Gelroller schreibt wieder!

Die Mine wenige Sekunden nahe ihrer Spitze über eine Flamme halten und drehen: Die Wärme wird ringsherum an die Tinte geleitet.
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Gelroller sind eigentlich eine tolle Stifte-Art, wenn es darum geht, Texte effektvoll, mit bester Präzision in der Linienführung und in sehr vielen Farben bis hin zu Neon- und Glitterfarben zu Papier zu bringen. Der Auftrag der Tinte ist fast 10mal so stark wie der eines Kugelschreibers und verspricht eine leicht erhabene elegante Tintenspur auf dem Blatt, die zudem wisch- und wasserfest ist und von vielen anderen Stiften dauerhaft überschrieben werden kann. 

Leider werden diese Stifte häufig falsch gelagert, nämlich liegend: Dann stockt der Tintenfluss und der Gelroller ist nach dem Öffnen der Kappe oft nicht schreibbereit und bereitet nur Frust. Hier schafft u.a. Abhilfe, diese Stifte ausschließlich senkrecht zu lagern, sodass die Tinte dauerhaft Richtung Metallspitze fließen kann.

Eine Möglichkeit, den Gelroller wieder zum Schreiben zu bringen ist, die Mine aus dem Stift herauszuholen und den transparenten Schaft mitsamt der darin sichtbaren Tinte ein wenig zu drücken und dabei leicht zu drehen, sodass an allen Stellen der Tintenfluss wieder angeregt wird.

Auch Wärme kann beim Anschreiben der Gelstifte helfen:  Als beim letzten Projekt trotz richtiger Lagerung mein Gelstift trotz aller Versuche nicht zum Schreiben zu bewegen war, habe ich die Spitze der Mine in der Handfläche gerieben - leider auch ohne Erfolg, wenngleich so im Netz beschrieben. Weil ich immer kalte Hände habe, konnte das ja auch schlecht zu einem Ergebnis führen. Also habe ich den Stift auseinander genommen und ein Teelicht bereitgestellt: DIE Lösung war gefunden! Näheres siehe in den Bildunterschriften.

Die Mine wenige Sekunden nahe ihrer Spitze über eine Flamme halten und drehen: Die Wärme wird ringsherum an die Tinte geleitet. Nach dem Erwärmen fließt die Tinte wieder bestens aus dem Stift und erzeugt die gewünscht tolle Farbverteilung auf dem Papier!

Meine dringende Empfehlung: Wenn man den Gelstift während des Arbeitens an einem Projekt für mehrere Minuten aus der Gewohnheit heraus immer wieder vor sich auf die Arbeitsfläche legt, kann es dazu kommen, dass er nach dem in die Hand nehmen dann doch wieder nicht schreibt. Deshalb vor jedem neuen Aufsetzen auf das Papier den Stift an einem bereit liegenden Schmierpapier neu an-schreiben und nur so den Tintenfluss überprüfen: Nichts ist schlimmer, als wenn man das Neu-Ansetzen der Stiftspitze auf dem zu gestaltenden Original sieht.

Achtung: Alle Gelstifte nur mit sehr wenig Druck über die Fläche führen, denn das gewohnt starke Aufdrücken auf Papier kann schon den Tintenfluss leicht stoppen.

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