Frijoles negros con Carne

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Gesamtzubereitungszeit:

Wir wollen mal wieder nach Kuba. Problem: Wir dürfen aus beruflichen Gründen, nicht nach Kuba reisen. Es herrscht mal wieder Urlaubsperre.

Wir holen uns einfach etwas kubanisches Feeling ins Haus. Wobei dieses Gericht, in vielen Variationen, in Südamerika verbreitet ist. Wir haben uns aber nun mal, für Kuba entschieden.

Zutaten

  • 1,5 kg Lomo vom Rind. Ja die gute Lende vom Rind
  • 150 g durchwachsenen Speck
  • 6 Möhren
  • 2 Zwiebeln
  • 4 Zehen Knoblauch
  • 2 frische  Chilischoten rot oder grün
  • 1 Zimtstange
  • 2 Blätter vom immergrünen Lorbeerstrauch
  • 2 TL frisch gemörserten Kreuzkümmel
  • 2 schöne Löffel pulverisierten Chili
  • 2 Dosen stückige Tomaten
  • 4 Dosen schwarze Bohnen
  • 2 Päckchen Reis vom Uncle Ben’s, den im Plastikbeutel
  • ½ L der guten Essenz des Rinds
  • Olivenöl
  • Meersalz und schwarzen Pfeffer aus der Mühle
  • Frischer Koriander
  • 1 Glas Rotwein aus Kalifornien. In Cuba das Todesurteil
  • 1 Flasche guten Rum aus Havanna
  • 1 Flasche Coca Cola
  • 1 Sack Limetten
  • 1 CD von Buena Vista Social Club
  • 1 gute Zigarre aus Havanna

Bevor wir mit dem Kochen beginnen:  Die CD von den begnadeten alten Herren, in das CompactDisk Abspielgerät einlegen. Wir drücken die Abspieltaste und den Lautstärkeregler drehen wir hoch.

Wir schneiden uns eine Limette, in schöne Viertel. Nun mixen wir uns, mit dem Rum und der Cola und den Limettenwürfel, einen Cuba Libre. Ja richtig, Eiswürfel müssen auch ins Glas.

Der Drink und die Musik der Herren, zeigen Ihre Wirkung. Also beginnen wir nun, mit dem Kochen.

Zubereitung

  1. Die Lende vom Rind, schneiden wir in schöne dicke Scheiben.
  2. Den Speck schneiden wir in Würfel.
  3. Die Möhren halbieren wir zuerst, um sie dann, in Scheiben zu schneiden.
  4. Die Zwiebeln und den Knoblauch pellen wir aus der Schale und schneiden die beiden in Würfel.
  5. Die Chilischoten, mit einem guten scharfen Kochmesser, in feine Scheiben schneiden. Ja, mit den Kernen. Berühren der Augen, kann zu einem Brennen führen.
  6. Der gute alte treue Bräter aus dem Hause Le creuset - so mancher Partner/in war uns im Leben schon mal untreu - nur der Bräter der bleibt uns immer treu.
  7. Der Bräter kommt auf den Herd. Olivenöl kommt in den Bräter. Natürlich, vorher auch die Kochplatte anstellen.
  8. Nun braten wir den Speck, zusammen mit den Zwiebeln und dem Knoblauch an. Die Chilischoten, Möhren und den Kreuzkümmel geben wir auch hinzu.
  9. Nach ca. 5 Minuten oder einem weiteren Cuba Libre, schmeißen wir einfach die schöne Lende in den Topf. Schön rundherum Farbe nehmen lassen.
  10. Nun kommt das Chilipulver zum Zuge. Aber nur ganz kurz anrösten.
  11. Wir löschen ab, mit dem Glas Rotwein. Dann, die Essenz des Rinds, in den Bräter. Wir geben noch das Lorbeer und den Zimt hinzu.
  12. Deckel auf den Bräter und den Herd auf Stufe 2 stellen. Nun haben wir gut 3 bis 4 Stunden Zeit.
  13. Wir bemerken, dass wir die schwarzen Bohnen und den Reis beim Einkauf vergessen haben. Also, flitzen wir schnell zum Lebensmittelgeschäft.
  14. Nun zünden wir uns die Zigarre aus Havanna an. Wir genießen sie und lauschen der Musik aus dem fernen Kuba.
  15. Nach 3 Stunden, hat sich die Rinderlende, in feinzerzupftes Fleisch verwandelt.
  16. Wir entfernen die Lorbeerblätter und die Zimtstange. Wir geben die Tomaten und die schwarzen Bohnen hinzu.
  17. Das Ganze, lassen wir nur noch 30 Minuten sanft schmoren.
  18. Wir decken den Tisch mit edlem Tischtuch, Stoffservietten, schönem Geschirr, Gläsern und wieder Kerzen.
  19. Den Reis vom Uncle Ben’s, nach den Hinweisen auf der Packung, in der Mikrowelle erhitzen.
  20. Nun servieren wir die Frijoles negros con Carne, mit dem Reis und zupfen den frischen Koriander über das fertige Gericht.
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13 Kommentare


4
#1
17.1.14, 18:30
das hört sich echt lecker an! und vor allem wie das geschrieben ist, ist ein hammer. richtig gut zu lesen und ich seh auch schon die oldtimer fahre!!!!!
3
#2
17.1.14, 18:34
grandios geschrieben
3
#3 peggy
17.1.14, 18:44
Ja, Creative77HP kann nicht nur gut kochen....
manche, wenige Menschen haben viele Talente, wozu sie offenbar zählt.
Danke, für das herrliche Rezept.
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#4
17.1.14, 18:54
Schmunzel,herrlich geschrieben.
Rezept wird alsbald ausprobiert. Danke dafür.
2
#5
17.1.14, 19:03
WOW !!!
5
#6
17.1.14, 19:08
Danke für die Komplimente. Aber ich bin ein Mann ;.)
3
#7
17.1.14, 19:28
Frau merkt, hier hat ein Genießer geschriebenen. Urlaubsfeeling schon beim CD- Einlegen inklusive. Wenn man die Kosten für die gute Rinderlende gegen eine Kubareise gegenrechnet, ist das ein ziemlich günstiger Kurzurlaub. Danke fürs Rezept.
1
#8
17.1.14, 20:52
Ich schmeiß mich weg... saugeil geschrieben! Echt ein Highlight, ich hab es meinem Freund vorgelesen, der ist normalerweise von sowas schwer genervt. Hier hat er gelacht.

Anmerkung zu Punkt 13: Ich hoffe, zu Fuß (wegen der ganzen Cuba Libre) ;)!
1
#9
17.1.14, 21:52
@Creative77HP:>> Danke für die Komplimente. Aber ich bin ein Mann ;.)<<

Stört ja nicht...;-) Sehr witzig geschrieben! LGR
1
#10
18.1.14, 00:21
Klasse Rezept und witzig dazu! Nur die Cuba libres lass ich mal lieber wech, sonst is Essig mit kochen! :D

Ich kann mir das sehr gut als Gästeessen vorstellen. Wieviele Portionen in etwa ergibt das Rezept?
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#11 HimawariRecords
18.1.14, 19:16
Genial geschrieben und sicher mal einen Versuch wert. Musste allerdings bei den Zutaten doch etwas schmunzeln ;)
2
#12 Internette
18.1.14, 23:08
Ich würde Caney empfehlen ;-)
Gutes Fleisch, edles Tischtuch und Uncle Ben's Reis in der Microwelle, och neee ;-))
Ansonsten *****
#13 onkelwilli
19.1.14, 13:26
Dieses Eintopfgericht mit exotischen schwarzen Bohnen (wo ich die herkriegen soll, weiß ich nicht) ist in der Ursprungsregion etwas, was wir "Hausmannskost" nennen würden. Eine Zelebration wie im Tipp ausschweifend beschrieben kommt mir daher befremdlich vor.

Drei Pfund feinste Rinderlende, drei Stunden zerkocht bzw. "in feinzerzupftes Fleisch verwandelt"? Eine nicht enden wollende Zutatenliste? Och nö!

Mir genügt Chili con carne einfach mit braunen Bohnen aus der Dose, abgewandelt (= entschärft) für meinen empfindlichen Gaumen. Und ohne Reis, schon gar nicht aus dem Kochbeutel - pfui Spinne!

Die bei nicht so begeisterten Kommentaren üblichen Missfallensäußerungen in Form von Roten Daumen nehme ich gelassen entgegen. Viel Spaß dabei.

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