91 Prozent der Frauen sind mit ihrem Körper unzufrieden...

Bodyshaming: Spieglein, Spieglein an der Wand

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Neulich stolperte ich bei der Lektüre eines Lifestyle-Magazins (nein, kein Abo, Wartezimmer beim Arzt) über einen Begriff, den ich so nicht kannte. Als bekennender Liebhaber neuer Wörter zückte ich mein kleines grünes Moleskin-Büchlein und notierte: Bodyshaming googeln. Wieder daheim setzte ich mich an den PC und Tatsache: Der Begriff scheint frisch zu sein. Sogar so frisch, dass sich im Netz noch nicht auf eine einheitliche Schreibweise geeinigt werden konnte. Heißt es nun Bodyshaming, Body Shaming oder Body-Shaming? Der Google Translator kam nur mit der getrennten Version in Kleinschreibung zurecht. Er übersetzte body shaming mit „Körper Schande“. Oha, da machte ich anscheinend die ersten Schritte in einem Minenfeld. Ich fand auch eine Definition des Begriffs, allerdings auf Englisch. Der Translator übersetzte diesmal: „Kritik an sich selbst oder anderen wegen eines Aspekts der physischen Erscheinung.“

Ich stellte mich vor den großen Spiegel im Flur und begutachtete mich kritisch. Alles okay soweit, aber Schlabbershirt und Jogginghose ließen die Grenzen meines Körpers nicht klar erkennen. Also runter damit. Nackt sah die Sache schon ganz anders aus: Von vorne immerhin noch ziemlich okay, aber im Profil? Ich weiß, dass ein Deutscher Mann ohne Bauch als Krüppel gilt, aber trotzdem… Ich beschloss, mich mit meinem Spiegelbild darauf zu einigen, dass nicht mein Bauch zu dick, sondern nur meine Beine zu weit hinten angebracht sind. Irgendwie musste ich meiner „Körper Schande“ ja etwas entgegenhalten. Ich ging ins Wohnzimmer. Meine Verlobte saß im Sessel und las. „Guck mal“, sagte ich, „fällt dir was auf?“ Sie schaute mich an. „Du bist nackt“ erwiderte sie. Ich drehte mich um 90 Grad ins Profil. „Nein, ich meine den Bauch…wie der raussteht. Das ist meine neue Körper Schande.“ Ich sah, wie ihre Augen verräterisch blitzten und verließ das Wohnzimmer. Als ich, wieder angezogen, den nächsten Google-Eintrag anklickte, hörte ich sie noch immer lachen.

„91 Prozent der Frauen sind mit ihrem Körper unzufrieden“ las ich in einem Artikel über den neuen Film „Embrace - Du bist schön“. Der von Norah Tschirner mitproduzierte Streifen setzt sich kritisch mit dem Phänomen des Body Image auseinander. Weltweit stehen laut Tschirner speziell Frauen unter massivem Druck, dem gängigen Schönheitsideal gerecht zu werden. Bei diesem wachsenden Fokus auf Äußerlichkeiten entstünden „ …zunehmend Selbsthass, Depression, Verlust von Lebenszeit, Lebenslust und Kreativität.“ Ich überlegte, wer denn die restlichen 9 Prozent der Frauen sein könnten. Hatte ich jemals eine Frau getroffen, die vollkommen zufrieden mit ihrem Körper war? Und warum überhaupt nur Frauen? Wir Männer sind doch statistisch gesehen viel häufiger zu dick: 59 Prozent der deutschen Männer zwischen 18 und 65 Jahren sind übergewichtig. Dem gegenüber stehen „nur“ 37 Prozent der Frauen. So viel zum Thema Gender-correctness.

Aber ist dick sein überhaupt noch eine Körper Schande? Oder ist es mittlerweile die zu große Nase, die zu kleinen Brüste oder eine Zahnlücke? Alles ein alter Hut, suggerieren uns die Bilder in Hochglanzillustrierten und Beauty-Channels auf Instagram. Angesagt und erstrebenswert ist die sogenannte „Thigh Gap“ (Oberschenkel-Lücke), durch die frau auch bei geschlossenen Beinen hindurchgucken kann. Völlig uncool hingegen sind „Hip Dips“ (Hüft-Vertiefungen), also kleine Dellen an den Oberschenkeln. Aha, dachte ich beim Lesen und überlegte, wann ich zum letzten Mal das Bedürfnis verspürt hatte, einer Frau nicht auf, sondern durch die Beine zu schauen. Und besteht nicht der menschliche Körper mehr oder weniger ausschließlich aus Dellen und Vertiefungen? Ich machte schnell 50 Sit-Ups gegen meine Körper Schande und setzte mich wieder an den Rechner.

Im Umfeld des äußerst ergiebigen Begriffs Body Shaming tauchte ein Name immer wieder auf: Dani Mathers. Das amerikanische Playmate des Jahres 2015 hatte in einem Fitnessstudio heimlich eine 70-jährige, nackte Frau fotografiert, das Bild ins Internet gestellt und sich darüber lustig gemacht. Bämm, geht ja gar nicht. Fanden anscheinend auch die Richter und verurteilten Dani zu einer 6-monatigen Haftstrafe auf Bewährung und 30 Tagen Sozialarbeit. Jetzt kann sie beim Graffiti-Entfernen einen Monat über Body Shaming nachdenken. Wobei – Denken scheint nicht zu ihren Stärken zu gehören.

Soweit zu meiner Recherche rund ums Thema Body Shaming. Meiner Meinung nach liegt die Wurzel dieses ziemlich üblen Zeitgeist-Phänomens in zwei Dingen: Zum einen in dem von den Medien produzierten (falschen) Schönheitsideal und zum anderen in der zutiefst menschlichen Macht der Gewohnheit, sich selbst zu vergleichen. Bin ich so dick/dünn/schön/sexy wie die Frau auf dem Cover der Vogue? Oder bei Männern: Bin ich so attraktiv/durchtrainiert/waschbrettgebaucht/sexy wie Sigmar Gabriel? Nein, Scherz beiseite. Auch wir Männer laufen Gefahr uns mit dem Idealtypus zu messen und dabei zwangsläufig den Kürzeren zu ziehen. Wie so oft in meinen Beiträgen, kommt der Tipp zum Schluss und ist kurz und knapp. Er stammt von Taryn Brumfitt, der Hauptdarstellerin des Films „Embrace“ und lautet: „Liebe deinen Körper wie er ist, er ist der einzige, den du hast!“

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55 Kommentare


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#1 sabon
13.6.17, 17:28
Er ist der einzige,den wir haben und er ist so zerbrechlich.Der "Zeitgeist" ist unerbittlich...Aber wenn man einmal Menschen erlebt hat,die wegen einer Krankheit immer weniger wurden,dann wird man gelassener.Ich hatte auch mal 30 Kilo mehr,und "Diät" war eines meiner "Lieblingsworte":Dann hat das Leben mir heftig zugesetzt,all der Kummer hat mich 30 Kilo gekostet.Ich bin nicht böse um die Kilos weniger,aber ich wäre froh,wenn ich mal wieder normal Hunger hätte.Also ein paar Pfund Zuviel,mit Humor nehmen.All die Schönheiten,ob Männlein oder Weiblein in den Zeitschriften,machen ihren Job und investieren bestimmt viel Zeit in ihre Schönheit(trotzdem Geschmacksache),Die Zeit können wir doch viel besser verbringen!Mit unseren Lieben,denn Besuchszeiten im Himmel gibt es nicht,in diesem Sinne.....
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#2
13.6.17, 17:51
Das alles muss man aber sehr differenziert sehen. Nicht immer geht es um die Optik und das man schöner sein möchte, wenn man das zuviel auf den Rippen loswerden möchte. Nicht jeder kann seinen Körper lieben so wie er ist, wenn beim Treppe steigen die Luft knapp wird, beim spazieren gehen die Knie schmerzen und man sich nicht mehr richtig bewegen kann, weil überall ein Polster im Wege ist. Von den Gelenkschmerzen, hohem Blutdruck oder verschlossene Blutgefäße ganz zu schweigen. Menschen denen es so geht, sind nicht die Ausnahme, sondern es gibt sehr viele. Wer dann sich aufrafft, weil er noch einige Jahre Lebensqualität mit Gesundheit möchte, der tut das für sich allein und gewiss nicht für die Schönheit. 
Ich war ein Sportmuffel durch und durch, bis mich die oben geschilderten Beschwerden zum umdenken veranlaßten. Ich mache täglich zuhause meine Sportübungen, hab zehn Kilo abgespeckt und bewege mich an der frischen Luft so oft es geht und es geht täglich. Seit Januar bin ich dabei mich zu gesunden, aber richtig, auch mit einer gesunden Ernährungsumstellung. Ich wurde schon belohnt mit optimalen Blutwerten, der Blutdruck ist bestens und alle Organe arbeiten jetzt perfekt. Es war anders, das könnt ihr mir glauben.
Was ich hauptsächlich sagen möchte, der Spruch, liebt euren Körper so wie er ist, kann auch nach hinten losgehen. Etwas für sich zu tun um einen gesunden Körper zu bekommen wird meist belohnt vom eigenem Ich. Das einzige Mittel fit zu werden ist nun mal Sport und Bewegung und natürlich eine gesunde Ernährung. Sorry für die Länge, aber das war mir ein Bedürfnis.
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#3
13.6.17, 18:34
Ich denke, der Spruch heißt: "Gehe mit deinem Körper sorgsam um, denn es ist der einzige den du hast.":p
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#4 sabon
13.6.17, 18:57
@Upsi: Das stimmt,was du schreibst.Aber meist sind es doch Frauen,die wegen ein paar Röllchen am Bauch hysterisch werden,jede Falte mit Argusaugen beobachten,und sich selbst das Leben schwer zu machen.Eine gesunde Lebensführung mit ordentlichem Essen und Bewegung gehört doch eigentlich zum Leben,ich denke aber auch genießen sollte zum Leben gehören.Wenn ich die Werbung sehe,was "Frau" angeblich alles braucht für schöne Haare,Haut,Figur...die reinsten Chemielabore!Je nach Jahreszeit verzapfen sogenannte Frauenmagazine Artikel,welche Farbe wir zu tragen haben,welche Rocklänge,wieweit die Hose sein darf.Ich habe mich davon freigemacht,trage zeitlose Mode,Farben die mir stehen usw.Da können alle Modeschöpfer,"Bloggerinnen"(weitererUnsinn unserer Zeit) etc erzählen was sie wollen!!!
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#5
13.6.17, 19:16
Wer in den Spiegel schaut und darin ein Schlabbershirt und Jogginghose erblickt, sollte vielleicht eher über die Option des "clothing shaming" nachdenken.
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#6
13.6.17, 19:49
@sabon: deswegen meinte ich ja auch differenzieren, es gibt solche und andere. Diese Damen, die im Schönheitswahn sich kasteien, im Fitnesstudio täglich schwitzen und in deren Kühlschrank höchstens eine Flasche Champagner steht und ein Teelöffelchen Kaviar, sind eine Sorte für sich und haben mit einem gesunden Lebensstil nichts zu tun. Für mich sind die schlimmsten davon diese botoxaufgepumpten, Silikongeschwängerten Dämchen , Witzfiguren, aber sollen sie, ist mir wurscht. Ich glaube auch nicht, daß die sich in ihren Körpern wohlfühlen, denn einige können ja nicht mehr über ihren gewaltigen Busen die Füße sehen. Das ist heute der Zahn der Zeit und die gewaltigen Unterschiede.Auf der einen Seite stehen alte Menschen Schlange bei der Tafel und auf der anderen wird gehungert für die perfekte Figur. Ich versteh die Welt nicht mehr und hör lieber auf. Lg.
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#7 sabon
13.6.17, 20:13
@Upsi:Das genau ist der Grund,sich bewußt zu machen,was ist wichtig.Gesundheit sicher,aber auch da weiß ich,es kommt der Tag,da muß man sein Schicksal annehmen.Das Äußere ist insofern wichtig,daß man sich selbst wohlfühlt.Betonung auf selbst,nicht was andere denken.Alte Zitate,die die Jungen nicht mal mehr kennen,haben viel Wahres,Bescheidenheit ist eine Zier,Pünktlichkeit die Höflichkeit der Könige, und vor allem carpe diem,selbst wenn man den Tag zum Faulenzen nutzt .Alles hat seine Zeit,sagte meine Omi immer,und wie Recht sie hatte!!!
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#8
13.6.17, 23:02
Ich habe die Nase voll von curvy models, vom Hochjubeln der Dicken, von "Stehe zu Dir und Deinem Körper", von Dick ist beautiful und Ich will so bleiben wie ich bin: Du darfst! Ebenso von: Ich fühle mich wohl in meinem (dicken) Körper und stehe zu meiner Rubensfigur/Kurven.

Das hat seinen Grund:
Ich war jahrzehntelang dick, dicker und unglaublich dick. So dick, dass ich nur überlebte, weil ich mich zu einer komplizierten Magenverkleinerung entschieden habe, um radikal und in sehr kurzer Zeit sehr viel Gewicht zu verlieren.

Es folgten viele weitere sogenannte Wiederherstellungsoperationen und nach ein paar sehr schönen und erlebnisreichen schlanken Jahren bekam ich die Quittung für mein permanentes Übergewicht  der Vergangenheit:

Ein Platz ziemlich weit oben bei Eurotransplant:
Das Herz hat komplett schlapp gemacht.

Man darf die Augen nicht verschließen vor den unweigerlichen Folgen von Übergewicht und sollte es einfach nicht schönreden. Genau das passiert aber gerade durch die Medien und das ist das andere Extrem zum ehemaligen Schönheits- und Schlankwahn.

Natürlich geht es in dem Beitrag nicht nur um Übergewicht, aber es wird in diesen Zeiten so leichtfertig akzeptiert wie es vor Jahren noch extrem verpönt war.

Sich selbst zu vergleichen ist doch gar nicht so schlecht:

Absolut nicht mit Photoshop-models aus Hochglanzmagazinen, aber mit den eigenen Fotos aus schlankeren Zeiten könnte es vielleicht den ein oder anderen wieder auf den richtigen Weg zu einem gesunden Körper bringen. Schließlich ruht in einem gesunden Körper ein gesunder Geist!
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#9
13.6.17, 23:34
@xldeluxe_reloaded: wo du recht hast, haste recht. Ich schließe mich da an. Tut mir sehr leid dein Schicksal, aber ich finde es gut, daß du es hier öffentlich gemacht hast. Vielleicht ein Schuß vor den Bug für den ein oder anderen, der sich vom derzeitigem Trend der Medien einreden läßt, seine Massen zu lieben. 
Respekt 👍
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#10
14.6.17, 10:47
" Ich machte schnell 50 Sit-Ups "  ... fakenews  *grins*
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#11
14.6.17, 14:38
Das ist wieder mal ein sehr schöner, nachdenklicher Artikel mit der gesunden Prise Humor. Hier ging es nicht um Gesundheit, dick oder dünn, sondern um die Tendenz, andere für ihr Erscheinungsbild zu be (ent-)werten. Und das ist etwas, was ich besonders bei den jüngeren sehe, in Zeiten, wo doch sowieso schon Unsicherheit über sich selbst, wer bin ich und was will ich herrscht - ich spreche von der Pubertät. Es ist unglaublich, wie abwertend da manche Mädchen (Jungs weiß ich jetzt nicht) behandelt werden, weil sie irgendwie nicht dem Ideal entsprechen. Ich glaube, dass das extrem schädlich für die Entwicklung eines gesunden Selbstbildes ist, wenn "Freundinnen" mehr oder weniger verborgen Body Shaming betreiben, oder - noch schlimmer - bei sich selber. Da geht es ja nicht um gesundheitsrelevante Gewichtsprobleme - meist um Nase, Haut, Haare, was weiß ich. 
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#12
14.6.17, 15:09
Ich finde schon das es auch im Tipp um dick oder dünn um schön oder häßlich geht. Warum nicht die Dinge aus dem gesundheitlichen Aspekt ansprechen ? Body Chaming.....was ist das überhaupt ? Überall wird nur noch mit englischen Begriffen herumgeworfen und wir älteren, die niemals englisch gelernt haben, kommen sich im eigenem Land vor wie Ausländer. Ich muss mir immer herausklabüstern was es bedeuten könnte und dadurch entstehen oft andere Aspekte, die vom eigentlichem Tipp abschweifen. So etwas ärgert mich enorm und nervt. Nicht nur hier bei FM, auch sonst im Alltag. Wie soll sich eine genervte Uromaossi dann noch zurechtfinden ?
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#13
14.6.17, 17:00
Upsi, Daumen hoch für Deinen Kommentar. Diese Sprachpanscherei geht mir schon lange auf den Keks!
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#14
14.6.17, 17:50
@viertelvorsieben: danke, ist doch so, wenn ich ab heute hier nur russisch schreibe (kann ich gut) würden alle große Augen machen und ein Sprachprogramm installieren. Ich will hier meine Sprache lesen, in letzter Zeit nimmt das Überhand mit englischen Ausdrücken. Warum eigentlich ? Soll das klug und weltoffen wirken oder ist das schon eine schlechte Gewohnheit ? Hier gibt es so viele ältere User und ich wette, daß die oft nur Bahnhof verstehen. Nervt schon das an Geräten alles englisch ist und von Musik ganz zu schweigen, aber Haushaltstipps und Rezepte will ich in meiner Sprache lesen.
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#15
14.6.17, 19:00
Ich finde die Pseudo-Englischen Ausdrücke auch nervig. Mir kommt es so vor, als ob den Leuten kein passendes Wort einfällt und dann versuchen sie sich auf Englisch, weil es dann im Deutschen nicht so auffällt. 
body=Leiche, shame=Schande, bodyshaming = Leichenschändung?
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#16
14.6.17, 20:38
Ich spreche Englisch wie meine Muttersprache und mir fällt gar nicht auf, wie oft "denglisch" uns im Alltag begegnet. Allerdings verstehe ich auch die Probleme die es bereitet:

Für meine Mutter war zu ihrer Lebzeit die Anrichte ein Sidebord - gesprochen wie geschrieben - und was mir liebenswert erschien, bereitete ihr Schwierigkeiten.

Der Trend ist nicht aufzuhalten:
Anglizismen sind Folge der sprachlichen Evolution und aus dem Sprachalltag gar nicht mehr weg zu denken und bereichern die deutsche Sprache doch auch durch ihre Vielfalt .

Ich kann mir nicht vorstellen, wie man sich - ganz grundsätzlich gesehen und auf den Alltag bezogen  - ohne "Denglisch" verständlich machen kann:
Viele Wörter haben wir seit vielen Jahren in unseren Wortschatz übernommen und nehmen sie als selbstverständlich hin: Boxershorts, Pullover........damit leben wir schon lange und so wird es der jungen Generation mit den neuen Wörtern gehen.

Andererseits sind in Deutschland lustige Abkürzungen sehr beliebt und damit kämen Ausländer auch nicht zurecht:
Die Wama, der GöGa, der Compi, die Spüli, der Burzeltag......so hat jeder seine Probleme mit dem ein oder anderen 😂
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#17
14.6.17, 22:15
@xldeluxe_reloaded: naja, diese Abkürzungen wie wama usw. werden ja meistens in Foren wie dieses genutzt, im Alltag redet sicher niemand vom Göga, den ich bevor ich hier Mitglied wurde auch nicht kannte. Ich bin auch überzeugt, daß es im Ausland auch solche kleine Abkürzungen gibt die wir nicht kennen. In Russland unglaublich viele. Ich finde einem Satz in den englich und Deutsch vermischt wird doof, weil der für mich oft keinen Sinn ergibt. Was die fernere Zukunft sprachlich bringt, ist mir relativ egal, denn da bin ich weg vom Fenster. Hier und jetzt möchte ich meine Muttersprache lesen, hören und sprechen.
#18
15.6.17, 13:24
Ein Mann muss nicht schön sein, er muss Geld haben. Aber eine Frau muss schön sein, dann bekommt sie einen reichen und möglicherweise auch berühmten Mann. Soweit die gängigen Klischees. Ich denke, dass diese Klischees mit dem Schönheitswahn der Frauen zu tun haben und ja natürlich auch die Medien. Im Fernsehen treten ja nur gutaussehende Menschen auf.  Alle anderen werden gar nicht erst in Shows eingeladen. Schade eigentlich, denn jeder Mensch hat mindestens eine besondere Fähigkeit, die ihn auszeichnet.
Ist nicht das Innere eines Menschen viel interessanter als seine Hülle? Ist es nicht schön, von anderen Menschen lernen zu können? 😉
Außerdem schließe ich mich xl_reloaded an: Übergewichtig zu sein ist bis zu einem gewissen Maß okay, aber sehr dick zu sein, ist - sorry - Mist.
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#19
16.6.17, 08:29
Artikel ist👏 klasse!
Kurven sind okay aber Übergewicht nicht.
Stelle in letzter Zeit immer mehr fest das die Generation zwischen 20 und 30 immer dicker wird zum Entsetzen auch deren Kinder.....
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#20
17.6.17, 08:45
@all
Erst einmal vielen Dank für die zahlreichen Kommentare. Darüber freue ich mich immer sehr, da es mir das gute Gefühl gibt nicht "gegen die Wand" zu schreiben, sondern irgendeinen, wie auch immer gearteten, Nerv zu treffen...

@Upsi
Ich liebe die Deutsche Sprache sehr und bin oft entsetzt darüber, wie sie zunehmend verwässert wird oder allgemein verroht. Aber ich sehe es ähnlich wie xldeluxe, dass wir es hier mit einer sprachlichen Evolution zu tun haben, die sich weder aufhalten noch umkehren lässt. Obwohl mein Englisch gut ist, konnte ich mit dem Begriff "Bodyshaming" auch nichts anfangen und bin davon ausgegangen, dass es vielen anderen auch so geht. Da ich grundsätzlich neugierig bin, habe ich mich hingesetzt, das Wort recherchiert und wollte meine dabei gemachten "Funde" hier mit euch teilen. Es ging mir also in erster Linie darum, einen sperrigen Begriff für alle verständlich zu machen und nicht um das im Trend liegende Benutzen von Anglizismen.

@xldeluxe_reloaded
Dein Kommentar #8 hat mich betroffen gemacht und ich wünsche dir viel Kraft für alles, was noch auf dich zukommt. Du strahlst in deinen Kommentaren oft so eine positive Lebenseinstellung aus, dass ich fest daran glaube: Alles wird gut.

Ach ja, fast vergessen:
@augenblick #5
Wenn ich auf dem Kudamm unterwegs wäre, würde ich dir beipflichten, aber bei mir zuhause herrscht zum Glück kein Dresscode (Schon wieder so ein Anglizismus, sei's drum). Neulich habe ich einen schönen Spruch dazu gelesen: "Zuhause ist da, wo man doof sein kann." Gilt auch für die Schlabberklamotten daheim, finde ich.

So, jetzt reicht's aber auch. Ein schönes Wochenende für alle!
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#21
17.6.17, 09:11
über den Kommentar von "augenblick" musst ich auch erst laut lachen ... und dann habe ich kurz in den Spiegel geblickt   :o)
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#22
17.6.17, 10:11
@Kriss: ja das stimmt wohl und das weiss ich auch, das sich die sprachliche Evolution nicht aufhalten läßt. Ich muss das aber nicht gut finden und darf darüber meckern. Dein Tipp ist gut und ich hab nicht dich kritisiert, sondern dieses deutsch, englisch - Gematsche. Du bist ja noch ein ganzes Stück jünger und hast sicher auch englisch gelernt. Ich gehe auf die siebzig zu und habe nur russisch gelernt in der Schule. Zum Glück bin ich geistig noch ziemlich gut beisammen, aber viele meiner Altersgenossen aus dem ehemaligem Osten haben es in der heutigen Zeit recht schwer. Das fängt schon beim Kauf irgendeines Gerätes an. Nun gut ich weiss inzwischen was on und out bedeutet, aber damit hört es ja nicht auf. Wenn ich mir im Laden eine Hose kaufen möchte, den Verkäufer um Rat bitte und er mir sagt ob ich das auf englisch fragen könne, weil er noch kein Deutsch versteht, ist das schon nicht mehr lustig für mich und den armen Verkäufer. Nicht falsch verstehen, ich freue mich für jeden der hier Arbeit findet und sich endlich ein friedliches Leben aufbauen kann. Mir geht es nur darum, daß es nicht mehr möglich ist, den Alltag mit der eigenen Sprache zu überstehen. Ich meckere selten mal, weil ich doch nervlich ziemlich gefestigt und ausgeglichen bin, aber dieses Sprachgemisch geht mir mächtig auf den Senkel. Schönes  "relaxtes " 😄  Wochenende euch allen.
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#23
17.6.17, 11:22
Ich war noch nie in Deutschland in einem Geschäft, in dem nicht Deutsch gesprochen wurde, habe den Beitrag über Leiharbeiter der Firma Zara, die ausschließlich Englisch sprechen, aber auch im TV gesehen.
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#24
17.6.17, 11:41
Sprachliche Evolution: Doch, dieser Sprachpanscherei kann man/frau Einhalt gebieten. Und JEDER kann dazu beitragen, wenn er will. Unsere schöne Sprache sollte erhalten bleiben!
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#25
17.6.17, 15:31
Ganz viele schlechte Ausdrucksweisen haben sich aber schon richtig in unserer Sprache etabliert.
Zum Beispiel sagen immer mehr Leute: "Ich gucke einen Film." Dabei ist "gucken" ein intransitives Verb, das heißt, es darf kein Objekt nach sich haben.
Oder eine ganz englische Ausdrucksweise ist der Hauptsatz nach "weil". Das greift leider immer mehr um sich.
Zu Deinem Tip, Kriss: In vielem hast Du recht! Aber, wie Upsi schon sagte; Es gibt auch gesundheitliche, nicht nur kosmetische Aspekte, weshalb man an seinem Körper vielleicht doch etwas verändern sollte!
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#26
17.6.17, 17:21
@Maeusel: uuuups, die schlechte Ausdrucksweise gehört seit Kindheit zu meinem deutschen Sprachgebrauch. Ich gucke einen Film ist genau so üblich wie ich gucke aus dem Fenster. Jedenfalls versteht das wenigstens jeder. Ist auch regional so verschieden, aber doch verständlich. Ich bin eh nicht so pingelig was die Grammatik anbetrifft, aber das weisst du ja. 😇 Mir ist wichtig , die Worte zu verstehen mit denen ich angesprochen oder angeschrieben werde.
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#27
17.6.17, 18:17
@Maeusel: 
<Oder eine ganz englische Ausdrucksweise ist der Hauptsatz nach "weil". Das greift leider immer mehr um sich>

*grübel grübel*😟
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#28
18.6.17, 08:03
@Upsi: Ich bin da einfach sehr empfindlich. Ich zucke innerlich zusammen, wenn ich so ein falsches Deutsch höre.
@xldeluxe: Worüber mußtest Du denn grübeln? Und bist Du zu einem Ergebnis gekommen?

Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag - allen anderen natürlich auch!
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#29
18.6.17, 08:32
Diesen Beitrag finde ich sehr gut.  Viele werden beurteilt nach dem äußeren wie sie aussehen.  Egal ob dick oder dünn.... immer wird gemeckert. 
Nicht immer ist die Ernährung Schuld das ein paar Pfunde zuviel drauf sind. 
Die Medien zeigen einem förmlich wie man auszusehen hat.  
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#30
18.6.17, 09:09
@Maeusel: oh weh, dann musst du ja ständig unter Strom stehen, denn was man heutzutage , vor allem von Jugendlichen hört, hat mit Grammatik nichts mehr zu tun. Ich bin da völlig entspannt, solange ich alles verstehe. Innerlich zucken würde ich nur, wenn jemand mich persönlich angreift, aber ansonsten kann von mir aus jeder so reden wie ihm der Schnabel gewachsen ist.
Dir auch einen schönen Sonntag
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#31
18.6.17, 09:39
@xldeluxe_reloaded: 
Ich bin auch über den Satz mit dem Hauptsatz gestolpert, aber inzwischen habe ich es aufgedröselt für mich.

"Weil" leitet normalerweise einen Nebensatz ein (und keinen Hauptsatz), das beinhaltet auch ein bestimmte Reihenfolge der Wörter. Es heißt z.B. richtig: "Ich gehe ins Schwimmbad, weil mir heiß ist."
Kleine Kinder bekommen das mit der Syntax noch nicht immer auf die Reihe und benutzen in Verbindung mit "weil" häufig die Wortstellung eines Hauptsatzes, anstelle eines Nebensatzes. Das klingt dann so: "Ich gehe ins Schwimmbad, weil: Mir ist heiß."

Kleine Kinder beherrschen das durch Korrektur irgendwann richtig, aber unter Jugendlichen und Erwachsenen scheint sich diese falsche Syntax inzwischen zu etablieren. Keine Ahnung, ob das "hipp" sein soll oder ob einfach die Bildung so schlecht ist.
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#32
18.6.17, 09:50
@Upsi: Zunächst mal, herzlichen Glückwunsch und Respekt zu deinem bisherigen Erfolg! Bleib dran, sicher wirst du dein Ziel erreichen👍. Aaaaaber ich mag dir ein klein wenig widersprechen. Wenn man seinen Körper liebt, pflegt man ihn eben ganz anders als wenn man ihn hasst. Du hast jetzt keine Diät sondern eine Ernährungsumstellung gemacht,  gesunde und vollwertige Nahrungsmittel die dem Körper alles bieten was er benötigt um weniger "schwerfällig" (Gelenk- und Bewegungsprobleme) zu sein. Du wirst also darüber hinaus deinem Körper gutes tun, auch nach der Abnahme, einfach weil es dir gut tut. Bewegung die Spaß macht, egal ob tanzen, schwimmen, joggen, Trampolin springen, ... alles was Freude macht, ist ein Garant damit weiter zu machen. So auch die Freude oder eben die Liebe zum eigenen Körper, aber wenn man sich selber hasst kommt und bleibt man nicht am Ball. Das war was ich aus dem Artikel verstanden habe, dass es wohl den meisten sogeht, dass man sich selber schämt weil zum Beispiel ein paar unterbelichtete Models meinen eine alte Dame oder Menschen mit etwas mehr Hüftgold oder zu großer Nase ... angreifen. Wer sich selbst nicht liebt könnte daran zerbrechen und vot allem junge Mädchen, die nnatürlich selten bereits ein gutes Selbstbewusstsein besitzen  fangen dann nicht selten mit diesem selbstzerstörerichen Verhalten an, ihr Leben nicht mehr zu genießen, sondern die Welt nur noch nach schön und häßlich und kalorienreich  abzuscannen und sich selbst natürlich möglichst abwertend zu vergleichen um eben immer noch was verbessern zu können. Also es ging in dem Artikel nicht um Menschen die durch ihr Übergewicht gesundheitliche Probleme haben oder bekommen könnteñ, sondern um Menschen die einfach Lebensqualität einbüßen  weil unsere Gesellschaft wohl keine größeren Probleme hat als andere zu bewerten. 
Liebe Grüße und ich wünsche dir noch alles Gute 👋
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#33
18.6.17, 09:51
meine Kollegen sind aus der ganzen Welt zusammengecastet aber wir haben uns geeinigt, miteinander deutsch zu sprechen ... obwohl wir alle gut englisch können ... naja, manchmal werfen wir es auch durcheinander aber es lernt jeder von jedem und ich weiss, was Kopfkissen auf polnisch heisst   :o)
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#34
18.6.17, 10:01
@Agnetha: toll👍
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#35
18.6.17, 10:08
@Netzkatze: danke, du hast natürlich recht. Ich habe mich vielleicht etwas unglücklich ausgedrückt, aber in etwa meine ich das gleiche. Auch mir macht dieser Schönheitswahn Angst, denn ich habe Enkel und Urenkeltöchter und hoffe sehr, daß die Gesellschaft etwas toleranter wird und niemand seinen Körper mehr haßt.
1
#36
18.6.17, 10:15
Danke für den Beitrag,
Du schreibst so unglaublich unterhaltsam, schreibe Bücher, ich lese sie alle.
#37
18.6.17, 10:20
Sorry, habe einige Grammatik- und Rechtschreibfehler in meinem Text entdeckt.😔Sollte wohl bei längeren Texten die PC-Tastatur nehmen.
#38
18.6.17, 22:46
@Eifelwicht: Nachdem wir den ganzen Tag bei der Kieler Woche waren (bei herrlichstem Wettr!), habe ich Deinen Kommentar eben erst gelesen. Das hast Du gut erklärt
. Ich hatte aber nicht gedacht, daß xldeluxe diesen Zusammenhang nicht verstanden hatte, sondern daß ihr irgendetwas anderes nicht klar war.
Aber jetzt sind wohl alle Unklarheiten beseitigt, oder?
#39
19.6.17, 07:55
@Maeusel: "gucken" ist von der Grundbedeutung her transitiv 'den Blick auf ein bestimmtes Objekt richten' und kann mit Präposition 'auf die Uhr / in die Ferne gucken' oder Akkusativobjekt  'einen Film gucken' verwendet werden. In der intransitiven Verwendung, ganz ohne auch nur gedachtes Objekt, kommt es auch vor: 'der Schlüpfer guckt aus der Hose raus'.

Allerdings ist mir das egal. Mir kommt es bei der Sprache darauf an, dass man sich so ausdrückt, dass es verständlich ist. Sprache verändert sich, dadurch dass sie gesprochen wird. Nur tote Sprache bleiben unverändert. 
Eine Motivation für Veränderung ist die Vereinfachung, deswegen gerät der Genitiv immer mehr in Vergessenheit und die Wortstellung, wie im Hauptsatz wird auch im Nebensatz verwendet. Das stört mich nicht, weil ... man versteht es ja!😜 (Ich werde beim Sprechen auch manchmal bequem.)
Was mich stört, sind Veränderungen, durch die die Sprache schwerer zu verstehen ist. Manchmal kommt es mir so vor, als ob Leute durch die Verwendung bestimmter Fremdwörter oder Formulierungen extra so reden, dass man sie nicht versteht. Dann fühlt man sich als Zuhörer, wenn man was nicht versteht, ungebildet, oder uninformiert oder eben als nicht dazugehörig.

Deswegen @Kriss: Dankeschön für die Worterklärung von Bodyshaming. Mir ist auch nach langem Nachdenken keine genaue Übersetzung ins Deutsche eingefallen, aber ich würde das Wort "Körpergefühl" vorschlagen. Damit hat man ein Wort, das die ganze Skala von gut bis schlecht abdeckt, und das mit passende Eigenschaftswörter oder weiteren Zusammensetzungen noch weiter verfeinert werden kann.
Habe ich ein gutes Körperfühl, ein Körperwohlgefühl oder ein schlechtes Körpergefühl, ein  Körperschamgefühl, ein gesundes oder krankes Körpergefühl und woran liegt es, kann oder muss sich daran was ändern?
#40
19.6.17, 09:33
Tut mir leid, aber ein fetter Mensch ist NIEMALS ästhetisch. Wer sich fett werden lässt, der vernachlässigt sich selbst und mit Absicht. Dann hinterher sich einreden zu wollen, dass das alles toll ist, davon halte ich nichts.

Fette Menschen sind von der Natur nicht vorgesehen.
7
#41
19.6.17, 10:46
@journaxel: aber auch fette Menschen sind Menschen mit Herz und Gefühlen und auch verletzlich. Was bitte ist von der Natur vorgesehen? Nichts, aber auch garnichts hat die Natur etwas mit dem Körpergewicht zu tun. Du verletzt hier dicke Menschen, die vielleicht nichts für ihr Gewicht können und demnächst behauptest du vielleicht, das Behinderte unästhetisch sind und von der Natur nicht vorgesehen. Das ist nicht nett was du da schreibst und du weisst selber noch nicht, wie dir das Leben mitspielen könnte. Also bitte Respekt vor allen Menschen, egal ob dick oder dünn.
4
#42
19.6.17, 11:45
@Upsi: 

Bravo liebe Upsi, ganz genau. Du sprichst mir in #41 aus der Seele...
2
#43
19.6.17, 12:06
@Upsi: 👏👏👏

Der Kommentar #40 ist einfach nur dumm!
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#44
19.6.17, 12:30
@Nr 40: dumme Menschen auch nicht ...
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#45
19.6.17, 13:01
@journaxel: So viel Überheblichkeit ist ja furchtbar!
Du kannst froh sein, wenn Du eine "normale" Figur hast und gesund bist!
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#46
19.6.17, 13:34
@Upsi: auch mich nervt dieses “englisch“. Aber damit werden wir wohl leben müssen.
Ich habe mich deshalb vor 2 Jahren entschlossen, einen Englischkurs zu besuchen und kann das nur weiter empfehlen. Ist gut für die grauen Zellen und man lernt nette Menschen kennen. Und nebenbei, ich werde in 1 Monat auch 70.
#47
19.6.17, 13:59
Natürlich “denglisch“!
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#48
19.6.17, 15:40
@JOSCHI2012: hatte mich bezüglich eines englisch Kurses auch  erkundigt, abr die Kosten waren mir zu hoch. Da geh ich lieber in eine Sport oder Schwimmgruppe, da tu ich meiner Gesundheit einen Gefallen. Notgedrungen verstehe ich ja so la la englisch, aber ich habe keine Lust im eigenem Land eine Fremdsprache zu lernen, nur um mich zu verständigen. Das ergibt doch irgendwie keinen Sinn. Aber toll, wenn du das durchgezogen hast.
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#49
30.6.17, 17:20
Hm, das mit den fremdsprachigen Bezeichnungen sehe ich etwas anders. Es gibt bestimmte Dinge, für die gibt es in anderen Ländern schon eine Bezeichnung, bevor man sich hierzulande damit auseinandersetzt. Das ist bei Bodyshaming beispielsweise der Fall. Sieht man ja hier, eine griffigen deutsche Bezeichnung dafür ist im ganzen Thread nicht zu finden. Deswegen wird hier im Alltag noch lange nicht Englisch gesprochen, es ist einfach ein bereits existierender Begriff für ein Phänomen oder eine gesellschaftliche Erscheinung, die bei uns jetzt erst wahrgenommen wird. Da übernimmt man der Einfachheit halber einen englischen Begriff, weil es keinen kurzen, prägnanten deutschen gibt, das ist der Unterschied. Sprache lebt einfach und da, wo es keine prägnante deutsche Bezeichnung gibt, beispielsweise beim "scannen" oder beim "verpixeln" da greife ich gerne auf den originalen Begriff zurück. Man kann ja selber für sich immer darauf achten, dass es für "Downloaden" auch das schöne deutsche "Herunterladen" gibt und man anstatt "updaten" auch aktualisieren kann. Ganz blöd finde ich "voten" für abstimmen. Dass man in einem deutschen Laden kein deutschsprachiges Personal vorfindet, halte ich für einen Einzelfall.

Was das Dicksein betrifft, finde ich auch, dass es zwar einerseits sehr schön ist, wenn wir tolerant gegenüber dem Aussehen anderer sind, andererseits sehe ich schon auch sehr stark die Gefahr durch das zunehmende Übergewicht für die Gesundheit und deren Verharmlosung. Zur Verharmlosung von gefährlichem Übergewicht kann das Bodyshaming erheblich beitragen, weshalb ich es auch ziemlich kritisch sehe.  
4
#50
30.6.17, 17:55
I sleep verry well in my quietschie Bettgestell, but in middle of the Nacht isses denn zusammenkracht.
I speek english verry well blos ich kanns noch nicht so schnell.😂
#51
30.6.17, 18:12
Ach so, eins ist mir noch eingefallen: das funktioniert ja auch anders rum. Im Englischen werden auch deutsche Begriffe "eingebürgert" für die es keine richtige englische Entsprechung gibt. Wir alle kennen kindergarten, weltschmerz, bratwurst, gemutlichkeit, pretzel und schnitzel, aber auch solche Wörter wie "abseiling" hat man aus dem Deutschen übernommen. Ganz normal alles. Ach ja und wer einen Audi fährt, dem sagt man gerne, er habe "fahrvergnugen".
#52
30.6.17, 18:32
@Upsi: 
You can say you to me, Upsi.
#53
30.6.17, 18:46
@Ayorea: I am consistent and understand only German and not denglisch. Was immer das heißen mag 😂
#54
30.6.17, 18:54
@HörAufDeinHerz: Mein liebstes Wort, welches in Übersee übernommen wurde ist "Kaffeeklatsching".*g*
#55
30.6.17, 20:45
Kaffeeklatsching! Das ist ja lustig, kannte ich noch nicht! 
Wer sich amüsieren will, kann mal auf Wikipedia nachlesen. Unter Germanismen findet man die deutschen Wörter, die in andere Sprachen übernommen wurden. Das ist teilweise richtig lustig. Beispiel "Kaffeepause heißt auf Finnisch kahvipaussi und Bratwurst braatwursti. Wie im Schwedischen gibt es auch das Wort besserwisseri."Das Zeichen, das wir "at" nennen, also @, heißt im Hebräischen "Strudel" weil es so aussieht
:D

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