Spaghetti a la Mutti

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Meine Mutti ist Jahrgang 30 und wenn es Spaghetti gab, dann waren die Soße ungefähr so zubreitet:

Zwiebel würfeln und in Butter glasig dünsten, dann Mehl dazu und daraus eine Mehlschwitze machen. Statt Tomatenmark und Co wurden frische Tomaten gekocht, durch ein feines Sieb geseiht (damit die Schalen darin zurückbleiben) und dies als Tomatenaroma zu der Mehlschwitze zugefügt. Gewürze? Pfeffer, Salz. Ob da Oregano und Basilikum drankam? Ich glaube es nicht. Italienisch war das nicht, schmeckte aber sehr gut nach der fischen Tomate aus dem eigenen Garten!

Vielleicht gab meine Mutter noch "Fondor" dran (heute? z.B. "Aromat" von Knorr, Klartext: Geschmacksverstärker Glutamat. Nicht gerade öko. Das gab Sie auch an die wohlschmeckende Blumenkohl-Soße. Und ich wunderte mich immer, warum meine Soße mit Pfeffer und Salz so lose schmeckte. Darauf sagte sie, ohne Gewähr so was wie: "Ja ein bisschen was muss schon dran"
A-ha das ist also Kochen bei Mutti, die mit heutigen 76 längst Oma ist. Von wegen alles Öko bei Großmutter! Meine Mutti verwandte auch in den 70ern fleißig Maggi- und Knorr-Produkte für mehr Geschmack bei den Speisen! Schmeckt wie bei Muttern heißt also schmeckt zumindest "auch" nach...


Heute macht sich meine Mutter nicht mehr den Punk mit dem Durchpressen der Tomate durch ein feines Sieb. Die Tomaten werden als Würfel in einem separaten Topf gedünstet (klar, im anderen Topf gart gerade die Zwiebel), die kleinen Tomatenschalen werden heute mitgegessen. Wieder Arbeit und Abwasch gespart.

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12 Kommentare


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#1
18.8.06, 17:26
Aber hallo,
auch zu meiner Kinderzeit (50er) nahm meine Mutter Fondor u. Maggi u. ich benutze es auch heute.
Die Sauce finde ich spitze.
Wenig Zutaten, fix gemacht - was will man mehr :)
1
#2 Gea
18.8.06, 18:19
Maggi gibts schon ewig. Und noch heute geben so manche Spitzenköche einen Spritzer ins Salatdressing, eine absolute Geschmacksveredelung!
-1
#3 kiwi
18.8.06, 19:01
Ich bitte euch... zwiebeln und tomate als sauce? Wenn ich schon Gemüse schneide, kann ich mir auch etwas mehr mühe geben, sonst könnt ich ja gleich ketchup nehmen!
#4 Navina
18.8.06, 19:40
Kein Kommentar Kiwi.
-.-
-.-
1
#5
18.8.06, 22:01
kiwi...
dann nimm doch ketchup
#6
18.8.06, 22:54
Riecht angenehm frisch und mild, verträgt sich gut mit guten Parfums und hält sein versprechen... kaum Hautglanz..selbst nach Stunden.
#7 Kiwi
19.8.06, 00:08
@Kommentare:

Jetzt mal ehrlich, Butter, Zwiebeln, Tomaten, Pfeffer, Salz, Geschmacksverstärker

Was spricht dagegen etwas Tomatenmark dazuzunehmen, (Sahne (ich schreibs in klammern bevor die diätfreunde meckern)), frische Kräuter, Gewürze... dann kann man sich den Geschmacksverstärker sparen.
#8
19.8.06, 00:13
Was Mutti vor 50 Jahren gemacht hat, kann doch wohl nicht verkehrt gewesen sein ???
Oder etwa doch?
#9 Ocke
19.8.06, 00:16
Damals haben die Leute noch geglaubt, Maggi würde aus Maggikraut hergestellt.
1
#10 Chris
8.11.07, 01:13
@Ocke
Ich weiß nicht wie lange ich gedacht habe das aus Maggi ,in der Hühnerbrühe (Jahrgang Anfang 70) Porree etc. wird! ^^

Somit hat nicht nur Muddi gemogelt sondern halt auch Omma schon. Und das war gut so! ;-)


Geschadet hat es mir nicht und ich finde auch das Rezept von Anette lecker. Jeder halt nach seinem Gusto.

Ich sag nur "Käsebrote mit Ketchup"! ^^
#11 thorsten
3.1.09, 17:33
ein traum
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#12
16.5.11, 16:28
Ob ich das jemals nachkochen werde? Wahrscheinlich nicht. Trotzdem: Daumen hoch für so ein altes, sicher gutes Rezept. Es erinnert mich an die Tomatensoße meiner Oma. Die hat sie so ähnlich gemacht. Und den Fondor oder Knorr-Pulver ersetze ich heute durch Maggikraut (Liebstöckel) oder Schnittsellerie. Ich denke mal, in beiden Pflanzen ist genug natürliches Glutamat drin, um dem Ganzen den "Geschmack" einzuhauchen, den Oma mit Fondor erreicht hat.

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