Tante-Else-Bällchen

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Meine Mama und ihre Schwestern haben sich früher einmal im Monat - immer reihum - zum Mittagessen und Kaffeeklatsch getroffen. Jede war halt mal mit der Bewirtung dran. Meine Mama hat dann die oben benannten "Bällchen" zum Mittagstisch gekocht. Da das Gericht bei allen Schwestern sehr beliebt war, erhielt es von diesen den Namen "Tante-Else-Bällchen" nach dem Vornamen meiner Mutter. Hier das Rezept zum Nachkochen. Es hat übrigens einiges gemeinsam mit den allseits bekannten Königsberger Klopsen, schmeckt aber ganz anders, eben nach "Tante Else".

Für ca. 4 Personen:

1/2 kg Rindergehacktes
1 Ei
3 Scheiben Toastbrot, im Mixer zerbröseln oder
3 EL Paniermehl
1 gewürfelte und angeröstete Zwiebel
Pfeffer, Salz, Muskat
Petersilie

Für die Soße:

Etwas Butter oder Margarine
Mehl
Sahne oder Creme Fraiche
1 bis 2 Pckg. magere Schinkenwürfelchen
1 kl. Zwiebel
Evtl. etwas Salz, Pfeffer und Muskat zum Nachwürzen

Das Gehackte mit allen Zutaten gut vermischen, mit Pfeffer, Salz und Muskat würzen, die fein gehackte Petersilie untermischen und sodann zu kleinen Klößchen formen.

Einen Topf mit leicht gesalzenem Wasser zum Kochen bringen und die Klößchen bei schwacher Hitze garziehen lassen, aber nicht mehr kochen.
Wenn die Klößchen gar sind - sie schwimmen dann oben - mit einem Schaumlöffel aus dem Kochwasser fischen und dieses durch ein Sieb gießen.

In einem Topf die Butter oder Margarine zerlassen und die Schinkenwürfelchen zusammen mit den Zwiebelwürfeln leicht anbraten, die Zwiebelchen sollten etwas gebräunt sein! Mehl einstreuen und durch Zugießen der Kloßkochbrühe eine helle Mehlschitze herstellen. Diese Soße noch mit Creme Fraiche oder Sahne aufpeppen und falls nötig, mit Pfeffer, Salz und Muskat noch etwas nachwürzen. Aber vorsichtig, denn die Kochbrühe hat ja schon etwas Geschmack aufgenommen.

Zum Schluss die Fleischbällchen in die Soße geben und wieder heiß werden lassen. Hierzu schmecken am besten leckere, neue Kartoffeln (die alten tun es aber auch) und ein grüner Salat oder auch ein Feldsalat.

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10 Kommentare


#1
9.4.12, 09:39
das kommt in meine Rezeptsammlung.
Danke dir.
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#2
9.4.12, 09:43
"... schmeckt aber ganz anders, eben nach "Tante Else"." das könnte man auch anders verstehen ;)
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#3
9.4.12, 14:27
das rezept klingt sehr gut und ist auf jeden fall einen versuch wert.

als ergänzung dies noch: in das kochwasser der bällchen kann man noch gewürze, suppengemüse oder brühe zufügen. dazu noch einige nudeln oder reisreste, die gerade noch im kühlschrank sind. oder ein ei unterschlagen für eine eierblumensuppe.

das ergibt mit wenig mehr aufwand und kosten eine vorsuppe oder eine suppe für den nächsten tag.
#4 Murmeltier
9.4.12, 14:51
@seidenloeckchen: Das ist sicher auch noch eine gute Idee und in jedem Fall eine Überlegung wert. Voraussetzung ist aber, daß Du genug Wasser zum Garen der Bällchen genommen hast. Etwas von der Garbrühe mußt Du ja nehmen, um die Soße herzustellen. Also vorher überlegen, ob noch eine Vorsuppe gereicht werden soll.
#5
10.4.12, 18:56
Gruß an tante Else und ich werde es ausprobieren
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#6 Murmeltier
10.4.12, 19:17
@Tierliebe: Meine Mama Else kann ich leider nicht mehr grüßen und auch die übrigen Tanten sind teilweise schon lange verstorben, aber ich freue mich, daß ich möglicherweise Deinen Geschmack angeregt habe. Wünsche Dir schon jetzt guten Appetit!
#7
9.7.13, 16:59
Habe dein Rezept heute ausprobiert war sehr lecker habe noch eine Dose Erbsen + Karotten dazu gegeben.
#8
9.7.13, 17:02
War sehr lecker gibt's bei uns jetzt öfters. Danke für das Rezept. :-)
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#9 Murmeltier
9.7.13, 19:45
@florna: Danke für Dein Lob, es freut mich, daß es Dir und Deiner Familie geschmeckt hat!!
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#10
9.7.13, 20:01
@Murmeltier:
Mir gefällt das Rezept auch sehr gut und den Namen, Tante-Else-Bällchen, finde ich lustig. Auch das Sößchen, mit den Speckwürfeln, gefällt mir gut. Jetzt weiß ich was ich morgen koche.
Danke fürs Rezept.

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