Liebe Marigo !
das tut mir persönlich sehr, sehr leid.
Wir hatten auch (nacheinander) 2
Katzen, die letztendlich wg. Niereninsuffizienz 'erlöst' werden mußten.
Mau (unsere erste
Katze mit diesem Symptom) war dann ca. 1 Jahr, bevor wir sie einschläfern lassen mussten auch blind geworden (Zusammenhang sehr wahrscheinlich).
Eigentlich war sie noch ca. 1 Woche vor ihrem Tod relativ fit. Dann ging alles sehr schnell:
sie hat sich verkrochen, nicht gefressen. Die Tierärztin meinte, daß die Chance 50/50 ist, sie durch entsprechende Aufbauspritzen wieder hinzukriegen. Das ging ca. 3 Tage gut. Danach war's noch schlimmer. Sie hat verdreht auf dem Boden gelegen, ist 'quasi' auf dem Boden gelaufen und hat sich eingepinkelt.
Wir sind wieder zu Ärztin: Diagnose: auch noch wahrscheinlich ein Schlaganfall !
Es gab
nur die Lösung dieses arme Tier zu erlösen ! Eine Katze jammert nicht, kann ihre Schmerzen nicht mitteilen. Wir Menschen müssen die Verantwortung übernehmen.
Du willst sicher nicht, daß dieses ame Wesen zu sehr leiden muß, oder ?
Die Erlösung war wirklich so:
erst bekam Mau eine kleine Beruhigungsspritze und dann nach ca. 1 Minute eine Spritze direkt in die Lunge. Mein Mann hat sie festgehalten und gestreichelt. Es dauerte - wirklich nur 2-3 Sekunden und es war vorbei ! Sofort hat die Ärztin kontrolliert - es war vorbei.
Mein Mann ist dann noch mit Mau in seine alte Wohnung gefahren, die zwar noch hatte, aber schon bei mir eingezogen war. Dort hatte er Jahre mit Mau verbracht und wollte dort seinen persönlichen Abschied nehmen. Er hat viel geweint.
Wir haben sie dann in einem Waldstück begraben, in dem mein Mann als Kind viel gespielt hat.
So hat sie ein persönliches Grab, an dem er/wir sie immer wieder besuchen können.
Und das ist - finde ich - sehr wichtig.
Wir haben uns dann doch nach einer Woche wieder eine Katze aus dem Tierheim (Krähenwinkel /Hannover) geholt. Auch sie hatte Niereninsuffizienz, war schon blind und hatte FIV.
Sie war nicht vermittelbar mehr, aber wir konnten ihr noch fast für ein Jahr ein gutes Leben bieten. Und sie hatte sogar wieder Temperament. Wir haben noch viel mit ihr erlebt und auch gelacht. Sie konnte sogar ein wenig frech werden !
Unser Tierärztin sagte mal bei einem Besuch bei ihr ab:
'eigentlich müßte Ihre Gina jeden Tag die Pfötchen falten und Ihnen danken, für das was sie ihr Gutes tun'... Das ist für uns heute noch ein sehr tröstlicher Gedanke, der uns sagt, daß wir alles richtig gemacht haben und ihr noch einen schönen Lebensabend bereitet haben. Im Tierheim wäre sie sicher viel früher und ungeliebt gestorben.
Aber dann ging es auch wieder sehr schnell. Und es lief so wie vorhin beschrieben ab.
Auch Gina haben wir im Wald beerdigt, neben Mau.
Ich hoffe, ich habe Dir geholfen im Sinne von Mut machen.
Denk' nicht an Dich, denk' an das arme Wesen und wieviel schönes ihr erlebt habt.
Egal wie lange ihr zusammen seid oder ward.
Kümmere Dich umgehend um Deine Katze, sie wird es Dir 'irgendwie' irgendwann danken !
Ich wünsche Dir Kraft für diesen schweren aber sinnvollen Schritt.
All das hat mit Weihnachten nichts zu tun, denn Deine Katze kennt Weihnachten nicht, nur Du !
Kann mir gerade meine Tränen nicht verkneifen.
Alles Liebe
Taline.
P.S. bitte melde Dich !