Gas- und Stromkosten sparen

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Vor einigen Wochen kam im TV ein Bericht, dass viele Energielieferanten ihren Kunden nicht mitteilen, wenn es ein günstigeres Preismodell als das gerade gültige gibt.

Kurze Zeit später lag meine Jahresabrechnung für Strom und Gas im Briefkasten. Ich sah auf der Internetseite meines Lieferanten nach. Dort gibt es einen Rechner, mit dem man den günstigsten individuellen Tarif berechnen kann. Jahresverbrauch (steht auf der Rechnung) und Postleitzahl eintragen und sofort kommt das Ergebnis, welches das für mich günstigste Tarifmodell ist. Es war n i c h t das Modell, in das ich seit Jahren eingeteilt war und der neue Preis war sowohl beim Strom als auch beim Gas um mehr als 10% niedriger als der alte!!!

Anruf beim Strom/Gas-Anbieter: Bitte um Änderung des Tarifs und Frage, warum mir die billigere Variante nicht mitgeteilt wurde?! Lapidare Antwort: Änderungen des Tarifsystems werden durch die lokale Presse bekannt gegeben.

Also Leute: Prüft nach und lasst Euch nichts gefallen!

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17 Kommentare


#1 pia
6.6.06, 16:56
morgen ruf ich an bei meinem stromlieferer. is ne frechheit wie uns alle abzocken wollen.
#2 Georg
10.6.06, 09:20
Klasse Tipp! Mein Stromanbieter musste auch "nachgeben" und ich spare dadurch viele viele Euro.
#3 cary
1.7.06, 00:10
GENIAL!!!
#4 Julia
4.7.06, 09:39
meinst du die www.verivox.de???

Auf dieser Seite sind aber keine Tarife, sondern Anbieter aufgeführt....

Muss man dann bei EnBW kündigen und zu einem anderen gehen??

Ich weiß fragen über fragen, aber das interessiert mich jetzt auch ....
#5 Cornelia & Harro
4.7.06, 17:48
@Julia: Erst musst du bei DEINEM Stromlieferanten der EnBW rauskriegen, ob du schon in einen Tarif eingeteilt bist, der für dich der billigste ist. Wie kriegst du das raus? Du rufst bei EnBW an und fragst, welchen Tarif du hast und ob es billiger geht oder suchst auf der EnBW Internetseite nach einem Stromrechner, der dir die preisgünstigste Lösung ausrechnet. Wenn dir das Ergebnis trotzdem zu teuer ist kannst du auch den ganzen Anbieter wechseln, indem du z.B. bei verivox oder ähnlichen Adressen nach dem billigsten Strom deutschlandweit suchst. Wir haben auch wechseln müssen, weil unser Lieferant (ESWE) uns nicht entgegen kam.
Der Stromtipp (Einkaufstipps/Sparen) steht auch bei mutti.de und dort gibt es viele Meinungen dazu, die sicher interessant für dich sind:
www.frag-mutti.de/tipp/p/show/category_id/4/article_id/6883/Gas--und-Stromkosten-senken.html
#6 Seb83
1.10.06, 21:18
Ihr müsst einfach den günstigen Strom nutzen von 0 bis 6 uhr. Da ist die kwh 2 cent billiger. Oder ihr lasst euch den strom vom Staat bezahlen ihr affen
#7
3.10.06, 10:18
Hallo zusammen, der bisher beste Tipp den ich gelesen habe. Funktioniert 100%.
Bekam gleich auch noch Treuebonus von 15% mit. Besten Dank
Putztommy
#8 tommy
3.10.06, 10:21
Bis jetzt bester Tipp, den ich gelesen habe. Funktioniert 100%. Bekam auch gleich noch Treuebonus von 15% dazu.
Vielen Dank und mehr davon.
#9
4.10.06, 00:39
seb83:
"Oder ihr lasst euch den strom vom Staat bezahlen ihr affen"
--> na, kleener, so jung und schon hartz IV?
"von 0 bis 6 uhr. Da ist die kwh 2 cent billiger."
--> das gilt für Tarifverträge mit Haupt- und Nebenzeit. Es gibt aber auch Eintarifverträge. Manche Leute über 23 wissen das.
...so, und jetzt wechsel mal deine Windeln...
#10 Hildegard
3.11.06, 21:52
Wer Energiekosten sparen will, kann auch die Heizung etwas niedriger einstellen.
Jedes Grad Temperaturabsenkung spart bis zu sechs Prozent Heizkosten
#11 Alex
4.12.06, 19:44
Hmm ich kann das nicht glauben.
Ich bin mir recht sicher, dass der Energielieferant dazu verpflichtet ist jeden in den günstigsten Tarif zu stellen
#12 Andreas
3.1.07, 11:04
Bei uns ist nix mit Wechsel. Haben Nachtspeicherheizung. Oder kann hier jemand helfen?
#13 KD
17.9.07, 13:30
Hallo Zusammen,

damit hier viele ein bisschen klaren sehen möchte ich euch ein bisl was von der Stromwelt erzählen. Danach dürften einige Fragen geklärt sein.

Seit 1998 gibt es die Liberalisierung auf dem Strommarkt. Das heißt jeder Kunde kann sich selber seinen Stromlieferanten suchen und mit ihm ein vertragliches Verhältnis eingehen. Es gibt Unterschiede zwischen einem grundversorgten Kunden und einem Sondervertragskunden. Grundversorgte Kunden sind zumeist Kunden die ein bisl "faul" sind und sich nicht um ihren Stromtarif kümmern. Im Gegenzug dazu haben sie auch ein Rund-um-Sorglospaket mit sofortigem Kündigungsrecht. Sondervertragskunden sind Kunden die sich spezielle Konditionen sicher wollen, zumeist günstigere Strompreise. Dafür gehen sie aber zumeist eine Vertragsbindung von 1 bis 2 Jahren ein. Da das Stadtwerk aus rechtlichen Gründen nicht einfach über den Kopf des Kunden hinweg entscheiden kann was der Kunde nun möchte (jederzeitiges Kündigungsrecht oder günstigere Vertriebspreise bei Vertragsbindung) kann das Stadtwerk nicht von alleine die Tarife ändern, dies muss auf Wunsch vom Kunden kommen. Dies ist ähnlich wie beim telefonieren mit dem Handy. Prepaid ist teuer aber jederzeit "kündbar" oder Vertrag mit günstigeren Minuten und 24-Monaten Vertragslaufzeit.
Es liegt also nicht in der Verantwortung der Stadtwerke (rechtlich auch nicht möglich) sich um die Tarife zu kümmern. Wenn beim Stadtwerk nachgefragt wird, wird einen zumeist auch der aktuell günstigste Tarif angeboten. Dies ist aber abhängig davon ob man nicht derzeit noch in einem anderen Vertragsverhältnis gebunden ist. Dies ist nachzuprüfen, aber zumeist stufen die einen um, wenn man den Wunsch äußert. Die Veröffentlichung der Strompreis kann auf einer effizienten Weise nur über die Zeitung und Internet erfolgen. Wenn ständig bei verschieden Tarifangeboten der einzelne Kunden angeschrieben werden soll, erhöht dies nur die Kosten für alle. Deswegen muss man sich hier nochmal ganz klar selber darum kümmern. Ein Stadtwerk ist kein Sozialverein der einen "wie eine Mutti" an die Hand nimmt. Diese Zeiten sind seit der Liberalisierung 1998 vorbei, auch gesetzlich so bestimmt vorbei, dies hat nichts mit Abzocke zu tun. Der Telefonanbieter rennt einen ja auch nicht hinterher und stellt einen jeden Monat ausführlich seinen neuen Preismodelle vor.

Bei den Zählern ist zwischen einem Eintarif- und einem Zweitarifzähler zu unterscheiden. Da die Kosten für die Zählermiete für Zweitarifzähler zumeist höher ist als die für Eintarifzähler, lohnt sich der Einbau eines Zweitarifzählers nur für Kunden die auch wirklich in der angegebenen Zeit soviel Strom verbrauchen, das die erhöhte Zählermiete sich rechnet. Desweiteren ist der Wunschen einen Ein- oder Zweitarifzähler zu haben vom Kunden initiiert und nicht vom Stadtwerk. Deswegen muss man sich auch an dieser Stelle selber drum kümmern, da das Stadtwerk dies nicht ohne Kundenwunsch machen darf.

Nachtspeicherheizungen haben einen gesonderten Tarif, auch dies ist wieder gesetzlich geregelt, da dafür andere Regelungen gelten. Für diese Tarife gibt es zumeist kein zweites Angebot.

Ich hoffe ich konnte ein bisl Klarheit in die Sache bringen. Grundaussage ist: Selbst in der Mann/die Frau. Selberkümmern ist Angesagt
#14 Tine
3.10.07, 13:04
Hallo KD, erst mal danke für die ausführliche Stromwelt-Beschreibung. Ich kenne den o.g. Fernsehbericht:
1.) Es ging NICHT darum, dass Stadtwerke "über den Kopf des Kunden hinweg" (wie du schreibst) einfach Tarifänderungen vornehmen sollen!
2.) Vielmehr ging es darum, dass viele Stromlieferanten den Kunden günstigere Möglichkeiten einfach verschweigen, während andere dies ihren Kunden ganz korrekt mitteilen!!! Ahaaa, bei manchem Anbieter funktioniert Info wohl doch, obwohl er "kein Sozialverein" (wie du schreibst) ist.
3.) Lieferanten sollen sich selbstverständlich nicht jeden einzelnen Kunden herauspicken und diesem den für ihn passenden Günstigtarif zurechtbasteln, sondern ihm z.B. mit der Rechnung oder mit der öfter mal zugestellten Reklame ganz einfach sämtliche angebotenen Tarife nennen. Mehr nicht.

Meine Stadtwerke sind übrigens ein prima Beispiel dafür, dass kundenfreundlicheres Verhalten offensichtlich erlernt werden kann: Wie der Tippschreiber habe auch ich damals durch die Sendung im Fernsehen festgestellt, dass ich – weil uninformiert – zu teuer eingestuft war und umgehend einen Tarifwechsel vornehmen lassen, im übrigen ohne Sonder-Vertragsbindung, sprich längere Laufzeiten. Inzwischen bekam ich unaufgefordert ca. 3-4x Post mit alternativen Vorschlägen für preislich interessante Strommodelle. Et jeht doch!

Die Selbstverantwortung des Kunden ist ein Ding, ein zweites ist aber, dass man ausgerechnet den Stromkonzernen, die an uns allen unmäßig verdienen, nicht eine umfassende Informationspflicht erlassen darf. Zumal es genug Verbraucher gibt, die keine Möglichkeit haben, sich in Sekundenschnelle per www Vergleiche anzeigen zu lassen.
#15 Stefan
13.10.07, 20:04
Ich bin mit der hohe Rechnung zu Stadtwerke hingegangen und habe denen gesagt sie können nicht einfach die Zahlen so setzen wie die wollen daher habe ich eine günstigere Tarif erworben.....Melde mich in einem Jahr wieder

Stefan
#16 Felix
5.12.07, 19:16
Auf die Energiekonzerne lass ich nichts kommen! Wer nicht vergleicht ist selber schuld - die großen Energiekonzerne haben mittlerweile Tochterunternehmen die durch Direktvertrieb billiger sind. Zum Beispiel E-Wie-Einfach als E.ON Tochter.
#17 Sven
26.4.10, 23:00
Schon ne Frechheit, wie wir alle verscheißert werden!!!

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