Hochzeitsnudeln - Nudeln mit vegetarischer Rahm-Gemüsesauce und Sherry

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3,9 von 5 Sternen auf der Grundlage von

Wir kochen dieses Gericht immer an unserem Hochzeitstag, daher der Name :-)

Man braucht für 2 verfressene (oder 4 normale) Leute:

Zutaten

  • 1 Packung Spaghetti
  • 1 Stange Lauch
  • 3 Möhren
  • 1 Zucchini oder 2 bis 3 Zucchetti
  • Knoblauchzehen nach Geschmack
  • 4 bis 5 große Kräuterseitlinge oder eine andere, festfleischige Pizsorte
  • 1 Glas Sherry
  • etwas Gemüse- oder Hühnerbrühe
  • 1 Becher Sojasahne oder Sahne
  • 5 bis 6 Stängel frischer Thymian
  • 1 Löffel Kokosfett oder Butter
  • Pfeffer und Salz

Zubereitung

Das Gemüse putzen und nach Möglichkeit in feine, lange (Julienne-)Streifen schneiden - so, dass es nach dem Garen mit den Nudeln auf der Gabel "aufrollbar" ist. Den Knoblauch fein hacken.

Nudelwasser aufsetzen.

Danach die Möhren in der Butter ca. 3 Minuten anbraten. Lauch und Pilze hinzugeben und weitere 3 Minuten braten. Zum Schluss die Zucchinistreifen dazugeben, noch einmal 3 Minuten braten. Dann alles mit der Sahne und etwas Gemüse- oder Hühnerbrühe ablöschen. Kurz aufkochen lassen, dann die Platte auf niedrigste Stufe stellen.

Wenn das Nudelwasser kocht, salzen und Nudeln zugeben.

Dann den Thymian waschen und die Blättchen in die Gemüsepfanne zupfen und unterrrühren. Kurz bevor die Nudeln gar sind, den Sherry zugeben, etwas Pfeffer reinmahlen und alles noch einmal gut umrühren. Man kann die Sauce über die Nudeln geben oder sie nach alter, italienischer Art gleich in die Sauce geben.

Schön sieht es aus, wenn man den Teller mit ein paar Thymian-Blättchen und etwas grob gemahlenem Pfeffer "dekoriert".

Die Sauce hat ziemlich viel feste Bestandteile, aber die Flüssigkeit sollte reichen, um alle Nudeln auf dem Teller ausreichend zu benetzen. Falls es zu wenig Flüssigkeit wird, gibt man einfach etwas mehr Sahne zu :-)

Das Essen macht wegen der Schnippelei etwas Arbeit, aber durch die große Oberfläche der fein geschnittenen Gemüse und das Aroma des Sherry und des Thymians wird es eine herrlich cremige Angelegenheit. Dazu schmeckt ein leichter Weißwein besonders gut.

Guten Appetit!

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9 Kommentare


#1
10.7.12, 19:46
Mmmhhh, hört sich sehr fein an. Kann man den Thymian auch weglassen oder "verfälscht" man das Gericht ?
#2
10.7.12, 21:28
Spaghetti gibts in Packungen zu 250, 500 und 1000 Gramm. Welche meinst du denn?

Das Rezept hört sich gut an!
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#3 donnawetta
11.7.12, 09:34
@Dana06010: Keine Ahnung - ich bin sicher, dass das Essen dann anders schmeckt (das tut es schon ganz entscheidend, wenn man getrockneten Thymian verwendet), aber ob es schlechter schmeckt, weiß ich nicht. Versuch's doch einfach mal, richtig viel daneben gehen kann mMn nicht, zumal die Zutaten nicht die Welt kosten.

@Mops: Echt jetzt, ich kenne nur die 500g Packungen. Und die meine ich auch! Meine Mutter fällt allerdings jedesmal in Ohnmacht, wenn sie sieht, dass wir die zu zweit weghauen. Scheint wohl eine große Menge zu sein.....für manche ;-) Du kannst da natürlich variieren, mehr Sahne und mehr Nudeln nehmen - oder etwas weniger Gemüse und 250g Spaghetti. Oder mehr Gemüse und 250g Spahgetti und es "tendenziell etwas kohlehydratärmer" nennen :-)

So oder so: viel Spaß Euch beim Kochen und Essen!
#4
11.7.12, 18:28
ein ganz dicker daumen! ich finds großartig, dass du neben der vegetarischen, auch die vegane variante beschreibst! =)
#5
20.7.12, 23:18
***** Sterne für Deine Gemüsepfanne

Gemüse klein geschnitten und kurz gebraten, so mag ich es auch.
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#6 Icki
27.3.14, 10:30
Gestern abend haben wir dieses leckere Gericht gekocht, dass es in unser Rezeptverzeichnis schafft (eine Ehre, die nur getesteten, leckeren Gerichten zuteil wird).

Das Gericht war sehr lecker, vor allem der Sherry (womit ich noch nie gekocht hatte) hat eine weiche aromatische Note reingebracht. Da nach Zugabe des Sherrys nicht mehr gekocht wird, sollte man bedenken, dass das Essen "alkoholisch" ist! Ich hatte mich schon gewundert, warum mich das Gläschen Sekt zum Abendessen so umgehauen hat, aber wir vermuten, es hat sich mit dem Sherry verbündet;-) Ist ja nicht schlimm, sollte man nur im Hinterkopf haben, wenn man Fahrer oder Schwangere zum Essen da hat...

Ich notier hier mal meine Erfahrungen (und noch ein paar Fragen an donnawetta), vielleicht sind sie ja noch für jemand anderen hilfreich...

Im Supermarkt kam es zu kurzer Verwirrung, weil mein Freund das Wort "Lauch" nicht für "Porree" kannte und meinte, es wären "Lauchzwiebeln" ("Frühlingszwiebeln") gemeint. Wir haben uns glücklicherweise für das richtige entschieden und falls ihr regional auch einen anderen Begriff nutzt: Lauch= Porree;-)

Unser Gemüse haben wir wahrscheinlich nicht fein genug streifig geschnitten- bei der Zucchini und den Möhren haben wir den Sparschäler genutzt, beim Lauch habe ich versucht, mehrere Blätter gleichzeitig zu schneiden, führte alles eher zu bandnudelbreiten Streifen. Lies sich auch mit der Gabel essen, aber ich glaube, das andere wäre noch feiner geworden. Donnawetta, hast du da einen Trick, wie man sowas gut hinbekommt?

Statt Kräutersaitlingen gab es bei uns Champignons, die man natürlich nicht in Streifen schneiden kann. Ich kenne Kräutersaitlinge nicht, sind die soviel größer?

Wir haben den Knoblauch weggelassen, dadurch fehlt vielleicht eine Geschmacksnote, war aber immernoch lecker:-)

1 Packung Spaghetti waren bei uns 500g. Donnawetter: Gut ab;-) Denn ehrlich gesagt, wir halten uns für ziemlich gute Esser, haben aber grad mal die Hälfte geschafft.

Für das Gemüse haben wir einen sehr großen Topf gebraucht, weil der Porree doch viel Platz brauchte, bis er in sich zusammenfiel.

Zum Anbraten haben wir Kokosfett genutzt. Das "Anbraten" hat nur mittelgut funktioniert, spätestens bei Zugabe der Zucchini hat das Gemüse so viel Wasser verloren, dass es eher gedünstet wurde. Wir haben gedacht, das soll vielleicht so. Donnawetta, ist das bei euch auch so?

Unser Becher Sahne fasste 200ml, wir brauchten aber nochmal so viel Brühe, um überhaupt das ganze Gemüse zu bedecken. (Gemüsebrühe)

Wir waren uns auch nicht sicher, wie viel "1 Glas Sherry" ist und haben uns für ein halbes Trinkglas (in unserem Fall: ca. 120ml) entschieden. Der Sherry, der bei uns gut gepasst hat, war übrigens von der Marke OSBORNE MEDIUM.

Uns war das Gericht ein wenig zu "unsalzig", vor allem das Gemüse, wir werden nächstes Mal bei Zugabe der Sahne auch salzen.

Ich könnte mir auch vorstellen, dass Gericht mal mit Parmesanstreifen zu dekorieren, das ist aber nicht notwendig, so ist es schon sehr lecker!

Ach ja, und zu meiner Überraschung: Relativ schnell verdaut! Ich konnte kein Fitzelchen mehr essen und eine halbe Stunde später ging schon Nachtisch;-)
#7 donnawetta
27.3.14, 11:07
Wow, Icki, vielen Dank für den ausführlichen Bericht!

Dann will ich mal versuchen, deine Fragen zu beantworten :-)

Mit dem „Glas Sherry“ meinte ich ein normal gefülltes Sherryglas (vermutlich so +/- 100ml) . Das halbe Wasserglas ist recht großzügig bemessen, kommt aber hin. Ist ja auch Geschmackssache!

Für das Lauch- und Porree-Missverständnis entschuldige ich mich! Ich kenne Porree als Lauch (daher habt Ihr ja alles richtig gemacht); manche hier um Köln sagen auch „Breitlauch“.

Das In-Streifen-Schneiden mache ich mit Hilfe eines großen, frisch geschärften, schweren Küchenmessers (Klinge fast 20cm). Damit schneide ich z. B. der geputzten Möhre eine Seite ganz knapp so ab, dass sie auf der Schnittfläche einigermaßen stabil liegt. Dann schneide ich sie längs in Streifen; bei einem großen, scharfen Messer bedarf es dafür quasi nur des Senkens der Klinge. Die Scheiben schneide ich dann noch mal längst in Stifte, so dass jeder Stift nachher eine quadratische Grundfläche mit ca. 2 Millimetern hat. Beim Lauch ist es noch einfacher, da kann man die flachen Blätter direkt in Streifen schneiden. Ich mache das alles mit dem großen Messer, den Julienne-Schneider, den ich mal gekauft habe, kann man höchstens als Zestenreißer verwenden. Aber sicher gibt’s da bessere!

Kräutersaitlinge gibt es in unterschiedlichen Größen; bei uns im Temma sind das immer ordentliche Oschis, gut 6 bis 10 cm Stiel plus Kappe. Die ist bei Saitlingen im Verhältnis zum Champignon eher winzig, so dass man quasi fast nur den locker 2 bis 3 cm durchmessenden Stil schneiden muss (ich mache das da wie bei den Möhren).

Was das Anbraten betrifft: Die Zucchini gibt Wasser ab, sie sollte aber nicht so matschig werden, dass die Streifen auseinanderfallen. Vielleicht waren sie mit dem Sparschäler zu dünn geschnitten? Es geht eigentlich nur darum, dass das jeweilige Gemüse gerade so weich wird, dass man es auf die Gabel wickeln kann. Bei ganz dünnen Zucchinistreufen müsstest du sie vielleicht gar nicht mehr braten oder kochen, sondern einfach zum Schluss kurz in der Sauce ziehen lassen.

Zum Salz: Wir essen recht salzig, daher bin ich bei der Rezeptvergabe immer etwas vorsichtig. Wenn du das Gemüse beim Anbraten salzt, ist es möglich, dass es schneller weich wird (weil das Salz Wasser zieht und das Gemüse dann eher „schwimmt“. Ist aber auch nur eine Frage des Timings :-)

Ich freu mich wie Bolle, dass es Euch trotz Irrungen und Wirrungen gut geschmeckt hat! Weiterhin frohes Kochen und noch mal vielen Dank für deine Mühe!

Donnawetta
#8 Icki
27.3.14, 19:02
Huhu Donnawetta,
vielen Dank, da war viel Erhellendes dabei:-) Jetzt verstehe ich, wieso man Pilze in Streifen schneiden kann und dass die Streifen ansich etwas dicker sind. Dann tritt vielleicht wirklich weniger Wasser aus. Aber dann muss man ja echt fast jedes Porree-Blatt einzeln in Streifen schneiden, oder? Ich denke, ich mache dieses Gericht wieder, wenn ich mal ein paar Freunde zum Kochen da habe, bis auf die ganze Schnippelei ist es ja wirklich einfach.

Für das Porree-Lauch-Ding musst du dich wirklich nicht entschuldigen, ich war mir vorm PC ja noch ganz sicher, sonst hätte ich ja Googlen können;-)

Ich habe grad noch mal unser Glas nachgemessen: Wir haben ziemlich genau 100ml Sherry genommen, passt also.

Ich esse heute die Reste und finde es immer noch sehr lecker:-)
#9 donnawetta
28.3.14, 08:46
Hallo Icki, super, das freut mich! Du hast schon Recht mit der Schnippelei (und ja, ich schneide immer nur 3 oder 4 Lauchblätter gleichzeitig *g*), aber möglicherweise ist das eine Arbeit, die ein guter Julienneschneider oder irgendeine Art von Küchenmaschine oder -reibe auch leisten kann...

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