Aufpassen beim Einkaufen von Lebensmitteln

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Beim Einkaufen von Lebensmitteln sollte man aufpassen, denn in den Supermarktregalen stehen mehr Importe aus China, als der Verbraucher glaubt.

Dass China das Land ist, in dem weltweit am meisten Pestizide gespritzt werden - gnadenlos - um den Ertrag zu erhöhen, wissen wir inzwischen wohl alle. Dass aber unsere Handelsketten sehr vielen Lebensmitteln chinesische Produkte beimengen, darüber wird geschwiegen, und leider besteht immer noch keine Pflicht zur genauen Deklaration.

Himbeeren, Erdbeeren, konzentriertes Tomatenmark und vieles andere kaufen wir in der Hoffnung, dies seien deutsche Produkte. Und wieso beherrscht dann China zu 97 % den deutschen Markt mit diesen Früchten? Ich kann nur raten, beim Einkauf genau hinzuschauen. Z.B. Apfelsaft, so wunderbar billig, stammt aus chin. Konzentrat, Joghurt bekommt chin. Fruchtbeigaben selbst von namhaften Herstellern. Und so wäre die Liste fortzusetzen. Doch das wird uns natürlich verheimlicht. Bioware wäre eine Lösung, doch wer kann sich in einer großen Familie diese leisten?

Einige werden sagen, dass der Körper das schon verkrafte und bis jetzt seien alle so gesund. Ja, bis jetzt - Glück gehabt oder/und gute Gene! Gifte kommen schleichend, und wir haben Verantwortung für unsere Kinder! Heute gibt es alles zu kaufen, man muss aber nicht alles haben.

Wenn die Erdbeer- oder Spargelzeit vorbei ist, steigt man eben um auf heimische Produkte.

Nun fallt bitte nicht über mich her, ich wollte nur zum Denken anregen - ebenso wie Bernhard mit seinem letzten Artikel.

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18 Kommentare


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#1
17.9.14, 18:36
ich gebe dir vollkommenrecht .zu jeder jahreszeit gibt es heimisches gemüse und obst .im winter zb.kohl der ist gesund .ich halte mich schon seit längerem daran.danke für den tipp.der mich wieder daran erinnert.
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#2
17.9.14, 19:52
Ich muss ganz zustimmen. Komme selber aus dem Einzelhandel, und würde mir wirklich mehr Kunden mit der Einstellung wünschen (in Bezug auf Saisonartikel). Von daher Daumen hoch;))
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#3 jb70
17.9.14, 20:42
Ich find'den Denkanstoß sehr gut!
Glaube auch,daß wir in mehrfacher Hinsicht gut daran tun,überwiegend saisonal einzukaufen bzw.zu kochen !.
Ich praktiziere das - bis auf ganz wenige Ausnahmen - immer so.
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#4 Upsi
17.9.14, 21:26
Danke für dn hinweis, tomatenmarkkonzentrat verwende ich oft, manchmal ist man einfach zu faul das kleingedruckte u lesen oder die brille liegt zu haus. Ich werde ab jetzt genauer hinschauen, denn mir ist es wichtig so wenig wie möglich gift zu futtern.
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#5
18.9.14, 01:01
Wißt Ihr,warum so viele Sachen aus China kommen?In einer TV Zeitung haben sie auch darüber berichtet,es geht ganz einfach nur ums Geld.Es wurde auch der Vergleich mit den Erdbeeren angegeben.Hier würde ein Kilo dieser Früchte ca.8 € kosten (zu Anfang der Saison).in Spanien noch 5 €.Und aus China? Unglaubliche 0,39 €! Wollte den Artikel hier schon mal als Link einstellen,funktioniert leider nicht oder ich bin zu blöd.Hab den Bericht eingescannt zu Hause.
LG
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#6
18.9.14, 09:57
Hallo, Schnuff, das sind ja ganz neue Erkenntnisse! Entschuldige, nimm es nicht persönlich. Du hast ja Recht. ES GEHT IMMER NUR UMS GELD!

Darum auch vielen Dank für den Tipp. Ich gucke schon immer sehr genau hin, aber anscheinend sind Produkte aus China noch viel weiter verbreitet, als ich es mir bisher habe träumen lassen. Also: Augen auf beim (Lebensmittel-) Kauf!
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#7 Hertina
18.9.14, 12:15
Dankeschön für den Artikel. Der wird jetzt allen Familienmitgliedern unter die Nase gehalten. Ich bin eine Wochenmarktkundin und dafür hat nicht jeder Verständnis, weil wir einen gut sortierten Supermarkt gleich um die Ecke haben. Vor ein paar Wochen habe ich meinen Enkeln die eingekauften Himbeeren unter die Nase gehalten, die rochen wie ein Chemiebaukasten. Kann sein, dass es von der Verpackung kam, aber das ist ja egal, essen konnte man die nicht
Einen Hinweis auf fragMutti werde ich am schwarze Brett im Schulkantinenbereich aushängen. Da gibt es viele Eltern, die nicht einsehen wollen, dass die Kantinencrew viele Sachen direkt vom Bauern bezieht. Zeit, Benzinkosten und Abgase werden als Gegenargument angeführt. Gutes Schulessen wollen alle, bloß kosten soll es nichts. Auch daran dass die importierten Lebensmittel kontrolliert würden, glauben immer noch viele Kunden. Bei vier Wochen in einer Küche liegenden Tomaten begann leicht die Haut zu schrumpeln, das hat mit den Früchten vom Markt noch nicht geklappt, warum wohl?
LG Hertina
#8
18.9.14, 13:53
@Zitronenjette: Nein,ich nehme Deinen Kommentar nicht persöhnlich.Ich bin auch nur dafür,dass uns mal die Augen geöffnet werden über dieses Land.Die Erzeuger und Bauern können am wenigsten dafür,dass sie Unmengen an Chemie versprühen müssen.Sie haben mit Sicherheit eine bestimmte Absdatzmenge vorzuweisen und da ist ihnen die Umwelt egal.......so denke ich mal.Warum sonst versprühen sie so viel Zeugs?
LG
1
#9
18.9.14, 14:07
Schnuff: Bauern sind in der Regel selbständig und niemand zwingt sie, Chemikalien zu versprühen außer ihr eigenes Streben nach höheren Erträgen, also mehr Geld. Ein selbständiger Bauer hat keine bestimmten Absatzmengen vorzuweisen, wem gegenüber denn? Gedüngte Pflanzen, die keine Konkurrenten um Licht, Wasser und Nährstoffe neben sich haben, bringen höhere Erträge und das ist es, was der Bauer/Landwirt will.

Hier in der Gegend wird seit einiger Zeit verstärkt Mais angebaut, da man durch die neuen Biogasanlagen dafür gut Geld bekommt . Mais laugt aber durch seinen hohen Nährstoffbedarf die Böden extrem aus, weshalb man ihn früher auch nicht häufig angebaut hat. Das ist mittlerweile egal, dann wird die Chemie, die der Mais braucht, halt draufgekippt, denn Essen tut den Mais ja eh niemand.
Leider.
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#10 krillemaus
18.9.14, 23:27
@HörAufDeinHerz:
Bei Bauern von Selbständigkeit zu reden und auf ihre Entscheidungsfreiheit hinzuweisen, ist lächerlich. Rein formal mag die Selbständigkeit zutreffen, Entscheidungsfreiheit im Landbau gibt es schon lange nicht mehr. Die Bauern werden zwischen den Mühlsteinen der Saatgutindustrie, die nicht nur ihr Saatgut verkaufen will, sondern auch an den dazu entwickelten Pestiziden eine goldene Nase verdienen will, und den Vorgaben des Handels, der sich angeblich an den Wünschen der Verbraucher orientiert, zerrieben.
Aber auch Bauern müssen ihre Familien ernähren, brauchen Kleidung, von den Gerätschaften zum Betreiben der Landwirtschaft zu schweigen. Als hehre Idealisten zu agieren, die selbstlos für die Gesundheit der Bevölkerung im Schweiße ihres Angesichtes den Acker bebauen, mag bestenfalls im alten Volkslied noch besungen werden, als Überlebensmodell taugt es nicht. Wer will es ihnen verübeln, wenn sie sich dem Druck des Handels beugen und das anbauen, was mit weniger Arbeitsaufwand zu kultivieren ist, weil Chemie die Arbeit erledigt?
Wenn Bauern so viel Entscheidungsfreiheit hätten, warum, bitteschön, gibt es so relativ wenige Bauern, die nach vernünftigen, landwirtschaftlich gesunden Gesichtspunkten arbeiten?
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#11
18.9.14, 23:47
@HörAufDeinHerz:
Du musst richtig lesen,mein Kommentar bezog sich auf die Bauern in China.
Auch hier sind die Landwirte nicht frei,so wie Du denkst.Krillemaus hat schon Recht mit der Aussage.
Warum wohl gibt es ein Bauernsterben?Weil sich die Landwirte nicht mehr von der Arbeit ernähren können.
Ein kleines Beispiel ist die Milch.
Es gibt die Milchquote,die besagt,dass ein Landwirt im Monat eine bestimmte Menge an Milch abzuliefern hat.Liefert er mehr ab,weil seine Kühe auf einmal mehr Milch geben,als wie geplant,wird ihm eine empfindliche Summe Geld abgezogen.Das ist das erste.
Einem Landwirt werden pro l Milch gerade mal 0,23 € gezahlt.Davon muss er Futter kaufen,den Strom bezahlen für die Melkmaschine,die Kühlung der Milch und auch noch die Tierarztkosten bezahlen.
Jetzt kannst Du Dir ausrechnen,was einem Landwirt am Ende übrig bleibt.

Urlaub kennt er nicht.
LG
2
#12
19.9.14, 16:35
Schnuff, das hatte ich nicht so verstanden, dass Du die Bauern in China meintest, sorry, da hast Du natürlich recht. Was ein Bauer für den Liter Milch bekommt, weiß ich zufällig, wir haben genügend Bauern in der Gegend. Ich weiß auch, warum viele lieber bei konventioneller Landwirtschaft bleiben, aber das führt vielleicht zu weit.

Übrigens habe ich gestern sowohl bei Aldi als auch bei Rewe mal nach den Herkunftsländern von Obst geguckt. Die standen alle entweder auf dem Produkt selbst oder auf einem Schild am Verkaufsregal. Wie es sich gehört. Und glücklicherweise stand nirgendwo China drauf. Vieles kam aus Spanien, Italien, Holland, aber auch aus Neuseeland (Kiwi) Brasilien (Mango) oder Deutschland (Zwetschgen). Keine Ahnung, ob das in anderen Teilen Deutschlands anders ist' aber dieser Marktanteil von 97% bezieht sich dann hoffentlich nur auf die Fertigprodukte. Ich hoffe mal, dass das so bleibt oder besser wird und werde darauf achten.
2
#13
19.9.14, 18:14
Was frisches Obst und Gemüse angeht, werden aus China keine bedeutenden Mengen importiert.

"Früher war alles besser!", sagen meine Alternsgenossen oft, und müssten es doch besser wissen. Frische Erdbeeren zu jeder Jahreszeit, zum Beispiel, gibt es allerdings erst in jüngster Zeit. Und Weintrauben aus Senegal, Äpfel aus Chile, Zwiebeln aus Neuseeland, usw. usw. Also im Winter, wenn "da unten" Sommer ist!

Auch Importe müssen den Vorschriften im Inland genügen. Wenn ausreichend kontrolliert wird, müsste eigentlich alles unbedenklich sein. Eigentlich! Aber Lebensmittelkontrolle kostet Geld, viel Geld. Sie wird daher viel zu sporadisch durchgeführt - und das gilt genau so für einheimische Produkte!
#14
19.9.14, 19:09
@HörAufDeinHerz:
ich möchte Dir am liebsten den Bericht schicken,den ich eingescannt habe,da steht eine ganze Menge drin.Nur leider geht es nicht als Link.
ich denke mal,heimisches Obst und Gemüse kann man essen,wenn man den Herkunftsangaben glauben kann.

@Spectator: so ist es leider mit den Kontrollen,was einige Importeure ausnutzen....

LG
#15
21.9.14, 16:09
@Schnuff
Veröffentliche den eingescannten Bericht als Bild.
Entweder "packst" Du ihn hier mit ran/rein/what ever oder veröffentlichst es als eigenen "Tipp".
Bei den "eingeweichten Nudeln" wurde auch ein Bild (mehrere sogar) zum Tipp hinzugefügt.

Ich persönlich finde sowas deutlich wichtiger als irgendwelche "Produktempfehlungen".
Aber um mich geht es nicht, zumal mir das bereits bekannt ist.
#16
21.9.14, 16:16
Hab' hier noch kürzlich einen Bericht gefunden:
wissen.de.msn.com/mensch/lebensmittel-aus-china-kann-dieser-apfel-mich-vergiften
#17
21.9.14, 19:34
@viertelvorsieben: die Überschrift hat mein Beitrag auch.Weiß nur nicht,ob es der selbe Artikel ist,denke aber schon.
So hat sich der Ratschlag von Flitzpiepe erledigt,eventuell.
LG und noch mal vielen Dank
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#18 krillemaus
22.9.14, 09:03
Warnungen vor Chemiebelastungen/Pestizidbelastungen oberhalb der zugelassenen Mengen gibt es immer mal wieder auch bei Obst und Gemüse aus unterschiedlichen europäischen und afrikanischen Ländern. Nicht nur in China, auch in Spanien (Tomaten und Paprika), Marokko (Erdbeeren) und anderen Ländern werden Unmengen an Pestiziden eingesetzt, die nicht nur die Früchte, sondern auch die Landarbeiter belasten - von den Böden ganz zu schweigen.
Das Gleiche gilt auch für Blumen, vor allem für Billigrosen.

Und wer einmal den Dokumentarfilm über den Victoriaseebarsch und die daran hängende Industrie und Umweltverschmutzung mit der Verseuchung der Bevölkerung gesehen hat (Titel: Darwins nightmare), kann diesen Fisch nicht mehr guten Gewissens essen.
Der immense Konsum von ausschließlich den besten Geflügelteilen (Brust und Schenkel) in unseren Landen führt dazu, dass die Reste nach Afrika zu Spottpreisen verkauft werden, dort die Märkte in gesundheitlich bedenklichem Zustand überschwemmen, so dass den einheimischen Geflügelzüchtern die Lebensgrundlage genommen wird.

Die Einstellung, dass ausschließlich beste Lebensmittel jederzeit rund ums Jahr, unabhängig von der Saison, erhältlich sein müssen, führt dazu, dass immer mehr chemisch behandelt und bestrahlt wird, um den" Ausschuss" zu minimieren.
Mit unserem Einkaufsverhalten bestimmen wir langfristig, was auf den Markt kommt!

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