Ein Versuch von Nasensprayabhängigkeit wegzukommen

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Es gibt einen Haufen Leute, die abhängig von abschwellenden Nasensprays sind. Das kann recht schnell passieren. Du nimmst bei einem harmlosen Schnupfen eines dieser kleinen Sprayfläschchen zuf Hand und bekommst wieder gut Luft. Nimmst du es zu lange (nach 10 Tagen ist die Gefahr schon recht hoch) und hörst plötzlich damit auf, schwillt die Nase durch den sog. "Rebound-Effekt" erst recht zu (so eine Art Gegenreaktion des Körpers auf einen chemischen Stoff) und zack - nimmst du es natürlich wieder um Luft zu kriegen!

Ich kenne da verdammt viele Leute. Eine Möglichkeit, neben der, zum Arzt zu gehen, ist folgende:

Die sogenannte Ein-Loch-Methode (klingt nach Golfspielen, heißt aber wirklich so!):
Das abschwellende Nasenspray immer nur in ein und das selbe Nasenloch sprühen, um genügend Luft zu bekommen (reicht aus). Das andere Nasenloch kann sich langsam regenerieren und dann die "Funktion" übernehmen, während das zweite die "Entziehungskur" macht.

Übrigens: bei Babys kann eine Überdosierung von Nasenspray zu Herzrhythmusstörungen etc. führen!

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12 Kommentare


#1 Sasa
27.7.10, 00:20
Ein befreundeter Apotheker gab mir auch mal den Rat, lieber ein Nasenspray welches eigentlich für Kinder ist zu benutzen, da diese wohl weniger aggressiv auf die Nasenschleimhaut wirken als die herkömmlichen. Aber generell sollte man natürlich alle Nasensprays nicht länger als ein paar Tage benutzen.
#2
27.7.10, 08:45
@Sasa: das für Kinder ist das gleiche - nur genau halb so stark - bei starkem Schnupfen reicht die Wirkung oft nicht aus - aber die Abhängigkeit kann trotzdem folgen - viele "Abhängige" nehmen sogar das Kinderspray, womöglich aber dann öfter...
#3 Curl
27.7.10, 09:18
Ich war insgesamt 14 Jahre hochgradig nasenspray abhängig. Mehrmals hatte ich versucht damit aufzuhören. Dann hab ich irgenwann die A-Backen zusammengeniffen und das Spray weggeschmissen. Es hat genau 14 Tage gedauert, bis ich beschwerdefrei war. Seit 13 Jahren brauche ich das Zeugs jetzt nicht mehr. Wenn ich nun Schnupfen habe, nehme ich nur noch Nasenspray für Kleinkinder, hilft wunderbar. Selbst mein Mann nimmt nur noch diese.
Die Einloch-Methode hab ich damals auch ausprobiert, bin damit aber leider nicht klargekommen. Der Griff zum Spray war dann doch immer leichter. Ich bin so froh, daß ich das in den Griff bekommen habe. Ich habe nach dem Entzug plötzlich wieder besser schmecken können. Mittlerweile haben sich auch meine Schleimheute wieder erholt, denn selbst nach einigen Jahren nach dem Entzug hat es bei kaltem Wetter immer beim Luftholen in der Nase tierisch wehgetan.
Ich kann nur jedem Abhängigen den Tipp geben, alles dafür zu tun, von dem Zeugs wegzukommen. Es ist zwar schwer, aber es geht !!!
#4
27.7.10, 09:26
Viele "Ehemalige" nehmen auch homöpathisches Nasenspray ( Euphorbium comp) oder Meerwasserspray um nicht wieder reinzurutschen....und Achtung vor synthetischen Schnupfenmitteln zum Einehmen ( Pülverchen, Kapseln - noch viel schlimmer !)
#5
27.7.10, 11:03
Nur Kinderspray und das gleich wechselweise in der Nacht benutzen, also einmal links, einmal rechts. Tagsüber kommt man mit anderen Mittelchen klar, Dampfbad usw. Mit dieser Methode fahre ich schon seit Jahren gut, obwohl ich immer wieder zu Nebenhöhlenentzündungen neige und somit die Nasenschleimhaut abschwellen muss.
1
#6 mandossi
27.7.10, 20:08
wasser mit haushaltsüblichen salz anrühren das is das beste nasenspray und macht nicht abhängig und jeder hats zuhause
#7 Ariane
28.7.10, 12:16
Ich war vor 20 Jahren auch abhängig vom Nasenspray. Ich habe es dann einfach weggelassen, was mit unter schwer fiel und nach 2 Wochen war ich beschwerdefrei. Nun nehme ich überhaupt kein Spray mehr. Mir hilft es wunderbar, an 100 % biologischen Pfefferminzöl zu riechen, ohne die Nasenschleimhäute zu berühren. Bringt auch Linderung bei Halsschmerzen und leichter Übelkeit, wenn man einen Tropfen auf die Zunge gibt oder ein paar wenige Tropfen in Wasser gibt und dieses trinkt.
#8 Ariane
28.7.10, 12:18
Noch ein Hinweis: Kleinkinder sollten Pfefferminöl natürlich nicht einnehmen! Da Pfefferminzöl "aufweckt" sollte man dieses nach 16 Uhr nicht unbedingt verwenden. Ich bin da allerdings nicht so empfindlich.
#9 Ribbit
28.7.10, 12:37
Richtig, bei (Klein-)Kindern sollte man generell mit ätherischen Ölen SEHR vorsichtig sein, weil sie einen Atemschock (? Begriff müsste ich nochmal nachlesen) auslösen können, das kann gefährlich werden.

Das Pfefferminzöl tut auch bei Kopfschmerzen gut, wenn man sich ein wenig auf Stirn oder Schläfen streicht. Nur nicht zu nahe an die Augen!
#10
28.7.10, 12:53
der Begriff heißt Atemlähmung - ist lebensbedrohlich - würde vorsichtshalber bis zum Alter von 4 Jahren nix in Richtung Menthol/Pfefferminzöl, Pinienöl usw. nehmen.
#11
19.8.10, 01:27
Ich war auch Jahrelang abhängig u habe vieles ausprobiert.
Der Komplettentzug half mir nicht, wurde oft wieder rückfällig.
Dann machte ich es anders, besorgte mir das für Kleinkinder u nahm es ca 1 Woche, dann kam das für Säuglinge dran auch ca 1 Woche, u seit dem brauche ich nur im allergrössten Notfall mal Kochsalzlösung.... ansonsten stelle ich mir Pfefferminzöl - 10 tropfen auf eine Tasse heisses Wasser - nah ans Bett u hilft ungemein beim Atmen.
#12 desda
12.9.10, 20:47
bin zwar nicht direkt damit betroffen, aber wie zuvor erwähnt kann "Kochsalzlösung" helfen. Als Sprüher eher was für zwischendurch.
Nasenspülung (oder wie man es genau bezeichnen will, d.h. warmes Salzwasser durch Nase) ist vieleicht eine gute alternative (hat mir für freie(re) Nase sehr geholfen, es spült halt richtig durch, Temperatur und Salzgehalt - geschmackssache).
Es gibt dazu auch mehrere Tipps-Seiten hier bei frag-mutti.

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