Wer kennt das nicht: Man liest die Beipackzettel der Medikamente, doch sie sind oft nicht verständlich. Viele Fragen tauchen auf, was kann man tun?

Beipackzettel von Medikamenten nicht immer verständlich - was tun?

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Der Beipackzettel von Medikamenten kann ja schon einmal gefühlt 1 km lang sein. Viele Patienten lesen ihn zwar, aber dann tauchen Fragen auf, wie zum Beispiel zu Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten, Nebenwirkungen, Anwendungsbereiche, Einnahmedauer oder auch Dosierung.

Ich lese die Beipackzettel meiner Medikamente immer, bin allerdings dazu übergegangen mir Bereiche, die mir nicht ganz klar sind, weil z. B. Fremdwörter benutzt werden, zu notieren und diese mit meinem Arzt zu besprechen.

Das gibt mir die Sicherheit, keine Einnahmefehler zu machen und das Medikament so einzusetzen, dass es auch richtig wirken kann.

Seitdem ich so vorgehe, konnte ich einige Bedenken bzgl. bestimmter Medikamente für mich ausräumen und fühle mich durch das Gespräch mit meinem Arzt gut beraten.

Voraussetzung dafür ist natürlich, dass man einen Arzt hat, der sich ausreichend Zeit dafür nimmt. Als Patient/in sollte es bei einem guten Arzt-Patientenverhältnis kein Problem sein.

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21 Kommentare


4
#1
2.3.18, 01:32
Oder den Apotheker fragen. Die nehmen sich aus meiner Erfahrung her immer Zeit.

Es heißt in der Werbung doch immer " Fragen sie den Arzt oder Apotheker "
3
#2
2.3.18, 08:57
Ich denke auch, man sollte in vielen Fällen lieber in der Apotheke nachfragen. Denn die Ärzte sind meistens  schon überlastet, und da möchte ich mir nicht einen Termin geben lassen, nur um mir das Medikament erklären zu lassen.
Am besten wäre es natürlich, wenn einem das Medikament schon gleich genau erklärt wird, wenn man es verschrieben bekommt. Aber einige Fragen ergeben sich ja doch oft erst, wenn man dann die Packung und den Beipackzettel in der Hand hält.
4
#3
2.3.18, 09:08
Ich schau nur noch wie ich einnehmen muss,ansonsten nur wenn ich das Gefühl hab es gibt bei mir Nebenwirkungen.
Ich war vor Jahren ziemlich krank und musste Hammermedikamente nehmen.Ich hatte angefangen den meterlangen Beipackzettel zu lesen, das war der reine Horror von Kopfschmerzen bis Leukämie und sofortigem Tod.Ich hab ihn weggelegt und nur bei Beschwerden nachgeschaut.Kopfweh ,Übelkeit ,Haut und Magenprobleme.
So hab ich die Therapie durchgezogen.
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#4
2.3.18, 10:12
Wenn man die möglichen Nebenwirkungen liest, kann einem angat und bange werden, denn es muß alles aufgeführt werden, was ganz eventuell an Nebenwirkungen auftreten kann.
Da ist es oft besser, man verläßt sich auf den Arzt, der einem das Medikament verschrieben hat. Wenn er mich kennt, wird er wissen, ob ich es nehmen darf oder nicht.
Das klingt etwas naiv, macht einem das Leben aber leichter und geht ja auch meistens gut.
Und absolut alles kann kein Arzt überblicken und vorhersehen, denn jeder Mensch kann ja anders reagieren.
5
#5
2.3.18, 11:12
Sämtliche unbekannte Namen und Begriffe werden direkt und sehr ausführlich durch das Internet erklärt.
1
#6
2.3.18, 11:35
Ich schwöre da auch auf meine Apotheke, die haben alles gespeichert, was ich an Medikamenten einnehmen muss und schauen sogar bei freiverkäuflichen Medis nach, ob sich das mit den verschriebenen bzgl. der Wechselwirkungen miteinander verträgt.
Ich fühle mich dort gut aufgehoben und beraten.
1
#7
2.3.18, 11:53
@Kampfente
genauso ist unsere Apotheke auch,deshalb holen wir alles dort und brauchen auch keine Versandapotheke
#8
2.3.18, 11:54
Bei der momentanen Grippewelle sparst du dir am besten den Arzt und fragst gleich in der Apotheke. Deine Hausapotheke kennt dich und empfiehlt dir nichts, was nicht zusammenpasst. Die "Gegenanzeigen" sind im Beipackzettel das Wichtigste. Bevor du da nicht sicher bist, solltest du das Medikament gar nicht nehmen.
3
#9
2.3.18, 12:15
@Krimifan: 
Von meiner Versandapotheke bekomme ich zu jedem bestellten Medikament eine Liste, wie es sich zu meinen anderen Medikamenten oder jemals bestellten Medikamenten verhält, worauf ich  achten sollte und was mein behandelnder Arzt zusätzlich untersuchen sollte, wenn dieses Medikament eingenommen wird.
#10
2.3.18, 12:59
Ich bekomme von meiner Versandapotheke auch reichlich Info-Material zu meinen Rezepten, habe eine Telefonnummer für persönliche Nachfragen und Besonderheiten bei einigen Medikamenten stehen auf einem Extra Infoblatt. Ich bezahle für meine rezeptpflichtigen Medikamente bei D.MO. nur halb soviel als in der hießigen Apotheke und wenn ich Bedarf nach direkter Beratung unter vier Augen habe, meine Versandapotheke hat hier in der Nähe auch große Filialen. Alles gut so wie es ist für mich.
4
#11
2.3.18, 13:15
wir kaufen aus Prinzip hier in der Apotheke, wir haben hier auch viele alte Mitbürger,die sind auf die Apotheke hier angewiesen,weil sie anders nimmer klarkommen-uns gehts
vielleicht auch mal so.Deshalb unterstützen wir die Apotheke vor Ort.Aber natürlich jeder wie er will.
Ich nehm keine ständigen Medis und bei meinem Mann hält es sich in Grenzen, so daß das finanzielle nicht so wichtig ist.
2
#12
2.3.18, 14:56
Hier wurde schon mehrmals auf die Stammapotheke  hingewiesen. Ich möchte nur noch daraf aufmerksam machen, dass eine Stammapotheke auch, und vor allem wenn Medikamente von mehreren Ärzten verschrieben werden, sehr nützlich sein kann.

Die Fachärzte wissen oft nicht, welche Medikamente der Patient schon einnimmt, der Hausarzt weiß nicht immer, welche Medikamente andere Ärzte verordnet haben. Dazu kommen manchmal  nicht verschreibungspflichtige Medikamente, auch Nahrungsergänzungsmittel oder Ähnliches, die man einfach mal aus der Apotheke holt.

Wird alles aus einer Apotheke geholt, ist man auf der sicheren Seite.


 
2
#13
2.3.18, 14:58
Man sollte sich bei den potentiellen Nebenwirkungen nicht all zu graue Haare wachsen lassen, da dort einfach alles aufgefuehrt ist, was irgendwann mal jemand hatte. Das Risiko ist meist gering bis verschwindend gering. Aus rechtlichen Gruenden muss aber alles gelistet sein.
Ein Arzt verschreibt ein Medikament mit Hinsicht auf das zu erwartende Nutzen-Risiko-Verhaeltnis. Das heisst, der Nutzen ueberwiegt fuer den Patienten. Je schwerer die Krankheit, desto mehr Nebenwirkungsrisiken nimmt man in Kauf. 
#14
3.3.18, 11:37
@Maeusel: #2
Einen Termin zur erklärung lasse ich mir auch nicht extra geben.Muss sowieso regelmäßig zum Arzt und da ergibt es sich, dass ich Fragen stellen kann.
Eine gute Apotheke habe ich auch, aber da ist es oft schwierig, dass jemand ausreichend Zeit für Erklärungen hat.
So oft ist es ja nicht der Fall, dass sich Fragen ergeben.
1
#15
3.3.18, 11:39
@Kanzlerin: #13
Vor vielen Jahren hat einmal ein Arzt zu mir gesagt, ich solle den Beipackzettel besser wegwerfen, sonst würde ich bzgl. der Nebenwirkungen vielleicht einen Schock erleiden, wenn ich das alles lese.Fand ich persönlich sehr befremdlich.
#16
4.3.18, 13:56
@Maeusel: Ich habe auch mit Apotheker/innen beste Erfahrung gemacht. Sie wollen, dass ich wiederkomme und meine Medikamente selbst bezahle. Deswegen beraten sie gerne und gut. 
#17
4.3.18, 14:00
@Krimifan: Das finde ich mal wieder einen gesunden und sozialen Standpunkt!!
#18
4.3.18, 14:15
@Ashanti: Ich finde die Gegenanzeigen als wichtige Information. 
Ich bin inzwischen wieder weg vom Prinzip, nur Fachärzte eigener Wahl aufzusuchen. Vor vielen Jahren wurde mir ein Internist empfohlen, der auch gute Arbeit geleistet hat. Langsam kam ich dahinter, dass er ein Virtuose auf seinen Apparaten war. Er sprach auch nur mit seinen Instrumenten und nicht mit mir.
Seit einigen Jahren gehe ich zum Hausarzt gleich um die Ecke, der kennt mich nämlich und weiß, welche Medikamente ich brauche. Dadurch konnte ich den Medikamenten-Konsum verringern! 
#19
5.3.18, 18:20
@Krimifan: #11 : bis auf Deinen letzten Satz stimme ich Dir zu . Ich brauche viele Medis aufgrund einer Erkrankung .

Das beste wird sein , man macht sich eine Liste von den Medikamenten , die man nehmen muss und nimmt sie zu den jeweiligen Ärzten mit . So können sie gucken , was man einnimmt und es gibt keine Probleme mehr .
1
#20
5.3.18, 18:46
@Schnuff
tut mir leid für dich,wenn du soviel Medis nehmen musst.Mein Mann nimmt auch was,wenn er mal zu FA geht nimmt er auch nen Zettel mit wo alles draufsteht,damit es keine Probleme gibt
1
#21
5.3.18, 21:05
@Schnuff: Auch ich habe einen kleinen Zettel in meinem Portemonnaie, wo draufsteht, was ich wann einnehmen muss. 

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