Heute möchte ich einen Tipp teilen, der mir vor etwa 50 Jahren unglaublich geholfen hat. In der Pubertät war mein Gesicht mit Pickeln geradezu übersät – ich hätte ohne Spiegel einfach irgendwo drücken können, und es hätte garantiert einen Pickel erwischt. Es war grauenhaft.
Hautärzte verschrieben mir damals fürchterlich stinkende Salben, die nichts halfen. Auch Drogerieartikel brachten keinerlei Erfolg. Hefeflocken habe ich gegessen bis zum Abwinken – ebenfalls ohne Wirkung.
Damals gab es ja noch keine Tipps im Internet, also musste man selbst kreativ werden. In den Ferien dachte ich mir deshalb folgende Behandlung aus.
Mein Tipp gegen unreine Haut: Schaum aus Syndet trocknen lassen
Wichtig: Ich habe keine normale Seife verwendet, sondern ein seifenfreies Waschstück (auch Syndet genannt). So bin ich damals vorgegangen:
- Alle 1–2 Stunden habe ich mit dem Syndet zwischen den Händen sehr viel Schaum erzeugt.
- Diesen Schaum habe ich dick im Gesicht verteilt.
- Danach ließ ich den Schaum komplett trocknen.
- Erst wenn alles völlig trocken war, habe ich ihn abgewaschen.
- Anschließend wurde das Gesicht nur trockengetupft – ohne Creme oder andere Pflegeprodukte.
Dieses Prozedere habe ich den ganzen Tag über wiederholt, und zwar während der gesamten zwei Wochen Ferien.
Meine Erfahrung nach zwei Wochen
Glaubt es oder nicht: Danach war ich pickelfrei. Und bis auf seltene einzelne Pickelchen kam nie wieder etwas zurück.
Bitte beachten: Es handelte sich bei mir um normale unreine Haut – keine Akne! Das ist sicher noch einmal ein ganz anderes Problem.
Ich habe später öfter mit anderen Menschen darüber gesprochen. Manche meinten, dass so eine Behandlung die Haut ruinieren würde. Das kann ich absolut nicht bestätigen. Ich bin inzwischen Mitte 60 und habe eine wunderbare Haut.
Warum ich glaube, dass die Methode funktioniert hat
Meiner Meinung nach war nicht nur das Waschen mit dem Syndet entscheidend, sondern vor allem das Trocknenlassen des Schaums auf der Haut. Diese Methode hat mir damals unglaublich viel Lebensqualität zurückgegeben, wirkte unfassbar schnell und war dabei sehr simpel anzuwenden. Vielleicht möchte es ja jemand mit unreiner Haut einmal ausprobieren.
Alles Gute für alle Betroffenen!
Dieser Beitrag beschreibt persönliche Erfahrungen mit unreiner Haut und erhebt keinen Anspruch auf medizinische Richtigkeit. Da jede Haut unterschiedlich reagiert, ist es bei anhaltenden Hautproblemen immer empfehlenswert, ärztlichen Rat einzuholen. Die hier beschriebene Anwendung erfolgt auf eigene Verantwortung.
Meiner Ansicht nach sollte man so viel wie nötig aber so wenig wie möglich Chemie auf die Haut bringen und vor allem nicht ständig neue Experimente starten. Das nimmt jede Haut übel!
Licht, Luft und (nicht zu viel) Sonne, ausreichend Schlaf und eine gesunde Ernährung ist die beste Medizin.
Ich weiß, das ist ein unpopulärer Rat, aber dazu stehe ich. Und vielleicht nützt es auch meinen Enkelinnen, auch wenn sie es vielleicht jetzt noch nicht glauben.