Die Bewerbung sollte so aufgebaut sein, dass der Personalchef das Wichtigste auf einen Blick erfassen kann!

Bewerbung schreiben - Tipps

Jetzt bewerten:
4,3 von 5 Sternen auf der Grundlage von

Eine Bewerbung oder einen Lebenslauf zu schreiben macht keinen Spaß, doch da muss jeder mal durch. Es kommen Fragen auf, was soll ich alles erwähnen? Welche Schriftart ist die beste? Soll das Layout eher schlicht oder auffallend sein? 

Wie mache ich mich interessant, denn schließlich ist man ja nicht der einzige Bewerber. Viele andere wollen auch genau diese Stelle haben, wie schaffe ich es also, mich aus der Masse hervorzuheben? Mit einigen hilfreichen Tipps fällt es euch vielleicht einfacher.

​Die Bewerbung sollte so aufgebaut sein, dass der Personalchef das Wichtigste auf einen Blick erfassen kann! 

  • Schriftgröße / Schrifttyp sollte man natürlich so wählen, dass alles gut lesbar ist, außerdem macht es sich gut dieselbe Schriftart für das Anschreiben, sowie den Lebenslauf zu nutzen. Optimal wären z. B. ( Arial, Verdana oder Calibri). Die Größe sollte in etwa zwischen 10 und 12 liegen, (12 für Überschrift und 10 für den Text). 
  • Bewerbungsbild ist zwar kein "Muss" dennoch üblich. Schließlich will man ja die Person sehen, um die es sich hier handelt. Der erste Eindruck sozusagen. Deshalb auf keinen Fall Fotos selber machen und zuschneiden. Geht zu einem Fotografen, der weiß am besten wie tolle Bewerbungsfotos aussehen sollen. 
  • So verkauft man sich ohne viel Erfahrung am besten: Besonders Schüler, die noch nicht viel Erfahrung gesammelt haben, können ihren Lebenslauf auf andere Weise aufbauen, z. B ehrenamtliche Arbeit oder auch Nebenjobs dazu schreiben. Oder vielleicht hat man spannende Hobbys, die den Chef beeindrucken könnten. Auch ein Babysitterjob ist ein Job. 
  • Das Anschreiben: sehr wichtig! Personalchefs erkennen die typischen Massenbewerbungen sofort, das heißt wer es sich einfach macht, und ein Anschreiben bei google abtippt, hat weniger Chancen, als jemand der sich darüber Gedanken macht. Es spricht nichts dagegen, sich im net Ideen von anderen zu holen, doch ein typisches Anschreiben bleibt eben ein "typisches" Anschreiben und sticht nicht hervor. Dazu sollte man auf alle Fälle auf das Unternehmen, bei dem man sich bewirbt eingehen. Das heißt, man macht am Anfang (im ersten Satz) schon klar, warum man sich ausgerechnet bei diesem Unternehmen bewirbt. Nicht vergessen, am Schluss immer erwähnen, wie sehr man sich auf eine positive Rückmeldung freuen würde und wie gerne man persönlich den ersten Eindruck mit einem Gespräch vertiefen würde. 
  • Seine Stärken beschreiben fällt manchen nicht leicht. Dazu sollte man am besten gute Freunde, Familie (Eltern) fragen. Auch Erfahrungen und Fähigkeiten einbringen und evtl. erklären, in welchen Situationen man seine Fähigkeiten und Stärken schon unter Beweis gestellt hat. 
  • Das Layout sollte sich zwar von anderen abheben, dennoch nicht übertrieben wirken. Man kann sich ruhig was trauen, seine Kreativität ausleben, dennoch ist der Lebenslauf meist das Wichtigste für ein Unternehmen und sollte nicht mit zu viel Schnickschnack überladen sein, es sollte zur gesamten Bewerbung passen.
  • Wichtige Punkte für den Lebenslauf: Als erstes die Kontaktdaten (Postanschrift, Telefonnummer ...) danach folgt das Bewerbungsfoto und die beruflichen Stationen. Am besten fängt man nicht wie üblich mit der Vergangenheit an, sondern stellt die aktuelle Position an erster Stelle. Danach folgt der schulische Werdegang, Erfahrungen und Nebenjobs (dabei nicht die Aufgaben des Nebenjobs vergessen). Bei Hobbys sollte man nicht übertreiben, zwei bis drei reichen vollkommen aus. Was früher zwar typisch war, heute aber nicht mehr in den Lebenslauf passt, wären die Angaben zu Eltern, Familienstand und sogar die Unterschrift. Das kann man alles weglassen. 
  • Zusammengefasst beinhaltet eine Bewerbung das Anschreiben, den Lebenslauf, Zeugnisse, und danach evtl. Zertifikate. Das Deckblatt braucht man nicht zwingend, wenn das Bewerbungsbild im Lebenslauf ist.

Tipp der Redaktion: Preiswerte Bewerbungsmappen für 17,62 € 12,92 €

Von
Eingestellt am

7 Kommentare


2
#1
11.10.16, 23:16
Der wichtigste Punkt überhaupt fehlt - sozusagen das Herzstück der Bewerbung: Nämlich herauszustellen, was man mitbringt, welche fachlichen Leistungen man vorweisen und wie genau man dem Unternehmen von Nutzen sein kann. Sprachenkenntnisse. Wenn man jemanden einstellt, ist das eine Investition, die sich lohnen soll.
Ehrenamt, Hobbies, Babysitterjob - sorry, aber das ist Mumpitz. 
1
#2
11.10.16, 23:35
Ich habe dieses Jahr schon Bewerbungen geschrieben. Meine Arbeitsvermittlerin oder Integrationsberaterin von der ARGE hat mir dabei sehr gut geholfen. Ob man seine Hobbys oder auch Ehrenämter angibt kommt immer auf den Arbeitsplatz an für den man sich bewerben will. Ich mache jetzt eine Ausbldung zur Altenpflegehelferin. In der Bewerbung dazu habe ich angegeben dass ich ehrenamtlich beim DRK tätig bin. Das hat sich sogar positiv ausgewirkt. 

Es gibt auch sehr gute Websites wo man Bewerbungen schreiben, ausdrucken und auch sofort versenden kann.
2
#3
12.10.16, 02:51
@zumselchen: nun ja wie ich schon schrieb sprach ich damit Schüler, oder gar Hausfrauen ohne viel Berufserfahrung an, deren Lebenslauf etwas kahl aussieht. Man kann ruhig in solchen Fällen auch Nebenjobs, ehrenamtliche Tätigkeiten eintragen, immer noch besser als nichts. Wer bereits genug Stoff für den Lebenslauf hat, muss solche Abschnitte natürlich nicht dazuschreiben.
#4
12.10.16, 06:48
"Bewerbung oder einen Lebenslauf zu schreiben macht keinen Spaß, doch da muss jeder mal durch." Es mag stimmen, dass es eine Herausforderung ist,  Bewerbungen zu schreiben, aber man muss sich vorher mental so darauf einstellen, dass kein lustlos geschriebenes Schriftstück daraus wird. Wer schlechte Laune hat, dem gelingt keine gutes Foto und keine gute Bewerbung, aber positive Gedanken wirken sich günstig auf beides aus..
Man kann sich zum Beispiel vorstellen, wie schön es wäre, den Job oder den Ausbildungsplatz bereits zu haben und wie man sich dann in der Firma engagiert, welche seiner Fähigkeiten man dann bringt. 
1
#5
12.10.16, 08:57
Für Schulabgänger ist die Aufstellung ok, finde ich.
Etwas anderes ist es, wenn sich Jemand bewerben muß, Der schon Berufserfahrung vorweisen kann. Da wird ja teilweise verlangt, bisherige Arbeitsstellen: von-bis, als Was mit Arbeitszeugnissen zu belegen. Das kann ganz schön in's Geld gehen für Kopien, Bilder, sprich Bewerbungsmappen, Die man oft genug nicht zurückbekommt. Da ist es dann toll, wenn der AG Bewerbung per E-Mail ermöglicht. Einmal im PC eingegeben und beliebig oft versenden, ohne weitere Kosten.
Allerdings stellen nur noch wenige Firmen direkt ein, sondern über Zeitarbeitsvermittlungen, die auch schon mal einem potenziellen AG gegenüber nicht alle Unterlagen weiterleiten. Da kann man dann leicht auf einer Arbeitsstelle landen, die nicht's mit dem erlernten Beruf zu tun hat und dadurch bei einem anderen AG negativ bewertet wird. Da ist immer ein Fragezeichen beim AG, wieso arbeitet ein Maler und Lackierer, als Schuhsohlenfertiger, z.B.
Ich habe das bei einem meiner Söhne erlebt, er wurde als gelernter Maschinenbauer, mit allen möglichen Zusatzqualifikationen an eine Weberei vermittelt, für Hilfsbereiten.
Das er eigentlich Maschinenbauer ist, wurde in Weberei erst bemerkt, als eine Webmaschine defekt war und er sie fachgerecht repariert hat, weil kein firmeneigener Schlosser verfügbar war.
Das hatte zur Folge, daß er schon die folgende Woche in die Schlosserei versetzt und zudem festangestellt wurde.
Jetzt ist er natürlich happy.
#6
12.10.16, 20:27
Ich habe beruflich mit Bewerbungen zu tun und ergänze: sofern nicht ausdrücklich eine Bewerbung per Post verlangt wird und eine e-Mail Adresse angegeben ist: unbedingt per e-Mail bewerben. Das spart allen Beteiligten Zeit und Geld. Die Bewerbung sollte in einer pdf Datei enthalten: Anschreiben, Lebenslauf mit Foto, Zeugnisse. Natürlich chronologisch abwärts sortiert. Nicht größer als 2, maximal 3 MB. Sehr wichtig, wie erwähnt: das Anschreiben muss individuell zur Stellenausschreibung passen und extra für diese erstellt sein, damit der Leser auf einen Blick sehen kann, dass die Passgenauigkeit hoch ist. Wo hat man durch welche Tätigkeiten welche Kompetenzen erworben, nicht einfach unbewiesen hinschreiben, dass man XY kann. Diese Fähigkeit oder Kenntnis kann auch ehrenamtlich erworben sein, Hauptsache, man kann so zeigen, dass man sie hat, anstatt es nur so zu behaupten. 
Wer sich überall mit dem gleichen Schrieb bewirbt und es dem Leser überlässt, herauszufinden, ob man gut geeignet ist oder nicht, verpasst gute Chancen. 

Für Bewerbungen gibt's auch das eine oder andere gute Forum. 
#7
13.10.16, 12:56
ich kann Bianca nur zustimmen ... zumal man seine Bewerbungsunterlagen (die mal viel Geld gekostet haben) wenn überhaupt nur in einem Zustand zurückerhält, in dem man sie nicht weiterverwenden und wegschmeissen kann

Verfasse einen Kommentar

Emojis einfügen