Umweltbewusst schenken

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Damit z.B. bei einer großen Familie die Weihnachtsgeschenke nicht zu einem Desaster von Verpackung und nutzlosem Kram werden, habe ich hier einige Tipps.

  1. Möglichst auf Geschenkpapier verzichten. Ich sammele das Jahr über Geschenketüten, von anderen lieben Menschen, die uns etwas geschenkt haben. An Weihnachten kommen die Tüten zum Einsatz. Alternative: Kleine Geschenke in bunten Zeitschriftenseiten verpacken.
  2. Ruhig mal etwas Gebrauchtes schenken, sofern der Gegenstand noch tadellos ist (was bei vielen ja der Fall ist). Allerdings kann man das nicht bei allen Menschen machen. Wenn man aber weiß, dass der Andere auch gerne für sich Gebrauchtes kauft, warum nicht?
  3. Gutscheine schenken (für Restaurants, Kinos etc.) - kein Kram, der wieder irgendwo produziert werden musste und es stärkt lokale Unternehmen. Oder: gebastelter Gutschein für eine gemeinsame Unternehmung (bitte nicht gemeinsames Frösche aufpusten, das wäre nicht umweltfreundlich).
  4. Selbstgemachtes schenken, für den, der´s mag. Da ist eure Kreativität gefragt, wenn es darum geht, aus Dingen, die ihr zu Hause habt, originelle Dinge zu zaubern.
  5. Geschenkespenden, z.B. möglich bei der Organisation Ärzte ohne Grenzen. Hier kann man im Auftrag einer anderen Person einen Geldbetrag spenden, bekommt dafür eine kleine Urkunde. Der Tipp ist sehr speziell, aber manche (mein Vater z.B. , er ist Arzt) wissen das zu schätzen.
  6. Zu guter Letzt: Warum nicht mal nachfragen oder absprechen, was gebraucht wird? Das macht vor allem Sinn, wenn man die Kinder von Freunden beschenken will. Im Endeffekt nutzt es weder dem Kind noch der Umwelt, wenn zehn Teddys im Kinderzimmer herumliegen (die irgendwo in Fernost produziert wurden).
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29 Kommentare


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#1
6.11.13, 20:09
Ich bin Jahrgang `56.
Wir Kinder bekamen damals u. a. benötigte Bekleidung und Schuhe zum Geburtstag, als auch zu Weihnachten.
Bei meiner Tochter (`86) habe ich's genauso gehalten.
Außerdem wurde immer im Familien- und Freundeskreis abgesprochen, wer was schenken wollte oder konnte.
Meine Tochter ist plietsch: Sie verteilt ihre Wünsche :)))
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#2
6.11.13, 20:10
hm, hat mich gerade nicht vom Hocker gerissen.
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#3
6.11.13, 20:15
PS:
Mein Bruder fragte mich mal vor etlichen Jahren, was ich mir zum Geburtstag wünsche.
Ich sagte ihm: Einen Bratenwender.
Seine, aggressive, Antwort: Den kannst Du Dir selber kaufen!

Zu meinem Geburtstag bekam ich von ihm irgendeinen Schund, den ich nicht brauchte.
Aber - von meiner Cousine bekam ich zwei unterschiedliche Bratenwender - in Rot, passend zu meiner Küche. Sie kannte weder meine Wünsche noch meine Küche.
Ich habe mich riesig gefreut!!!

Auch bezüglich eines Geburtstages meiner Tochter wurde ich von ihm gefragt. Meine Vorschläge hat er ignoriert. Sie bekam ein komisches, dunkles und gruseliges Bild. Der Anblick dieses Bildes verursachte Albträume ...
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#4
6.11.13, 21:47
@Bossi:
Deine Kuchengrundrezepte mich auch nicht. :-((((

@eisernelady
Ich finde den Grundgedanken sehr gut 1. 3. und 4 könnte ich mir, für mich, vorstellen umzusetzen.
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#5
6.11.13, 21:59
Wir haben schon vor Jahren in der Familie und im Bekanntenkreis die ganze Schenkerei abgeschafft und ich muß sagen es war ein großer Segen.

Erstens habe ich mnir selber dabei das Kopfzerkratzen sparen können wem ich was schenken könnte, und ich bekam auch nicht mehr lauter Sachen die ich nicht wirklich gebrauchen konnte oder die absolut gar nicht meinem Geschmack entsprechen.

Großer Bonus ... eine Menge Stress vor Weihnachten gespart, kein Geld verdonnert für Sachen die Keiner gebrauchen kann und passend zum Thema keine Berge von Verpackungsmüll.
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#6
6.11.13, 22:10
Ehrlich ... ich freu mich auch über Schund. Wenn denn der Schenker sich - wenn auch die falschen - Gedanken gemacht hat. Verwendung findet sich doch meist dann doch noch. Hände hoch, wer selbst noch nie " Schund" verschenkt hat. :-) Die Tipps finde ich aber gut.
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#7
6.11.13, 22:35
nellocat, ich gebe es zu das ich warscheinlich selber so manchen Schund ver-
schenkt habe ohne das ich es so beabsichtigt hatte - eher weil der Beschenkte mit meiner Gabe Nichts anfangen konnte.

Ich beneide Dich darum das Du auch für Schund noch Verwendung findest, denn wenn mir etwas absolut nicht gefällt oder keine Ahnung habe was ich mit dem Zeugs soll dann hat es eben keinen Platz in meinem Leben. Ich denke da z. B. an Plüschtiere, Parfüms die an mir eher stinken, Mode Krimskrams was überhaupt nicht zu mir paßt oder irgend welches Nippeszeugs wo ich nicht wüßte wo ich es mir hinstellen sollte.

Vielleicht bin ich auf dem Gebiet auch zu wählerisch und anspruchsvoll, und wenn ich meinen Leutchen irgend welchen "Schund" geschent habe, haben die das vielleicht genauso empfunden wie ich.
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#8
6.11.13, 23:26
@freespirit: kann ich nachvollziehen. Man muss ja nicht mit dem selbst als über flüssig empfundenen warten bis ein Festtag kommt. Mal ein so ganz nebenbei abgegeben es was-auch-immer hat was. Was in dem einen Leben keinen Platz hat findet ihn in einem anderen. Man kann ja im Umfeld fragen "brauchst Du das vielleicht" und siehe da... Hat aber wohl weniger mit dem Sinn des Tipps, nämlich dem Umweltbewusstsein beim Schenken zu tun...
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#9
6.11.13, 23:36
Noch eine kleine Anmerkung. Warum nicht Gebrauchtes, was man nicht mehr benötigt, nicht direkt weitergeben? Da wiederum würde ich nicht freuen, wenn ich als z.b. Geburtstagsgeschenk etwas bekäme, was jemand als für sich
wertlos aussortiert hat, nachdem er es gebraucht hat.
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#10
7.11.13, 01:09
Also ich wäre ganz schön beleidigt wenn mir jemand was Gebrauchtes verpackt in Zeitungspapier schenken würde!
Dann soll man es lieber ganz sein lassen.
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#11
7.11.13, 07:40
.... Ich käme nie auf die Idee etwas gebrauchtes und dann auch noch in Zeitungspapier verpacktes "Geschenk" zu verschenken.

Und sollte ich sowas bekommen, waere ich doch etwas "verwirrt".

Dann lieber gar nichts schenken. Punkt.

Wenn ich was in meiner Wohnung aussortiere, zb Deko oder andere Dinge, dann pack ich das in eine Kiste und frag Familie/Freunde ob sie etwas gebrsuchen können. Diese Gaben werden gerne gemommen. ABER da entscheidet ja der "Beschenkte" selbst, ob er das möchte oder nicht.
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#12 mayan
7.11.13, 08:30
Gebrauchtes verschenke ich auch, aber nicht zu Weihnachten, sondern einfach so. Krimis z.B., wenn ich die einmal gelesen habe, lese ich sie meist nicht nochmal, wo bliebe da die Spannung? Also verschenk ich sie, oft auch bei Krankenhausbesuchen.
Weihnachten ist was Besonderes, da gibt es auch nicht Gebrauchtes oder on Zeitungspapier gewickeltes. Tut mir leid, aber das finde ich lieblos und unfestlich. Auch Weihgnachten ohne Geschenke gefällt mir nicht. Allerdings äußere ich Wünsche bzw was ich nicht haben will, z.B. mache ich sehr deutlich, dass ich nichts zum Anziehen will (ich sage dann diplomatisch, dass ich eine komische Figur habe und alles erst anprobieren muss- was dann dazu führt, dass ich oft witzige Socken kriege, aber das ist okay!) und kein Parfüm, es sei denn, es wäre meine allseits bekannte Lieblingsmarke.
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#13 donnawetta
7.11.13, 08:32
Ich finde es super, Gebrauchtes geschenkt zu bekommen, da ich auch ansonsten immer erst versuche, Gebrauchtes zu kaufen, wenn ich etwas haben will. Ich mache das nicht aus Geiz, sondern um die Umwelt weniger zu belasten. Es gibt zahlreiche Dinge, die man im gebrauchten Zustand völlig bedenkenlos verwenden kan - von Büchern über DVDs bis zu Kleidung und Spielen. Mein erstes gebrauchtes Geschenk von einer Freundin war sogar etwas "Intimes" :-P, nämlich ein Epilierer. Die Besitzerin hielt das Teil für ein Folterinstrument und freute sich, jemanden damit glücklich machen zu können. Das war vor ca. 15 Jahren. Ich hatte das Maschinchen über 10 Jahre, bevor ich es selbst weiterverschenkt habe an jemanden, der das Rupfen erst mal ausprobieren wollte. Man kann also sagen, dass dieses Geschenk die Produktion von 2 weiteren Epilierern und letzten Endes 2/3 des anfallenden Mülls gespart hat und mir 10 Jahre lang glatte Waden bescherte.

Die Spendengeschichte habe ich jetzt schon auf einigen Parties "angetroffen", da haben die Gastgeber gebeten, auf Geschenke zu verzichten und statt dessen etwas zu spenden. Wir gehen dann meist zu Oxfam und "kaufen" eine Ziege, ein Huhn oder Schulbücher für bedürftige Familien in Afrika. Man bekommt einen hübschen Spendenbeleg in Form einer Postkarte und eines Kühlschrankmagneten, die man dann symbolisch schenken kann und kommt nicht mit leeren Händen.

Will sagen: Ich finde Eiserneladys Tipp super (auch alle anderen Punkte) und würde auch zwei Daumen hochreißen, wenn ich könnte!
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#14 mayan
7.11.13, 08:37
@donnawetta: Ich gebe dir recht (und einen grünen Daumen), nehme und verschenke auch Gebrauchtes, aber nicht unterm Weihnachtsbaum, sondern so, ohne besonderen Anlass!
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#15 donnawetta
7.11.13, 08:45
Schade, ich kann meinen Kommentar nicht mehr bearbeiten, deshalb muss ich eine zweiten dalassen: Hier ist die Seite, auf der man sich über geschenkte Ziegen informieren oder auf sie starren kann :-)

http://www.oxfam.de/spenden/einziegartige-geschenkideen

@mayan: Wir beschenken zu Weihnachten ohnehin nur die Kinder (ausgesprochen praktische Regelung in unserer Familie), und da habe ich schon Gebrauchtes verschenkt - z.B. an meinen ältesten Neffen, der sich die Biogartenbibel gewünscht hat, gern eben auch gebraucht. Und mein Mann hat früher sein altes Playmobil an die Kids in der Verwandschaft verschenkt, auf Wunsch der Eltern sogar "auf Raten", weil sie nicht wollten, dass die Kinder unter Bergen von Spielzeug ersticken. Wir haben das ganze Zeug gewaschen und nach Themen sortiert und nach und nach unters junge Volk gebracht. Die Kinder haben sich genauso darüber gefreut wie über Neuware, die teilweise auch am Start war.
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#16
7.11.13, 09:40
.
Nachhaltig verpacken kann man mit schönen Geschirrtüchern. Die braucht doch jeder, das meiste paßt rein, Nachhaltigkeit garantiert. Für Näherinnen kann man auch einfach einen Meter eines originellen Stoffes nehmen.

Gebrauchtes, was ich nicht mehr mag, verschenke ich stets so. Sozialkaufhäuser, das Rote Kreuz oder die örtliche Obdachlosenhilfe freuen sich.
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#17
7.11.13, 09:53
ich gebe auch Gebrauchtes weiter und nehme es gerne an ..... schon immer, als meine Kinder klein waren hatte ich einen Kinder-Laden mit Secondhandshop-Abteilung und meine Freundin hat darauf gewartet, das ich aus meinen Kleidern wachse .... sie passt heute noch hinein ;-)))

An Weihnachten muss es nicht sein, ich kenne die Menschen, die ich beschenken möchte und ihre Vorlieben, einfach übers Jahr zuhören ..
oder der Gedanke an Mit-Menschen kommt beim Einkaufen, wem ich mit etwas Besonderem eine Freude machen kann ... es kommt nicht auf die Größe an, nur auf die Freude … ;-)))
Zeit schenken, zuhören, eine Einladung zu einem Ausflug … zusammen Zeit verbringen, ist auch ein schönes Geschenk, macht Freude und bleibt in der Erinnerung …... kann man nicht kaufen!

Ich kenne Weihnachten seit meiner Kindheit als Fest der Freude, mit der Familie und Freunden zusammen sein, Geschenke sind eine Aufmerksamkeit, ich gehe ungern mit leeren Händen zu einer Einladung...

der Tipp ist Anregung und Erinnerung zugleich, danke ….. *Daumen drück*
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#18
7.11.13, 13:53

Gebrauchtes zu verschenken ..., das sollte man sich gründlich überlegen.
Auch, ob das gebrauchte Geschenk zum Anlaß passend ist.

Meine Mutter hat vor wenigen Jahren meinem Neffen zur Konfirmation eine gebrauchte Armbanduhr geschenkt.
Über seine Reaktion und seinem halbherzigen Dank, als auch über die Reaktion der Familie war sie sehr verärgert und beleidigt.
Diese Armbanduhr war ein Werbegeschenk von "Financial Times Deutschland". Deutlich lesbar auf dem Ziffernblatt unter der "12" stehend.

Im Vorfeld hatte sie mit mir darüber gesprochen. Daß das für einen besonderen Anlass ein unpassendes Geschenk ist (jedenfalls aus meiner Sicht) interessierte sie nicht.




PS:
Meine Mutter hatte mehrere solcher Armbanduhren. Von daher konnte ich den Wert der verschenkten Uhr ermitteln: ca. 80 Euro.
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#19 Upsi
7.11.13, 17:25
ich bin auch heilfroh das wir die beschenkerei abgeschafft haben. die kleinen enkelkinder sind die einzige ausnahme, aber die freuen sich eh über jede kleinigkeit. weihnachten bedeutet für uns, das die familie zusammenkommt, gemeinsames essen und einen schönen spaziergang am meer. kleine mitbringsel wie ein paar blümchen oder eine flasche wein sind erlaubt. an dieser großen wahnsinnigen geschenkehascherei beteiligen wir uns alle nicht.
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#20
7.11.13, 17:41
Übrigens kann auch Gebrauchtes dem Beschenkten als Schund erscheinen :-)
#21 eisernelady
7.11.13, 17:54
Klar. Beim Schenken sollte man eben sich Gedanken machen. Ein Beispiel: ich habe mir kürzlich ein Hörbuch gekauft ( ein Mittelalter-Krimi ). Derzeit höre ich es durch, es ist sehr spannend, wenn ich es einmal gehört habe, brauche ich es nicht mehr. Ich werde es meiner freundin schenken. Selbstverständlich ohne jegliche Kratzer und Gebrauchsspuren. Das einzige, was fehlt, die diese durchsichtige Plastikhülle. So gesehen ist es ein gebrauchter Gegenstand, der aber uns beiden Freude machen wird, weil meine Freundin Mittelalter-Krimis liebt und viel beruflich mit dem Auto unterwegs ist und ich weiß, dass sie dann im Auto Hörbücher hört. Unter diesem Aspekt finde ich Gebrauchtes zu verschenken total okay.
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#22
7.11.13, 20:58
Am umweltbewusstesten wäre es auf die ganze sinnlose Schenkerei ohne Sinn und Verstand (denn haben wir alle nicht schon alles was wir brauchen???) gänzllich zu verzichten.
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#23
7.11.13, 21:00
@Teddy: wie humorlos sich über so ein Geschenk zu ärgern. Eine Uhr ist eine Uhr und wer sich darüber ärgert, dem geht es anscheinend zu gut
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#24
7.11.13, 21:12
@baerlinerin: Finde ich nicht. Was ich nicht brauche "gebe ich weiter" - völlig OK. Es gibt aber auch ganz besondere Anlässe. Und da sind auch besondere Gaben gefragt und nicht der Schrott, den ich eh loswerden will.
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#25
7.11.13, 21:19
Wenn es um Umweltschutz geht.. warum nicht etwas selbermachen? Würde mich als Beschenktem auf jeden Fall mehr freuen als siehe oben...
#26
7.11.13, 22:44
Ist neulich passiert:
Eine Freundin hat sich lange Gedanken darüber gemacht, was sie ihrem Freund zum Geburtstag schenken könnte. Dann ist ihr ein Geschenk eingefallen. Nur durch einen Zufall erfuhr sie, kurz vorm Kauf und zwei Tage vorm Geburtstag, daß er sich dieses eine Woche vorher gekauft hatte.
Nun saß sie wieder ratlos da ...


Es ist schon schwer ein passendes Geschenk zu finden.
Kann man mit der Umsetzung seiner Wünsche nicht warten bis nach dem Ehrentag oder Weihnachten?
#27
8.11.13, 07:42
@Teddy
"Kann man mit der Umsetzung seiner Wünsche nicht warten bis nach dem Ehrentag oder Weihnachten?"

da stimme ich dir zu,

leider liegt das am heutigen Konsumdenken ... alles direkt haben wollen ;-((( schafft trotzdem keine Zufriedenheit ..;-((
dabei ist wünschen bzw. noch Wünsche haben, gleich welcher Art, die spannende Vorfreude auf Fest- oder Feiertage ... sich dann über jede Überraschung freuen können wie ein Kind.
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#28 donnawetta
8.11.13, 08:32
Mal ehrlich - es geht doch nicht darum, dass man seinen Müll loswerden soll, getarnt als Geschenk. So war das von eisernelady nicht gedacht. Es geht darum, dass man jemandem einen Wunsch erfüllten kann, ohne etwas zu kaufen. Klar kann ich 1 Mio 17 Cupcakes backen - aber ob der Beschenkte sich dann immer freut? Ich kann auch eine Uhr für 1000 Euro kaufen, die der Beschenkte trotzdem grässlich findet. Diese Probleme betreffen ALLE Arten von Geschenken, nicht nur die gebrauchten.

Ich würde Barbie, wenn ich mit ihr befreundet wäre, zu Weihnachten sicher keine abgelegte Bio-Schafwoll-Strickjacke von der Schäfereigenossenschaft schenken, weil ich wüsste, dass sie daran garantiert keinen Spaß hätte. Aber ein Kind, dass sich empört abwendet, wenn das Legoset gebraucht (aber noch vollständig) ist, ist zumindest MIR noch nicht untergekommen. Und sollte ich so eins kennenlernen, würde ich seinen Eltern überlassen, das kleine Konsummonster weiter zu mästen.

Wenn jemand unbedingt ein bestimmtes Buch lesen, einen Film sehen oder ein Hörspiel hören will, dann ist es ihm oder ihr meist schnurzegal, ob das Ding schon von jemand anderem in den Händen gehalten wurde. Und wenn ich WEIß, dass Leute so denken, kann ich ihnen auch gebrauchte Dinge schenken, ohne dass sie das Näschen rümpfen. Wenn ich der Meinung bin, einen gewissen Geldwert verschenken zu müssen, kann ich die Differenz durch einen weiteren, erwünschten, gebrauchten Gegenstand oder ein anderes umweltfreundliches Geschenk erweitern. Oder ich lege einen Schein dazu. Wie gesagt, es geht hier nicht ums Sparen, es geht um umweltfreundliches Schenken.
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#29
1.12.13, 13:00
@nellocat: nun, diese "Probleme" erübrigen sich, wenn man sich gar nicht beschenkt.

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