Zwinge im Einsatz

Holzverarbeitung - erst stießen, verleimen, dann schrauben

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Es gibt eine Unzahl von Anwendungen für diese einfache Regel, z.B. beim Bau einfacher Holzsachen (Kästen, Regale, Rahmen). Wer sich Dübeln oder Zapfen sparen will/kann, leimt den Stoß der beiden Holzteile erst mal stumpf zusammen.

Dazu braucht man allerdings die geeigneten Zwingen. Sehr gut sind hier die bewährten Klemmsia-Exenter-Zwingen oder ihre diversen Nachfolger. Man kann sie so anlegen, dass Winkel und Passungen genau stimmen. Dann ein wenig warten, bis der Leim angezogen hat.

Die verbundenen Holzteile sind jetzt gut fixiert und können nachträglich präzise verschraubt werden. Dazu dann etwas vorbohren und je nach Schraubenkopf auch den Senker verwenden. Klappt perfekt.

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8 Kommentare


#1 mellileinchen
25.2.11, 18:51
So weit,so gut!
Und wie mache ich die Schraubenköpfe unsichtbar?
#2 havaube
25.2.11, 22:58
Vorweg dies: die Überschrift ist schief gelaufen, es muss heißen: Zuerst auf Stoß verleimen, dann schrauben, sorry, hab ich im Eifer des Gefechtes nicht bemerkt. Wenn Schrauben verschwinden sollen, ist ja nicht immer so, schwöre ich auch die alte Bootsbauertechnik, wo man Nägel und Schrauben sozusagen verdübelte. Dazu wie folgt vorgehen:

Die zu verschraubende Stelle mit einem Spitz vorstechen. Dann einen 10-mm-Forstnerbohrer ansetzen und etwa 6-8 mm tief einbohren. Es entsteht ein sauberes, zylindrisches Loch, wiederum mit einer Mittenmarkierung. Hier jetzt mit der notwendigen Bohrerstärke (je nach Schraube z.B. 3-3,5mm) vorbohren und die Schraube eindrehen (bei mir meistens Kreuzschlitzschrauben). Danach eine 10mm-Rundstange (gibt es im Baumarkt) mit etwas Leim einklopfen und bündig absägen. Sehr gut dafür sind die japanischen Zugsägen. Dannach das Ganze verschleifen. Wie gesagt, dieses Verdübeln von Nägeln oder Schrauben machten früher die Bootsbauer, als Schiffe noch aus Holz gebaut wurden und Metallteile gegen Seewasser geschützt werden mussten.
#3 bianodo
26.2.11, 09:20
kein kommentar... :(
#4 soixantesix
16.3.11, 01:20
Nunja, irgendwie passt diese Methode in meinen Augen nicht zu Klemmsia-Zwingen und Japanischen Zugsägen.

Wenn jetzt aber noch das Schraubloch mit einem Dübel verschlossen werden soll, stellt sich mir die Frage, ob es nicht einfacher wäre, sich die Schraube zu sparen: Das Dübelloch durchbohren (geht übrigens wesentlich günstiger mit einem 10mm Holz-Spiralbohrer) und eine etwas längere 10mm Baumarkt Rundstange mit ein wenig mehr Leim einklopfen...
#5 Koen
19.3.12, 18:28
Eine andere Variante, die auch noch gut aussieht.
Nach dem kleben bohre ich, je nach Dicke des Brettes (6 oder 8)mm Löcher. Dann Dübele ich mit glattem Rundholz, natürlich mit Leim. Dich abgesägt, sieht die Verbindung nach dem schleifen sehr gut aus und ist äußerst stabil.
#6 Koen
19.3.12, 18:30
sorry soixantesix, mit Brille wäre das nicht passiert! :-((
#7 hundi2
21.3.12, 20:31
Wer Probleme mit der Optik von metallernen Schraubenköpfen hat, kann einfach Holzschrauben nehmen. Achtung: Schraubenholz passend zum Holz des zu verschraubenden Materials wählen!
#8 HerrRossi
29.12.13, 22:35
Das ist sehr gut erklärt wie ich finde, denn gerade am verleimen scheiterts oft, wenn das Werkstück an und für sich schon fast fertig ist, ich hab das oft erlebt, da strengt man sich an um mit der Felder alles präzise auszuschneiden und alles passend zu machen und dann verleimt man und nichts hält, dann wieder von vorne! Darum sowas auch immer beachten und sich auch da im Vorfeld zu einem Werkstück Gedanken machen.

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