Die Alternativmedizin

Es gibt noch andere Systeme neben der Schulmedizin. Diese haben eine sehr lange Geschichte und sind an ihren Ursprungsorten anerkannte und gängige Methoden.
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Die Schulmedizin vertraut auf wissenschaftlich geprüfte Methoden und Medikamente. Es gibt jedoch noch andere Systeme der Medizin, zum Teil aus früheren Zeiten oder auch anderen Kulturen. Sie werden sehr oft als minderwertig oder auch gerne als zweite Wahl hingestellt, doch viele von ihnen, wie z. B. die Akupunktur und die Naturheilkunde, haben eine sehr lange Geschichte und sind an ihren Ursprungsorten anerkannte und gängige Methoden. Andere Heilverfahren, z. B. die Homöopathie, sind erst vor relativ kurzer Zeit entstanden. Im Laufe der Zeit fanden manche dieser Methoden auch Eingang in die Schulmedizin (z. B. die Osteopathie), andere wiederum verschwanden und neue entstanden. 

Die Akupunktur

Die Akupunkturpunkte des Körpers können auf unterschiedliche Weise stimuliert werden. Bei der Moxibustion (die eben so alt ist wie die Akupunktur), wird mit erhitzten Nadeln gearbeitet. Man sticht eine Nadel in die Haut, die ein mit Moxa (Beifußwolle) gefülltes Hütchen trägt. Wenn die Moxa entzündet wird, überträgt sich die Wärme über die Nadel auf die Haut. Angeblich gibt es besonders am Ohr über 100 Punkte, die den Energiefluss im gesamten Körper steuern. Die Behandlung dieser Punkte mit Druck, Nadelstichen, elektrischem Strom oder auch Laserlicht wird als Aurikulotherapie bezeichnet. Sie soll Schmerzen lindern und gegen allerlei Beschwerden helfen. Auch viele andere Punkte am Körper können auf diese Weise stimuliert werden.

Die Reflexzonentherapie

Die Reflexzonentherapie beruht auf der Vorstellung, dass jeder Teil des Körpers einen Punkt am Fuß zugeordnet ist. Die Stimulation der Reflexpunkte durch Massage oder Druck dient der Heilung und Linderung von Beschwerden. Die Grundlagen der Reflexzonentherapie wurden in den 30er Jahren von einer Masseurin entwickelt. Sie beschrieb die Zusammenhänge zwischen Reflexzonen am Fuß und den verschiedenen Körperteilen und hielt diese auf Tafeln fest. Wer schon mal eine Massage dieser Art erfahren hat, weiß, wie gut sie tut, danach fühlt man sich wie ausgewechselt. 

Die Massage

Wenn wir uns gestoßen haben und danach die schmerzende Stelle reiben, ist dies bereits eine Art einfacher Massage. Massagen lindern Verspannungen und sind in unterschiedlicher Form praktisch in jeder Kultur bekannt. Massagen werden zur Vorbeugung und auch zur Behandlung von Krankheiten verschrieben. Viele schätzen sie auch als Entspannung für Körper und Geist vor wichtigen Ereignissen oder einfach, weil die das Wohlbefinden fördern. Oft werden Massagen mit anderen Methoden kombiniert, u. a. mit Aromatherapie oder auch Physiotherapie. 

Die Aromatherapie

Die Aromatherapie mit verschiedenen Düften spricht vor allem den Geruchssinn an.  Die Substanzen werden aus Pflanzen gewonnen z. B. durch Auspressen, Destillieren oder Extrahieren. Die so erhalten Essenzen werden mit pflanzlichen Ölen versetzt und werden entweder inhaliert oder in die Haut einmassiert. Angeblich hat jedes Öl seine besonderen Heilkräfte. Die Aromatherapie wird oft bei Atmungsbeschwerden, Schmerzen, Erkrankungen der Harnwege oder auch bei psychischen Problemen als Entspannung eingesetzt. 

Yoga

Yoga und ähnliche Praktiken werden sowohl zur Behandlung von Krankheiten als auch zur allgemeinen Gesunderhaltung von Körper und Geist eingesetzt. In Indien wird Yoga seit über 6000 Jahren praktiziert. Wichtig dabei sind Körperhaltung, Atmung und Meditation. Die Übungen sollen den Körper elastisch machen und die Harmonie von Körper und Geist fördern. Yoga kann bei Stress, Depressionen, Arthritis und Verdauungsstörungen helfen. 

Chiropraktik 

Die Chiropraktik kommt aus den USA und beruht auf der Annahme, dass die Wirbelsäule für die Gesundheit des Nervensystems und damit für das körperliche und geistige Wohlbefinden eine entscheidende Rolle spielt. Chiropraktiker versuchen, Leiden wie Rücken- oder Kopfschmerzen, durch manuelles Einrichten verschobener Wirbelkörper zu beheben. 

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