Festliches Anstoßen ohne Alkohol
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Gewinne ein XXL-Paket von Jörg Geiger

Geld "richtig" anlegen und das Risiko minimieren

Für das Anlegen von Geld gibt es verschiedene Möglichkeiten mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen.
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Lesezeit ca. 3 Minuten

Hallo zusammen, mein Lieblingsthema - gerade in dieser sehr schwierigen Zeit - ist alles rund um Finanzen und die Optimierung der Ersparnisse. Folglich möchte ich in diesem Tipp gerne ein wenig über die verschiedenen Anlageformen und den Nutzen und Sinn davon darstellen. 

Ich hole ein wenig aus: Begonnen habe ich sehr klassisch mit den verschiedenen Renten- und Pensionsvorsorgen auf privater Basis, ebenso wie einem vom Arbeitgeber geförderten Bausparvertrag und den Standardprodukten, die einem von der Bank gerne angeboten werden. In meinem Portfolio waren:

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Klassische Anlagemöglichkeiten

  • Riester
  • Rürup (Basisrente)
  • Bausparvertrag
  • Fondsbasierter Rentensparvertrag
  • betriebliche Altersvorsorge

Es haben sich dann bei meinem Umzug ins Ausland und zuvor bei Arbeitgeberwechseln, folgende Probleme aufgetan:

Riester

Riester geht nur, wenn man in Deutschland steuer- und sozialversicherungspflichtig ist bzw. ansonsten nur, wenn man selbst einzahlt, aber auf jegliche Förderung verzichtet. Zudem ist der Riester der verwaltungsintensivste und teuerste Rentenvertrag, den man haben kann. Ich habe ihn mir dann beim Umzug ins Ausland - natürlich mit Verlusten - auszahlen lassen. 

Rürup/Basisrente

(Beides ist das Gleiche, wird manchmal so oder so bezeichnet). Diesen Vertrag habe ich schon lange stillgelegt, weil er überhaupt kaum Förderung hat und im Vergleich zu den anderen Produkten auch keine Todesfallsumme hat. Sprich, sterbe ich vor dem Laufzeitende, ist all mein eingezahltes Geld weg und meine Erben bekommen nichts. Dieser Rentenvertrag ist analog und angelehnt an die staatliche Rente. Da mir diese Variante gar nicht gefallen hat, habe ich nun dort einige 1000 Euro eingezahlt liegen, kann diese aber nicht ausgezahlt bekommen, bevor ich nicht in Rente gehe. In meinen Augen ein vollkommener Nachteil und daher von mir für diese Rentenvorsorge der absolute Daumen runter. 

Bausparvertrag

Hier hatte ich Glück über den Arbeitgeber eine vermögenswirksame Leistung eingezahlt zu bekommen und damals sogar einen super Zins zu haben. Bei 4 % fix habe ich natürlich nicht nein gesagt, allerdings gibt es das heute kaum mehr. Der Nachteil ist, dass das Geld theoretisch nur für wohnwirtschaftliche Zwecke verwendet werden kann. 

Fondsgebundener Rentenvertrag

Dieser war mit Abstand der Beste, was die Auszahlung pro eingezahlter 10.000 Euro angeht, allerdings leider ohne jegliche staatliche Förderung. Auch diesen Vertrag habe ich beim Umzug ins Ausland aufgelöst. Allerdings schon mit einem weinenden Auge. Hier lohnt es sich, verschiedene Versicherungen miteinander zu vergleichen und darauf zu achten, wie die fixe Summe ist, die pro eingezahlter/vorhandener 10.000 Euro an mtl. Rente später ausgezahlt wird. Hier gibt es Unterschiede von bis zu 8 Euro, was ich sehr viel finde. Weniger als 32 Euro sollten es nicht sein, denn das ist dann sehr schlecht im Verhältnis. 

Betriebliche Altersvorsorge

Auch hier der absolute Nachteil, dass man diese bei einem Arbeitgeber beginnt, meist mit der Versicherungsgesellschaft, mit der der Arbeitgeber arbeitet. Diese ist aber nicht zwingend diejenige, die man selbst wählen würde. Für Mitarbeiter bietet sie auch nicht die beste Möglichkeit. Vorteil soll sein, dass das Bruttogehalt einfließt und man jetzt weniger Steuern zahlt. Aber Achtung: Die Steuern zahlt man später! (Das kann auch heißen, dass es später ein deutlich höherer Steuersatz ist, als der, den wir heute haben!) Absoluter Nachteil ist, dass man kein Anrecht darauf hat, die bestehende betriebliche Altersvorsorge bei einem Arbeitgeberwechsel weiterzuführen. Ggf. darf man per Gesetz eine führen, weil der Arbeitgeber es anbieten muss. Dann aber nur mit der Versicherung, die der Arbeitgeber ohnehin schon anbietet. Nun habe ich also 5 Jahre etwas bei Versicherung A, was Abschlussgebühr usw. kostet und muss dann - wegen des Arbeitgeberwechsels - Versicherung B nehmen, was wiederum nur mehr Papierkram, mehr Verwaltungsaufwand und für mich als Mitarbeiter völlig unkomfortabel ist. Daher habe ich auch beim Umzug diese Vorsorge aufgelöst. 

Generell hat mich in der Vergangenheit sehr gestört, dass ich überall Geld hinbringe, aber im Notfall nicht dran kann, sondern Bittsteller für mein eigenes Geld bin. Daher habe ich für mich entschieden, dass ich nur noch in flexible Dinge mein Geld investiere und selbst das Risiko und die Verwaltung übernehme. So komme ich, mit wenigen Tagen Bankbearbeitung an mindestens 90 % meines Geldes.

Um mein Risiko nicht nur in einer Anlageform zu haben, habe ich nach und nach begonnen, etwas mehr zu riskieren und das Risiko auf verschiedene Dinge zu streuen. In meinem Portfolio habe ich nun:

Alternative Anlagemöglichkeiten

  • Aktienfonds (hatte ich vorher auch schon immer)
  • Einzelaktien und ETFs
  • Kryptowährungen
  • Crowdinvesting (Immobilien)
  • Tagesgeld (für sehr schnell flexibles Geld)

Aktienfonds

Sie sind in der Regel immer gewinnbringend. Der günstigste Moment zum Zukauf ist, wenn der Preis im Keller ist und evtl. auch mal temporär weniger da ist, als zu dem Zeitpunkt man eingezahlt hat. Gleiches gilt für die ETFs und die Einzelaktien. Man darf keine Angst vor einer gewissen Volatilität haben, sollte aber auch sein Risiko nicht nur auf eine einzige Aktie setzen. 

Kryptos

Die wollte ich einfach ausprobieren. Ich muss aber sagen, dass diese erstens noch volatiler und zweitens unglaublich undurchsichtig sind, was die Gebühren angeht. Außerdem sind sie bei Auszahlungen auch sehr gebührenintensiv (und ggf. auch bei Einzahlungen), weil es als eine Art "Glücksspiel" angesehen wird und somit sehr risikobehaftet ist. Dort fahre ich momentan rund 1/4 Verlust, aber werde das aussitzen und kann es ggf. mit den anderen Bereichen ausgleichen. 

Crowdinvesting

Crowdinvesting bietet zwischen 4 und 6 % fixe Verzinsung und hat - für mich ein Nachteil - fixe Laufzeiten, allerdings überschaubar. Die Auszahlungen funktionieren über einen Treuhänder und das Risiko ist aufgrund der vielen Anleger, die eine Immobilie mit finanzieren, relativ gering. Es ist etwas weniger zeitintensiv als die Aktien und Kryptos, daher auch irgendwie in Ordnung und eine Konstante. 

Tagesgeld

Tagesgeld hat wirklich kaum mehr was, nur noch einen absoluten Notgroschen, aber bei diesen Zinsen bin ich dort nicht weiter bereit, mein Geld zu verbrennen. 

Ich habe wieder eine Exceltabelle mit hoch geladen, wie ich es übersichtlich gestaltet habe. Ansonsten freue ich mich natürlich über Kommentare und Daumen nach oben. 

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