich, als Senior arm....
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#3
27.1.16, 09:27
Super Idee :) Für was die jeweilige Spardose steht, kann man ja altersgerecht anpassen.
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#4
27.1.16, 09:36
Hmm.. Also nur weil man als Elternteil oder auch als Opa Oma für sein Kind/Enkel spart heißt es ja noch lange nicht dass es alles in den Hintern gepustet bekommt bzw. als Erwachsener plötzlich aus der Zuckerwelt entlassen wird und kein Geld mehr hat. Wir sparen für unsere Kinder keine Unmengen, aber solange wir es finanziell können möchte ich eine Rücklage bieten. Dennoch werde ich meinen Kindern vermitteln, dass es wichtig ist zu arbeiten und gut zu Haushalten etc., das sehen sie ja auch im Alltag, dass es nur so geht. Nicht missverstehen.
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#5
27.1.16, 09:46
Ich finde es schön, wenn man es als Eltern oder Grosselern möglich machen kann, für seine Kinder/ Enkel zu sparen.
Das muss ja kein Vermögen sein und kann doch für sinnvolle Zwecke verwendet werden.
Wie zum Beispiel ein Fremdsprachenaufenthalt, Studium, Ausbildung, Zweitausbildung etc.
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#6
27.1.16, 11:17
Der Tipp ist gut nur sollte das sparen immer altersgerecht sein. Habe als Kind auch drei Spardosen gehabt, eine für allgemeines, eine für meinen Führerschein und eine für ein tolles Fahrrad.
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#7 Aquatouch
27.1.16, 11:42
Der Fun kommt hier für einen Fünfjährigen etwas zu kurz.
Und schon mit fünf auf ein Haus zu sparen halte ich für sehr übertrieben.
Und für die Ausbildung sollten die Eltern zuständig sein.
Wenn das euer Ernst ist, fehlt da auf jeden Fall noch die Krankenversicherung :D
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#8
27.1.16, 12:03
Finde das eine gute Idee. Auch dass Kinder lernen, für gemeinützige Zwecke etwas herzuhgeben. Fein finde ich den Steuersatz von nur 6% in den U.S.A. Bei uns in Österreich bringen wir es auf satte 20% Ust. ...
Ansparung für College und Haus, die Idee ist nicht so schlecht - aber, leider wird das bis dahin gesparte Geld wegen der Inflation wohl keinen Pfifferling mehr wert sein - leider!
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#9
27.1.16, 12:27
@Aquatouch: das sehe ich genauso.
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#10
27.1.16, 12:58
Danke für die Kommentare! Die Kategorien hat er sich selbst ausgesucht (besonders das Auto, da er zu dem Zeitpunkt ein absoluter Autofanatiker war). Eltern und Großeltern sparen auch für ihn.
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#11
27.1.16, 13:06
@Aquatouch: Woher willst Du denn wissen, dass der Fun bei ihm zu kurz kommt? Du weisst weder, wie wir leben, noch wieviel Spass unser Sohnemann hat. Der Gedanke ist einfach, dass es eine Hilfestellung ist, Kindern (oder Jugendlichen) das lanfristige Denken und Planen (hier halt finanziell) nahezubringen.

Zur Zeit kostet hier ein Bachelor's Degree rund $40,000 und in 13 Jahren wird das unter Garantie noch mehr sein. Wir werden die Hauptkosten dafür tragen, doch es hat sich erwiesen, dass Kinder den Wert ihrer Ausbildung besser zu schätzen wissen, wenn sie wenigstens ein bisschen dazu beisteuern.

Genauso haben mir meine Eltern in Deutschland meinen Führerschein nicht zu 100% finanziert und mein erstes Auto habe ich mir auch selbst gekauft.
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#12 Aquatouch
27.1.16, 13:31
Nimm es doch nicht gleich persönlich.
Ich dachte nur mit dem Blick auf die wenigen Ersparnissen im Bereich Fun :D
War doch eher ein lockerer Spaß.
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#13
27.1.16, 13:41
Es ist wichtig, daß Kinder schon früh lernen, was Geld eigentlich bedeutet: Wenn man es ausgibt, ist es weg.
Unser sechsjähriger Enkel hat sich gerade von seinem Taschengeld ein lange gewünschtes Lego-Fahrzeug gekauft. Er war so glücklich und sah, wofür er so lange gespart hatte.
Daß Kinder aber schon Geld für die Uni sparen, halte ich auch für übertrieben. Für die Ausbildung sind doch eigentlich die Eltern zuständig.
In diesem Tip sind gute Grundgedanken, aber die Ausführung finde ich nicht kindgemäß.
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#14
27.1.16, 13:46
@gudula: Deine Meinung kann ich gar nicht nachvollziehen. Warum sollen Eltern nicht für die Ausbildung der Kinder sparen? Wir Eltern haben doch unsere Kinder gewünscht, dann sind wir auch für ihre Ausbildung zuständig!
Und Dein Spruch: "Als Kind reich, als Senior arm" ist mir zu plakativ. Damit macht man sich die Welt zu einfach.
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#15
27.1.16, 14:06
@Maeusel: Ich kann Deinen Gedankengang nachvollziehen. Doch dek dran, dass es nicht alle so gut haben wie die Deutschen. Wir haben schon zwei Studiengänge für die älteren Söhne meines Mannes finanziert (mal eben $80,000) und der dritte kommt noch auf uns zu. Wenn man sich das hier leisten möchte (statt dass die Kinder dann die Uni mit einem Riesenberg Schulden verlassen), muss man halt anfangen zu sparen, wenn die Kinder noch ganz klein sind.

@Aquatouch: Danke! :-)
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#16
27.1.16, 15:29
Ich habe ein sog. "Fairzins"- Konto bei der Sparkasse. Der Zinssatz ist mittlerweile bei 0,1 Prozent gelandet. Und das ehemals so populäre Sparbuch bringt kaum mehr als "unter der Matratze". Da noch das Sparen zu propagieren, kommt mir etwas antiquiert vor.

Gleichzeitig wird von "berufener Seite" ernstlich vorgeschlagen, Bargeld ganz abzuschaffen. Ich sehe vor meinem geistigen Auge das Kind, das sich am "Büdchen" was Süßes kauft und mit Karte bezahlt. Aber Süßigkeiten sind ja sowieso ungesund . . .

Mir war jedenfalls Tante Anni mit der Tafel Schokolade lieber als Tante Hedwig mit ihrem ewigen "für die Spardose".

Kinder denken nicht langfristig. Man sollte daher nicht zu früh mit dem "Sparzwang" anfangen.
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#17
27.1.16, 17:02
@Manuela B.:Booah, bei diesen Studiengebühren, da schlackern einem schon mal die Ohren! Da wird von den Eltern schon einiges abverlangt, wenn nur eines der Kinden studieren möchte.
Bei uns wird schon gejammert wegen der vielleicht 700 Euro im Jahr. So gesehen lohnt sich unser erhöhter Steuersatz, (bei dem ich bei meinem ersten Posting gejammert habe) vergleichsweise doch.
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#18
27.1.16, 18:55
@gudula:

Da können sich deine Kids aber freuen... sollen die dann im Alter für Dich sorgen?

Es ist doch ganz normal, daß Eltern zumindest versuchen, ihren Kindern eine Ausbildung oder ein Studium zu ermöglichen. So eine Aussage wie Deine in #2 finde ich ziemlich erschreckend.
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#19
27.1.16, 19:33
@gudula:

#2 Als Eltern ist man doch vom Gesrtz her verpflichtet, für die Erstausbildung seiner Kinder aufukommen.
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#20
27.1.16, 21:10
Die Ersparnisse der Eltern für ihre Kinder sollten ja grundsätzlich dazu dienen, den Start ins eigene Leben zu erleichtern (z.B. Ausbildung, Wohnungseinrichtung, Führerschein, Auto). An die Übergabe des Kontos sollte dann jedoch keine Bedingung geknüpft sein.
Mit dem Taschengeld wird das Haushalten gelernt. Das lernt man nicht durch Sparen, sondern durch selbstbestimmtes Ausgeben. Fehlkäufe gehören ebenso dazu wie über den Tisch gezogen zu werden.
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#21
27.1.16, 23:07
Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein fünfjähriger darüber entscheiden kann, ob er für die Kirche spenden möchte oder nicht.
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#22
28.1.16, 13:52
@Vivaespaña: Unser Kleiner sieht, dass wir etwas in den "Klingelbeutel" tun und will uns das nachmachen. Wahrscheinlich weiß er noch nicht genau, worum es da geht, doch es macht ihm Spaß, die Erwachsenen nachzuahmen.

Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich als Kind auch immer selbst etwas in den Klingelbeutel tun wollte. Ich denke nicht, dass das so ungewöhnlich ist.

Aber der Tipp ist ja flexibel. Es geht nicht um die Kategorien, sondern um den Gedanken. Ihr könnt das ja für Eure Familien so anpassen, wie es für Euch Sinn macht. Von mir aus kann da "Kaugummi", "Kirmes" und "Süßigkeiten" draufstehen ;-)
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#23
31.1.16, 05:13
Kaugummi, Kirmes oder Süßigkeiten - das wär schon was anderes. Da würde sich das Sparen wenigstens lohnen. Sagt Ihr Eurem armen Kind wenigstens auch, dass es nie die Chance haben wird, ein Auto oder ein Haus aus seinen Konservendosen zu bezahlen? So viel Fairness sollte schon sein.
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#24
31.1.16, 08:27
Wenn er in der Kirche was in den Klingelbeutel tun will, dann gebt ihm doch ne Münze. Find ich ehrlich gesagt nicht gut, dass er sein Erspartes für etwas ausgibt was er nicht versteht, nur weil er euch nachmachen soll.

@Gudula: und wenn die Eltern dem Kind das Sparen nicht vernünftig beibringen, kann es später keine Ausbildung erhalten?
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#25
31.1.16, 09:54
@FigureOfMerit
Wo hat @Manuela B. denn etwas davon geschrieben, dass ihr Kleiner etwas in den Klingelbeutel geben SOLL? Im Gegenteil schrieb sie, dass er das gerne möchte. Und wenn er das selbstbestimmte Sparen und Ausgeben lernen soll, muss er auch selbst entscheiden können, wofür er sein Geld ausgibt.

Und wo hat @Gudula etwas davon geschrieben, dass Kinder ihre Ausbildung selbst finanzieren sollen?

@ All
Muss hier eigentlich jeden Tipp auseinander genommen werden?
Macht keinen Spaß diesen Zickenkrieg hier dauernd mitzulesen und ermutigt nicht gerade, selbst einen einzustellen.
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#26
31.1.16, 10:16
@Munnie: Naja, Zickenkrieg... Dafür bin ich auch nicht. Aber es mutet schon sehr merkwürdig an, wenn ein 5-jähriges Kind auf ein Haus, ein Auto und die Ausbildung sparen soll! FigureOfMerit hat übrigens geschrieben, "Wenn er in der Kirche was in den Klingelbeutel tun will", nicht "SOLL"!
Erziehung hin und her, wir sollten doch wohl die Kinder noch Kinder sein lassen.
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#27 Aquatouch
31.1.16, 10:31
Diskutanten als Zicken zu bezeichnen und eine Diskussion als Krieg ist für mich auch nicht gerade ermutigend, hier etwas einzustellen.
Hier wird über Pro und Contra diskutiert, niemand wird ausfallend.
Ich kann diese überzogene Reaktion gar nicht nachvollziehen. Liest sich wie ein Aufruf zur Zensur und gegen die Meinungsfreiheit.
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#28 Aquatouch
31.1.16, 10:40
@schwarzetaste: Richtig und nicht als Leistungsträger aufziehen.
Taschengeld ist wie der Name sagt etwas was in die Tasche passt und was auch mal in Spaß investiert wird. Sparen kann man auf das Wunschfahrrad oder andere Sonderwünsche. Und wie schon geschrieben, kann man vom Inhalt eines Einmachglases weder ein Studium noch ein Haus finanzieren. Das ist dann schon irgendwie frustrierend. Taschengeld ist nicht für die hohe Kante und soll dazu dienen, dem Kind ein Gefühl für Geld zu vermitteln. Und Werte kann es ja damit auch im Kleinen schaffen. Auch finde ich es sinnvoll, dem Kind einen regelmäßigen Betrag ab dem Grundschulalter zu zahlen. Unabhängig von Leistungen, ein Grundgehalt quasi ;D Ich habe mit einem Euro wöchentlich in der 1. Klasse angefangen und in jedem Schuljahr auf einen Euro erhöht. Jetzt in der 11. Klasse sind es allerdings nicht 11 sondern 15 Euro in der Woche. Was meine Tochter damit anfängt, ist allein ihr überlassen.
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#29
31.1.16, 11:00
@Aquatouch:
#27
Bin ganz deiner Meinung. Jedes Mal, wenn über ein Thema kontrovers diskutiert wird, heisst es immer gleich Zickenkrieg.

Der Ton in diesem Tipp ist gut, finde ich, nur die Meinungen sind halt verschieden. Und das soll auch so sein.
Sonst wärs doch langweilig hier :-)
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#30 Aquatouch
31.1.16, 11:13
Vielen Dank, Bollina.
Dieses Thema gibt nun mal viel her, ich finde es gut, wenn darüber viel diskutiert wird.
Ist doch mal etwas Anderes als Kuchen im Glas ;D
Und wer sich damit eventuell doch einmal anfreunde will, kontrovers zu diskutieren, kann sich ja Maischberger und Co. mal anschauen. Dort wird sich auch nicht falsch grinsend an den Händen gehalten und wie aus einem Munde "amen" gesagt. Selbst bestimmte Wesen haben nun mal individuelle Meinungen.
Das hier als Zickenkrieg zu bezeichnen, ist eine Form der Kapitulation.
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#31
31.1.16, 13:50
Ein schöner Anfang, wenn die Kinder mit dem Einkommen auskommen sollen. Meine großen Kinder, ich bin bereits Urgroßmutter, machen es heute noch so, dass bei Zahlungseingang das Geld aufgeteilt wird. Zwar nicht mehr in Gläser, sondern auf "Sonderkonten", die jeweils einem bestimmten Zweck dienen. Nur das "Ausgebegeld" wird noch in Gläser unterteilt. So können sie im Fall, dass eine größere Anschaffung ins Haus steht, sich selbst einen Kredit gewähren, in dem von einem Konto zugunsten des anderen Kontos geborgt und später zurückgezahlt wird. Bankkredite sind zwar im Moment günstig, kosten aber trotzdem Geld, das erst einmal verdient sein muss.
Ich würde mich freuen, wenn mehr Eltern ihren Kindern den Wert des Geldes klar machen würden. Einen schönen Sonntag
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#32
31.1.16, 13:51
Ja,ja die USA.G
Ist meistens nicht das Optimale was über den Teich kommt.
Mf
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#33
31.1.16, 13:58
@gudula: sehe ich ganz genau so !! Ich hatte als Kind kein eigenes Kinderzimmer und erhielt auch kein Taschengeld - es hat einfach finanziell nicht gereicht !! Da ich sehr gerne (und gut) zeichnen konnte/kann habe ich als kleines Mädchen auf weißer schöner Pappe vorne bunte Bilder aufgemalt und die Rückseite mit Strichen wie bei einer Postkarte versehen. Bin dann in unserer Nachbarschaft von Tür zu Tür, Bäcker, Metzger etc. gelaufen und habe wirklich viel verkauft :-) Ich glaube das hat in mir zum ersten Mal das Gefühl erzeugt, dass man durch erledigte "Arbeit" Geld verdient. (Ich war damals erst 5 Jahre "alt"). Aber dieses Gefühl spüre ich immer noch wenn ich daran denke und möchte es auch nicht vermissen. Bin jetzt allerdings 60 Jahre alt - diese Zeit liegt also länger zurück !! Wenn ich aber sehe, wie manche (!!) Kinder heute verhätschelt werden und bei jedem lauten Aufschrei sofort ihren Willen bekommen, gefällt mir -trotz keinem Reichtum- meine Jugend immer besser ! Auch die Spiele mit der Familie etc. fand ich schöner als heute wenn jeder in seinem eigenen Zimmer am Computer vor sich hinspielt etc.
Hört sich altmodisch an, ich weiß. Aber ich habe später Sprachen studiert, in großen Firmen mit den Bossen zusammen gearbeitet (heute noch), viele Fernreisen unternommen (immer noch) und sehe mich deshalb noch lange nicht als "veraltet" an ;-)
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Warte jetzt nur auf die schriftliche Prügel bezüglich meines Textes - gerne her damit ;-)
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#34
31.1.16, 14:11
@Manuela B.: Lass Dich einfach nicht beirren !! Ich finde, ihr macht das genau richtig ! Und Du hast Recht: woher will jemand der in Deutschland lebt alles über eure Art und Weise in Amerika zu leben wissen !?? Ich war schon oft in Amerika und habe dort mal eine Deutsche kennengelernt die nach L.A. ausgewandert war - mit ihrem Mann. Ganz andere finanzielle Verhältnisse !! Auch hat sie im 1. Berufsjahr gar keinen (!) Urlaub erhalten. Man kann diese Länder einfach nicht vergleichen. Auch in Bezug auf Rente, Krankenversicherung etc.
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#35
31.1.16, 14:20
@Maeusel: ....und wenn die Eltern getrennt sind, beide kein Geld haben ?? Bei mir konnte niemand eine Ausbildung "finanzieren" ! Miete zahlen können, genug zu essen haben, anständig gekleidet sein - das war bei uns das Wichtigste und auch mögliche. Nach der Realschule habe ich angefangen im Büro zu arbeiten und mit -vom Arbeitsamt finanzierten- Weiterbildungen immer einige Stufen höher zu klettern. Geht auch !
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#36
31.1.16, 15:32
Danke für die Kommentare, die meinen Tipp nicht zum Anlass genommen haben, unseren Erziehungsstil anzugreifen! Und danke auch für die, die das Ganze etwas differenzierter betrachten, da sie verstehen, dass in anderen Ländern nicht nur andere Sitten, sondern auch andere Gegebenheiten herrschen!

Als relativ neues Mitglied möchte ich Euch auch daran erinnern, dass viele Tippautoren bestimmt erst einmal nervös sind, wenn sie einen Tipp einstellen. Und einige der Kommentare gehen dann doch ganz schön ans Eingemachte. Und viele Dinge werden einem einfach unterstellt, die so einfach gar nicht wahr sind.

Aquatouch schrieb, dass bei uns der "Fun" zu kurz käme. Dazu habe ich mich ja bereits geäußert. Wir zwei haben das schon unter uns geklärt.

Schwarzetaste bezeichnet unser Kind als "armes Kind" und deutet an, dass wir es hinters Licht führen, weil es sein Auto etc. nie aus den "Konservendosen" finanzieren kann (schon mal etwas davon gehört, dass man das Geld auch irgendwann aufs Sparkonto geben kann oder zu den Investitionen der Pateneltern?). Zitat: "Soviel Fairness sollte schon sein." Wirklich? Ja, ich sitze hier und reibe mir die Hände, weil ich es geschafft habe, meinen Fünfjährigen mit meinen Spardosen hinters Licht zu führen. Stellt Euch dazu mein dämonisches Gelächter vor! Schwarzetaste, da hast Du meinen gemeinen Plan doch glatt durchschaut! Oops!

Carlos12 muss dann noch schnell einen draufsetzen und eine Spitze gegen die USA einwerfen.

FigureOfMerit geht davon aus, dass wir unserem Sohn kein Geld für den Klingelbeutel in der Kiche geben. Falsch, das tun wir auch zusätzlich.

Und hier ist ein Wortspiel, dass auch über den Teich kommt: "If you assume, you make an ass out of u and me."

Diskussionen sind okay, aber Vorwürfe und Kritik, die auf Unwissen, Vorurteilen und unfundierten Annahmen basieren, sind nicht in Ordnung.
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#37
31.1.16, 15:47
@Manuela B.: Ganz bestimmt wollte ich Dich nicht persönlich kränken. Nur habe ich eine wirklich andere Sicht auf finanzielle Dinge. Ich würde Kinder nicht zu kleinen Kapitalisten erziehen wollen, und wenn Ihr in die Kirche geht, dann solltet Ihr doch sensibilisiert dafür sein. Auch wenn der Junge seine 3 Dollar aus der einen oder anderen Büchse mal auf ein Konto packt, wird es doch nicht wirklich mehr. Sind Auto und Haus das Nonplusultra im Leben?
Nix gegen Erziehung zum Sparen, aber doch lieber kindgemäß! Finde ich - und Du kannst doch ruhig darüber anders denken ohne Dich angegriffen zu fühlen.
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#38 Aquatouch
31.1.16, 15:56
Und ehrlich ich glaube nicht, dass nur ein Leser dieses Tipps für sein Fünfjähriges vier Marmeladengläser zum Sparen einrichtet.
Außerdem ist mir immer noch schleierhaft, warum ein Fünfjähriges Taschengeld bekommt.
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#39
31.1.16, 16:23
Ich find den Tipp gut. Man kann Kinder, in Zeiten der Online-Überweisungen, der Scheck- und Kreditkarte, der Bezahlsysteme etc. nicht früh genug den Umgang mit Echtgeld lernen lassen. Und was es bedeutet, wenns Börserl oder in dem Tipp das Glaserl leer ist. Die Verwendungszwecke sind ja austauschbar.
Unser Sohn bekam auch sehr früh Taschengeld und wenn er etwas Kleines haben wollte, was jetzt nicht grade auf der angesagten Agenda stand und wir uns entschieden haben, es ihm zu kaufen, dann musste er immer eine kleine Summe aus seinem Ersparten dazu beisteuern.
Dadurch hat er sehr früh gelernt, dass Anschaffungen, egal wie gross oder klein, nicht aus irgendeinem ständig gefüllten Portemonnaie darnieder regnen.
Und da er auch schnell kapiert hatte, dass einmal ausgegebenes Geld kein zweites Mal zur Verfügung steht, hielt sich die Zahl der Fehlkäufe in Grenzen.

Es gab nicht wenige Kinder in seiner Klasse (in den 90igern), die der festen Meinung waren, wenns Geld aufgebraucht ist, gehen MaPa zum Bankautomaten und die Bank schenkt das Geld.
#40
31.1.16, 21:18
Also, im Ernst mit 5 Jahren schon fuer ein Haus, Auto und Ausbildung zu sparen ist meiner Meinung nach schon sehr weit hergeholt, was rechnet er wenn zufaellig zu Trader Joe, Targets oder sonst wo hingeht, 6 cent? Je nach Ware variert der Steuersatz, also noch nicht mal ein Erwachsener kann die Endrechnung gleich nach rechnen. Das soll jetzt keine Kritik sein. Im ueberigen offeriert Gerber (Kindernahrung) schon seit Jahren eine preisguenstige Ausbildungsversicherung (wuenschte sie haetten das schon vor 20 Jahren getan), denn in der Zwischenzeit kostet das Bachelors Degree fuer unsere Tochter ca. $160.000 und da sind die Scholarships noch nicht einmal mit einberechnet. Gott sei Dank haben wir gleich nach ihrer Geburt eine Ausbildungsverssicherung abgeschlossen. Bei Deinem Kommentar #22 gib ich dir recht, jeder soll es machen wie er fuer richtig haelt, im Prinzip ist Deine Idee recht gut, klingt aber fuer deutsche Verhaeltnisse etwas abgehoben. Das Leben in Deutschland mit dem in den USA zu vergleichen ist so gut wie unmoeglich, das sind einfach 2 verschiedene Welten mit ganz verschiedenen Ansichten. Ich besuche Deutschland jedes Jahr mindestens ein- bis zweimal und mit jedem Mal wird es mir fremder, traurig aber wahr.

@Carlos12
Voellig sinnfreier Kommentar, wenn Dir die USA nicht in Dein Bild passt, ist Dir vielleicht Putinland angenehmer. In diesem Sinn, jedem das Seine:)
#41
1.2.16, 13:04
@Bücherwurm: Genauso hat Manuela B. es bestimmt auch gemeint ! So wie ihr es macht ist doch auch ganz toll ! Wenn ein 5-jähriger in diesem Alter anfängt "auf ein Auto" zu sparen, muss das doch nicht so bleiben. Wenn er älter wird und sein großer Wunsch ändert sich in z.B. Gitarre, Motorrad etc. schreibt er eben ein neues Schild und klebt es über das derzeitige "Auto". Warum müssen Erwachsene immer alles so verkomplizieren ? Ich habe mir als 5jährige auch andere Sachen gewünscht als später mit 15,16 oder z.B.18. Das Sparen BEGREIFEN und LERNEN - darum ging es Manuela B. bestimmt (denke ich).
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#42
1.2.16, 13:07
@Aquatouch: zu deinem #38: Damit er das Sparen FRÜH lernt !! Spruch meines Opa´s: früh übt sich wer ein Meister werden will ! Sagt doch eigentlich alles aus .......
#43 Aquatouch
1.2.16, 13:29
Mein Kind soll kein Meister sein.
Die Ansichten sind da verschieden.
#44
1.2.16, 18:43
#43 Aquatouch

Hier handelt es sich um ein Sprichwort, man koennte es auch so ausdruecken "Frueh uebt sich wer erfolgreich sein will". Ich glaube wir wollen alle erfolgreiche Kinder, Du bestimmt auch. :)
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#45 Aquatouch
1.2.16, 18:52
Und genau DAS will ich nicht.
Ich möchte nur, dass sie gesund und glücklich ist. Wie sie das mit dem Glück anstellt, ist allein ihre Sache.
Das schreibe ich nicht, weil sie vielleicht eine schlechte Schülerin ist, das Gegenteil ist der Fall.
Wenn sie aber nun nach dem Abitur z.B. Tischlerin werden wollte, ist das allein ihre Entscheidung. Würde nur etwas dazu sagen, wäre meine Meinung erwünscht.
Ich bin eher das Gegenteil von Manuela und von dir Susi. Ich habe meine Kleine schon mit 12 selbständig machen lassen. Keine Schultasche kontrolliert, kein Zimmer durchsucht, etc. Den Lohn gibts jetzt in Form von guten Schulnoten und gutem sozialen Verhalten. Bei uns gab es immer feste Strukturen und klare Regeln, daher konnte ich auch mit 12 "die Zügel" locker lassen.
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#46 Aquatouch
1.2.16, 18:52
Und genau DAS will ich nicht.
Ich möchte nur, dass sie gesund und glücklich ist. Wie sie das mit dem Glück anstellt, ist allein ihre Sache.
Das schreibe ich nicht, weil sie vielleicht eine schlechte Schülerin ist, das Gegenteil ist der Fall.
Wenn sie aber nun nach dem Abitur z.B. Tischlerin werden wollte, ist das allein ihre Entscheidung. Würde nur etwas dazu sagen, wäre meine Meinung erwünscht.
Ich bin eher das Gegenteil von Manuela und von dir Susi. Ich habe meine Kleine schon mit 12 selbständig machen lassen. Keine Schultasche kontrolliert, kein Zimmer durchsucht, etc. Den Lohn gibts jetzt in Form von guten Schulnoten und gutem sozialen Verhalten. Bei uns gab es immer feste Strukturen und klare Regeln, daher konnte ich auch mit 12 "die Zügel" locker lassen.
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#47
1.2.16, 22:30
Umgang mit Geld lernen - völlig ok. Eigentlich haben die Eltern da dann aber auch keine Vorgaben zu machen. Auto, Haus und College? Kommt wirklich ein Kind von allein auf diese Idee? Und werden mit solchen Vorgaben nicht auch Werte vermittelt? ("Ohne Auto, Haus und College bist Du nichts wert!") F ü r m i c h sehr, sehr fragwürdig! Könnte passieren, dass sich solche erlernte Haltung dann auch gegenüber Leuten ausdrückt, die nicht so "clevere" Eltern - oder andere Handicaps haben.
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#48 Aquatouch
1.2.16, 22:40
Ich würde, nur wenn ich müsste, einem 5-jährigen fünfzig Cent wöchentlich zahlen. Wie teilt er das dann auf? 20 Cent für das Studium, jeweils 10 Cent für Haus, Auto und Spaß. Das wird ein Spaß wenn er dann nach 10 langen Wochen in den 1 Dollar Laden gehen darf. Und Fünfjährige sind bei uns noch gar nicht geschäftsfähig, schon daher finde ich es sinnlos schon Taschengeld zu zahlen.
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#49
2.2.16, 09:59
@schwarzetaste:

#47 Kinder lernen doch sowieso alles von den Eltern und kopieren diese.
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#50
2.2.16, 10:02
@bollina: Stimmt! (Und jetzt frage ich mich, was ich da eigentlich für ein Smiley mache....)

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