Wichtig ist, dass man mit dem Partner festlegt, was davon gekauft werden darf, so lässt man sich weniger leicht verführen, was Teures ohne Absprache/Überlegung zu kaufen.

Lebensmittelkasse in Wohngemeinschaften oder Beziehungen

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In vielen Wohngemeinschaften und Beziehungen wird gerne ums Geld gestritten oder man verliert schnell den Überblick wer schon was in einem Monat bezahlt hat. Hier hilft eine Lebensmittelkasse.

Mein Freund und ich machen das so

Wir haben einen Einkaufsgeldbeutel und legen eine festgelegte Summe hinein. Wir haben auch festgelegt, was davon gekauft wird und was nicht. Was nicht gekauft wird wären z.B. härterer Alkohol, Kantine und Nikotin.

Wenn jemand etwas Gemeinsames besorgt hat und den Geldbeutel nicht dabei hatte, nimmt er sich das Geld einfach wieder raus. Die Kassenzettel werden einfach mit in den Geldbeutel gelegt, falls man sich noch nicht an das System gewöhnt hat. Dadurch das manchmal, was übrig bleibt, schlagen wir bei Angeboten von Waschmittel und Co gerne auch mal zu und es reicht trotzdem.

Bei unseren Haustieren haben wir ein ähnliches Verfahren für Tierarzt, Futter und sonst. Zubehör.

Es lohnt sich vor allem, wenn man nicht ständig kleine Mengen kauft. Tierbedarf muss man oft nicht öfter als einmal im Monat holen und wenn das Tier mal zum Impfen oder ähnliches muss, hat man die Summe schon angespart.

Wichtig ist, dass man mit dem Partner festlegt, was davon gekauft werden darf und so lässt man sich weniger leicht verführen was Teures ohne Absprache/Überlegung zu kaufen.

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29 Kommentare


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#1
25.10.14, 07:19
Ich finde das eine wirklich sinnvolle Idee und habe dies auch schon Freunden empfohlen, um ihnen den Streit wg. Geld zu nehmen.
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#2
25.10.14, 07:46
sehr gut überlegt und gut erklärt -gefällt!
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#3
25.10.14, 08:12
Gute Idee, die sich im alltäglichen Leben sicher gut umsetzen lässt und sich bewährt.

Miteinander reden und klare Regeln abmachen ist sehr wichtig.
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#4
25.10.14, 08:54
Bei uns ist das Schwachsinn (nicht böse gemeint), wir haben ein gemeinsames Konto und vertrauen uns soweit, das jeder einkaufen kann, was er für richtig hält, Streit gab es noch nie. Würde auch nie meinen Partner Vorwürfe machen, warum er Geld für seine Bedürfnisse ausgibt, das tu ich ja auch und trotzdem wir auch sparen müssen, funkt unser System besser bei UNS. Das soll jetzt keine Kritik am Tipp sein, ich finde es gut, dass ihr euren Weg gefunden habt! Ich möchte nur verdeutlichen, dass es nicht bei jeden Paar, bzw. bei jeder Familie gut passt, für uns wäre es zu umständlich, da jeder von uns schon weiß: Hey wir müssen sparen und das Geld sinnvoll nutzen, außerdem wird das Geld, das daheim rumliegt oft immer in unser Haus gesteckt und nicht gespart. Das Schöne an unseten Prinzip: Er kauft mir kleine Geschenke ohne das ich das merke, weil er für die Kontoauszüge zuständig ist ;)
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#5
25.10.14, 08:58
Achja vergessen: Ich finde es toll von dir, auch mal eine Seite in der Partnerschaft zu zeigen, über die man so ungern spricht. Meist zählt immer nur Liebe, das finanzielle wird vergessen. Daumen hoch für deinen Tipp, der bestimmt den einen oder anderen neue Wege zeigt!
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#6
25.10.14, 09:10
Ich finde das ehrlich gesagt viel zu umständlich. Mein Partner und ich haben, als wir zusammen gezogen sind, ein gemeinsames Konto eröffnet und davon werden dann Lebensmittel und auch gemeinsame Anschaffungen finanziert, genauso wie auch die Miete und die Nebenkosten damit bezahlt werden. Wir haben dafür einfach ausgerechnet, was wir für monatliche Fixkosten haben, dann einen Pauschalbetrag für Lebensmittel drauf gehauen und den Endbetrag überweist dann jeder zum Monatsanfang auf das gemeinsame Konto. Finde ich persönlich viel einfacher. Das Konto wird dann aber auch nur dafür genutzt. Jeder von uns beiden hat noch sein eigenes Konto und davon werden dann persönliche Dinge bezahlt.
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#7
25.10.14, 09:32
Ein guter Tipp!
Und: Der gemeinsame Einkaufsgeldbeutel schließt ja das gemeinsame Konto für Wohnausgaben, Anschaffungen und sonstige größere Ausgaben nicht aus.
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#8 InkaSt
25.10.14, 10:44
Wir haben in unserer WG auch ein System zum Bezahlen gemeinsam genutzter Sachen wie Reinigungs- und Waschmittel, Zellstoffwaren wie Taschentücher und Toilettenpapier, Kaffee, Milch, Öl, sonstigen Haushaltskram. Für uns hat sich allerdings eine andere Variante als praktischer erwiesen:

Wenn jemand etwas für die Gemeinschaft gekauft hat, steckt er den Bon mit seinem Namen versehen in unser Kassenglas im Flur. Ab und an, wenn jemand Zeit und Muße hat, wird eine Abrechnung gemacht. Wer am meisten gezahlt hat, bekommt anteilig Geld von den anderen, bis jeder schließlich unterm Strich gleich viel gezahlt hat. Es gibt auch die Möglichkeit, sich mit vorheriger Ankündigung aus bestimmten Sachen "herausrechnen" zu lassen. Einer unserer Mitbewohner trinkt z.B. keinen Kaffee und muss ihn deshalb natürlich auch nicht mit zahlen.

Zusätzlich haben wir ein WG-Konto, auf das auch Miete und Nebenkosten überwiesen werden. Jeder von uns überweist monatlich einen fixen Betrag mit ein bisschen Überschuss (um die 20€). Der Überschuss sammelt sich dann über die Zeit auf dem Konto und steht uns dann für größere Ausgaben wie z.B. Reparaturen, Renovierungen, Nebenkostennachzahlungen usw. zur Verfügung. Wir entscheiden gemeinsam, wofür das Geld verwendet wird (kürzlich gab es z.B. eine neue Musikanlage für die Küche).

Im Voraus Geld einzuzahlen hat sich für uns als unpraktisch erwiesen. Wenn man unterwegs etwas besorgt und kein Geld aus der Haushaltskasse mitgenommen hat, war uns die Abrechnung zu unpraktisch, weil oft nicht das passende Wechselgeld da war. Mit unserem System funktioniert es jedenfalls seit Jahren reibungslos :)
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#9
25.10.14, 10:56
@Kathi199: Prima, dann habt Ihr schon mal eine sehr gute partnerschaftliche Basis, wenn Ihr mit einem Konto so toll zurechtkommt. Daz zeugt von Vertrauen und vor allem für die Anerkennung der Bedürfnisse des Partners.
Wenn Du ihm ein Geschenk machen willst, hebst Du einfach einen etwas größeren Betrag ab und bezahlst das Geschenk in bar. :-)
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#10
25.10.14, 11:06
@dark_and_angel:

Naja, euer gemeinsames Konto ist letztlich nichts anderes, als der Geldbeutel von dieKatja ;-)

Also im Prinzip das gleiche System, bei euch "bargeldlos" bei den beiden eben mit dem Geld direkt im Beutelchen.
Ich find die Idee echt gut, vor allem weil mein Sohn noch bei mir wohnt, und seit September voll verdient, und wir noch kein so richtiges System für uns gefunden haben, ich werde die Idee aufgreifen.

Danke dafür, und Daumen hoch
#11
25.10.14, 19:36
@ Murron: ich find es nur deshalb zu umständlich, weil ich nur selten und auch nicht sehr gerne mit Bargeld hantiere, zumindest wenn es um den großen Wocheneinkauf geht. Mir persönlich wäre es auch zu doof immer aufpassen zu müssen ob das Geld im Geldbeute jetzt mir gehört oder der Gemeinschaftskasse, aber das ist mein Empfinden, wenn andere damit besser klar kommen, bzw. kein Problem haben, ist das ja ok :)
Bei uns läuft eben so ziemlich alles per EC-Karte, bzw. Lastschrift. So muss ich nur die richtige Karte aus dem Geldbeutel ziehen und die Sache ist erledigt :D wie gesagt, ich persönlich finde es so einfacher, aber letztenendes muss es ja doch jeder so tun wie er will :)
Aber ich sehe das ohnehin nicht so eng. Ich hab auch kein Problem damit mal etwas von meinem eigenen Geld zu bezahlen. Wenn uns zum Beispiel noch ein Salat oder eine Packung Wurst fehlt, bezahle ich das von meinem eigenen Geld und zücke nicht extra die Karte vom gemeinsamen Konto. Die zwei, drei Euro fordere ich dann auch nicht von meinem Freund zurück. Ich hab da schon von Fälle gehört, bei denen die Paare jede Packung Wurst und jeden Joghurt abrechnen und wehe der Partner isst dann etwas von den Dingen, für die er nicht bezahlt hat! Finde ich persönlich ziemlich doof.
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#12
25.10.14, 19:40
Danke für eure Rückmeldungen :-)
#13
26.10.14, 01:26
Ich finde gut, wie ihr die Sache mit dem Geld geregelt habt.
Besonders weil ich absolut kein Freund von bargeldlosen Einkäufen bin.Natürlich muss man erst mal über einen gewissen Zeitraum sehen, was WIRKLICH in etwa an Geld für den veranschlagten Zeitraum benötigt wird, dann kann es so echt gut klappen. Aber es gibt auch Menschen, mit denen es so auf keinen Fall klappen würde.
Dann kann man ja aber immer noch zu getrennten Kassen zurückkommen oder eine andere Lösung suchen. :-)
Wir haben auch eine Summe, die den Monat über reichen MUSS.
Die haben war halt in einer ollen Diddl-Dose in der Küche aufbewahrt. :-)
Jahaaa, ich weiß-für eventuelle Einbrecher auch nicht besser als die allseits bekannte Kaffee-Dose..,
;-)
#14
26.10.14, 08:42
Wie würdet ihr das regeln,wenn der Partner am WE seine Kinder hat,diese aber vom gemeinsamen Haushaltsgeld mit versorgt werden?Ist ja eigentlich auch wie in ner WG!Oder sehe ich das falsch?!
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#15
26.10.14, 09:47
@dark_and_angel:

Seh ich auch so, wir kaufen einmal wöchentlich ein, und zahlen dann mit Karte. Ich hab eben nur noch keine genaue Aufteilung mit meinem Sohn gefunden. Wir werden jetzt einfach mal die Kassenbons von November sammeln, und dann können wir die Summe hälften.
Ich finde halt nur die Idee gut, sei es ein Geldbeutel oder gemeinsames Konto, denn dann kommt gar nicht erst Stress auf.

tomi94
Mein Ex hatte auch jedes zweite Wochenende (und der Sohn war wirklich eine Lebensmittelvernichtungsmaschine ;-) )
Den Bedarf für das Wochenende haben wir gemeinsam eingekauft, er hat dann durch 5 geteilt, und 3/5 übernommen. Also er wollte das so, ich hätte mich auch mit der Hälfte begnügt ;-)
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#16
26.10.14, 12:19
Er ist der Meinung,dass jeder die Hälfte bezahlt,egal ob Wohn- oder Lebensmittelkosten.Sind doch nicht meine Kinder und für den Unterhalt ist er zuständig!Sind 16 u 13 jährig.Da fällt nicht einfach so was ab vom Haushaltsgeld!Er bezahlt genau so 200 Euro wie ich auch!Und ich bin echt nicht knauserig!!!
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#17
26.10.14, 19:41
@ tomy94

Ich fände es nur normal, dass ihr schaut, wieviel Mehrkosten an den Wochenenden durch die beiden Jugendlichen anfallen und dass dein Partner diese Mehrkosten für SEINE Kinder dann zusätzlich zu seinen 200 Euro in die gemeinsame Kasse legt. Er hat ja die Pflicht, gut für seine Kinder zu sorgen - nicht du. Versuche, ihm klarzumachen, dass du dir in der jetzigen Situation ausgenützt vorkommst. Viel Glück!
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#18
27.10.14, 06:23
Es ist keine Kritik an niemanden, nur meine persönliche Meinung: Ich kann nicht verstehen, wie man in einer Ehe (für mich existiert nur solche als Lebensgemeinschaft), irgendetwas trennen kann. So entstehen doch Abhängigkeitsgefühle wenn der eine Partner mal weniger verdient, oder durch Schwangerschaften oder Krankheiten arbeitsunfähig ist. Partner zu sein, bedeutet für mich uneingeschränktes Vertrauen und teilen aller Ressourcen und Kräfte ohne Einschränkungen. Das ist wie bei Eheverträgen...Sicherheiten für den Fall der Scheidung. Daran will ich nicht denken wenn ich eine Ehe eingehe! Ich glaube an die Liebe und an die Ehe und würde ich solche mit Vorsicht und finanziellen Sicherungen antreten wäre es als würd ich sie schon scheitern sehen. Meine Sichtweise mag wohl naiv und "unvorsichtig" sein, aber bei mir heisst das: Ganz oder gar nicht. Wir sind mit Leib und Seele, Hab und Gut, eine Einheit, in Guten, wie im Schlechten.
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#19
27.10.14, 06:27
@Yolina:

#18

Das hast du sehr schön gesagt!!
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#20
27.10.14, 07:13
@Yolina: dann wünsch ich dir einen Partner, der das genauso sieht.
Aber es wird sicher nichtt schaden über Geldeinteilung zu reden. Denn jede Seite bringt ja in die Beziehung, das ein, was sie kann, die Natur ihr gegeben hat und die Umstände erlauben. Klar kann nicht jede Seite in allen Bereichen genau die Hälfte leisten, aber mit entscheiden sollten beide in allen Breichen.

Ganz viele gute Ideen für ein lebenswichtiges Thema. In Geldangelegenheiten sind einfache Absprachen und gegenseitiges Vertrauen wichtig
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#21
27.10.14, 07:33
Danke an beiden. Dieses Glück habe ich seit fast 5 Jahren :) und wünsche es jedem anderen auch.
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#22
27.10.14, 09:07
Jeder sollte das gleiche ein bringen!Schöne Einstellung!Wenns so wäre!Ich zahl zusätzlich die Lebensmittel und er für das Hobby für sich und seine Kinder.Trainingslager,Trainingscamp in Spanien usw.Ich bin bei allem raus!Gemeinsamer Urlaub ist da natürlich nicht drin!Es gibt für mich also keinen Grund hälfte hälfte zu machen!Wüsst nur gern wie ich ihm das verständlich mache!Logische Argumente prallen von ihm ab!
#23
27.10.14, 10:43
tomi94: Er will die Argumente garnicht hören!

Eine Bekannte ging es so ähnlich. Der Mann hatte ihr die höhere Steuerklasse aufgebrummt und sich die günstigere. Das hat im Jahr jede Menge Knete ausgemacht. Vom Abgeben wollte er nichts wissen, bis Kollegen der Frau mal alles vorgerechnet haben.
#24
27.10.14, 11:08
Genau von so einem Verhalten spreche ich!Beispiel Guthaben Nebenkosten:200 Euro und er erwähnt es gar nicht! Fax wird einfach ab geheftet und gut! Das hat nichts mit partnerschaftlichen Verhalten zu tun,sondern der eine bereichert sich am anderen!Und stellt sich dann noch als der arme kleine Beamte hin, der ja eh schon so viel Unterhalt an seine Ex zu zahlen hat!
#25
27.10.14, 15:57
@toni94: hört sich alles nicht so gut an . schade! verstehe dich aber!
#26
27.10.14, 18:07
@tomi94:

#24

Das hört sich echt nicht gut an. Ich kann gut verstehen, dass du an dieser Situation etwas ändern willst und musst.
Wünsche dir alles Gute!!
#27
28.10.14, 16:43
gute Idee und funktioniert, wenn beide einverstanden sind in einer Beziehung bestimmt gut. Ich habe es selber in einer WG probiert. da hat das nicht so geklappt. die einen zahlen brav jeden Monat und die anderen halt nicht. Einkaufen gehen meist auch immer die Gleichen und oft war nicht klar was zur Allgemeinheit gehört und was nicht (z:B Öl und Zwiebeln)
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#28
28.10.14, 18:29
Wir haben ein Konto für das Haus, davon werden die Wohnkosten, Versicherungen, GEZ , Strom usw. bezahlt und noch ein Haushaltskonto, da wird monatlich pro Nase 125 Euro eingezahlt. Zur Zeit sind wir zu dritt. Jeder zahlt für seine Kinder. Wir sind ein Paar und jeder hat zwei Kinder, drei sind erwachsen und kommen unregelmäßig. Das Geld reicht meistens aus, auch wenn mal etwas mehr Besuch da ist. Direkt nachdem die Gehälter auf den Konten sind, werden die Anteile überwiesen. Dann hat jeder den Überblick, was er an Taschengeld übrig hat. Wir rechnen schon mal durch, ob alles noch passt. Da ich etwas mehr verdiene und mein Partner viel weiter fahren muss, zahle ich ihm einen kleinen Ausgleich, damit es gerecht ist. Wichtig ist, das finanzielle zu regeln, weil gerade das Thema Geld sehr heikel werden kann.
#29
19.11.14, 08:13
Wir haben getrennte Konten seit über 30 Jahren und das klappt prächtig. Seine persönlichen Bedürfnisse zahlt jeder selbst und fürs Haushaltskonto (Hausmiete, Nebenkosten, Lebensmittel etc) gibt's eine gemeinsame Kasse, in die beide einzahlen. Meist ist am Jahresende ein Überschuss drin, der dann gemeinsam verwurstet wird.

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