Quittenbrot ist eine wunderbar süße Leckerei, die aus Quittenmus und Gelierzucker (oder auch Zucker) zubereitet werden kann. Man kocht dafür zunächst das Quittenmus und lässt es dann mit dem Zucker dickbreiig einkochen.
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Quittenbrot mit Cranberries & Barberries

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Quittenbrot - etwas für Naschkatzen oder -kater: Da wir auch in diesem Jahr von unseren netten Nachbarn wieder reichlich mit Quitten versorgt wurden, habe ich mal dieses Rezept für Quittenbrot ausprobiert. Es ist zwar ziemlich zeitaufwendig, aber es lohnt sich. Wer also in der glücklichen Lage ist, Quitten zu bekommen, dem kann ich es sehr gern weiterempfehlen.

Quittenbrot ist eine wunderbar süße Leckerei, die aus Quittenmus und Gelierzucker (oder auch Zucker) zubereitet werden kann. Man kocht dafür zunächst das Quittenmus und lässt es dann mit dem Zucker dickbreiig einkochen. Dann verstreicht man es auf einem Backblech und lässt es an einem warmen Ort eindörren. Danach wird es in Stücke geschnitten und kann noch in Hagelzucker oder Kokosraspeln gewendet werden.

Zutaten

  • reichlich 1 kg Quitten (ohne Kerngehäuse)
  • 1 kg Gelierzucker (1:1)
  • Saft von 1 Zitrone
  • 1 ½ L Wasser
  • nach Belieben: 1 TL abgeriebene Zitronen- oder/und 1 TL Orangenschale
  • 60 g getrocknete Cranberries
  • 2 TL Barberries
  • etwas Hagelzucker oder Kokosraspeln
  • (Barberries sind Beeren von Sträuchern, die in Persien wachsen und mit unserer Berberitze verwandt sind. Sie schmecken etwas säuerlich und sind sehr gesund)

Zubereitung

  1. Die Quitten werden mit einer Bürste vom Flaum befreit, Blüten und Stielansatz schneidet man ab und entfernt die Kerngehäuse. Man kann die Quitten auch schälen, aber das ist nicht unbedingt notwendig. Dann werden die Quitten in kleine Würfel geschnitten, die Kerngehäuse gibt man in einen Teefilterbeutel und kocht sie mit den Quittenwürfeln im Zitronenwasser ca. 45 Minuten mit, bis die Quitten weich sind. Danach nimmt man den Beutel mit den Kerngehäusen heraus, seiht die gekochten Quittenwürfel über einem Sieb mit einem Geschirrtuch ab, dabei wird der Saft aufgefangen, und lässt sie gut abtropfen.
  2. (Aus dem Saft kann mit Gelierzucker ein Gelee zubereitet werden. Bei mir waren es 750 ml Saft, daraus habe ich mit 500 g Gelierzucker (2:1) Quittengelee für 3 Marmeladengläser gekocht.) 
  3. Die gekochten, gut abgetropften Quitten werden nun püriert, mit dem Gelierzucker und der Zitronen-/Orangenschale gut verrührt, zuletzt die klein geschnittenen Cranberries und Barberries eingerührt und das Ganze in einem großen Topf bei mäßiger Hitze zu einer dicklich, zähen Masse eingekocht. Das dauert so etwa 3 Stunden. Dabei muss immer mal umgerührt werden.
  4. Danach streicht man die Masse gleichmäßig etwa 1-2 cm dick auf ein mit Backpapier belegtes Blech und lässt sie an einem warmen Ort trocknen, bis sie fest ist und nicht mehr klebt. Das kann einige Tage dauern.

Tipps:

Anschließend kann das Quittenbrot dann in kleine Stücke (Streifen, Rauten, Quadrate oder Rechtecke) geschnitten oder auch mit beliebigen Formen ausgestochen werden.

Man kann das Quittenbrot auch mit Kokosraspeln oder Hagelzucker bestreuen oder die ausgestochenen Teile mit Kuvertüre überziehen.

In einer luftdichten Dose zwischen Pergamentpapier-Schichten kann das Quittenbrot dann gut aufbewahrt werden.

Ich wünsche viel Spaß beim Nachmachen und Naschen!

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9 Kommentare


#1
31.10.17, 10:28
Hört sich sehr lecker an , aber da steht Frau schon mal den ganzen Tag in der Küche , 25 Minuten Vorbereitung das reicht noch nicht mal zur Quitten Vorbereitung 
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#2
31.10.17, 11:20
Quittenbrot macht viel Arbeit und am Ende ist man enttäuscht von der Konsistenz und dem Geschmack. So erging es mir im verganenem Jahr. 

Den ganzen Tag geschnippelt, gekocht, gerührt und gebacken und am Ende hatte man eine klebrig , sehr süße dunkle Masse.
Man kann es essen, aber ich mache mir die Arbeit nicht wieder.
Wer aber Quitten mag, wird auch dieses Brot lieben.
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#3
31.10.17, 17:51
Backzeit 3:45 h , wow! Ganz schön lang. Mir scheint das Rezept sehr zeit- und arbeitsaufwendig, daher kommt es für mich persönlich nicht in Frage. Vlt. ist das was für Rentnerinnen. 
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#4
31.10.17, 22:41
Vor drei Jahren habe ich auch ein Rezept für Quittenbrot eingestellt, allerdings ohne Beeren.
Ich nehme das ausgekochte Mus, das beim Saftkochen übrig bleibt. Dadurch habe ich vor dem Quittenbrot auch schon einige Flaschen Quittensaft."geerntet".
Das Mus lasse ich mit dem Gelierzucker nur 20 Minuten kochen, das reicht völlig!
#5
15.11.17, 09:41
Oh, wenn ich mir die Kommentare so durchlese dann scheint das ja nicht so toll zu sein. Ich habe noch nie Quittenbrot gebacken.
Ich hätte auch noch eine Frage: Was sind Barbeerries, und wo kann man die kaufen?
#6
15.11.17, 10:28
@Maeusel: genau so mache ich es auch. Ich mache viel Quittengelee, weil mein Enkel nur das auf sein Frühstücksbrot mag. Das übrige Mus friere ich auch ggf ein, wenn mir ad hoc die Zeit fehlt. An irgendeinem nassen, kalten Tag mache ich dann das quittenbrot. Pur, nur mit einem Hauch Ingwer und Zimt. Steche es in sehr kleine förmchen , weil dieses süße Häppchen nur in kleinen Mengen mundet.
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#7
15.11.17, 10:29
Nachtrag: ein wenig Zitronensaft nimmt die volle Süße ein wenig zurück! 
#8
18.11.17, 01:56
@Orgafrau:

Hallo Orgafrau, es steht doch im Tipp  unter den Zutaten: Barberries sind Beeren von Sträuchern, die in Persien wachsen und mit unserer Berberitze verwandt sind. Sie schmecken etwas säuerlich und sind sehr gesund.
Ich glaube, dass ich sie bei Kaufland oder Netto gekauft hatte.
#9
18.11.17, 02:21
@backfee44: Oh, dann habe ich das doch tatsächlich überlesen. Sorry
Ich werde diese Beeren aber erst mal so probieren, weil ich die noch nie gegessen habe.

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