Das Kleingedruckte von Lebensmitteln lohnt sich zu lesen, um Näheres über die Inhaltsstoffe zu erfahren.

Kleingedrucktes lesen

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Sparen an der falschen Stelle: Bei Lebensmitteln nur auf den Preis schauen. Da finden sich schnell eine Menge Zusatzstoffe und Aromen, die machen die Produktion für die Lebensmittelindustrie billiger. Aber muss Schlagsahne Carageen enthalten? Gurken Süßstoff und Aromen? Ein Blick auf die gelisteten Inhaltstoffe lohnt sich. Der zeigt nämlich oft den - gesundheitlichen - Preis der Schnäppchen...


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14 Kommentare


1
#1
8.5.04, 19:25
Mir ist allerdings aufgefallen, dass auch Markenartikel oft eine lange Zusatzstoffliste haben. Anscheinend wird so doppelt abkassiert (billig hergestellt - teuer verkauft). Man sollte deshalb immer genauer aufs Etikett gucken. Wer sicher gehen will, vermeidet besser Fertigprodukte. Ein gutes Kochbuch ist besser als jedes Fix-Produkt. ;-)
#2 Wanzman
24.6.04, 17:07
Oder schaut mal bei Ketchup oder Sossen: kommt erst Wasser, dann Zucker, dann das Leckere, dann ist das Pfusch an der Zunge und schmeckt nur durch die Zusätze E210,xxy, etc. Das ist billiger, aber man kriegt ne Geschmacksverarmung, weil man immer nur Künstliches isst, anstatt echte Geschmacksstoffe zu geniessen. Echter Ketchup mit wenig Zucker - das sollte die Menschheit mal probieren! Hmmmmmh!
#3 Torsten
9.10.04, 18:24
Jau. Da angeblich bereits 8% der duteschen eine weizen-allergie haben, fragt man sich wohin das führen soll. Denke mal, so beinahe 50% der Bevölkerung hat mittlerweile irgendeine Allergie. Die Industrie kriegt so lange jeden Sch.... genehmigt, es in unser Essen zu tun, bis wir (post mortem) beweisen können, daß das schädlich war. KEINERLEI Fertigscheiß mehr seit 2 Jahren, KEINE Probleme !! Eßt heute Chemie und in fünf Jahren vertrag Ihr nix anderes Mehr!! MAHLZEIT
#4 xy
16.11.04, 22:15
Eins will ich doch mal wissen, Thorsten:
Was ist Du statt "Fertigscheiß", wieviel kostet es, wer kocht es, woher bekommst Du es?
Kurz: Nicht jeder hat soviel Zeit und Geld, sich mit 100% Ökokost zu versorgen.
Lebe seit 18 Jahren mit Fertigscheiß; keine Probleme.
#5 lowcarblady
30.11.04, 14:50
Na lieber Süßstoff in den Gurken als der ganze Zucker in der Wurst und überall - aber prinzipiell hast du Recht .... immer die Zutaten prüfen!
#6 Maegy
28.12.04, 10:00
Vor allem sollte man auf die Zutat Glutamat (div. Bezeichnungen), die in den meisten Knorr- und Maggi-Produkten enthalten ist. Glutamat ist ein GEschmacksverstärker und bewirkt Fresssucht, d. h. billige Zutaten werden als lecker empfunden!
#7 olivenfreund
18.1.05, 20:10
Bei der Verbraucherzentrale kann man ein Heftchen erstehen, indem alle E-Nummern aufgelistet sind - manche entpuppen sich nämlich auch als natürliche Farbstoffe oder ähnliches.
#8 olivenfreund
18.1.05, 20:12
Ach ja, das mit dem Glutamat - ich hab mal ne Reportage darüber gesehn. Da gings unter anderem darum, dass Glutamat in Verdacht steht, im Gehirn Schäden zu verursachen. Hab das komplett von meinem Speiseplan gestrichen.
#9 Plasma
25.1.05, 13:18
Neue Produkte durchlaufen Verbauchertests, bevor sie in den Handel gehen. Da sitzen dann verschiedene Probanten in Kabienen und verkosten das neue Produkt in verschiedenen Variationen oder Rezepturen. Überwiegend Leute aus der angepeilten Zielgruppe. Danach entscheidet sich, welches Produkt in den Handel kommt. Die Leute wissen nicht, was da drin ist, die schmecken und sehen nur, was da auf dem Teller liegt. Und das was besser schmeckt, kommt in den Handel. Auch wenn es das Produkt mit mehr chemischen Zusatzstoffen ist. Oder denkt ihr, eine Firma bringt essen auf den Markt, was keinem schmeckt aber dafür 100% Natur ist. Ausser ein paar Ökos kauft das doch keiner. Und das ist nicht im interesse der Firma. Die Firma interessieren nur Absatzzahlen. Ausserdem müssen auch noch Faktoren wie haltbarkeit, Lagerung und Transport berücksichtigt werden. Ausserdem darf es im Laden nicht wesentlich teurer wie das vermeintliche Konkurrenzprodukt sein. Also kann man einige teure natürliche Rohstoffe schon mal von vorne herein ausschliessen.
Wenn man also in den Supermarkt geht und sich das "Kleingedruckte" durchliest und einem das nicht so gefällt, und von den vielen chemischen Begriffen abgeschreckt wird, sollte man sich im klaren sein, dass der Verbraucher durch seine Essgewohnheiten und Geschmacksvorlieben und optischen Vorstellungen von Essen selbst dafür verantwortlich ist, was in seinem Essen drin ist, weil er es sonst nicht essen würde, wenn es nicht seinen Vorstellungen entspricht.

Schau doch mal im Supermarkt die Leute an, die im frischen Obst und Gemüse rühren und sich die besten Stücke rauspicken. Ein Apfel mit einem kleinen braunen Punkt bleibt liegen. Die Hersteller müssen also schauen, dass sie Äpfel produzieren bzw. wachsen lassen, die keine unansehlichen Punkte haben. Das geht aber meistens nicht ohne Chemie oder Gentechnik. Auch da ist wieder der Verbraucher schuld.

Geh mal in ein Reformhaus und schau dir da die Preise an. Ganz schön teuer, gell?
Heutzutage ist die natürliche Produktion teurer und aufwendiger wie die industrielle Produktion in der vielleicht auch chemische Stoffe zum Einsatz kommen.

Aber das hat der Verbraucher selbst zu verantworten durch sein eigenes Konsumverhalten. Kann sein, dass heute einige Leute aufwachen und den Nachteil darin erkennen, aber jetzt ist es leider zu spät und der Anteil dieser Personen wird auch nicht die Hersteller dazu bewegen was zu ändern.

Für die Leute gibt es ja Reformhäuser. Die sind halt wie schon erwähnt zu teuer und die meisten essen halt dann lieber die billige und "schönere" Chemie. Leider ist es auch heutzutage so, dass die mehrheit der Bevölkerung auf den Preis und nicht auf die Qualität achtet bzw. aufgrund ihrer finanziellen Situation achten muss.

Wer sich also über zuviel Chemie im Essen beschwert sollte vorher mal genau darüber nachdenken warum das so ist. Und man sollte sich über die Entwicklung und Herstellung von Nahrung im Industriezeitalter und der automatisation Informieren und Gedanken machen.
#10 pfati
12.2.05, 20:52
was hast du denn gegen carrageen? ist doch nur ein ballaststoff!!
#11 Michaela
15.9.05, 13:33
Wenn man wie ich eine Lebensmittelunverträglichkeit hat, dann schaut man sich nach Sachen um, die man überhaupt essen kann. Ich nehm Zusatzstoffe in Kauf, bevor ich nur Reis esse
#12 Bernd
24.2.06, 09:30
Scheiss doch auf die Zusatzstoffe, die werden ein nicht umbringen und wenn doch hats wenigstens geschmeckt.
#13
27.2.06, 21:31
Das perfide ist, daß die Zusammenstellungen im Lauf der Zeit verändert werden.
Ich habe mir z.B. ein Müsli herausgesucht, das frei von chemischen Zusatzstoffen war.
Irgendwann hat der Hersteller die Rezeptur geändert und künstliches Aroma hineingepanscht.
Anderes Beispiel: Beim Discounter gab es jahrelang im Angebot reines Teebaumöl.
Vor kurzem wurde wieder Teebaumöl in der gleichen Aufmachung vom selben Hersteller angeboten. Diesmal aber nicht mehr rein, sondern ganz unauffällig mit zwei Zusatzstoffen versehen. Wenn ich nicht aufgepaßt hätte, hätte ich das Gepansche gekauft.
Wenn man sicher gehen will, muß man die Zutatenlisten jedesmal kontrollieren.
#14 Hans
5.9.10, 13:27
@maegy: es ist noch schlimmer! Glutamat mach das Gehiern kaputt.

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