Benzin sparen, runter vom Gas - wenn möglich Tempomat nutzen

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Ich fahre öfters 400 km um meine Eltern zu besuchen, wenn ich kein günstiges Bahnticket bekomme, fahre ich mit dem Auto. Früher habe ich mich ins Auto gesetzt, nach dem Motto "Zeit ist Geld" und wollte so schnell wie möglich ankommen. Ergebnis: gute Zeit aber maximaler Verbrauch, mein 55 Liter Tank reichte für 600 km. Irgendwann kam ich auf den Trichter meinen Tempomat zu nutzen, ich schalte den bei 130 km/h ein und lass es einfach rollen.

Wer keinen Tempomat hat, muß mit dem Fuß versuchen, gleichmässiges Tempo zu fahren. Ich schone damit meine Nerven, Reifen, die Bremsen und meinen Geldbeutel weil mein Verbrauch um 20 bis 30 Prozent zurück gegangen ist. Statt 600 km komme ich so 800 bis 900 km. Aber nur Überlandfahrten, in der Stadt geht der Vebrauch trotzdem hoch. Aber auch da gibts ja eine Menge Sparpotential, richtiger Reifendruck, unötiges Zeug aus dem Kofferraum entfernen, Dachgepäckträger, die nicht benötigt werden, abmontieren usw. Habt ihr auch gute Tipps?

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11 Kommentare


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#1 donnawetta
17.9.11, 09:28
Prinzipiell hilft es schon mal, sich kein extrem schweres und den Himmel verdunkelndes Fahrzeug wie einen Jeep oder SUV zu kaufen - es sei denn, man muss regelmäßig Lasten über unbefestigte Straßen oder durch Flüsse ziehen oder wohnt im Hochgebirge. Sprich: Kürzer treten beim Autokauf spart Anschaffungs-, Sprit-, Versicherungs- und Steuerkosten. Eine dreiköpfige Familie passt nämlich druchaus in einen Kleinwagen, solange das Kind kleiner als 1,80m ist. Weiter spart man, wenn man seinen Wagen nicht allein nutzt, sondern Leute mitnimmt - am besten regelmäßig, ansonsten ggf. über die Mitfahrerzentrale. Die ist besonders sinnvoll bei unregelmäßig gefahrenen Strecken über 200km. Der Mitfahrer ersezt einen Teil des Benzingeldes und zweitens fährt er nicht selbst und verbläst den Sprit ein zweites Mal. Das betrifft also auch das Sparen unserer Umwelt zuliebe. Und was das angeht, ist man (wegen der Atemluftbelastung durch Feinstaub) besser mit einem Benziner als mit einem Diesel unterwegs. Wir haben uns vor fünf Jahren einen Hybrid der zweiten Generaltion gekauft; der braucht im Jahresmittel bei 30.000 gefahrenen km knapp 5 Liter. Und das ist nicht mal eins der neuen Modelle. Gebraucht gibt es so einen Wagen für den Preis eines neuen Fiat Panda - oder neu ab 40% der Anschaffungskosten für einen mittelteuren SUV. Einer der Vollhybrid-Hersteller ist dafür bekannt, besonders langlebige Fahrzeuge zu bauen, so dass sich die Invesition alle Mal lohnt. Aber bevor man umsteigt, ist es sinnvoll, den "alten" Wagen zu fahren, bis er auseinanderfällt, denn die Anschaffungskosten für jedes Auto sind zusammen mit den Herstellungs- und Entwicklungskosten (gerechnet in Euro/Subventionen und Umweltschäden) so giganitisch, dass man es eigentlich 30 Jahre lang fahren müsste, damit es sich lohnt.
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#2 wermaus
17.9.11, 17:31
Guter Tipp, und der von Donnawetta auch.
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#3
17.9.11, 18:07
mein nächstes Auto hat einen Tempomat!!!
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#4
17.9.11, 18:34
stimmt, mit tempomat spart man nciht nur Sprit sondern auch Stress beim Fahren
#5
17.9.11, 19:04
Hallo hannilein: Wie komme ich zu Deinem tollen Avatar?
Danke für Deinen Tipp im voraus. Liane 2812
#6
18.9.11, 11:45
@hannilein, auch mir gefällt Dein Avatar.


Daß man mit einem Tempomaten ruhiger und entspannter fährt, halte ich für einen Trugschluß.
Eine gleichmäßige Geschwindigkeit kann man auch mit dem Fuß erreichen. Es liegt einzig und allein nur an einem selbst.

Ein Tempomat kann eine feine Einrichtung sein, wenn man's sich verkehrstechnisch leisten kann, den Fuß abseits zu legen. Ansonsten muß auch bei Benutzung eines Tempomaten der Fuß über dem Gaspedal bleiben. Sonst verliert man u. U. kostbare Reaktionszeit.

Soviel aus meiner Erfahrung mit meinem Tempomaten.


So, und nun werde ich den Kofferraum und den Radkasten nach unnötigen Kram durchsuchen und diesen entfernen.
Allen noch 'nen schönen Sonntag.
#7 Oma_Duck
18.9.11, 14:20
Kleiner Hinweis: Die Avatare, nicht nur der "Sprinter" von Hannilein, sind nicht geschützt. Einfach rechten Mausklick drauf, "Bild speichern unter", und schon ist er im Kasten. Die Beweglichkeit komm aber erst wieder, wenn man das Bild dann erneut kopiert und in ein Textdokument einfügt.
#8
18.9.11, 15:34
Ich glaub auch, dass man den Tempomaten nicht unbedingt für eine gleichmäßige Geschwindigkeit braucht. Aber dazu muss jeder und jede ehrlich genug sein und die eigene Fahrweise analysieren.
#9
18.9.11, 18:35
@Teddy: mein Avatar passt insoweit zu mir, dass ich täglich gute 60km zur Arbeit fahre - zum Glück alles Autobahn -
Aber deshalb wäre ich echt froh, wenn meine "Mühle" diesen Tempomaten hätte.
#10
18.9.11, 20:36
@hannilein: Deinen Kommentar an mich verstehe ich nicht.
Weder habe ich mich negativ über Deinen Avatar geäußert, noch habe ich mich gegen einen Tempomaten gewandt.
#11
14.3.12, 09:25
Der kraftstoffsparende Einsatz eines Tempomaten auf Autobahn und Landstraße ist keine Frage des Glaubens, sondern wird von der Kraftstoffmomentanverbrauchsanzeige (Bordcomputer) glasklar bestätigt. Selbstverständlich kann der rechte Fuß bei passender Verkehrssituation auch immer wieder mal "abgestellt" werden - ein angenehmer Nebeneffekt. Bei stärker ansteigender Straße würde durch den dem Tempomaten innewohnenden Automatismus, welcher dazu eingerichtet wurde, eine gleichbleibende Geschwindigkeit zu halten, der Kraftstoffverbrauch kurzzeitig stark ansteigen. Daher setze ich ihn bei Bergauffahrt kurzzeitig außer Kraft, nutze die nachfolgende Bergabfahrt, um wieder an Geschwindigkeit zu gewinnen und der installierte Memoryeffekt sorgt für ein bedienungsfreies Wiedereinschalten des Tempomaten. Was soeben wortreich und komplex erklärt wurde, kann in der Praxis durch ein kurzes Antippen des Gaspedals umgesetzt werden.
Eine weitere, in der öffentlichen Diskussion kaum beachtete Komponente des Kraftstoffsparens wirkt subtil und kraftvoll zugleich. Ich bin früher ein temparamentvoller Verkehrsteilnehmer gewesen und genau wie die Drehfreude des Motors sich auf meinen Fahrstil übertrug, war dem Motor auch deutlich anzuhören, wer da hinter dem Steuer Platz genommen hatte. Mit dem Erwerb des ersten Dieselfahrzeug hat sich dies deutlich geändert. Der behäbige Klang und das sonore Brummen haben sich überaus positiv auf meine Fahrweise ausgewirkt. Ich habe seit vielen Jahren jegliches Interesse am schnellen Fahren verloren, sitze während der Fahrt deutlich streßfreier und beinahe wie ein Beobachter des vorbeiflutendes Verkehrs auf meinem "Kutschbock" ohne jedoch zum mobilen Verkehrshindernis zu mutieren. Vermutlich begrüßen es die Waldorfschüler in der Leserschaft, wenn ausgerechnet ein Vorzeigevertreter des Konventionalismus davon spricht, "mit dem Haupt(verkehrs)strom zu fließen", statt wie ein Gejagter auf der Überholspur Dauerfalten in das eigene Gesicht zu kerben. Dieser Paradigmenwechsel senkte meinen Kraftstoffverbrauch deutlich mehr, als jede nur vorstellbare technische Einrichtung.

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