Bei den meisten Lakritzprodukten beträgt der Gehalt an Glycyrrhizin maximal 200 mg / 100 g, wenn der Gehalt höher ist, muss dieses Produkt als „Starklakritz“ gekennzeichnet werden.
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Lakritze - mit Vorsicht genießen!

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Unlängst las ich in einem Artikel über die Gefahren bei übermäßigem Lakritzgenuss. Eine 44-jährige Frau erlitt einen Herzanfall, nach dem Aufwachen litt sie unter Atemnot und einem Engegefühl in der Brust - also deutliche Anzeichen für einen Herzinfarkt. Der Arzt stellte jedoch eine vasospastische Angina, eine Form der Angina Pectoris fest. Das ist eine Verkrampfung der Herzkranzgefäße, die zu einer Durchblutungsstörung des Herzmuskels führt. Diese Verkrampfung konnte dann durch Nitrogaben gelöst werden.

Es stellte sich dann heraus, dass die Patientin am Vortag ihres Anfalls eine ganze Tüte (200 Gramm) Lakritze gegessen hatte. Lakritze wird ja bekanntlich aus der Süßholzwurzel gewonnen, und diese enthält den Wirkstoff Glycyrrhizin. Wenn man zu viel davon zu sich nimmt, kann das zu einer Veränderung des Mineralstoffwechsels mit Natriumanreicherung, Wassereinlagerung und Kaliummangel führen, was dann eine Blutdruckerhöhung und Muskelschwäche zur Folge haben kann.

Bei den meisten Lakritzprodukten beträgt der Gehalt an Glycyrrhizin maximal 200 mg / 100 g, wenn der Gehalt höher ist, muss dieses Produkt als „Starklakritz“ gekennzeichnet werden. Ist der Gehalt jedoch höher als 400 mg / 100 g, dann ist der folgende Aufdruck vorgeschrieben: „Enthält Lakritze - bei hohem Blutdruck sollte ein übermäßiger Verzehr dieses Erzeugnisses vermieden werden.“

Allgemein wird empfohlen, bei einem regelmäßigen Verzehr, die Glycyrrhizin-Zufuhr auf 100 mg / Tag zu beschränken. Normalerweise enthalten die meisten Lakritzwaren, die im Supermarkt angeboten werden, zwar Süßholzwurzelextrakt, aber in solch geringen Mengen, die weder für Kinder noch für Erwachsene gefährlich werden können. Ansonsten gibt es aber auch manchmal Lakritz mit dem Aufdruck „Erwachsenenlakritz - kein Kinderlakritz!“ 

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5 Kommentare


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#1
29.10.16, 13:21
Danke für den Tipp, wenn ich das lese,bin ich direkt froh ,dass ich keine Lakritze mag.Ich kenne aber Leute,die lieben sie,die werde ich warnen!
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#2
29.10.16, 14:19
Ja,eine Arzthelferin sagte es mir auch,dass Lakritze den Blutdruck ansteigen läßt.Wer sie gerne mag,am Abend drauf verzichten,wenn man noch schlafen möchte.
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#3
29.10.16, 23:17
Lakritz sollte in Maßen und nicht in Massen genossen werden. Dann ist es auch nicht schädlich, sondern gesund. :)

Möglicherweise hatte die 44jährige Frau Vorerkrankungen.
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#4
1.11.16, 19:22
Unser einer Sohn hat einmal mit vier oder fünf Jahren zwei Lakritzschnecken gegessen. Am nächsten Tag hatte er Durchfall und Fieber. Zunächst war mir der Zusammenhang nicht eindeutig. Aber als das so ähnlich einige Monate später wieder passierte, war klar: Lakritz kann für kleine Kinder schädlich sein.
#5
4.11.16, 18:41
Wenn auf der Lakritz-Tüte steht "nur für Erwachsene" dann sollte man den Genuss schon stark einschränken. Kinder brauchen dieses Starklakritz dann bestimmt nicht.

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