Stevia und Zucker

Alternative Süßungsmittel - Stevia, Zucker, Sirup & Co.

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Wer kennt sie nicht, die verlockende Lust auf Süßes? Lecker schmelzende Vollmilchschokolade, ein Vanille-Eis, das auf der Zunge zergeht, oder die gekühlte Orangenlimonade… Doch der gesundheitsbewusste Verbraucher, der einen Blick auf die Zutatenlisten wirft, bekommt beim Anblick des Zuckergehalts ziemlich rasch ein schlechtes Gewissen. Dabei lohnt sich es durchaus, auf die diversen Inhaltsstoffe zu achten, da innerhalb des großen Angebots von Vollmilchschokoladen und Schokoriegeln der Zuckergehalt pro 100 g Gesamtgehalt tatsächlich von ungefähr 40 g bis zu 64 g variiert, was immerhin rund 25 Gramm mehr an Kohlenhydraten beim Verzehr des jeweiligen Produkts für den Konsumenten bedeutet. Auch Softgetränke gehören bei den „Dickmachern“ zu den „üblichen Verdächtigen“ und so haben die Getränkehersteller schon vor Jahren reagiert und in den entsprechenden sogenannten „light“-Getränken alternative Süßungsmittel verwendet.

Stevia

Es war ein langer Kampf auf dem europäischen Lebensmittelmarkt, bis die aus der Pflanze Stevia rebaudiana gewonnenen Stevioglycoside zur Süßung von Lebensmitteln zugelassen wurden. Aufgrund der ungeklärten gesundheitlichen Bedenken konnten Stevia-Befürworter das grüne Pulver in Deutschland davor nur über Umwege als rein äußerlich zu verwendende Substanz erwerben. Der Süßstoff nun, der als natürlicher Extrakt aus den Blättern der Stevia-Pflanze gewonnen wird, wurde im Dezember 2011 dann in der gesamten EU unter der Nummer E 960 zugelassen.

Zugelassen – und was nun?

Seither blüht der Markt mit Stevia-Produkten förmlich auf. Mit Stevia gesüßte Getränke sind ebenso in den Regalen zu finden, wie der chemisch verarbeitete Stevia-Süßstoff selbst. Und darin liegt für alle, die eine natürliche Süße suchen, die Krux: Da der Süßstoff der Pflanze industriell verarbeitet wird, erhält der Konsument zwar eine Süße, die von einem natürlichen Ausgangsprodukt her stammt, letztlich aber durch die chemische Verarbeitung alles andere als naturbelassen ist. Weiterhin verboten geblieben ist die Verwendung des originalen, unverarbeiteten Stevia-Pulvers, da die nötigen Studien zur Zulassung zu kostenintensiv wären.

Alternativen zu Zucker, Süßstoff und Co.

Welche Alternativen zum üblichen raffinierten Kristallzucker und Süßstoffen wie Aspartam, Cyclamat oder Saccharin gibt es dann sonst noch?

Ahorn-Sirup:

Wer einen kräftig-charakteristischen Eigengeschmack beim Süßen zu schätzen weiß, kann es mit dem eingedickten Saft des Zuckerahorns versuchen. Das natürliche Süßungsmittel geht auf die nordamerikanischen Indianervölker zurück. Ein weiteres Plus des braunen Sirups: Kanadischer Ahornsirup ist nicht nur in Bioläden oder Reformhäusern, sondern ebenfalls in Supermärkten und als Saisonware bei Discountern günstig erhältlich.

Agavensirup:

Aus dem Saft mexikanischer Agaven wird das Süßungsmittel Agavensirup gewonnen. Der Vorteil des hell-durchsichtigen Agavensirups ist, dass er im Vergleich zum Ahornsirup Getränke und Speisen geschmacksneutral süßt. Da er rein pflanzlich ist, wird er von Veganern auch gern als Honigersatz verwendet.

Birkenzucker:

Bei den einen beliebt, bei anderen umstritten, dabei preislich sehr hoch angesiedelt ist Birkenzucker. Birkenzucker (auch Holzzucker genannt) sieht aus wie Kristallzucker und besteht aus Xylit, einem Zuckeralkohol, der industriell aus Birken- und Buchenrinde hergestellt wird. Als Vorteile werden seine Zahnfreundlichkeit und der geringere Gehalt an Kalorien und Kohlenhydrate gesehen. Nachteilig ist seine abführende Wirkung während der ersten Wochen der Einnahme oder bei höherem Verzehr. Wichtig: Da Birkenzucker insulinunabhängig verstoffwechselt wird, ist er für Diabetiker geeignet. Und er hat rund 40 Prozent weniger Kalorien als „normaler“ Zucker.

Der andere Weg aus der Süß-Falle…

Wer bei all dem Zucker und den Süßungsmitteln weitere Zweifel hegt, dem bleibt der langsame Weg aus der Zuckerfalle durch Entwöhnung. Mit der Zeit immer etwas weniger Zucker oder Süßstoffe zu verwenden und bei Heißhunger auf Süßes ein Obst wie Ananas oder eine Banane zu essen, wirkt Wunder. Denn es reguliert den eigenen „Süßepegel“ zuverlässig nach unten und so erscheint einem die früher heißgeliebte Leckerei mit einem Male von selbst als viel zu süß. Ein Gewinn für die Gesundheit!  

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6 Kommentare


#1 Aquatouch
20.10.15, 18:17
Wir machen ab und zu eine Quarkspeise mit pürierten Heidelbeeren. Gesund und lecker. Man kann viele Milchdesserts mit Früchten zu bereiten, so z.B. auch Milchshakes. Fertig-Quarks und -joghurts finden sich in meinem Kühlschrank nie. Als ich doch mal einen probierte, fand ich den total übersüßten Geschmack ziemlich eklig.
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#2
20.10.15, 19:10
Wem es schmeckt oder gar braucht, der soll sich sein Leben mit Stevia, Natreen & Co versüßen. Für mich ist das nichts. Ich bekomme von dem Zeugs nur Magenkrämpfe und Durchfall.
Vom Geschmack mal ganz abgesehen. Es schmeckt einfach nur chemisch. Nein, Danke. Dann lieber richtigen Zucker, dafür reduziert.
1
#3
20.10.15, 19:21
ganz ohne zucker leben? ohne schokolade? niemals !!!


danke für die alternativen. ich werde das alles mal ausprobieren. ist jedenfalls besser als all diese künstlichen süßungsmittel
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#4
20.10.15, 20:26
Danke @Anna-Lina für den detaillierten Bericht bzw. die Alternativen, die du aufzeigst. Wie jeder damit umgehen möchte, was für ihn infrage kommt oder nicht, bleibt jedem selbst überlassen. Als Diabetikerin habe ich mich schon vor längerer Zeit für Xylit entschieden.
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#5
21.10.15, 22:27
bei Produkten mit birkenzucker auf keinen fall ein Haustier dran kommen lassen.
das kann bei tieren zum sofortigen tod führen.
#6
24.10.15, 20:27
Ich habe im vergangenen Jahr für meinen Tee über einen längeren Zeitraum Stevia genommen. Geschmacklich war das in Ordnung, allerdings konnte ich nach 3 Monaten gar nichts mehr schmecken. Mein Doc hat mir dann erklärt das Stevia bei längerem Gebrauch die Geschmacksnerven schädigen können. Ich hatte Glück und nach 4 Wochen hat es sich bei mir wieder normalisiert. Jetzt habe ich mich für Xylit entschieden. Damit komme ich gut zurecht.

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