Garn aus alten T-Shirts selber machen ~ DIY

Aus alten T-Shirts ist das Garn sehr leicht selber herzustellen.
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Die sogenannten Noodles oder Zpagetti-Garne liegen voll im Trend. Die Baumwollgarne sind im Grunde ein Restprodukt aus der Textilindustrie. Mit großen Strick- oder Häkelnadeln lassen sich daraus Taschen, große Sitzkissen oder Teppiche fertigen. Aus alten T-Shirts ist das Garn sehr leicht selber herzustellen.

Um so ein T-Shirt Garn selbst zu machen, braucht es nur einen Stapel an alten T-Shirts. Wer in seinem Bekanntenkreis nachfragt, hat schnell jede Menge Material für die Produktion gesammelt und dann kann es losgehen. Zuerst wird das ausrangierte T-Shirt auf einer Arbeitsfläche ausgebreitet. Der obere Teil wird direkt unter den Ärmel abgeschnitten. Zur Herstellung des Garns verwende ich nur den unteren Teil.

Schnitttechnik

Vom unteren Ende des abgeschnittenen T-Shirts schneide ich seitlich von links nach rechts durch die linke geschlossene Naht ca. 1,5 bis 2 cm lange Streifen. Die rechte Naht bitte nicht durchschneiden. Auf der rechten Seite muss ein 1,5 bis 2 cm breiter Rand stehen bleiben (siehe Bild). Der Rand ist wichtig, damit das Garn als langer Faden erhalten bleibt. Die Breite der Streifen kann je nach Wunsch variiert werden. Je breiter sie sind, desto dicker wird anschließend das Garn.

Sind die Streifen geschnitten, wird der rechte seitliche Rand ausgebreitet. Hier muss der Stoff jetzt schräg geschnitten werden, damit das lange Garn entsteht. Der erste Streifen wird abgeschnitten. Im Anschluss wird immer ein Schnitt zur schräg gegenüberliegenden Seite gemacht (siehe Bild). Das Stoffband noch etwas auseinanderziehen. Dabei rollen sich die Seitenränder wie für Noodles typisch nach innen. Das Garn noch aufwickeln und dann kann es mit dem Stricken oder Häkeln losgehen.

Das wird gebraucht:

  • Alte T-Shirts
  • Schere

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28 Kommentare
Dabei seit 19.5.10
1
Ich schneide aus dem unteren Teil des Shirts gleich spiralförmig die Endlosstreifen an einem Stück von unten nach oben. Kommt mir unkomplizierter vor - oder ?
5.2.16, 15:30 Uhr
Dabei seit 4.11.10
2
So richtig begreife ich das leider nicht, wie es funktionieren soll.
5.2.16, 16:29 Uhr
Dabei seit 21.10.15
3
Ich finde, dass es super beschrieben und bebildert ist. Habe ich auch schon gemacht. :)
Allerdings strengt mich das Häkeln und Stricken mit so dickem Garn ziemlich an. Aber, ist ne tolle Idee für die sinnvolle Verwertung.
5.2.16, 20:06 Uhr
Dabei seit 16.1.12
4
Hast Du Beispiele für das, was Du mit diesem "Garn" dann machst?
6.2.16, 09:50 Uhr
Dabei seit 23.7.08
radfahrender Besen-Ginster
5
Genau wie Superwoman das T-Shirt zerschneiden würde, würde ich das auch machen.

Gerne hätte ich auch Beispiele vom "up-gecyceltem" Endprodukt gesehen. Und vor allem, wie viele Shirts müssen zerschnitten werden, um z. B einen Loop zu stricken?
7.2.16, 14:04 Uhr
Dabei seit 6.2.07
6
@superwoman: das wäre auch meine Variante davon gewesen!
7.2.16, 18:05 Uhr
Dabei seit 30.9.08
7
Auf die Idee, "Garn" aus alten T-Shirts zu schneiden, bin ich noch nie gekommen. Ich finde den Gedanken aber sehr interessant. Ausgediente T-Shirts habe ich noch liegen, also könnte ich das gut mal ausprobieren.
8.2.16, 13:49 Uhr
Dabei seit 18.12.11
8
Habe auch wie Superwoman Endlosstreifen geschnitten. Bei mir sind aus dem "Garn" Webteppiche entstanden ( in der Art wie die Tiroler Flickerlteppiche)
18.2.16, 08:00 Uhr
Dabei seit 28.10.10
9
Ich finds eine Superidee, fürchte nur, dass ich nicht genug alte T-Shirts habe und vor allen Dingen keine bunten.
Es erinnert mich daran, dass man früher auch alte Baumwoll- oder Leinenstoffe zerschnitten hat, speziell auch alte Bettwäsche, und daraus kleine Teppiche und Brücken gemacht hat.
18.2.16, 10:56 Uhr
Dabei seit 24.7.12
10
Wo finde ich denn ein Bild von der Schnittechnik? Ich kann es mir nämlich leider nicht vorstellen.
18.2.16, 11:28 Uhr
Dabei seit 24.8.15
11
e
18.2.16, 14:07 Uhr
Dabei seit 12.7.09
12
Ich würde hier auch lieber einen "Endlosfaden" spiralförmig schneiden. Sonst müsste ich zuviel "anknüpfen".
Ist eine sehr gute Verwendung von alten T-shirts. Allerdings würde mich schon mal interessieren, was man daraus alles machen kann...
18.2.16, 19:23 Uhr
Dabei seit 26.6.12
mich kann man nicht beschreiben, man muss mich erleben
13
Aus alten Plastiktüten kann man auch neue Taschen für den Einkauf häkeln.
Das Prinzip ist das gleiche.
19.2.16, 00:13 Uhr
Dabei seit 18.6.12
Kreativling
14
@Timmi-55: Das habe ich ja noch nie gehört geschweige denn gesehen. Wie soll das denn funktionieren?
19.2.16, 00:16 Uhr
Dabei seit 11.12.12
15
Gute Idee. Ich probier das mal gleich mal mit meinen alten, farbigen Matrazenbezügen. Da werden die Streifen viel länger als bei T-Shirts. Wär auch ne gute Idee für Obdachlose die ewig draussen schlafen müssen.
19.2.16, 02:03 Uhr
Dabei seit 6.2.07
16
@NFischedick: aus den Streifen wird mit einer dicken Häkelnadel z. B. ein Teppich gemacht. Die Fleckerlteppiche, die man oft in Bayern sehen kann, hast Du doch bestimmt auch schon gesehen.
19.2.16, 06:32 Uhr
Dabei seit 6.2.07
17
@keksilein: um ihn auf den Boden zu legen? Oder sich drin einwickeln? - Kann Deinen Gedanken nicht so ganz nachvollziehen.
19.2.16, 06:35 Uhr
Dabei seit 18.6.12
Kreativling
18
@Talkrab: Ich hatte Dich gar nicht persönlich angesprochen, sondernTimmi55. Aber egal!! Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen dass man auch aus Plastiktüten noch Taschen wieder herstellen kann. Aus alten T-Shirts kann ich mir aber schon vorstellen dass man die noch gut für andere Dinge recykeln kann.
19.2.16, 10:45 Uhr
Dabei seit 6.2.07
19
@NFischedick: sorry - aber es ist hier üblich, dass man auch seine Kommentare und Meinungen abgeben kann, auch wenn man nicht direkt angesprochen ist.
19.2.16, 12:34 Uhr
Dabei seit 6.2.07
20
@amarantis: Den Bettwäsche-Trick finde ich super, da gibt es lange Stücke, wenn man die dann noch spiralförmig schneidet. Schade, dass ich das jetzt erst gelesen habe, nachdem ich 2 Bezüge (d. h. 4 x überziehen) weggegeben habe. Das hätte ein Stück gegeben!!
19.2.16, 12:37 Uhr
Dabei seit 18.6.12
Kreativling
21
@Talkrab: Natürlich kann man das. Ich mache Dir deswegen ja auch keinen Vorwurf. Warum sollte ich auch!!
19.2.16, 13:31 Uhr
Dabei seit 11.12.12
22
@Talkrab
Ja klar warum nicht? Vom Beruf her kenne ich viele Bettler
die den ganzen Tag auf dem kalten, feuchten Asphalt hocken und betteln und sich dabei zu Tode langweilen. Im Second Hand Shop gibt's super billigen Stoff. Sie könnten die Teppiche, Unterlagen und Decken sogar beim Betteln verkaufen. Es war nur so eine Idee.
19.2.16, 15:26 Uhr
Dabei seit 6.2.07
23
@keksilein: keine schlechte Idee! Wenn welche ein bisschen geschickt sind und Interesse dran haben, dann könnten sie selber die Streifen schneiden und evtl. sogar häkeln (machen ja viele Männer inzwischen). Und so selber dazu beitragen - und sie wären beschäftigt und würden sich nicht mehr langweilen..
19.2.16, 20:19 Uhr
Dabei seit 26.6.12
mich kann man nicht beschreiben, man muss mich erleben
24
Schreibe nochmal auf die Frage der Plastiktüten wegen.
Normale alte Plastiktüten in laaaaange Streifen schneiden.
Dann ca.30 cm (oder länger) Luftmaschen häkeln und dann im Kreis herum drauf häkeln, sodass es eine Öffnung gibt. In der Hähe sind keine Grenzen gesetzt.
Die Henkel: Neuer "Faden" die 1. Masche in den Rand der Tasche häkeln, wo die eine Seite anfangen soll. Eine Luftmaschenreihe so lange häkeln, so lange der Henkel sein soll.
Letzt Masche wieder an den Rand häkeln und wenden.
Jetzt wieder zurück häkeln und wieder die letzte Masche an den Rand häkeln. Wenden und so lange die Geschichte weiter häkeln, bis die gewünschte Breite des Henkels fertig ist.
Rest"faden" gut vernähen, damit nichts aufgeht.
Die Tasche hat durch diese Technik keinen flachen Boden, ist aber recht stabil.
19.2.16, 22:56 Uhr
Dabei seit 6.2.07
25
@Timmi-55: man könnte aber auch vorher einen Boden häkeln, einfach ein rechteckiges Stück häkeln. Wenn es groß genug ist, so wie man es haben will, dann um das Stück im Kreis und weiter wie in Deiner Anleitung beschrieben. - Wäre machbar.
20.2.16, 10:11 Uhr
Dabei seit 20.2.16
26
Bleibt da der unterste Saum vom Shirt einfach dran, oder wird der abgeschnippelt? Und wenn ein Shirt "vergarnt ist, den neuen Streifen festknoten oder festnaehen, bevor man weiterhakelt oder -nadelt? Bin aber auch fuer solche "Nadelspiele" nicht wirklich talentiert, stell mich an wie der erste Mensch. (Die Handarbeitslehrerin gab weinend auf) Kann man das dann auch anderweitig verabeiten? Sorry fuer die vielen Fragen!!!
20.2.16, 12:34 Uhr
Dabei seit 26.6.12
mich kann man nicht beschreiben, man muss mich erleben
27
@TanteMimmi Den Saum nicht für das Garn nutzen. Ist anderes gearbeitet.
Beim Ende des Garns lass ein Schwänzchen von ca. 10 cm übrig und beim nächsten Garnanfang auch. Einfach weiter häkeln. Die 2 Enden mit 1 - 2 Knoten verknoten (sollte nicht zu dick werden) und die restlichen Enden vernähen.

@Talkrab So schwierig wollte ich es nicht erklären, aber Du hast Recht.
Wer häkeln kann, weiß von was wir reden.

Ginge auch mit Garn. Dann ist die Tasche nicht so hart.
20.2.16, 19:47 Uhr
Dabei seit 6.2.07
28
@Timmi-55: Du hast es nicht schwierig erklärt - sogar sehr gut!
20.2.16, 20:24 Uhr
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