Babysitter - Abwechselnd auf die Kinder aufpassen

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Wenn mein Mann und ich mal abends raus wollen und die Kinder nicht alleine zu Hause lassen wollen und einen Babysitter brauchen, dann sprechen wir uns oft mit der Nachbarin ab, die ebenfalls zumindest ein Kind im Alter unseres ältesten Sohnes hat. Oft hat sie dann nichts vor und kann aufpassen und die Kinder spielen sogar gemeinsam. Umgekehrt ist es öfter so, dass sie nachmittags arbeitet und dann keiner daheim ist, wenn ihr Sohnemann aus des Schule kommt. Er kommt dann wie selbstverständlich zu uns und spielt bei uns mit unseren Kindern, ist von mir oder meinem Mann beaufsichtigt und wir kochen sogar für ihn mit. Wenn die Nachbarin dann heim kommt von der Arbeit, dann klingelt sie bei uns und holt ihn wieder ab.

Wir ergänzen uns so nun schon seit mehreren Monaten richtig gut, brauchen kaum Geld ausgeben für einen Babysitter, eigentlich gar nicht mehr und wissen immer, dass die Kinder in guten Händen sind. Oma und Opa wohnen in unserem Falle leider etwas weiter weg, so dass wir die kids nicht dort absetzen können, sondern dann ein gesamtes Wochenende dort hin fahren.

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33 Kommentare


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#1
12.12.12, 03:58
Ich nenne sowas nicht Tipp, sondern Freundschaft!
#2
12.12.12, 07:39
Am Abend stelle ich mir das aber schwierig vor, oder schlafen die Kinder problemlos in fremden Betten ein? Oder dürfen sie spielen, bis ihr in der Nacht heimkommt?
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#3 Simone130185
12.12.12, 08:50
Die schlafen meist irgendwann ein. Manchmal holen wir sie am späten Abend noch ab, wenn es zu spät wird am frühen Morgen am nächsten Tag.
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#4
12.12.12, 08:51
Ich glaube nicht, dass das ein "Tipp" ist. Das klappt ja nur, wenn man, wie bei Euch, mit den Nachbarn klarkommt und auf einer Wellenläge ist. Wenn die Voraussetzungen optimal für alle Parteien sind, dann wird so etwas zum Selbstläufer. Wer also nicht selbst auf so etwas kommt, dem ist sicher nicht zu helfen - auch nicht mit einem gutgemeinten Tipp in diesem Forum ;-)
#5
12.12.12, 09:01
Das ist doch normal,dass sich Nachbarn helfen!
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#6
12.12.12, 09:19
@wilmaoma: NEIN!!! Ist es nicht!
Ich spreche aus Erfahrung!
2
#7
12.12.12, 09:51
Vielleicht hast du recht klein-co,bei uns ist es selbstverstaendlich,mein Fehler tut mir leid man sokte haalt nie von sich auf anfre schliesen!
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#8 Simone130185
12.12.12, 10:40
Viel kommt halt auch einfach darauf an, wie man mit den Nachbarn umgeht. Mein Vater, wenn er mal zu Besuch ist, hat ein recht gutes Händchen dafür, Nachbarn zu vergrätzen. Bei uns ist es auch normal, dass man mal beim Nachbarn klingelt, weil der nachts noch rumscheppert, laute Musik hört oder sonst was veranstalltet. Eben alles in einem normalen und sachlichen Ton: Hey Moritz, ich weiß, dass Mutti nicht da ist und Du sturmfrei hast, aber wir müssen morgen früh arbeiten und wollten etwas schlafen. Drehst Du die Musik bitte etwas leiser?

Mein Vater macht es eher so: Moritz, die Musik leiser oder ich rufe die Polizei wegen Ruhestörung und rede mit Deiner Mutter!
2
#9
12.12.12, 11:09
Vielleicht gibt es Aber auch einen Unterschied zwischen Stadt und Land in den nachbarschaftlichen Beziehungen?
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#10
12.12.12, 11:20
Das ist Freundschaft oder einfach Nachbarschaft. Schon sehr aufschlussreich wenn Menschen son etwas als tollen Tip sehen. Ist eben Facebook und Co. Zeit. Da hat man dann hunderte Freunde. Aber wieviel hat man real?

Mein Nachbar (alleinerziehend mit 4 Kindern) könnte gar nicht arbeiten wenn nicht immer mal Freunde einspringen würden. Wir haben bei uns manchmal 7n Kinder (3 eigene und 4 vom Nachbarn), manchmal kommen noch andere dazu.
Nicht nur zum aufpassen. Wir haben auch einen Gemeinschaftsgarten (einer hat ihn offiziell, die anderen beteiligen sich).

Auch grillen wir mal zusammen, feiern oder spielen Karten. Wie gesagt dieses aussterbende Verhalten nennt sich schlich Freundschaft.
1
#11 Upsi
12.12.12, 11:44
früher sagte man dazu Nachbarschaftshilfe, manche haben es übertrieben ausgenutzt, andere waren glücklich nette nachbarn zu haben. die verantwortung für kinder kann aber der netteste nachbar nicht übernehmen. es sollten ausnahmefälle bleiben.
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#12
12.12.12, 11:53
Ja, Simone, da hast Du wirklich recht. Der Ton macht die Musik und wer freundlich bittet, dem erfüllt man seine Bitte viel lieber als jemandem, der fordert, mag die Forderung objektiv betrachtet noch so legitim sein.

Trotzdem habe ich so meine Schwierigkeiten, das hier als Tipp zu sehen. Ich finde auch, sowas fällt unter Freundschaft. Vielleicht nur eine kleine Freundschaft und nicht die große fürs Leben, aber immerhin. Muss man bei FM wirklich den Tipp geben, dass das Leben leichter ist, wenn man sich gegenseitig hilft? Das liegt doch sogar in den menschlichen Genen, denn evolutionstheoretisch gesehen, sind nur die in einer starken Gemeinschaft weiter gekommen, die anderen nicht.
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#13
12.12.12, 13:34
Finde leider auch, dass man das als Tipp hier nicht braucht. Wo die Gelegenheit und der Umgang stimmen, ergibt es sich wohl automatisch und wo nicht, kann man es auch trotz des Tipps nicht umsetzen.
Bitte Bernhard, seid doch mal wieder etwas kritischer! Oder ist das die "Weihnachtsmilde"? Dann wäre es OK, weil bald vorbei ;-).
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#14 Liz82
12.12.12, 14:10
@klein-co: naja, in dem Fall hilft einem dieser Tipp aber nüscht, ist irgendwie auch kein Tipp im eigentlichen Sinne, oder?
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#15
12.12.12, 17:21
...und wenn ich dreckige Hände habe, dann wasche ich sie. Mit Seife!

Sorry, ich finde, Selbstverständlichkeiten sollten hier nicht als Tipp weiterempfohlen werden. Entweder es klappt mit dem Nachbarn oder halt nicht. Aber ein Tipp? Ist für mich was anderes.
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#16
12.12.12, 18:42
Ich finde den Tipp toll. Allein schon als Denkanstoß, wie man mit den Nachbarn umgeht und es gibt bestimmt auch einige, die ein gutes Verhältnis zum nachbarn haben - aber einfach nicht auf die Idee gekommen sind? Was auch möglich ist - in einem Mehrfamilienhaus oder wenn die Reichweite genug ist - wer kennt es nicht? Man hat das Kind abends im Bett und man braucht noch schnell etwas. Wenn man ein sehr gutes Verhältnis hat kann man auch mal beim Nachbarn klingeln und das Babyphon abgeben - natürlich nicht für Stunden, aber wenn man schnell was kaufen ist is man ja meist in 20min wieder zurück. Der Nachbar muss natürlich einen Schlüssel haben bzw. Dann Kriegen, und etwas älteren Kindern sollte man auch immer wieder erklären dass sie wenn sie wach sind nur rufen brauchen, und nicht panisch nach Mama suchen ;-)
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#17
12.12.12, 21:15
Das ist eine Super Idee! Das ist schon lange mein Traum!!

Aber wo findet man sowas ??? Das hätte ich auch gerne mit 2 Kindern (1,5 und 3 Jahre). Vor allem kann man die Kinder ja nicht bei jedem abgeben - die Kinder müssen das auch mitmachen!

Ich kann nur sagen: Herzlichen Glückwunsch, daß ihr sowas gefunden habt! Das ist etwas Besonderes! Pflegt das und achtet darauf, daß es nicht überhand nimmt und sich einer von euch nachher doch ausgenutzt fühlt.
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#18
12.12.12, 22:44
hab zwar noch keine Kinder, aber meine Nachbarin und ich machen das so mit unsren Hunden :) ist echt super sowas!
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#19
12.12.12, 22:46
Ich möchte mich gerne dazu äussern und sagen, dass es wirklich nicht selbstverständlich ist, dass man sooo gute Nachbarschaft hat. Für mich ist das Nachbarschaft und nicht Freundschaft und leider erlebt man heute fast nur noch anonyme Nachbarn, die einziehen, nicht grüssen, von denen man nicht weiss, ob sie zum Haus gehören oder nicht. Es könnten auch Besucher sein, aber nach langer Zeit stellt man fest, das sind deine Nachbarn. Solchen Leuten würde ich NIEMALS den Schlüssel geben, noch um irgendetwas bitten. Deshalb empfinde ich diese Aeusserungen pro und kontra sehr differenziert. Es ist ein Geschenk in so einer Umgebung zu leben!!
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#20
12.12.12, 23:12
Ein Tip hierzu, schon 40 Jahre alt,klappt aber heute noch immer: Wir waren Familien mit kleinen Kindern, jede der Familien bekam 20 Metallchips. Gesittet wurde immer gegenseitig,oft fanden sich feste "Teams". Vor Mitternacht kostete eine Stunde einen Chip, nach Mitternacht 2 Chips.
Es war ein tolles Gefühl, in Ruhe weg zu gehen, weil man seine Kinder in erprobten "Ersatzelternhänden" wußte.
Einfach mal ausprobieren, kostet keinen Cent!
6
#21 Dora
12.12.12, 23:52
@gklopfer: versteh ich zwar gerade nicht mit den Chips, zu was die gut sei sollen? Damit das nicht überhand nimmt und jeder nur seine Chips verbrauchen darf?

@an alle Meckerer: ich finde es sehr schön, dass Simone so eine nette Nachbarin hat und uns daran teilhaben lässt.

Wir wohnen von der Tochter weit weg und sie muss auch immer mal jemand bitten, wenn es mit der Schicht nicht klappt oder sie zum Elternabend muss. Wir würden liebend gerne einspringen, aber leider liegen 3 Std. Autofahrt dazwischen! Selbstverständlich ist es in der heutigen Zeit nicht mehr, dass man sich gegenseitig hilft, aber um so schöner ist es, wenn es klappt und man füreinander da ist.

Wieso Simone so viele rote Daumen bekommen hat, wenn sie ehrlich antwortet, dass sie die Kinder, wenn es spät wird, manchmal erst am nächsten Morgen holen, kann ich auch nicht ganz nachvollziehen. Es wird doch wohl nicht alltäglich sein, dass man da gleich mit dem roten Daumen drohen muss.
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#22
13.12.12, 00:03
Hi Dora,

die Chips verhindern, dass immer nur die gleichen sitten. Man muss selber auch gehen,um wieder Chips zu bekommen
1
#23 Dora
13.12.12, 06:39
@gklopfer: ja, jetzt klingt's logisch. Danke für deine Erklärung.
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#24
13.12.12, 07:44
@Wusel13: Hat man Kinder,hat man meist auch Freunde mit Kindern .lernt sie kennen auf spielplatz oder kiga.bis der "Tausch dann klappt,braucht's auch ne Weile (hat man dann diejenige gefunden,deren Kinder auch ich hüten würde ;) fast tgl gegenseitige Besuche ,Kinder spielen miteinander,Mama geht mal kurz einkaufen....immer öfter .so gewöhnen sich die Kinder usw usw.so stellt sich auch raus,ob es "passt.die kinder müssen sich wohl fühlen,dann machen sie auch mit.bedarf eigentlich keiner Erklärung finde ich.man holt sich ja auch keinen Babysitter den die Kinder nicht kennen!!ist ja mit allem so:langsam ran tasten.es gibt so viele Mütter ,die sich das wünschen.DIE müssen sich nur finden.ansprechen,fragen....#wie bei REDBIRD,mach ich das heute mit meinem Hund .das war auch harte Arbeit,bis mein KLEBER dort geblieben ist.;))
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#25
13.12.12, 09:18
Ich finde auch, dass das kein Tipp ist. Bin jetzt schon älter und habe keine kleinen Kinder mehr. Aber wir haben das auch immer so gemacht. Und zwar ohne Chips - dann wirds ja schon wieder zum Geschäft. Mal braucht der Eine mehr Hilfe, mal der Andere. Und wenn man merkt, dass man ausgenutzt wird, dann spricht man das an. Übrigens nehmen wir in der Nachbarschaft auch selbstverständlich Pakete für die Nachbarn an und hinterlassen die Telefonnummer, wenn wir in Urlaub fahren. Übrigens - ich wohne nicht auf dem Dorf, sondern mitten in einer Großstadt, nämlich Köln.
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#26
13.12.12, 10:29
@wilmaoma: So ein Nachbarschaftsverältnis s o l l t e selbstverstänlich sein, nur in der Realität sieht es oft anders aus.
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#27
13.12.12, 12:25
Ich habe 10 Jahre in einem kleinen Ort in Australien gelebt - ohne Verwandte mit 2 kleinen Kindern und da funktionierte das ähnlich mit einem gegründeten Babysitter-Club!
Statt Metall-Chips gab es Kärtchen (mit Stempel und 2 Unterschriften drauf). Einmal im Monat hat man sich bei einem Mitglied zum Kaffee getroffen und dort wurden dann Termine abgesprochen, wann kann wer bei wem babysitten. Wer wenig Karten hatte, musste erst mal schauen und woanders die Kinder hüten. In den meisten Fällen kamen die Babysitter ins Haus und die Lütten konnten in ihrer gewohnten Umgebung bleiden.
Das hat super geklappt - allerdings sind die Australier nicht kompliziert und haben auch keine Scheu andere in ihr "Wohn-Heiligtum" zu lassen! Neue Mitglieder wurden auch nur aufgenommen, wenn ein anderes Mitglied sie kannte.

Ich finde den Tipp gut, weil er wirklich funktioniert! Aber hier im Forum müssen ja immer welche meckern..."frag Mutti" ist leider schon eine richtige Nörgelseite geworden :(
#28 Dora
13.12.12, 12:44
@Freeling: du sprichst mir aus dem Herzen!
-1
#29
13.12.12, 19:00
@ katze 202,

irgendwas falsch verstanden? Seit wann kann man mit Metallchips Geschäfte machen? Das ist doch der Sinn der Sache, dass das nicht möglich ist.
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#30
15.12.12, 02:25
Sorry, für mich ist es weiterhin kein Tipp. Hätte Simone beispielsweise geschrieben, dass sie als Mutter mit anderen Müttern ein soziales Netzwerk in der Nachbarschaft aufgebaut hätte und beschrieben, wie das von Statten gegangen ist, wäre das für mich ein Tipp mit allen Daumen hoch gewesen.
#31
15.12.12, 15:55
@Himbeerfleischer: Ja und wenn man nette Nachbarn hat!Ich wohne nun 5,5 J in dieser Strasse zu 80% alte Menschen die sich in den Wohnungen meist verkriechen ..ich kenn leider hier in der Stadt niemand der mir mal mein Kind abnehmen könnte,bin alleinerziehend ..das heisst für mich also schön zuhause bleiben und verzichten!
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#32
15.12.12, 18:40
@morphidae

Geh doch mal auf die Nachbarn zu. Vielleicht fühlen sie sich einsam und würden sich freuen, sich abends mal in deine Wohnung zu setzen und auf dein (schlafendes) Kind aufzupassen. Und als Gegenleistung könntest du mal beim Einkaufen helfen oder andere kleine Sachen erledigen. Du wirst sehen, das klappt besser als man denkt.
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#33
17.12.12, 15:42
@katze202: Genau so etwas wollte ich auch schreiben.
Ich (Jahrgang 36) habe beim Einzug in ein Mehrfamilienhaus vor 5 Jahren freundlich gegrüßt, Pakete angenommen, etc.
Jetzt empfange ich ein Schulkind des öfteren, wenn die Mutter mal spät von der Arbeit kommt. Habe auch schon Babysitten per Telefon gemacht .Das hatte ich angeboten.
Fast allen im Haus konnte ich, oder mein Mann schon mal einen Gefallen tun.Die Leute waren anfangs auch sehr zurückhaltend, aber jetzt sind sie ganz zutraulich. Wie ich mal länger krank war, kamen Angebote zu helfen.
Übrigens Kinder: die schlafen sehr gerne mal bei Nachbars. Das erweitert auch den Horizont.
Nachbarschaft ist in unserem Fall keine "Freundschaft". Trotzdem kann man sich gegenseitig mal unter die Arme greifen.

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