Beantragen einer Pflegestufe

Nicht scheuen eine Pflegestufe zu beantragen

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Niemand sollte aus Scham auf Möglichkeiten verzichten, die das tägliche Leben erleichtern. Ich habe bereits schon mehrfach im Bekannten- und Verwandtenkreis gehört, dass es manchen Menschen nicht leicht fällt, einen Antrag auf Pflegestufe zu stellen, aus diesem Anlass schreibe ich hier diesen Tipp. Mein Bericht soll lediglich als Anstoß gesehen werden, Leistungen, die möglich sind, auch zu beantragen. 

Auf viele kommen in der zweiten Lebenshälfte (und natürlich krankheitsbedingt auch eher) Situationen zu, mit denen sie nicht gerechnet haben:

Plötzlich führen einfache Aufgaben zu Problemen und alltägliche Dinge, die früher mit Leichtigkeit von der Hand gingen, fallen auf einmal schwer.  Viele wollen es dann nicht wahr haben und spielen gesundheitliche Probleme runter, damit sie nicht als behindert gelten. Für viele hat das auch mit Scham zu tun, sie schätzen sich falsch ein oder scheuen sich, Leistungen die ihnen vermutlich zustehen, zu beantragen.

Ist man bei täglichen Verrichtungen wie z. B bei der Körperhygiene, täglichen hauswirtschaftlichen Arbeiten wie Putzen, Kochen, Essen, Einkäufen oder Arztbesuchen auf Hilfe angewiesen, besteht unter Umständen bereits der Anspruch auf eine Pflegestufe.

Diese wird mit einem Formular, das die Krankenkasse auf Anfrage zuschickt, beantragt. Dort werden gewissenhaft alle Erkrankungen, Arztprotokolle, Röntgenbilder, Befunde und die Namen der behandelnden Ärzte aufgelistet sowie die verordneten Medikamente und die letzten Krankenhausaufenthalte. Wer sich die Ausfüllung des Antrages nicht alleine zutraut, kann auch einen neutralen Sozialdienst der Krankenkasse oder einen kostenlosen Pflegestützpunkt in Anspruch nehmen.

Geht dieser Antrag bei der zuständigen Krankenkasse ein, wird von dort aus ein Termin für den Besuch des Medizinischen Dienstes der Krankenkasse vereinbart. Während dieser medizinischen Begutachtung wird geprüft, inwieweit ein Anspruch und evtl. auf welche Pflegestufe besteht. 

Es können Geld oder Sachleistungen oder auch eine Kombination beantragt werden. Geldleistungen werden z. B. gezahlt, wenn ein Familienangehöriger die Pflege übernimmt.

Es gibt 3 Pflegestufen:

  1. Bei Stufe I beläuft sich der tägliche Bedarf auf 90 Minuten
  2. Bei Stufe II auf 3 Stunden
  3. Bei Stufe III auf 5 Stunden                                                                                

Seit Januar 2013 ist es auch möglich, die Pflegestufe 0 zu beantragen

Ein Pflegetagebuch ist hilfreich, um den Tagesablauf zu dokumentieren. Für die Pflege demenzkranker Menschen stehen außerdem gesonderte Leistungen zu. 

Ausführliche Informationen gibt es natürlich bei den Krankenkassen und auch im Internet kann man sich schlau machen.

Über die Anerkennung einer Pflegestufe ist auch die Beantragung von Hilfsmitteln wie z. B.

  • Rollator
  • Rollstuhl
  • Wannenlift
  • Treppenlift
  • Behindertengerechter Badumbau etc. möglich

Ich hoffe mein Tipp hilft einigen Menschen, die sich gerade in solch einer Situation befinden. Nur keine Scheu!

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52 Kommentare


10
#1
17.12.15, 20:15
Tja, wenn das nur immer so einfach wäre...
Haben einen Sohn mit Down Syndrom (16 Jahre) und kämpfen immer wieder um Pflegestufe 1. Müssen bei jedem Besuch des MDK die gleichen Z.T. erniedrigenden Fragen beantworten und bekommen schlaue Tipps wie man Down Syndrom heilen kann.....
Ich empfehle jedem es zu versuchen, aber man muss hart dafür kämpfen, braucht gute Nerven
3
#2
17.12.15, 20:18
...Uups zu früh auf senden gedrückt...
Ich wollte eigentlich noch ergänzen, dass man sich vorher gut informieren soll, wieviele Minuten für was angesetzt werden. In unserem Fall gibt es keine Referenzwerte...nur für kleine Kinder und Erwachsene...aber das zwischendrin fehlt...
Auch gibt es demnächst "neue" Pflegestufen
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#3
17.12.15, 20:21
Sehr wichtige Informationen, Glucke. Aber einen Rollator, einen Rollstuhl und einen Wannenlift kann der Arzt verschreiben. Dazu ist nicht zwingend eine Pflegestufe notwendig. So geschehen in zwei unterschiedlichen Fällen im engsten Kreis.
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#4 und sonst?
17.12.15, 20:31
Wichtige Infos gibt ein Pflegedienst oder die Kranken-/Pflegekasse, die dich über ein längeres und intensives Gespräch informieren und weiter vermitteln.
Es kommt auch der MDK ins Haus und berät und befundet.
3
#5
17.12.15, 20:35
@marlin: Ja manchmal ist es nicht so einfach mit den Kassen, doch bevor man es erst aus Scheu gar nicht versucht.... ich wünsche euch noch viel Glück.
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#6
17.12.15, 20:36
@Drachima: Richtig, solche Produkte kann auch ein Arzt verschreiben.
7
#7
17.12.15, 20:42
Ich selbst habe zur Zeit Pflegestufe I plus zusätzlicher monatlicher Leistungen zur hauswirtschaftlichen Pflege (Putzen, Bügen, Einkaufen, Kochen etc.), Betreuungs- und Entlastungsleistungen (bei Abwesenheit der betreuenden Person) sowie für Verbrauchshilfsmittel aus der Apotheke.

Wichtig in Gluckes Tipp finde ich den Hinweis auf den täglichen Zeitaufwand für die zu pflegende Person. Wenn man das über einen kurzen Zeitraum protokolliert und beim Besuch des Medizinischen Dienstes vorlegt, erleichtert das die einzuschätzenden Arbeiten der pflegenden Person (in meinem Fall mein Ehemann).

Ich kann aus Erfahrung nicht sagen, dass die Begutachtung erniedrigend war bzw. es erniedrigende Fragen hab. Bei mir war eine sehr verständnisvolle Mitarbeiterin des MD mit sehr viel Mitgefühl für meine Person. Sie selbst hat mir sogar bei ihrem ersten Besuch dazu geraten, sofort Pflegestufe II zu beantragen. Sie würde es befürworten.

Wer allerdings nicht so gute Erfahrungen oder Bedenken hat, sollte sich einem Sozialverband anschließen. Informationen darüber gibt es im Internet und in jeder größeren Stadt gibt es uner verschiedenen Namen so einen Verein. Früher war das hier im Ruhrgebiet z.B. der "Knappschaftsälteste". Vielleicht kennen das noch einige. Für einen geringen Jahresbeitrag wird man als Mitglied von ihnen durch eigene Anwälte gut beraten und auch vertreten. Ich selbst habe sie bei Problemen mit meiner Rentenbewilligung in Anspruch genommen und sie haben mich vor Gericht sehr erfolgreich vertreten.

Für häusliche Umbauarbeiten wie z.B. ein ebenerdiges Bad, ein Treppenlift, zusätzliche Geländer oder eine Rollstuhlrampe ist eine Pflegestufe nötig. Für Rollstuhl und Rollator nicht.
5
#8 und sonst?
17.12.15, 20:48
# 1

Alle Arztberichte, Krankenhausaufenthalte/ Berichte auch von der/den Raha/s- alle Gutachten und Therapien sammeln oder anfordern.
Dann die Krankenkasse/ Pflegekasse anvisieren
... und vorallem dem VDK beitreten, damit du Rückendeckung hast und ggf. gegen das Sozialgesetz kämpfen kannst. Den ganzen Schriftkram und das weitere Procedere veranlasst der VDK mit deiner Genehmigung und mit deiner Zusammenarbeit und deinem Einverständnis.
Das übernehmen dann die Anwälte, die dem VDK unterliegen und für dein Recht kämpfen.
Der Kostenbeitrag glaube ich, ist aktuell 6.- monatlich.
1
#9 und sonst?
17.12.15, 21:07
an Glucke und xl-deluxe
Seid ihr Geschwister?
So, wie ihr euch gegenseitig stützt, Bonbons zuwerft und kommentiert ist es beispielhaft.
weiter so! ;)
5
#10
17.12.15, 21:11
@und sonst?:

Wir wohnen zusammen und sie ist meine Pflegekraft :o))
3
#11 und sonst?
17.12.15, 21:15
alles erdenklich Gute von mir!
3
#12
17.12.15, 21:24
@und sonst?:
Danke, das ist lieb.
6
#13 und sonst?
17.12.15, 21:31
Shiss Krankheiten! Wenn man so krank ist, dass man auf Hilfe angewiesen ist und es erst lernen muss, Hilfe anzunehmen- ist es manchmal verdammt schwer.
Wenn man dann jemanden endlich gefunden hat, der einen versteht und dem man Vertrauen kann und ohne viel Pipapo zusammenarbeiten kann, hat man gewonnen.
Der Weg bis dahin - über die Behörden- und dem eigenen Ego ist oftmals echt holprig und beschwerlich.
Dann kann man froh sein, wenn ein Jemand hinter einem steht und Mut, Kraft und den nötigen Tritt in den Hintern gibt.

Ich hoffe, dass all diejenigen, die wirkliche Hilfe brauchen, die Kraft haben diese umfangreichen formalen Schritte zu gehen.
3
#14
17.12.15, 21:48
@und sonst?:

Danke an Deine mitfühlenden Worte an alle Betroffenen.

Ich hoffe auch, dass dieser Tipp Betroffenen hilft und sie sich nicht scheuen, einen vielleicht auch manchmal steinigen Weg zu gehen. Es gibt viele Leistungen, die jedem zustehen, der sie benötigt. Ehepartner können die Pflege übernehmen und der monatliche Betrag kann als Geldleistung ausgezahlt werden; ein Pflegedienst muss nicht in Anspruch genommen werden (außer für hauswirtschaftliche Arbeiten, die bei Pflegestufe I mit monatlich 104 Euro erstattet werden).

Viele möchten vielleicht keinen Pflegedienst in Anspruch nehmen und das ist auch gar nicht nötig. Trotzdem sollte man auf einen finanziellen Zuschuss für den Pflegeaufwand nicht verzichten.
5
#15 und sonst?
17.12.15, 22:09
Wenn Pflege notwendig ist, egal in welcher Form- ob Sachleistung oder Geldleistung-, dann sollte der zu Pflegende oder Stellvertretende/ z.B. Familienangehörige diese Hilfe auch beanspruchen; denn es kann sich der Gesundheitszustand auch rasch ändern.
Wenn dann der Fuss in der Pflegeleistung drin ist, dann ist es mit einem Verschlimmerungsantrag auch nicht so umfangreich als vom Erstantrag/ Beginn der Erkrankung zu analysieren.
4
#16 comandchero
18.12.15, 08:01
Wenn man die Pflegestufe I beantragt, wird sie in 90% aller Fälle erst einmal abgelehnt! Es kommt ein Gutachter und der trickst die Alten aus. "Stehen sie mal auf", sagt er. Und schwupps steht der Mensch auf, weil er ja nicht daran denkt, dass dies ein Test ist. In so einem Fall muss man nicht aufspringen wie ein junges Reh. Aber es besteht auch die Möglichkeit, Einspruch einzulegen.
Die Pflegestufe 0 gibt es für alle, die an Demenz (Anfangsstadium) erkrankt sind. Das Pflegegeld beträgt hier 120,- Euro.
2
#17
18.12.15, 08:32
@comandchero:

Wenn ein alter Mensch aufspringt wie ein junges Reh, ist der Anspruch auf eine Pflegestufe vielleicht auch nicht gegeben....im Volksmund wird es als Trick bezeichnet, der Gutachter sieht darin die Einschätzung der Mobilität.
5
#18
18.12.15, 13:29
@xldeluxe_reloaded

Ich habe es mehrfach erlebt, daß alte Menschen sich ob ihres Manko nicht die Blöße geben wollen und dann schauspielern, indem sie z. B. wie ein junges Reh aufspringen.
Sehr zum Ärger der Person, die mit der Betreuung/Pflege beschäftigt ist und täglich anderes sieht!

Oftmals sind Leistungen notwendig, aber die alten Leute fallen dem/ihrem Helfer/Pfleger total in den Rücken.
Zum Kotz ...

Aber Gutachter und Familie glauben diese Darbietungen !


18.12.15 - 13:29 Uhr
1
#19
18.12.15, 13:50
"Pflegestufe 0" wurde übrigens eingeführt, da in den anderen drei Stufen die Problematik bei Demez-/Alzheimer-Betroffenen nicht genug gerücksichtigt wurde.
(Nur für die, die sich gefragt haben, was genau man unter "Pflegestufe 0" zu verstehen hat (wie ich gerade ...))
6
#20 OmaDaisy
18.12.15, 18:26
@Teddy: So ist es mir mit meiner Mutter auch ergangen. Sie war schwer krank, aber wollte sich auch die Blöße nicht geben. Der Antrag wurde natürlich abgelehnt.
Sie hat glaube ich auch nicht verstanden worum es geht.
Gerade bei älteren Personen sollte doch jemand dabei sein, wenn ein Kranker begutachtet wird.
2
#21
18.12.15, 22:39
Ich finde das ganz prima von dir ,das du etlichen Menschen dadurch einen Anstoß gegeben hast .
Ich kenne auch genügend Leute die sich schämen sowas in Anspruch zu nehmen und auf der andern Seite maulen wenn ein Pflegebedürftiger Hartz4 geholfen bekommt und plötzlich einen Rollator oder Gehhilfen oder Rollstuhl hat.Ich selber war schon mal in der Lage ,das ich ein Rollstuhl beantragt habe bei der Krankenkasse und habe auch jetzt immer ein Formular zur beantragung der Pflegestufe daheim.
Dein Tipp ist jedenfalls geldwert und sehrgut für alle gemeint.
Deswegen alleine hast du dir schon 5 Sterne und Daumen hoch verdient.
1
#22
18.12.15, 22:55
@reinigungskraft:

Einen Rollstuhl/Rollator verschreibt Dir der Hausarzt. Dafür ist keine Pflegestufe nötig (siehe auch # 3)

Wenn bei Dir Bedarf besteht, solltest Du den Antrag, den Du daheim hast, auch ausfüllen. So ein Prozess dauert und ist nicht von heute auf morgen erledigt.
#23
18.12.15, 22:56
@xldeluxe_reloaded: Darum bin ich in die VDK eingetreten.
Bei mir kam es dazu ,weil man mir immer die Kuren die ich beantragt habe (bis jetzt 3 Stück an der Zahl)und alle wurden immer abgelehnt ,obwohl die Rheumatologin das befürwortet hatte .
Daraufhin bin ich in die VDK eingetreten und die stellen jetzt auch den Kurantrag für mich ,oder wollen mir beim ausfüllen des Antrages helfen .
Prozente haben sie auch schon für mich errungen ,das macht sich nachher bei der Rente bemerkbar und jetzt schon steuerlich und auch geldlich bei den Medikamenten.
Wünsch dir auch noch ein schönes Weihnachtsfest!
#24
18.12.15, 23:13
@reinigungskraft:

Schwerbehindertenprozente haben keinen Einfluss auf die Zuzahlungskosten für Medikamente. Eine Freistellung der Rezeptgebühr ist vom Jahreseinkommen abhängig.

Aber Du machst das schon: Viel Glück!
#25
18.12.15, 23:13
@xldeluxe_reloaded: Da hast du bestimmt was verwechselt mit dem Rollstuhl ?
Ich habe geshrieben ,das ich selbst schon mal in der Lage war und einen Rollstuhl beantragt habe .
Und zwar letzten Januar hatte ich eine Fuß-op und durfte danach vier Monate nicht auftreten und da hatte ich einen Rollstuhl bekommen ,im Krankenhaus nach der OP ,kam der Sozialedienst zu mir und die haben dann mit mir zusammen einen Rollstuhl und Gehilfen und was ich noch dringend gebraucht habe beantragt ,ich hätte auch eine Pflegehilfe bekommen ,aber das hat mein Mann gemacht .
Seiddem habe ich immer ein Formular zu hause zum ausfüllen und wenn es mal soweit kommen sollte ,das ich immer auf Hilfe angewiesen wäre ,würde ich auch sofort das Formular ausfüllen ,weil es solange dauert bis alles genehmigt ist .
#26
18.12.15, 23:15
@xldeluxe_reloaded: Danke dir ,wünsch ich dir auch !
#27
18.12.15, 23:16
Nein, ich habe da nichts verwechselt:

Rollstuhl und/oder Rollator wird vom Hausarzt bzw. behandelnden Arzt verschrieben.

Dazu braucht man kein Formular.
#28
18.12.15, 23:22
@und sonst?: Ich bezahle ein Jahresbeitrag von 56 Euro im Jahr für die VDK und das kann doch bestimmt jeder aufbringen und sollte auch jedem soviel wert sein ?
"Frohe Weihnachten auch dir"!
#29
18.12.15, 23:39
@reinigungskraft: Entschuldigung das es geldlich bei den Medikamenten sich bemerkbar macht war ein fehler von mir .
#30
18.12.15, 23:43
@xldeluxe_reloaded: Das hab ich doch auch geschrieben oder nicht ?
Wenn ich es anders formuliert habe ,tut es mir leid ,ich weiß auch das man den Rollstuhl und die Gehhilfen vom Hausarzt verschrieben bekommt .
#31
18.12.15, 23:49
@reinigungskraft:

Ja, da hast Du es dann wohl falsch formuliert, denn Du hast geschrieben, dass der Sozialdienst im Krankenhaus einen Rollstuhl für Dich beantragt hat und dass Du seitdem den Antrag auf Anerkennung einer Schwerbehinderung immer zuhause hast. War dann wohl ein Missverständnis.

Fakt ist:
Rollstuhl und co werden vom Hausarzt verschrieben und mit dem Rezept geht man ins Reformhaus und sucht sich aus, was einem gefällt.

Haushaltshilfen werden - soweit ich weiß - nur für Familien mit Kleinkindern zur Verfügung gestellt, aber Du wirst es besser wissen.
#32
19.12.15, 12:20
@xldeluxe_reloaded

Im Reformhaus???!

Also in Hamburg bekommt man Rollstühle und Co. sowie andere gesundheitliche, pflegerische Lebenserleichterungen nur in Sanitätshäusern, wie z. B. Stolle, Krauth usw..

Reformhäuser haben bei uns viele Bio-Lebensmittel und andere Bio-Produkte. Aber keine Rollstühle und Co..

19.12.15 - 12:20 Uhr
2
#33
19.12.15, 12:40
@Teddy:

Huch, na da war ich wohl gedanklich schon mehr bei meinem Hagebuttenpulver, das ich besorgen will. Darf es noch etwas sein? Ja gerne: 1 Rollstuhl bitte, auf die Hand, zum Hierrollen ;o))

Sorry, natürlich Sanitätshaus.
1
#34
19.12.15, 15:18
@ xldeluxe_reloaded: Haushaltshilfen werden auch Senioren genehmigt. Wem sonst noch, weiß ich nicht so genau, aber meiner Mutter wurde die Haushaltshilfe genehmigt, ebenso einem älteren Herrn im erweiterten Bekanntenkreis.
#35
19.12.15, 15:44
@Drachima:

Bei einer Pflegestufe ja: Ich habe bei Pflegestufe I auch eine Kraft vom Pflegedienst für hauswirtschaftliche Arbeiten wie Putzen, Kochen, Einkaufen, Bügeln usw.

So wie ich es erfahren habe, bekommt man nach einem Krankenhausaufenthalt, sofern man keine Kleinkinder zu betreuen hat, kein Pflegekraft gestellt.
#36
19.12.15, 16:11
@xldeluxe_reloaded: Ja, du hast natürlich Recht, sorry bitte. Für eine Haushaltshilfe benötigt man eine Pflegestufe. Da war ich bei meiner Antwort #34 nicht konzentriert.
1
#37
19.12.15, 16:26
@Drachima:

Meine verwitwete Schwester hat gerade eine Halluxoperation (Schiefzeh mit Ballen) am Fuß hinter sich, muss 8 Wochen einen Gipschuh tragen und bekam keine Haushaltshilfe. Auch keinen Taxischein für wöchentlich 3malige Untersuchungen beim Orthopäden. (wobei Taxikosten auch erst ab Pflegestufe II problemlos bewilligt werden).
#38
19.12.15, 20:32
@xldeluxe_reloaded: Meine Pflegekraft war ja auch mein Mann ,also brauchte ich auch keine zu beantragen ,hab ich aber auch alles geschrieben in # 25.
#39
19.12.15, 20:49
@xldeluxe_reloaded: Das war genau wie bei mir ,nur das ich am Halgus operiert worden bin und ein Knöchelchen bei mir aus dem Beckenknochen entnommen wurde und am Zehengelenk und Mittelknochen eingesetzt wurden und dadurch durfte ich dann eben nicht den gesamten Fuß fast vier Monate nicht belasten .
Ich bekam auch keine Taxikosten bewilligt und mußte auch zu den Arztterminen sehen wie ich hinkam in die Praxis .
Gut das man dann einen Menschen an seiner Seite hat ,der die Stelle einer Pflegekraft gewissenhaft erledigt hat .!
Also ich muß ehrlich sagen ,was hätte ich alleine gemacht ,wenn ich meinen Mann nicht gehabt hätte ?
Eine Haushaltshilfe hab ich ja auch nicht bekommen.
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#40
19.12.15, 20:53
Ja, Du hast in # 38 geschrieben, dass Du nach dem Krankenhausaufenthalt eine Pflegehilfe bekommen hättest. Die wird aber nur gestellt, wenn Du eine Pflegestufe hast. Diese zu erhalten ist keine Sache von 3 Wochen, so etwas dauert, bis es bewilligt wird.

Wenn Dein Mann Dich pflegt und Du eine Pflegestufe hast, wird Deinem Mann, also Euch, das Geld ausgezahlt. Bei Pflegestufe I sind es aktuell 244 Euro monatlich. Ich bezweifele aber, dass eine Pflegestufe nach einer Fußoperation mit zeitlich absehbaren Beschwerden anerkannt wird.
1
#41 Aquatouch
19.12.15, 20:54
Ehepartner sind ja wohl dafür da, sich gegenseitig zu unterstützen.
In guten sowie schlechten Zeiten.
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#42
19.12.15, 20:55
@Aquatouch:

Pflegende Ehepartner wie auch Familienangehörige haben einen Anspruch auf Auszahlung des Pflegegeldes für die entsprechende Pflegestufe.
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#43 Aquatouch
19.12.15, 20:57
Aber das trifft doch sicher nicht auf Angehörige die Rekonvaleszente pflegen.
Wer eine Pflegestufe hat, soll halt von Angehörigen betreut werden, die dafür auch eine Obolus beziehen. Das ist nur rechtens.
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#44
19.12.15, 21:07
@Reinigungskraft # 39:

In # 25 hast Du geschrieben, dass Du auch eine Pflegehilfe bekommen hättest. Nun schreibst Du, dass Du eine Haushaltshilfe nicht bekommen hättest.........
Die Pflegehilfe verrichtet auch hauswirtschaftliche Arbeiten, wenn Du Anspruch darauf hast.
#45
19.12.15, 21:09
@xldeluxe_reloaded: Ich habe nie behauptet oder geschrieben das ich eine Pflegestufe habe und ich habe dir das auch schon in # 25 geschrieben .
Darum habe ich ja auch schon in #38 geschrieben ,das mein Mann meine Pflegekraft war und er hat es gern für mich getan oder ?
Ich wußte ,das ich dafür keine Pflegestufe beantragen brauche ,weil sie ja doch nicht genehmigt würde und kleine Kinder sind auch nicht mehr da,also gäbe es auch keine Haushaltshilfe ,weshalb sollte ich dann eine beantragen ?
#46
19.12.15, 21:13
@Aquatouch: Das habe ich auch schwer angenommen und es war mir sehr recht und ich fühlte mich sicher bei ihm ,also ich war froh das mein Mann in der Situation an meiner Seite stand!
1
#47
19.12.15, 21:15
Verdreh jetzt nicht wieder alles, was Du in # 25 geschrieben hast:

......im Krankenhaus nach der OP ,kam der Sozialedienst zu mir und die haben dann mit mir zusammen einen Rollstuhl und Gehilfen und was ich noch dringend gebraucht habe beantragt ,ich hätte auch eine Pflegehilfe bekommen ,aber das hat mein Mann gemacht .....
#48
19.12.15, 21:22
@xldeluxe_reloaded: Sorry,du hast recht wenn du schreibst ,ich hätte wieder alles verdreht in # 25 ,bitte nicht böse sein ?
3
#49
19.12.15, 21:38
Es geht mir hier um Aufklärung für diejenigen, denen man mit Gluckes Tipp helfen kann und die sich nicht so gut auskennen. Daher ist es wichtig, dass ich Deine Aussagen hinterfrage, denn es nutzt keinem was, wenn man hier falsch informiert wird. Das hat mit Bösesein nichts zu tun. Ich bin hier niemand für nichts böse, es ist alles nicht tragisch und persönlich zu betrachten. Es geht um Informationen und da muss man schon mal etwas widerlegen, was so nicht stimmt.
#50 comandchero
21.12.15, 15:59
@xldeluxe_reloaded: Da muss ich dir widersprechen! Meine Mutti wurde so ausgetrickst. Sie konnte sich nicht einmal mehr ein Brot schmieren, sich nicht alleine waschen, baden, etc. und 6 (!) Wochen später bekam sie dann Pflegestufe 2 (!) obwohl die Pflegestufe 1 verwehrt wurde. In nur 6 Wochen Abstand!
#51
1.1.16, 02:39
@comandchero: Das kann u.U. ein Fehler vom Amt gewesen sein. Meinem Mann hatte man damals gleich Pflegestufe I gegeben, als unsere Hausärztin das hörte, riet sie nur sofort Widerspruch einzulegen. Habe ich gemacht. Gut eine Woche später kam dann auch die Antwort, daß es sich tatsächlich um einen Fehler gehandelt hätte und es von Anfang an Pflegestufe II hätte heißen sollen.

Seinen Rollstuhl und Rollator bekam mein Mann auch direkt vom Arzt über Rezept bekommen. Ich habe aber auch schon Rollatoren im Discounter angeboten gesehen.

Mein Mann war übrigens auch Mitglied beim VdK, allerdings kann ich hier nicht viel Gutes über den sagen. Ich habe mich nach seiner Heimunterbringung zweimal dort anwaltlich beraten lassen, wegen der vielen Probleme, die mir bereitet wurden. Ganz im Ernst: was mir Freunde und Bekannte erzählten, hatte mir mehr gebracht. Der Beitrag war bei uns einfach nur rausgeworfenes Geld. Auf meine Bitte, den Bescheid vom LWV mal zu überprüfen, bekam ich nur zur Antwort "so einen Bescheid muß man nicht prüfen. Der ist richtig, die Leute da machen das ja jeden Tag". Witzbold. Nicht mal die Versicherungen waren richtig eingetragen, und dann soll alles andere richtig sein?
#52
2.1.16, 12:09
@Teddy: erinnert mich an meinen Vater: der ist beim Sehtest extra aufgestanden und ganz nah an die Wand ran, damit er ja Antwort geben kann...ob die das dann berücksichtigt haben: keine Ahnung. Er starb vorher...

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