Fleischproduktion

Fleischproduktion und Konsum in Deutschland

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Steigende Nachfrage nach Billigfleisch, rasante Entwicklung in der Fleischproduktion, Missstände und unerwünschte Nebeneffekte – Fakten und Tatsachen der Fleischindustrie.

Entwicklung

Die Entwicklung der letzten Jahre in der Schweinehaltungsindustrie hat dazu geführt, dass es heute kaum noch Halter gibt, dafür jedoch die Anzahl der Schweine pro Halter extrem angestiegen ist.

Der Fleischexport steigt zwischen den Jahren 2000 und 2010 um 250 Prozent an.

In Deutschland verringert sich die Anzahl der Fleischerfachgeschäfte die selbst noch schlachten drastisch.

Aktueller Stand

Deutschland belegt mit mehr als 58 Millionen getöteten Tieren pro Jahr Platz 1 der europaweiten Schweineschlachtung.

Im größten Geflügelschlachthof in Deutschland werden pro Minute 450 Tiere geschlachtet.

Industrielle Massentierhaltung bei den Schweinen:

Tiere werden in nur wenigen Wochen gemästet und geschlachtet, bevor sie überhaupt jemals das Tageslicht gesehen haben.

Industrielle Ferkelzucht:

Hormone werden eingesetzt um maximalen Zuchtertrag auszuschöpfen und sicherzustellen, dass Befruchtung, Geburt und Abstillen der Ferkel an gleichen Tagen stattfindet.
Folge: Es werden mehr Ferkel geworfen als Zitzen beim Muttertier vorhanden sind. Oft werden die überschüssigen Ferkel getötet.

Industrielle Hähnchenmast:

Die europaweit vorgeschriebene Haltungsdichte von 33 kg pro Quadratmeter entspricht einer Haltung von 28 Tieren pro Quadratmeter. Hühner werden bewegungsunfähig gemacht. Sie dienen nur dem einen Zweck, nach fünf Wochen industriell „weiterverarbeitet“ zu werden.

Prognosen

Im Jahre 2013 ging der Fleischkonsum in Deutschland pro Einwohner um zwei Kilogramm zurück. Prognosen gehen dennoch von weiteren Zuwächsen in der Fleischproduktion aus.

Missstände und unerwünschte Nebeneffekte

Die industrielle Massentierhaltung, bedingt durch die steigende Anfrage nach (Billig-)fleisch, führt zu Missständen, unerwünschten Nebeneffekten und grausamen Tierquälereien.

Lebensmittelskandale wie der Gammelfleisch- oder der Pferdefleischskandal kommen immer öfter ans Tageslicht.

Aber auch Themen wie der Missbrauch von Antibiotika und die Belastung durch Nitrat stehen inzwischen auf der Tagesordnung.

Über die Frage inwieweit die Hormone, die für die Schweinezucht eingesetzt werden für Mensch und Umwelt schädlich sind, streiten sich der Bund für Umwelt- und Naturschutz und die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands.
Das für die Zulassung von Tiermedikamenten zuständige Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit verweist in dieser Diskussion auf die umfänglichen Prüfungen der Präparate, mit dem Ergebnis, dass die Hormone, die in der Ferkelzucht verwendet werden, in extrem kurzer Zeit vollständig abgebaut werden und Mensch und Umwelt daher nicht belasten können.
Das einzige Präparat, welches unter Umständen gesundheitsschädlich sein könnte, aber dennoch zugelassen wurde ist das Steroid Altrenogest. Es bewirkt, dass die Sauen zeitgleich werfen. Hier hält die Gegenseite mit dem Argument entgegen, dass in der Anti-Baby-Pille ebenfalls Steroide enthalten sind.

Rund 40 Prozent der weltweiten Ernte von Weizen, Roggen, Hafer und Mais gehen auf Kosten der Tierfütterung. Aufgrund knapper Agrarflächen wird zunehmend Anbaufläche in armen Ländern gekauft. Die Fläche wird dafür genutzt, um die Sojabohne, das Billigfutter Nummer 1, anzubauen. So stammt mehr als dreiviertel der importierten Sojamenge aus Südamerika, 79 Prozent davon werden für die Tierfütterung gebraucht.
Die Folge: Regenwälder werden abgeholzt, Pestizide verseuchen den Boden.

Leider sind es unser hoher Fleischkonsum und die steigende Nachfrage nach Billigfleisch, die diese Folgen und unerwünschten Nebeneffekte erst hervorrufen.

Aus diesem Grund wird es allmählich Zeit einzuschreiten. Aber wie?

Es gibt zwei Wege, mit denen wir sofort Einfluss nehmen können:

  1. Weniger Fleisch essen
  2. Beim Kauf von Fleisch auf artgerechte BIO-Haltung achten

Laut der deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) benötigt ein erwachsener Mensch maximal 300-600 g Fleisch pro Woche. Der durchschnittliche Fleischverzehr liegt jedoch bei 170 g pro Tag.

Warum zu viel Fleisch essen ungesund ist, wissen die meisten von uns.
Die gesättigten Fettsäuren des Fleisches schaden unserem Herz und unseren Gefäßen. Zudem belegen Studien, dass „rotes“ Fleisch das Risiko an Krebs zu erkranken erhöht.

Weniger Fleisch essen trägt also zu unserer Gesundheit bei. Nebenbei hat beispielsweise ein fleischfreier Tag pro Woche zur Folge, dass der Bedarf von Soja-Anbaufläche etwa 600 000 Hektar gesenkt werden könnte. Kaufen wir zudem BIO-Fleisch aus artgerechter Haltung, könnte dem Grauen der industriellen Massentierhaltung nach und nach ein Ende bereitet werden.

Auf Billigfleisch vom Discounter sollten wir daher wohl nicht (mehr) zurück greifen. Lieber weniger Fleisch, dafür lieber etwas teurer vom Metzger eures Vertrauens. Oder was meint ihr?

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66 Kommentare


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#1 Upsi
3.7.14, 15:35
ein heikles und sicher viel kommentiertes Thema. Ich war mal ein Hühner und Schweinemörder, hab selbst geschlachtet und verarbeitet. Es war eben so, ich hatte Landwirtschaft und wir haben viel gearbeitet und hatten viel Hunger.
Heute esse ich nur noch mit Widerwillen Fleisch und wenn, dann nur Geflügel oder Fisch. Es hat sich auf ein Minimum reduziert aber irgendetwas muss man ja essen. Bei Gemüse, Brot und Milchprodukten geht auch schon der Sensenmann umher. Wenn es nach mir ginge, ich könnte mich absolut von Schokolade und Erdbeeren ernähren, aber selbst da haben die Pestizide Einzug gehalten. Nur von Luft und Liebe geht auch nicht, hab ich schon probiert, also esse ich das was mir schmeckt und was ich für einigermaßen vernünftig halte. Das letzte Hemd ............
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#2 mokado
3.7.14, 19:27
es stimmt, der Verbraucher muss auch umlernen. bei einigem nachdenken, kommt man selbst drauf: es kann kein kilo Schwein für 2,98 ? gesund und ökologisch aufgewachsen sein. lieber weniger und dann etwas teurer beim Metzger.
allerdings ist es doch so, dass die Fleischindustrie angefangen hat billiges Fleisch auf den Markt zu werfen. die Begründung war: der Verbraucher will das. ohne Angebot wäre der Wunsch nie entstanden
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#3 Dora
3.7.14, 19:30
@Upsi: genau so sehen wir das auch.
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#4
3.7.14, 20:00
Auffällig ist, daß wir immer nur die selben Fleischstücke sehen, bzw. angeboten bekommen.
Wo bleibt der Rest vom Schwein, Rind, Huhn usw.?!

Früher wurde alles verwertet - und heute?
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#5
3.7.14, 20:32
@Teddy: das kann man teuer im Zoofachgeschäft als Hundesnacks einkaufen: Knabberohren vom Schwein, Rinderkopfhaut, Rinder- oder Schweinenasen, getrockneter Pansen oder Lunge, Sehnen, getrocknete Entenhälse, getrocknete Hühnermägen etc. pp.

Immerhin wird das Tier weiterverwertet und landet nicht im Müll.
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#6
3.7.14, 20:33
Danke Bernhard, für den Beitrag. Man kann das nicht oft genug verbreiten.
1
#7
3.7.14, 20:35
@Teddy:

Ich möchte ganz bestimmt nicht alles essen.
Diesbezüglich hat bei den Konsumenten ganz sicher ein Umdenken stattgefunden.
Innereien werden heute beispielsweise sicher weniger gegessen. Und das finde ich gut so.
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#8
3.7.14, 20:44
Danke Bernhard für diesen Beitrag.

Bei mir hat schon vor längerer Zeit ein Umdenken bezüglich meines Fleischkonsums stattgefunden.
Ich esse noch etwa 2 mal pro Woche Fleisch.
Und wenn ich Fleisch einkaufe, dann achte ich darauf eine gute Qualität zu kaufen.
Aber das hat seinen Preis und mir ist durchaus bewusst, dass das für Familien unter Umständen schwierig sein kann.

Ein weiteres Thema das Bernhard nicht angesprochen hat ist der Methangasausstoss dieser Tiere was ja einen Einfluss auf den CO2 Anstieg hat.

Mein persönliches Fazit : WENIGER IST MEHR!
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#9
3.7.14, 21:55
ich bin seit einem Jahr Vegetarier. Anfangs ist es schwierig ohne Fleisch zu kochen, aber eigtl ist es nur gewöhungssache. Nach ein paar Wochen hat man sich umgestellt und mir persönlich geht es psychisch (gewissenshalber) und physisch besser. Habe 6 Kg abgenommen, meine Verdauung ist tadellos und meine chronische Müdigkeit ist verschwunden. Hatte bisher 2 "Rückfälle" (war wohl blutrünstig) und es hat mir einfach nicht mehr geschmeckt und habe gemerkt, dass es mir eigtl nicht fehlt. Man kann so lecker, ohne Fleisch kochen.
vegan wäre natürlich noch vorbildlicher, aber auch ich hab meine Grenzen =)
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#10
3.7.14, 22:30
Lieber Bernhard, viielen Dank für diesen Beitrag.

Mein Mann und ich sind auch darauf übergegangen wenig/kaum Fleisch zu essen. Wenn es denn dann Fleisch gibt, dann von unserem Metzger im "Dorf", der wirklich noch selbst schlachtet. Da wir wirklich Dorf-ähnlich sind hier, kennt man den Metzger und seine Mitarbeiter sogar persönlich und da gibt es für meinen Sohn auch schonmal ne zweite Scheibe Fleischwurst, wenn ich mich wieder verquatscht habe ;)

Wir sind ein zwei einhalb Personen Haushalt (Rechne meinen Sohn bei Essensangelegenheit als halber, weil er halt nicht so viel isst wie wir :) ), mein Mann ist seit wenigen Monaten leider auf Arbeitssuche und ich verdiene nebenbei 400€. Wir haben nicht viel, aber trotzdem geh ich bei unserem Metzger das Fleisch kaufen, einmal die Woche evtl 30/40 € oder mal mehr mal weniger, weil es einfach gesünder, natürlicher und vorallem viel leckerer ist.
Ein Beispiel:
Hähnchenkeulen habe ich vorher gut mariniert und liegen gelassen und was nicht noch alles, damit das Fleisch geschmack hat. Gut, was will man von 5 Hähnchenkeulen (größer als meine Hand) für drei Euro auch erwarten?
Dann habe ich das erste mal beim Metzger Hähnchenkeulen gekauft. Fast die gleiche Prozedur, aber es war einfach absolut nicht nötig, denn das Fleisch hatte wirklich geschmack! Es schmeckte nach Fleisch, so wie es schmecken sollte. Und vom aussehen will ich jetzt auch gar nicht anfangen ;)..

Wir werden von der Familie momentan noch sehr belächelt, wenn wir zum Essen vorbei kommen und sagen, dass wir dann heute nur Gemüse/Beilage/Salat etc essen, weil wir wissen, das das Fleisch Discounter Fleisch ist. Es ist uns einfach zu wider. "Wie könnt ich euch das denn bitte Leisten? Bei eurem Einkommen.. Mensch, das arme Kind braucht doch Fleisch! .. " Alles schon gehört. Nix hat gefruchtet.

Aber jetzt habe ich Bernhards Beitrag, den werde ich ausdrucken und mir in die Wickeltasche schmeißen. Beim nächsten Besuch wirds gezeigt und ich hoffe wirklich, dass sich die Ansicht auf den Fleisch Konsum bessert.. Wir können daran was ändern, wenn wir das Angebot nicht mehr so hoch halten. Bringt die regionalen Läden wieder auf Vordermann und lasst die Massen nicht regieren.

Vielen Dank an alle, die sich das durchgelesen haben :D Musste einfach mal raus.. Hoffe Ihr versteht das :)
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#11
3.7.14, 23:20
Kleiner Nachtrag noch: Wer sich intensiver mit dem Thema auseinander setzen möchte, dem empfehle ich die Doku "Gabel statt Skalpell". Danach war bei mir der letzte Schalter umgelegt & meine Überzeugungen & Vermutungen im Bezug auf Fleisch bestätigt

Der Mensch ist Sammler, kein Jäger
Wenn man ein lebendes Tier sieht, hat Mensch keinen Jagdinstinkt...mal primitiv ausgedrückt
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#12
3.7.14, 23:28
@manuela2303: oh doch den Jagdinstinkt hab ich, aber wie!
Vor mir ist keine Spinne in der Wohnung sicher :)))
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#13
4.7.14, 00:07
jaaa guter Beitrag
ich finde ...meine persönliche Meinung
jeder will Fleisch tag für tag und wenns geht noch richtig billig! !
man sollte daran denken wie elendig die tiere gross gezogen werden um schnell an Masse und fett zu gewinnen vlt noch nicht mal das grass auf der wiese genießen können und nur im kurzen alter unter miserablen Umständen zum schlater gefahren werden!
wir essen auch Fleisch was teurer ist aber wir kennen den metzger und die Tiere! und es wird wenig gegessen weil Fleisch eine Beilage ist!
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#14
4.7.14, 00:41
@manuela2303: Den Film habe ich im TV gesehen. Muss sagen, er war sehr informativ. Wer mal reinschauen möchte:
http://www.youtube.com/watch?v=FpBexXrcVmo
Es erklärt, warum man nach Fleischessen müde wird.
11
#15 xldeluxe
4.7.14, 02:43
Da ich überwiegend jeden Tipp kommentiere, möchte ich mich hier nicht einfach nur zurückhalten, nur um keine rote Daumen zu bekommen. Rote Daumen interessieren mich bei der Anzahl an grünen, die ich habe, überhaupt nicht.

Es ist löblich und bewundernswert konsequent, wie viele ein neues Bewusstsein entwickelt haben und ich wäre glücklich, wenn ich mich anschließen könnte, denn ich liebe Tiere.

Das lässt sich aber leider nicht mit meinem Konsumverhalten in Verbindung bringen, denn ich kaufe Fleisch und Wust ständig günstig und meist im Angebot.

Morgens liegen auf der Aufschnittplatte mindestens 4 Sorten Wurst und da ich jeden Tag koche, gibt es auch immer Fleisch dazu..........

Vor allem Wurstsorten schmecken mir ausnahmslos so gut, dass ich nicht darauf verzichten kann.

Es tut mir sehr leid und ich bin ständig im Zwiespalt mit mir, weil das absolut nicht mit meiner übergroßen Tierliebe zusammenpasst, oute mich aber, dass ich vor all dem Elend die Augen verschließe.

Ich werde es intensiv überdenken!
3
#16
4.7.14, 06:24
@xdeluxe wenn ich an Paprikalyoner denke, werde ich heute noch ganz nervös :) vllt kauf mir jetzt wegen dir eine Packung
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#17
4.7.14, 08:26
Also ich muss sagen ich liebe Fleisch... Wenn ich schon an Grillen oder so denke und auch wenn es nicht richtig ist esse ich fast jeden tag Fleisch... Also aufschnitt usw esse ich jeden Tag und ich könnte nicht auf Fleisch verzichten ich hole auch Fleisch vom Discounter aber das ist bei mir eher eine Gehalts frage...
Wenn ich mehr Geld zur Verfügung hätte würde ich mir auch was vom Fleischer holen aber das kann sich leider nicht jeder leisten :(
Geschmacklich ist es natürlich ein Riesen Unterschied aber ich verspreche wenn ich mal genügend Geld haben sollte um es mir leisten zu können werde ich nur noch beim Fleischer einkaufen ;)

Nun könnt ihr mir rote Daumen geben oder sonstiges aber ich glaube ich bin nicht die einzige der es so geht
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#18 Upsi
4.7.14, 09:36
@Tatti94: ich hab dir den roten mal weg gemacht, für Ehrlichkeit sollte man nicht bestraft werden.
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#19
4.7.14, 09:39
Ja.. bis vor einigen Wochen ging es mir genauso. Die Tiere taten mir natürlich Leid..aber es schmeckte doch so gut, und was sollte man auch sonst essen? Auf seinem Brot, zu Mittag, auf dem Grill?
Ausserdem wird doch so viel Fleisch gegessen, da macht einer mehr doch keinen Unterschied?

Dann wurde der "Schalter" aber gewaltig umgelegt. Die Auswirkungen des Fleischkonsums sind gewaltig. Oben ist es ja wirklich gut beschrieben.. Und das traurige ist, dass nicht mal alles gegessen wird, sondern auch ein Großteil wieder im Müll landet.
Von den gesundheitlichen Auswirkungen ganz zu schweigen. Wenn auf Gurken irgendwelche EHEC-keime vermutet werden, werden sie konsequent gemieden und nicht gekauft. Beim Fleisch ist Bekannt, was sich dort alles tümmeln kann, unter welchen grausigen Bedingungen es hergestellt wurde und ausserdem schmeckt es nicht mal so sonderlich, höre ich immer wieder. Aber man kann es ja marinieren.
Die verarsche, mit irgendwelchen Zusammengepappten und Füllstoffe hinzugefügten Schinken gibt es ja auch noch..aber naja, was solls. "schmeckt" ja..

Ne..muss nicht sein. Nachdem meine Augen geöffnet waren, fanden sich zahlreiche Alternativen, wirklich hungern muss ich nicht, und auch vermissen tue ich nichts. In dieses BilligFleisch werde ich persönlich keinen Cent mehr investieren.
Fleisch vom Metzger könnte ich mir durchaus vorstellen.
Aber leider wohne ich mitten in der Stadt, und Geld habe ich auch nicht viel.
Auch bei Metzgern muss man die Augen offen halten, denn einige Schlachten lange nicht selbst sondern besorgen ihre Ware irgendwo auf dem Großmarkt.
Apropos Geld-davon spare ich eine Menge, und gesundheitlich geht es mir sehr gut.
So- natürlich bleibt es jedem selbst überlassen, ob er Billigfleisch konsumieren möchte, oder nicht. Überreden möchte ich niemanden, denn das bringt nichts. Man muss es aus eigener Entscheidung heraus tun.
2
#20
4.7.14, 09:45
Danke Upsi :)
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#21
4.7.14, 15:26
ch ernähre mich seit acht Jahren vegetarisch. Habe damit mit 14 angefangen und bin seitdem nicht rückfällig geworden. ;) Diese Lebensweise erfordert vor allem zu Anfang Geduld und auch den Willen sich mit verschiedenen alternativen auseinander zu setzen. Wer denkt er würde Fleisch "brauchen" liegt falsch. Und wo ein Wille da ein Weg ansonsten ist der Wille nicht groß genug.
5
#22
4.7.14, 17:22
Ich esse seit längerer Zeit "low carb", habe dadurch viel Gewicht verloren und bin sehr glücklich damit. Ich brauche Fleisch, Fisch und Eier um mich meiner Ernährungsphilosophie entsprechend zu ernähren und dass, obwohl ich früher kein großer FleischEsser war. Ich verzehre es nicht kiloweise sondern nur etwa 120g pro Tag, aber dafür achte ich auf Qualität. Ich kaufe es entweder im Supermarkt in der BiofleischAbteilung und gleich beim Metzger im Dorf. Ich bin nicht reich, aber zu arm zum billig kaufen. Ich möchte eine ordentliche Qualität, denn schließlich ESSE ich ja das Ganze, da soll es kein Müll sein. Nur damit zu werben, kein Fleisch mehr zu essen, ist meiner Meinung nach der falsche Weg. wovon sollten denn all die Bauern und Metzger und Schlachter dann leben? Ein gesunder Mittelweg, das richtige Maß und bewusster Umgang mit Ernährung wäre -denke ich- das Beste.
4
#23
4.7.14, 17:38
Irgendwie habe ich leicht das Gefühl das das etwas in eine falsche Richtung geht keiner sagt das ihr kein Fleisch essen sollt Fleisch ist auch gesund ;)
Leber zb enthalt viel eisen
Fisch ist auch Super
Wer wieviel und ob er überhaupt Fleisch ist muss jeder selbst wissen man sollte es nur nicht übertreiben und täglich 1 Kilo hack essen oder sonstiges ;)
Ich bin zb so ein Mensch der behauptet das er Fleisch braucht und es ist wirklich so ich würde nicht sterben wenn ich es nicht esse aber mir geht es besser mit Fleisch ;) hauptsächlich wurde der Tipp ja geschrieben damit man mehr drauf achtet was man für Fleisch kauft und nicht um eine Diskussion los zu treten ob man überhaupt Fleisch essen soll ;)
In diesem Sinne allen einen guten Appetit ganz egal was ihr esst ;)
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#24
4.7.14, 19:26
Ja, Fleisch von vernünftiger Qualität mag gesund sein. Damit hätte ich auch kein Problem.
Aus dem Discounter gibt's aber nur Antibiotika, Hormone und Füllstoffe auf den Teller.. wer schon mal gutes Fleisch gegessen hat, kennt den Unterschied.

Buchtipp: "die Supermarktlüge"
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#25
4.7.14, 19:59
@trouble
das ist nicht richtig, dass du Fleisch brauchst. Ich ernähre mich "No Carb" & bin veggie. Bis heute lebe ich noch & mein BMI ist auch in Ordnung. Man muss sich informieren welche Gemüse-& Obstsorten die nötigen Nährstoffe haben. Der menschliche Darm kann Fleisch nicht richtig verwerten, da er zu lang und verwunden ist (der Fleischfresser-Darm ist relativ kurz) & im Endeffekt verwest das Fleisch in uns (hmm lecker), bis es wieder ausgeschieden wird
4
#26
4.7.14, 20:24
Kauft Bio-Produkte evtl. aus A! Sehr strenge Kontrollen bringen Sicherheit für den Konsumenten. Verzichtet auf Würste w/Gammelfleisch aus ganz Europa. Der Konsument hat es in der Hand, zu entscheiden!
2
#27
4.7.14, 20:46
frauli: was ist denn A! ?
1
#28
4.7.14, 20:49
@annima:

Österreich?
2
#29
4.7.14, 21:33
für Fleisch oder Wurst von vernünftiger Qualität muss ich mittlerweile in den Nachbarort fahren, denn vor einigen Jahren hat hier der letzte Metzger zumachen müssen, ein weiteres Opfer der Billigfleischmassenproduktion
#30
4.7.14, 22:01
@annima
A = Österreich
Gibts mittlerweile sogar bis HH, haben wir bei einem Besuch festgestellt.
LG aus A
2
#31
4.7.14, 23:21
Volker Elis Pilgrim: "Zehn Gründe, kein Fleisch mehr zu essen", gibts günstig bei Amazon.
#32
5.7.14, 11:59
@Rumburak (# 14)

Danke - für den Link.
Die Sendung ist sehr interessant und macht mich nachdenklich. Aber auch bezüglich meiner drastischen Gewichtszunahmen rückwärts schauend.
Viel Fleisch habe ich nie gegessen, und auch nicht täglich. Zwischendurch habe ich den Fleischverzehr reduziert und werde's weiter tun.

Wichtig ist auch, die Art des Essens. Ob man sich die Zeit nimmt in Ruhe am Tisch zu essen oder im Vorbeigehen.

Der Film bestärkt meinen Wunsch nach Umstellung der Nahrung, als auch der Essweise.
#33
5.7.14, 17:21
Wir essen sehr viel Fisch, ist sowieso gesünder.
7
#34
9.7.14, 22:21
Ich esse seit vier Jahren kein Fleisch mehr und nur noch selten Fisch. Von Verboten halte ich aber nichts. Meinen ersten Versuch als Vegetarier ein paar Jahre vorher habe ich nicht durchgehalten, weil ich es mir verboten und daurch als Verzicht empfunden habe.
Beim zweiten Mal habe ich einfach gedacht, ich esse weniger Fleisch. Erst habe ich keins mehr gekauft und selbst gekocht und beim Essengehen einfach nur dann Fleisch bestellt, wenn ich nichts leckeres Vegetarisches finden konnte. Plötzlich habe ich gemerkt, dass ich schon ein paar Wochen kein Fleisch mehr gegessen hatte. Und ein Verzicht war es gar nicht - im Gegenteil, ich habe so viele neue Sachen (wieder-) entdeckt und Neues ausprobiert. Allerdings lebe ich in einer Großstadt und da ist es leicht durch die vielen vegetarischen Angebote, auch aus anderen Ländern.
Mein Rat dabei: wenn man sich vornimmt, weniger Fleisch zu essen, nicht immer gleich 100% als Ziel setzen - durch das selbst gesetzte Verbot bekommt man nur noch mehr Appetit. Ich habe ja kein Gelübde abgelegt - als ich nach einem halben fleischfreien Jahr ein Fleischgericht meiner Schwester probieren wollte, habe ich es einfach getan und ohne schlechtes Gewissen.
Auch in meinem Bekanntenkreis findet ein Umdenken statt - es wird zwar z. B. noch Fleisch gegrillt, aber auch viel Gemüse und es gibt Salate und alle sind zufrieden, weil sie gar nicht wussten, was man so alles auf den Grill werfen kann.
Ich freue mich über jeden, der einfach nicht mehr dreimal am Tag Fleisch isst, sondern vielleicht nur noch einmal oder besser noch nicht mehr jeden Tag.
Klar mögen wir von Natur aus Allesfresser sein. Aber der Höhlenmensch hat auch nicht jeden Tag ein Mammut erlegt sondern nur wenn er ganz viel Glück hatte und ansonsten gab es Beeren und Pflanzen. Vermute ich. ; o )
3
#35 xldeluxe
9.7.14, 22:35
@puddingkatze:

Er brauchte ja auch nicht jeden Tag ein Mammut erlegen, denn so ein Brocken reicht schon für eine ganze Zeit....., aber Beerennachtisch gab es bestimmt ;-)

Dein Kommentar hat mir gefallen. Genau der richtige Weg!
3
#36
10.7.14, 09:08
@puddingkatze:

Deine Einstellung gefällt mir.
Oft ist es doch so, dass wenn man locker und entspannt an eine Sache rangeht, sie besser gelingt. Sich selbst und anderen viel Druck zu machen ist eher kontraproduktiv.
#37
13.10.14, 08:36
Danke, Bernhard!
Wir möchten auch lieber nach dem Motto " weniger ist mehr" leben.

Und dann ist es tatsächlich so - wenn ich das Biofleisch in die Pfanne tue, kommt es genau so groß wieder raus, wie ich es reingetan habe. Das billige war meist auf die Hälfte zusammengeschrumpft.

Was Hühnchen angeht, finde ich es allerdings schwierig. Wenn ich z.B. eine Hühnerbrühe mache, will ich kein ganzes Huhn kochen; Hühnerklein gibt es aber leider nicht in Bio.
#38
13.10.14, 08:42
@Rumburak:

Könnte jemand kurz erklären, warum Fleisch müde machen soll?
( der Film läßt sich bei mir nicht öffnen)
5
#39
13.10.14, 09:24
Warum nimmt eigentlich jeder an, dass beim Dorf-Fleischer gekauftes Fleisch gesünder sei als das aus dem Discounter? Will man wirklich Fleisch von Tieren erwerben, die nicht aus der Massentierhaltung stammen, mit all ihren Nachteilen und Problemen, der muss schon genauer hinschauen, woher das Fleisch kommt. Da kommt man nicht an Neuland-, Naturland- oder anderen Bio-Bauern vorbei. Alles andere ist Augenwischerei. Der Dorf-Fleischer oder überhaupt jeder Einzel-Fleischer zieht doch nicht über Land und kauft ein paar Rinder und Schweine beim Einzelbauern, sondern bezieht seine Schlachttiere vom Großhändler und wo hat der sie her? Natürlich von einem Massentierhalter.
2
#40
13.10.14, 09:28
uii kontroveres thema. gut das jeder essen kann was er will ohne sich rechtfertigen zu müssen.

wenn ich an grillen denke, lecker gebratenen kasseler oder ein gutes steak.. dann tun mir die leute leid, die sich diesen genuss aus prinzip verwehren. das ist für mich wie eine selbstgeiselung.
um jetzt nicht ins falsche lager gestellt zu werden, essen wir recht wenig fleisch. das ist keine frage des geldes, sondern weil es viele leckere essen ohne totes tier gibt und der menschliche organismus garnicht so viel fleisch braucht.

die abwertung des discount-fleisches kann ich persönlich allerdings nicht nachvollziehen. wir kaufen zb das rindfleisch nur bei aldi, da es nach einem tag offen im kühlschrank gelagert viel zarter ist wie vom "richtigen" metzger, der einen vielfachen kilopreis hat und dessen rind fast immer zäh ist und auch nicht besser schmeckt.

zum thema bio... leute, fallt nicht auf diese abzocke herein! die regeln was alles als bio zählt und was nicht sind von der EU so gelockert wurden. das steht im keinem verhältnis zum preis. dieser dioxin-skandal.. wo war der? genau einem BIO-bauernhof. und auch wenn das futter die belastung hatte, wo war da die qualitätskontrolle die dem kunden vorgegauckelt wird? selbst der bauer verstrickt sich in "lügen" zb zugekaufte eier etc.
1
#41
13.10.14, 09:53
Na ja- betrogen werden kann man natürlich überall. Schwarze Schafe gibt es immer.

Aber wenn ich ( selbst beim " Dorf- Edeka") Fleisch aus der Region angeboten bekomme, kann ich mit ziemlich großer Sicherheit davon ausgehen, dass da die Rindviecher auf dem Teller landen, die ich kürzlich noch selbst über die Wiese spazieren sah.

Und vom Schwein kam vor einiger Zeit mal ne Sendung, wo nachgeprüft wurde, dass Bioschwein auf Stroh steht, und alle ihre Ringelschwänze noch dran haben. ( beißen sie sich bei Platzmangel vor Wut gegenseitig ab)

Dass ein Bauer sich abmüht, die Stempel von Supermarkteier wegzumachen, kann ich mir echt nicht vorstellen. Auch sieht man ja, dass die in Größe und Verschmutzung viel individueller sind.
Da gleicht kein Ei dem anderen.

Sicher, ich kann auch bei großer Mühe die Welt nicht retten - aber ein klein wenig mehr Achtsamkeit von vielen kann doch den Schaden ein ewig lindern.
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#42
13.10.14, 10:20
Der Metzger meines Vertrauens ist einfach immer noch der Beste. Mein weiß wo die Tiere herkommen und wie sie aufgewachsen sind. Wieso nicht einfach den Fleischkonsum ein wenig reduzieren und dafür dann Fleisch mit reinem Gewissen essen können. Es gibt so viele gute Alternativen zu Fleisch, die meisten kennen sie nur einfach nicht
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#43
13.10.14, 11:18
Ich selber habe in der Vergangenheit mein Fleisch fast ausschließlich bei Lidl, Aldi, Real, Kaufland etc. gekauft, weil es einfach günstig und bequem war.
Unsere Familie besteht nun aus 3 erwachsenen Personen.
Seit einiger Zeit hat aber auch bei mir ein Umdenken stattgefunden.
Auch jetzt kaufe ich noch oft bei den Discountern, achte aber darauf, dass ich vorwiegend Produkte mit dem Bio-Siegel in den Einaufswagen lege, vor allem beim Fleisch.
Besonders bei Aldi ist mir aufgefallen, dass es dort viele Bio-Artikel gibt, auf die auch am Regal neben dem Preisschild hingewiesen wird. Bei Lidl ist das schon deutlich weniger....

Was mir aber auch aufgefallen ist, ist, dass der Bio-Einkauf deutlich teurer wird.
Abgepackte Wurst anstatt 0,99 € kostet 1,69 oder 1,99 €, Käse statt 1,29 € kostet 2,59 €, Milch 1,09 € statt 0,69 €, Butter statt 0,85 kostet 1,49 € und, und, und....

Pro Woche sind das ca. 50,00 Euro, die ich mehr ausgeben muss.
Trotzdem werde ich das beibehalten, weil wir uns das im Moment finanziell leisten können und ich möchte, dass die Tiere artgerecht gehalten werden.

Viele Familien mit mehreren Kindern können sich das aber nicht leisten...

Anfangs war ich auch noch der irrigen Annahme, dass das Fleisch, das ich an der Metzgertheke z. B. bei Edeka kaufe, grundsätzlich aus artgerechter Haltung kommt....Leider wurde ich eines Besseren belehrt....
#44
13.10.14, 11:37
Ich bin immer noch Fleischesser - aber in sehr bescheidenem Masse. Ich habe gerne Schinken auf meinem Sandwich oder Speckwürfel an meinen Kartoffeln und auch Hackfleisch kaufe ich weil ich damit Spaghetti Bolognese oder Chili machen kann ... und ich kann schlecht auf Salami verzichten. Weil das so ist, kann ich mich nicht Vegetarierin nennen, obwohl die oben erwähnten Speisen maximal einmal pro Monat vorkommen. Das heisst - ich esse sehr viel andere Sachen, auch Fisch.
Mein Problem wird mir immer dann voll bewusst, wenn so ein Artikel - wie der hier auftaucht - oder eine Sendung im TV über die Zustände in der PRODUKTION berichtet - egal um welche Tiere es sich handelt!! Es ist eine unglaubliche Sauerei, eine weltweite Katastrophe, die stattfindet, damit ein Teil der Weltbevölkerung befriedigt werden kann.
Ich sehe mir sehr gerne Kochsendungen an - zb Landfrauenküche. Alles schön und gut, bis dann die Bäuerinnen ihre Tiere darstellen, die sie liebevoll aufziehen, mästen (alle haben Namen) und dann zur Schlachtung geben.
Wenn ein Kalb das erst ein paar Wochen auf der Welt ist, mit dem Tod konfrontiert wird, entwickelt es Angsthormone und Frustration. Diese Frustration nimmt man mit dem Essen auf. Was man isst formt die Persönlichkeit.
Ich wurde als Fleischesser aufgezogen, für meine Eltern war Fleischessen wichtig. Es ist unglaublich schwer, diese Prägung abzulegen. Es braucht dazu konstante Auseinandersetzung und dazu habe ich nicht immer Kraft. Aber vielleicht stimmt ja auch hier, dass steter Tropfen den Stein höhlt. Solche Artikel sind auf jeden Fall wichtig und die Berichterstattung darüber auch.

Mir geht es OHNE Fleisch immer besser als wenn ich wieder was gegessen habe. Ich habe weniger Schmerzen und kann das Gewicht auch viel besser halten, als wenn ich "alles" esse.
1
#45
13.10.14, 12:03
@glucke1980:

....und wie bereitest Du die dann zu...?
...süß-sauer...?...;-))
2
#46
13.10.14, 12:08
@Fratzematz:
...artgerecht...?...was ist artgerecht...?
Artgerecht ist nur die Freiheit, oder....?...;-))
1
#47
13.10.14, 12:24
@truthuhn:
Na dann müssten wir ja wieder zu Flinte und Korn greifen und unser Essen selber erlegen...

Aber ich möchte schon, dass die Tiere ein stressfreies Leben haben, bis sie geschlachtet werden, und draußen an der frischen Luft ihr Dasein fristen dürfen...
#48
13.10.14, 12:37
Fratzematz: Kimme und Korn - damit zielen wir, nachdem wir zur Flinte gegriffen haben. ;-)
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#49
13.10.14, 12:37
@truthuhn: Paniert und heiß frittiert :))) schön knusprig
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#50 alesig
13.10.14, 12:51
Auch ich möchte meinen Senf dazu geben:
Das Thema ist sehr heikel und ich glaube, immer wenn es um Tiere geht, wird man schnell sehr emotional. Viele stellen sich dann hier dar, als wären alle einfachen,normalen Leute schlecht, weil sie z. B. das Fleisch beim Discounter kaufen.
Wir leben auf dem Land in der Osnabrücker Gegend, wir haben z. b. einen Biobauern in der Nähe, mit 2 Biosiegeln "ausgezeichnet. Er hat Rindvieh und Geflügel (frisches Biohuhn zu 35,99€je Kg!), und wo stehen die Tiere? Auf einer alten Müllkippe für Sonderabfälle! In alten Karten aus den 70er Jahren kann man alles nachsehen. Ich weiss nicht ob ich dann anderen Biobauern trauen soll.
Mein Mann ist ein Fleischliebhaber, in allen Variationen. Nur Bioware aus dem ca 60Km entfernten Biosupermarkt können wir uns nicht leisten, ABER wir haben eigenes Bioobst und -Gemüse aus dem Garten, davon leben wir sehr gut.
Vielleicht sollte man auch einmal über anderes nachdenken, z. B. was alles für so ein Ding(PC/Laptop) vor euch gebraucht wird und wie die Rohstoffe dafür von wem (Kinderarbeit in Minen z. B.) wie abgebaut werden. Was ist mit euerer Kleidung, wo kommt die her, wer hat sie genäht, wo)
Es ist wirklich gut m. M. nach, dass immer mehr über solche Themen diskutiert wird, aber ich finde das Missionieren von einigen mag ich nicht so sehr.
An #33 wegen dem Fischkonsum, ob das inzwischen wirklich besser ist, stelle ich doch arg in Frage. Geht mal auf die Fischfarmen, guckt euch an wie ein Fischfang behandelt wird usw. Denn auch diese Schuppenviecher sollten doch ein gutes Leben haben und nicht leiden müssen. Aber bei Massenware ist das nicht möglich.
Puh, ich muss los.
Allen Fleisch- und Pflanzenessern eine gute Woche und allzeit Guten Appetit.
#51
13.10.14, 12:53
@zumselchen:
ups...du hast ja recht...
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#52
13.10.14, 13:08
@alesig:
Zitat: "Es ist wirklich gut m. M. nach, dass immer mehr über solche Themen diskutiert wird..."

Dem kann ich nur zustimmen.
Sich einfach mal erlauben auch in diese Ecken zu schauen....die andern und sich selbst verstehen lernen...
Vielleicht mal ein Buch lesen zu diesen Themen...
...z.B.
"Warum wir Hunde lieben, Schweine essen und Kühe anziehen"
Dann bekommt man(n) und auch frau eine weitere Sicht auf diese Dinge....
2
#53
13.10.14, 13:35
@Fratzematz:
Ja, ich auch!

Und ein gut angewandter Bolzenschuss ist wohl die stressfreieste Todesart, die man sich für ein Beutetiere vorstellen kann. In Frieden entschlafen würden auch in der Natur wohl die wenigsten.

Ich kenne liebevolle Pferdebesitzer, die ihre Reittiere, welche schon von rechts wegen nicht zum Verzehr freigegeben werden können,
Trotzdem wenn der traurige Tag gekommen ist, vom Schlachter töten lassen, um ihnen weitere Qualen zu ersparen.

Von daher denke ich, ein fachgerecht geschlachtetes Rind wird auch nicht arg viel Stresshormone aufweisen.
4
#54
13.10.14, 14:21
Auch der "Metzger meines Vertrauens" muss wirtschaftlich arbeiten, damit er über die Runden kommt. Die Versuchung, sog. Billigfleisch durch entsprechend höhere Preisauszeichnung "aufzuwerten" ist so groß, dass ich es für weltfremd halten würde,diese Möglichkeit auszuschließen.

Was soll mein braver Metzger denn sagen, wenn ich ihn nach der Unbedenklichkeit seiner Ware frage? Etwa: "Also ich würde das Zeug nicht essen wollen!" ?

Ob ich maximal 300-600 g Fleisch pro Woche "benötige"? Ich esse doch nicht nur, weil ich bestimmte Nährstoffe "zuführen" muss.

Aber es handelt sich um ein "weltanschauliches" Thema. Wie bei jeder Weltanschauung gibt es Dogmen und Dogmatiker - eine "ergebnisoffene" Diskussion ist meist nicht möglich.
1
#55
13.10.14, 16:45
Wenn wir weniger Fleisch essen, müßen wir auch auf Eier und Milchprodukte, Torten(Gelantiene) verzichten.
Da die Hühner nur eine sehr kurze Zeit ausreichend Eier legen, danch ist der Aufwand höher als der Nutzen.
Milch gibt es bekanntlich nur wenn sich Nachwuchs einstellt - wohin mit den Neugeborenen? Gleich TÖTEN? damit wir Menschen die Mich alle für uns haben?
Leider sind auch unsere Weltmeere schon fast leergefischt und es kommt schlimmer -zu wenige männliche Nachkommen, da die meisten von uns Hormonell verhüten. Diese Hormone gelangen alle ins Wasser und lößt Unfruchtbarkeit und Absterben der männlichen Fische aus.
Bleibt uns nur. das ach so tolle Soja selbst zuessen.
Für Hund und Katz gibt es dann Grünzeug.
Ich glaube man sollte sich auch einmal überlegen, wieviel täglich Nachrungsmittel in der Mülltonne landen.
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#56
13.10.14, 17:03
"Ich esse doch nicht nur, weil ich bestimmte Nährstoffe "zuführen" muss."


Und genau hier liegt das Übel.
Es wird nicht mehr gegessen, weil es notwendig ist, sondern weil's "Spaß" macht.

13.10.14 - 17.03 Uhr
1
#57
13.10.14, 19:28
ich möchte jetzt auch noch meinen Senf dazu geben......
Wegen Billigfleisch : denke,es kommt daher dass es immer mehr Menschen gibt,die sich gutes,teures Fleisch nicht mehr leisten können.Auf diese Konsumenten hat sich die Fleisch - Industrie eingeschossen.

Vielleicht sollten wir es wieder so machen wie unsere Vorfahren : Fleisch gibt es nur an besonderen Tagen (Sonntags und Feiertags).....zum Fleisch gehört auch Wurst,nicht vergessen.

Und eigentlich können wir so gar nicht richtig das Fleisch verwerten,wir sind nicht dafür "gebaut".
Warum wohl gibt es Essbesteck?

LG
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#58
13.10.14, 20:37
@Schnuff: Der Mensch war in seinen Ursprung ein Allesfresser, Sprich Ass, angebrütete Vogeleier, Beeren, Pilze, Grünzeug alles was er so finden und sammeln konnte. Haltbar machen und Aufbewaren kamm später. Zu dieser Zeit waren wir Menschen noch auf Wanderschaft, erst mit den festen Wohnsitz konnten wir Getreide anbauen oder Gemüse bzw. geziehte Nutztierhaltung. Auf Katoffel oder Ähnliches mußten wir noch lange warten.
3
#59 xldeluxe
13.10.14, 20:51
@Schnuff:

Auch die, die sich "teures" Fleisch leisten können, kaufen es nicht zwangsläufig.

Das mit dem Essbesteck verstehe ich nicht..........
4
#60
13.10.14, 21:13
"Weh dem Menschen, wenn nur ein einziges Tier im Weltgericht sitzt."

Christian Morgenstern

(1871 - 1914), deutscher Schriftsteller, Dramaturg, Journalist und Übersetzer
2
#61
13.10.14, 21:41
@geli737: .
Du und ich, wir waren beide nicht dabei beim Ursprung des Lebens...und wohlmöglich hat der Neandertaler seinerzeit sein Weibchen an den Haaren in die Höhle geschleift...
...haben wir denn diese Ursprünglichkeiten immer noch nicht überwunden...?

Vegetarier und Veganer SIND nun wirklich nachweisbar gesünder...natürlich nicht nur wegen der Fleisch- bzw. tierischen-Produkte-Vermeidung sondern weil sie sich ganz allgemein mehr Gedanken über gesunde Lebensweisen machen als Karnivoren und Omnivoren.

Tiere sind Lebewesen und kommem zum Leben auf die Welt nicht als Grundlage für die Leberwurst.

Nach dem Neandertaler haben sich irgendwann gescheite Menschen (die es zu allen Zeiten gab) Gedanken gemacht, wie zum Nutzen der ganzen Menschheit Lebens- und Speise-Gesetze formuliert werden könnten.
Da gibt es verschiedene Quellen...

In der Bibel z.B. steht dazu im ersten Buch Mose, 1:29
"Weiter sagte Gott zu den Menschen:
»Als Nahrung gebe ich euch die Samen der Pflanzen und die Früchte,
die an den Bäumen wachsen, überall auf der ganzen Erde.<<"

Da steht nichts von Schnitzel, Goulasch, Leberwurst...
...auch nichts von Käse, (Kuhbaby)-Milch, Eiern und Schlagrahm...
Das Essen von Tierleichen und tierischen Produkten ist nur eine dumme, manchmal kulturelle Angewohnheit die viel Leid in die Welt gebracht hat...für Tiere wie auch für Menschen...
...aber...

Zitat: „Solange der Mensch denkt, dass Tiere nicht fühlen können,
müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken können...“
von Anonym
1
#62
14.10.14, 09:31
hmm ich halte es etwas vermessen aus der bibel zu zitieren, wo laut ihr tiere nicht mal eine seele haben.
ob gott (ob es ihn gibt oder nicht) tiere dafür vorgesehen hat eine nahrungsgrundlage für uns zu bilden oder nicht, ist genauso ergebnislos wie die suche nach dem sinn unseres (menschlichen) lebens. ...
*ironie on*
und wer weiß, vielleicht sind wir (als ende der nahungskette) einfach nur da um die überbevölkerung der tiere zu verhindern
*ironie off*

jeder mensch ist ein individuum und sollte für sich selbst entscheiden wie er sich ernähren möchte. es gibt leute die sowas von kein interesse an dem haben was sie zu sich nehmen, das sie mit der konsequenz daraus leben (sterben) müssen.
andere machen sich mehr gedanken um ihre ernährung und geraten bei jeder nachrungsmittel-lüge in eine art panik. ob dieser stress lebensverlängernd oder gesund ist mag ich bezweifeln.

wie mit jeder anderen form von extremismus kann ich mir nicht vorstellen das es gut/gesund ist. des beste ist mMn ein mittelweg. etwas fleisch ok, aber nicht zu viel und nicht jeden tag. wo jeder seinen weg findet muss er selbst herausfinden
#63
14.10.14, 19:26
@manuela2303:
Neee, geh doch zu A..i, da gibt es vegetarische Paprikalyoner, so lecker,fast kein Unterschied.
Also uns schmeckt sie gut.
#64
14.10.14, 21:46
@Eolan:
Zitat "*ironie on*
und wer weiß, vielleicht sind wir (als ende der nahungskette) einfach nur da um die überbevölkerung der tiere zu verhindern
*ironie off*"

Ich glaube andersrum wird ein Schuh drauß....
Auf die Dauer, wenn das so weitergeht mit dem Fleisch- und Tierprodukte-Verzehr wird automatisch das Problem der Überbevölkerung durch den Menschen verhindert.
In diesen Tagen schauen wir auf die Ebola-Fälle, die sich durch den Verzehr der Menschen von Affenfleisch u.ä. in Afrika verbreitet hat....
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#65
15.10.14, 12:56
@truthuhn: Da bin ich ja richtig erleichtert, dass endlich mal jemand dieses Thema anspricht. Nicht unbedingt hier, aber überhaupt. Ich lese nirgendwo, dass zu Spenden aufgerufen wird, dass die Menschen in den betroffenen Regionen was Anständiges zu essen bekommen und es werden auch keine landwirtschaftlichen Berater gesucht, die den Menschen dort zeigen, wie sie ihre Landwirtschaft verbessern können, damit sie nicht weiter hungern und dann auf Affenfleisch zurückgreifen müssen. Und es werden auch keine Berater gesucht, die den Leuten gerade diese Zusammenhänge klar machen.
3
#66
17.10.14, 19:35
Ich kaufe mein Fleisch auch bei Aldi u. Co aus Mangel
an Geld, es wird auch nicht jeden Tag Fleisch gegessen.
Bei uns wird sehr abwechselsreich gekocht mit. Fleisch
Fisch oder bei Pasta auch mal Gemüsesoße. Ich habe
20 Jahre in einem Familienbetrieb Metzgerei gearbeitet,da
wurde nicht selbst geschlachtet das Fleisch musste auch
aus dem Schlachthof geholt werden . Es war aber
nachvollziehbar von welchem Betrieb es abstammte,
und genau diese Abstammung steht auch bei Aldi u.Co
auf der Verpackung. Der kleine Metzger kann und
darf oft gar nicht mehr im eigenem Betrieb schlachten.Wer
auf der sichern Seite sein will muss beim Bauern kaufen
der noch Hausschlachtung macht. Das das Fleisch beim
Discounter billiger ist hat auch damit zutun das ein
kleiner Metzger in der Woche z.b. 3 Rinderhälften kauft,
dagegen der Discounter vielleicht 50 Rinderhälften und
das Fleisch zu ganz anderen Preisen einkauft. Ich werde
mein Fleisch auch weiterhin beim Discounter kaufen,nur
weniger.
Schönes Wochenende

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