Leistungen der Krankenkasse überprüfen

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Das Prüfen von Leistungen seiner Krankenkasse, kann dazu führen, dass die Kasse evtl. Leistungen übernimmt, mit denen man nicht gerechnet hätte. Letztes Jahr waren wir in Kenia auf Safari. Für die Reise nach Afrika braucht man einige Impfungen und Medikamente zur Vorbeugung gegen Malaria, die relativ kostspielig sind. Ok, wer in Urlaub fahren kann, der sollte auch Geld für die entsprechenden Medikamente haben, also haben wir rund 250,00 Euro für die Malarone-Tabletten und die Impfungen bezahlt.

Per Zufall erzählte mir dann die Sprechstundenhilfe meiner Frauenärztin, als ich ihr sagte, dass Medikamente reichlich teuer seien und wir letztes Jahr erst 250,00 Euro selbst für die Reisemedikamente dazu zahlen mussten, dass die Techniker Krankenkasse, bei der ich versichert bin, doch diese Reisemedikamente übernimmt. Meine Hausärztin hatte mich darauf nicht hingewiesen damals. Natürlich habe ich dann bei der Techniker angerufen, alles erklärt und tatsächlich, ich brauchte nur die Quittungen und Rezepte von damals hinzuschicken und bekam bis auf ein paar Euro die kompletten Kosten für die Reisemedikamente unseres Urlaubs in Kenia zurückerstattet.

Mein Tipp ist also zum einen zu prüfen ob man selbst etwas dazu gezahlt hat in der letzten Zeit, was die Krankenkasse evtl. übernimmt, bzw. in Zukunft weiß ich einfach besser Bescheid und frage direkt bei der Krankenkasse nach.

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8 Kommentare


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#1
10.12.12, 19:48
Reiseimpfungen werden seit ein, zwei Jahren von fast allen Krankenkassen übernommen, stimmt. Auch oft bei der Malaria-Prophylaxe (Lariam bzw. Malarone).
Bitte aber auch ab und an einfach so die Grundimpfungen überprüfen (lassen): Tetanus-Diphterie alle 10 Jahre, FSME (Zeckenschutzimpf.) alle 5 Jahre!
Und, wenn's auch Off topic ist: Bei Schmerzen in der Herzgegend, selbst wenn sie wieder vergehen, SOFORT zum Arzt! Lieber einmal zuviel als einmal zu wenig, ich habs leider zu oft anders erlebt. Viele Ältere trauen sich nicht, den Dr. am WE/nachts zu stören - genau dafür sind wir aber da!
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#2 Aggie
10.12.12, 20:00
Fragen kostet nix ... Gute Idee, einfach mal zu fragen :-)
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#3 Hilla
10.12.12, 20:19
@ Simone, siehst Du - ich bin nicht so ein Planer. Aber ich würde immer erst bei meiner Krankenkasse nachfragen, ob sie Kosten z.b. für die Malaria-Prophylaxe übernehmen.
Aber man kann ja im Leben immer dazu lernen. Vor der nächsten Reise weißt Du Bescheid.
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#4
10.12.12, 20:47
@Hilla: Bis vor ein paar Jahren musste man alles in der Richtung selbst bezahlen, daher fragten die meisten gar nicht mehr nach, daher finde ich Simone's Tipp als 'Wachrüttler' nicht verkehrt. Man muss mittlerweile soviel selbst bezahlen, dass man desw. sicher auch ein wenig desillusioniert ist. Wir haben in der Praxis auch noch Aushänge deswegen, eben weil es immer noch nicht alle wissen.
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#5 Schnuff
10.12.12, 20:53
@BlackCat76: Du hast ja Recht mit dem stören wegen eines Notfalls an den Wochenenden.Nur ist es z.B. bei uns so,dass man selber zur Ärztlichen Notfall Ambulanz bei uns fahren sollte.Im Krankenhaus sind die Ärzte und Schwestern auch ziemlich verschnupft,wenn sich der Notfall nicht als Notfall raus stellen sollte.
Anderseits kennen wir ja auch die Personal-Situationen der KH.

Hatte mal unter der Woche meinen damaligen Hausarzt angerufen(die Sprechstundenhilfe war am Telefon) und habe um einen Hausbesuch gebeten.Sie hatte es abgelehnt mit den Worten,der Doc hätte zu dem Zeitpunkt keine Zeit,es wären ja auch noch Patienten in der Praxis.ich sollte doch bitte schön,selber in die Praxis zu Fuß kommen.Auf dem Weg in die Praxis habe ich mich an meinem Freund festhalten müssen,weil ich keine Luft mehr bekam.Der Doc hat dann nur feststellen können,dass mein Blutdruck etwas erhöht wäre.
Da ich den Tag noch zur Krankenkasse musste,habe ich mich im dortigen Krankenhaus (ist fast neben der KK) vorgestellt.Ein Gefäßspezialist hat sich mich nur angesehen,ich musste sofort da bleiben, ich hatte eine Lungenembolie!
Dort kam ich gleich auf die Intensivstation.

So viel dazu,dass die Ärzte des Vertrauens immer für uns da sein sollten...

Ich habe damals kein Aufhebens darum gemacht,habe den Doc gewechselt und war dann wieder beim "alten" Doc.
Der Wechsel war notwendig,weil ich aus dem Ort weg gezogen war,wo der "alte" seine Praxis hatte.

LG
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#6 Hilla
10.12.12, 22:30
@BlackCat76, auch vor ein paar Jahren hätte und habe ich immer erst bei der Krankenkasse nachgefragt.
Manchmal ändert sich da etwas von einem Tag auf den anderen. Das kann man nicht alles wissen.
Die Sachbearbeiter der Kassen müssen ja selbst oft genug erst nachfragen.
#7
15.12.12, 09:02
@Schnuff: Herrje, das ist natürlich fatal! Ich wusste nicht, dass es schon Orte gibt, wo es keinen hausärztlichen KVB-Dienst mehr gibt. Die KK's möchten den ja schon lange abschaffen und nur noch Ärzte-Zentren bauen, wo die Patienten hin müssen (aberwitzig auf dem Land).

Die Fehldiagnose ist natürlich verheerend - ich kann Dir aus Erfahrung sagen, dass es manchmal wahnsinnig schwer ist, über telefonische Aussagen zu erkennen, ob es nun ein echter Notfall oder nicht ist. Ich hatte mal jemand mit Würgereiz - deswegen kann ich den Doc nicht zum HB schicken. Nach beharrlichem Nachbohren sagte mir der Angehörige dann schließlich ?achja, die Lippen sind auch bisserl blau? - cardiales Asthma, absoluter Notfall also!
Bei der Untersuchung hätte dann aber doch was rauskommen müssen. Die Zeichen für eine Lungenembolie sind nicht immer deutlich, aber zumindest die Luftnot hätte mir zu denken gegeben. Bin aber kein Arzt, nur die 'Doofe an der Strippe'. (gewesen, bin jetzt EDVlerin)
#8
15.12.12, 09:24
@Schnuff: Herrje, das ist natürlich fatal! Ich wusste nicht, dass es schon Orte gibt, wo es keinen hausärztlichen KVB-Dienst mehr gibt. Die KK's möchten den ja schon lange abschaffen und nur noch Ärzte-Zentren bauen, wo die Patienten hin müssen (aberwitzig auf dem Land).
Die Fehldiagnose ist natürlich verheerend - ich kann Dir aus Erfahrung sagen, d. es manchmal echt schwer ist, telefonisch zu erkennen, ob es nun ein echter Notfall oder was banales ist. Ich hatte mal jemand mit Würgereiz - deswegen kann ich den Doc nicht zum HB schicken. Nach beharrlichem Nachhaken sagte mir der Angehörige dann ?achja, die Lippen sind auch blau? - cardiales Asthma, absoluter Notfall also!
Bei der Untersuchung hätte dann aber doch was raus kommen müssen. Die Zeichen für eine Lungenembolie sind nicht immer deutlich, aber zumindest die Luftnot hätte mir zu denken gegeben. Bin aber kein Arzt, nur die AH gewesen.

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