Bei Sonderangeboten immer das dazugehörige Prospekt mitnehmen!

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Wer kostengünstig einkaufen möchte, sollte unbedingt das Prospekt mit in den Laden nehmen!

Mir ist es schon passiert, dass die Ware, die im Prospekt (mit Foto) abgebildet war, zum alten Preis berechnet wurde. Leider hatte ich das aktuelle Prospekt zu Hause liegen und nur meine persönliche Einkaufsliste dabei.

Sicherlich war es keine kostspielige Anschaffung (Lebensmittel) aber ich nutze nunmal Angebote. Bei der Durchsicht des Kassenbons bemerkte ich sofort den Fehler und meldete diesen der Kassiererin. Diese verwies mich zum Geschäftsstellenleiter, der mir NICHT Recht gab und somit auch nicht das zuviel gezahlte Geld rausgab!

Da leider diese Ladenkette nur die Prospekte der nächsten Woche ausliegen hat, konnte ich auch darauf nicht zurückgreifen. Ich fuhr also nochmal Heim, holte das Prospekt und bin nochmal zum Laden gegangen und konnte erst mit Einkaufsbon und Prospekt mein Geld wiederbekommen.

Es war bereits Mittwoch und somit wurden schon viele Kunden um Ihr Geld gebracht, die ggf. den Kassenbon durchlesen - aber nicht auf die einzelnen Preise achten.

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24 Kommentare


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#1 *kopfschüttel*
29.6.06, 10:03
Und durch das Hin und Hergegurke (Prospekt vergessen, heimfahren, Prospekt holen) hat sich der Rückzahlbetrag dann als wahnsinnig lohnend herausgestellt...
Man kanns auch übertreiben
#2 gert
29.6.06, 11:13
sannchen!
Denken, b e v o r du einkaufen gehst!
Der Kopf ist nicht nur zum Anhübschen da!
#3 Icki
29.6.06, 14:52
Bei den meisten Prospekten die ich kriege, steht eh immer drauf: Bei allen teilnehmenden Filialen (oder so), wenn die dreist sind, müssten sie also trotzdem nicht.
#4 klaus
29.6.06, 17:34
Liebes Sannchen: heißt es nicht DER Prospekt ?
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#5 gert
29.6.06, 19:16
@ Klaus
Jetzt muß ich Sannchen aber in Schutz nehmen:
D e r Prospekt heißt es im deutschen - und d a s Prospekt im österreichischen.
Obs dir nun paßt oder nicht paßt: Das war voll daneben!
#6 Icki
29.6.06, 19:36
Oh, Gert,
eventuell auch DAS Email und DAS Laptop?
Das sagt meine süddeutsche Freundin nämlich immer...
#7 gert
29.6.06, 20:35
@ Icki
Weil du es bist + auch nur 1mal:
Es heißt d a s Email und d e r Laptop.
Ob es mundartlich andersgeschlechtlich gesprochen wird, wiß ich nicht, könnte wohl sein (etwa im österreichischen).
Und tschüs!
1
#8 Gabi
29.6.06, 20:55
@gert: nö, nö: es heißt die E-mail und nicht das E-Mail. Mit Laptop hast du Recht.
#9 gert
29.6.06, 21:29
@ gabi
Es war mißverständlich: Ich habe Ickis Email als (die österreichische Form von) Emaille gelesen. Da heißt es weiterhin DAS Email(le).
Was du meinst ist DIE E-Mail.
Jetzt ist es aber klar!?!
#10 path
30.6.06, 00:07
Lest mal im Buch von Sebastian Sick "Der Genitiv ist dem Dativ sein Tod" das Kapitel darüber, ob es die oder das Nutella heisst!
#11 Gabi
30.6.06, 10:28
@gert: ja, jetzt sind wir einer Meinung. Nettes Missverständnis. :-)
#12 gert
30.6.06, 12:09
gabi
Das hast du aber lieb gesagt.
Also Frieden!
#13 cal
3.7.06, 03:17
natürlich prospekt mitnehmen! und falls die ware vergriffen ist, den geschäftsleiter holen und fragen wie er den kalkuliert, und überhaupt. und dann ein gleichwertiges produkt verlangen...

diese lockvogel angebote mit stückzahl 2,5 muss man nämlich genausowenig hinnehmen als kunde.

gut so, sanne :)
#14
7.7.06, 15:15
Richtig! Habe das gerade gestern erst erlebt. Angebot stand nicht so wie im Prospekt angegeben zur Verfügung, ein Mitarbeiter wollte mich erst abwimmeln, in dem er blöde Witze über die "Zugabe" machte, nach der ich gefragt hatte. Habe mich aber nicht abschrecken lassen und an der Kasse nochmal nachgefragt, mit dem Erfolg, daß ein chefig-aussehender Schlips-und-Kragen-Typ kam und sich entschuldigt hat, daß der Artikel so nicht vorhanden ist und mir eine andere "Zugabe" anbot sowie einen Nachlaß beim Preis! Feine Sache! :)
#15 Sannchen!
8.7.06, 13:52
Nur war dieser Artikel nicht vergriffen.
Und hinzu kommt, daß ich als Kunde nicht wusste, daß ich für Lebensmittel noch Beweise brauche!
Ist ja wirklich Klasse, wenn ich als preisbewuster Verbraucher zukünftig 10 Prospekte mit zum Shoppen nehmen muss!
Und dieser Laden gab mir erst nach dem Beweis (Kassenbon und Prospekt) das Geld wieder, da diese Ladenkette sehrwohl jenes Produkt im Angebot hatte.

Traurig nur, daß hier (wie so üblich) dumme Bemerkungen geschrieben werden, wenn vernünftige Hinweise erfolgen!
Dann frage ich mich ernsthaft, weshalb gerade diese Leute bei "Schnäppchen und Angebote" reinschauen...um Geld zu sparen???!!!
Oder um unbrauchbare Lästereien loszuwerden, die erst Recht niemand braucht und niemandem helfen!!!
#16
1.12.06, 01:58
naja rein rechtlich betrachtet also nach § 133 und § 157 warst du im unrecht!
#17
1.12.06, 02:00
achso ich habs vergessen...die paragraphen stammen aus dem bgb
1
#18 Mike
1.9.07, 11:12
Das war nur Kulanz Sannchen. Sieh in das Prospekt und auf irgendeiner Seite (oder allen) steht das die Preise unverbindlich , freibleibend oder nur für bestimmte Fillialen sind. Es wird immer eine Freizeichnungsklausel geben, die für alle Prospektpreise gilt. - Soll heißen: Niemals 100% auf Prospektpreise verlassen. Das ist ein unverbindliches Angebot, da es an die Allgemeinheit gerichtet ist.
2
#19 Melly
14.9.07, 00:35
Hier habt doch alle keine Ahnung!

Auch Mike muss ich ein bisschen wiederbsprechen.

Ein Angebot ist IMMER (ob verbindlich oder unverbindlich) an eine bestimmt Person gerichtet.

Alles was an die Allgemeinheit gerichtet ist, sind Anpreisungen. Das macht rechtlich einen riesen unterschied.

Und diese Prospekte sind GRUNDSÄTZLICH nur Anpreisungen. KEIN Verkäufer ist rechtlich dazu verpflichtet das auch zu dem Angegebenen Preis zu verkaufen.

Den ein Kaufvertrag kommt durch Angebot und Annahme zu stande. Und das Angebot entsteht erst beim eintippen in die Kasse. Durch Bezahlen wird das Angebot (also auch der Preis)angenommen. Somit ist ein rechtlich korrekter Kaufvertrag zustande gekommen.

Es ist also kein Verkäufer dazu verpflichtet das Geld zuerstatten. Das machen sie, wenn überhaupt, nur aus Kulanz um den Kunden zufrieden zu stellen, damit er auch wieder kommt. Man hat aber keinen Anspruch auf spätere Geldrückgaben, weil ein anderer Preis bezahlt wurde als angegeben war.
#20 o.
14.9.07, 00:42
@ Melly,
für mich ist es selbstverständlich, den Prospekt dabei zu haben. Aber ihr erlebt ja an der Kasse allerlei.
1
#21 Kohlrabi
9.7.08, 07:20
Melly, du hast nicht viel mehr Ahnung, wenn auch offenbar ein Bisschen Halbwissen.

Das Angebot zum Vertragsabschluss macht nach deutschem Recht der Käufer, indem er die Ware aufs Band legt, und der Verkäufer nimmt es durchs Eintippen oder Einscannen an (oder auch nicht). Der Kaufvertrag kommt also schon vor dem Bezahlen zustande, das ist bloß eine Verpflichtung daraus.

Wenn die Willenserklärung des Kunden aber z.B. durch falsche Auspreisung auf falschen Annahmen beruht, kommt kein wirksamer Kaufvertrag zustande. Der Verkäufer kann nicht einfach an der Kasse beliebige Preise verlangen. Außerdem kann der Vertrag auch nichtig sein, wenn ihm wettbewerbs- oder sittenwiedriges Verhalten oder ein sonstiger Rechtsverstoß zugrunde liegt.

Folglich hat man kein Recht, die Ware zum angepriesenen Preis zu bekommen, aber man kann sie auf jeden Fall zurückgeben und sein Geld zurückverlangen, falls man den höheren Preis erst nach dem Bezahlen bemerkt. Im Fall einer arglistigen (absichtlichen) Täuschung hat man u.U. sogar Anspruch auf Schadensersatz (z.B. für die Fahrtkosten).

Werbung mit bestimmten Preisen verpflichtet den Verkäufer (abgesehn von Druckfehlern u.Ä.) durchaus dazu, die Ware in adäquaten Stückzahlen zum angepriesenen Preis bereitzustellen. Bloß kann der Käufer kein individuelles Recht daraus ableiten, die Sachen auch zu diesem Preis oder überhaupt zu bekommen; es ist halt eine wettbewerbsrechtliche Verpflichtung gegenüber konkurrierenden Unternehmen bzw. dient allgemein dem Verbraucherschutz.

Dass Sonderangebote in einzelnen Filialen nicht gelten, kann dann passieren, wenn diese von selbstständigen Unternehmern geführt werden (wie oft bei Edeka und Rewe), deren unternehmerische Freiheit Vorrang vor den Vorgaben der Zentrale hat. Das sollte dann aber für den Kunden klar erkenntlich sein.
2
#22 Canidia
1.3.09, 07:16
Es gibt keinen rechtlichen Anspruch auf Sonderpreise, da sich die Anbieter Irrtümer und Änderungen (KLeingedrucktes) vorbehalten. Auch sonst nicht, die Auspreisung ist nur ein Angebot. Man kann die Ware aber zurückgeben oder auf Kulanz hoffen.
#23
15.12.09, 23:56
@ Kopfschüttel: es geht ums PRINZIP!
#24 xy
29.8.10, 01:01
"Und das Angebot entsteht erst beim eintippen in die Kasse. Durch Bezahlen wird das Angebot (also auch der Preis)angenommen. Somit ist ein rechtlich korrekter Kaufvertrag zustande gekommen."

oh super...und wenn ich nicht genau drauf achte, was der/die Kassierer/in scannt oder eingibt und das erst beim kontrollieren des Bons nach dem bezahlen sehe, hab ich "rein rechtlich" Pech gehabt oder wie??

Ich kenne die genaue Rechtslage dazu nicht- allerings habe ich bisher IMMER den ausgewiesenen Preis bekommen, auch wenn er falsch gescannt wurde und das überall ;-)

"Rein rechtlich" bräuchten die Läden auch nichts umtauschen etc, es sei denn es ist fehlerhaft/defekt o.ä. und trotzdem werben gerade Aldi, Lidl und Co damit, dass man sich z.B. erstmal mit 3 verschiedenen Hosengrößen eindecken kann, da man alles was nicht passt ja später problemlos wieder gegen Geld umtauschen kann :-)

Ich denke, dass die Läden in den seltensten Fällen so reagieren, wie in dem o.g. Fall...vielen ist das "Ansehen" bzw die "Kundenzufriedenheit" dann viel mehr wert, als diese paar Cent.

Mich würde nur interessieren, welcher Laden das gewesen ist :-P

Denn wie gesagt ich hatte noch nie Probleme und habe es schon oft erlebt- und das nicht nur bei Prospektware, sondern z.B. auch Montags morgens in der Gemüseabteilung, wo das neu gelieferte, frische Gemüse zu Schleuderpreisen von Samstag abend ausgewiesen war, weil jemand vergessen hatte, die Schilder zu ändern ;-) Und trotzdem für diesen "ausgewiesenen Schleuderpreis" bekommen ;-P

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